Favoritenstraße
Die Favoritenstraße zählt zu den Favoriten - Favoritenstraße Shopping international

Neuester Testbericht: ... von der S-Bahn zur U1 und zur Straßenbahnlinie 18, sowie oberirdisch zum O-Wagen. IN WIEN-FAVORITEN **************** Reine Fußgängerz... mehr

Die Favoritenstraße zählt zu den Favoriten
Favoritenstraße

celles

Name des Mitglieds: celles

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Favoritenstraße

Datum: 28.01.12, geändert am 06.04.14 (404 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: sehr abwechslungsreich

Nachteile: manchmal schmuddelig

Grüß Gott aus Wien !

Heute erzähle ich Euch von einer Einkaufsstraße, die durch 2 Bezirke verläuft.

IN WIEN-WIEDEN
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Die Wiedner Favoritenstraße erstreckt sich mit rund 2 km Länge von der Wiedner Hauptstraße bis zum Südtiroler Platz. Dort haben sich Geschäfte angesiedelt, die die Grundversorgung des täglichen Bedarfes absichern. Dabei handelt es sich ebenso um Ketten wie Einzelhändler. Auch Spezialgeschäfte wie Tauchsportläden, Comicshops, Sportnahrung und verschiedene Marktstände sind anzutreffen. Die Obere Wieden bietet vor allem gastronomische Betriebe und Cafés. Hier findet man auch die Elisabethkirche.

Wir sind auf der Favoritenstraße unterwegs, da wir auch im 4. Bezirk wohnen. Sehr schön anzusehen ist auch die Fassade des Theresianiums. Vormals eine Militärschule und von Maria Theresia ins Leben gerufen, ist heute eine private Mittelschule mit großem Privatpark, der ummauert ist und der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Hier diesem liegt auch die Botschaft der Vatikans. Auf der Ostsseite schließt sich das Funkhaus des ORFs an. Im südlichen Teil der Straße findet man ganz am Ende die weiße Paulanerkirche, deren Grundstein 1627 gelegt wurde. Ein paar Schritte abseits ist der Mozartplatz. Der heutige Mozartplatz war einst ein Teil der Paulanerklostergärten.

Mozart im Vierten
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Ab 1834 entstanden um ihn Wohnhäuser. Der erste dortige Brunnen stammte aus dem Jahre 1834, wurde aber 1905 durch den Mozartbrunnen von Carl Wollek ersetzt. Die beiden wunderschönen Brunnenfiguren aus Bronze, Tamino und Paminam sind Figuren der Mozartoper die Zauberflöte. Der Army Shop hat leider seine Pforten geschlossen. Die untere Favoritenstraße hat nicht mehr soviel zu bieten, gerade mal einen Anker, einen Fotografen und ein paar Spartenhändler. Ab der Kolschitzkygasse wird es etwas besser. Beim Abgang zur U1 finden sich ein großer Comicladen, ein BIPA, ein Interieur, ein Süßwarenhändler, der schon seit 30 Jahren auch sonntags offen hält oder asiatische Läden und Restaurants wieder.

Der Edelgreissler
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Auf der Favoritenstraße im 4.Bezirk liegen noch Lokale, die ich separat erwähnen will. Opecensky bietet neben seinem Sortiment in der Greisslerei Gutes auch einen Café- und Restaurantbetrieb, in dem ebenfalls zusätzlich Holzofen-Brot von Waldviertler Bauern, Würste und Speckvarianten sowie gereifter Käse angeboten wird. Warme Speisen gibt es jeweils im Rahmen von Pestos, Suppen und Süßspeisen. Darüber hinaus wird ein sortierte Weinauswahl offeriert. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 09:00 - 19:30 Uhr Samstag: 09:00 - 13:30 Uhr Sonntag: Ruhetag.


Opocensky bezeichnet sich selber als Edelgreisslerei. Das grüne Ambiente außen sieht eigentlich ganz gut aus. In der kleinen Auslage zur Favoritenstraße hin, sind meistens Weinflaschen ausgestellt. Was mich immer wieder verwundert, ist die Tatsache, dass das so genannte Bioobst in Steigen vorm Eingang liegt und das bei jedem Wind und Wetter und eisigen Temperaturen. Opocensky zu betreten ist nicht jedermanns Sache. Ich habe immer das Gefühl, mir kommt ein leichter Schimmelgeruch entgegen. Wir kaufen selten ein, nur wenn es bestimmte Bioware gibt. Mal einen Schafskäse und Biogemüse. Auch hat Opocensky ein Restaurant mit Tageskarte und regulärer Karte im Lokal. Damit man von außen nicht auf die schlichten Sitze gucken kann, hat man einen Sichtschutz aufgestellt.


Dieser ist nicht mehr als dunkelrote Blenden. Wenn man sich anstrengt, sind die Gäste noch zu erkennen. Ich sehe von außen oft Lokalpolitiker und Leute, der oberen Klasse. Im Hintergrund wird von den Regalen ein edler Tropfen geholt und den Gästen serviert. Wir haben auch schon dort gegessen. Nicht soviel, denn die Preise sind nicht ohne. Es durfte für uns ein Biosalat sein. Dazu wurde eine Schnitte Brot gereicht. Der hat um die 6 Euro pro Person gekostet. Dieser war nicht schlecht, aber nichts, was uns zum Dauergast werden ließ. Das Lokal ist sauber, aber die Einrichtung erinnert nicht so an gehoben, sondern an eher schlicht. Einfachste Tische und Sessel, die in einen Raum gezwängt sind, mit Tresen und Obst und Gemüse in der Nähe des Eingangs, sind nicht jedermanns Geschmack.

Gut und billig
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Gegenüber liegt das Gut und Billig. Dort kann man allerhand Billigware aus Fernost zu Schnäppchenpreisen erwerben. Auch das Café Frey auf der anderen Seite hat ein umfangreiches Frühstücksangebot. Zu Mittag werden wochentags Menüs angeboten. Neben Süßspeisen und Nachmittagskaffee, kann man auch zu Abend essen.

Mexikanisches
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Das Jalisco liegt in der Näche und ist ein mexikanisches Restaurant. Vorne ist es gelb mit grünen Fenstern und braunen Kaktusschablonen. Innen gibt es und Mariachi Live Musik. Auf der Speisekarte finden sich Suppen, Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts wieder.

Italienisches
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Wer kein mexikanisch war, kann in der Pizzeria La Favorita essen. Dieses hat auch einen abgeschiedenen, begrünten Gastgarten im Innenhof des Nebenhauses. Man kann außer Pizzen auch noch Antipasti, Salate, Suppen, Fleischgerichte, Fischgerichte und Risotti ordern.

Andreas Hofer
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Wenige Schritte weiter und die Straße wird vom Südtirolerplatz unterbrochen. Der wenig grüne Platz wurde, nach dem Einstellen der Straßenbahnlinie 165 im Jahre 1978, zum Parkgebiet umgewidmet. Im gleichen Jahr wurde von Clemens Holzmeister das Denkmal des Südtiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer enthüllt. Dieses wurde schon beschmiert und die ERSTE BANK Filiale hat sogar einen geschützten Eingang, wegen der Überfälle. Den ganzen Tag hindurch kann man Leute antreffen, die nicht viel zu tun haben und / oder dem Alkohol oder frönen. Der Park wurde ständig erweitert und erhielt neben einen Ruhebereich mit abgesessenen Sitzbänken auch einen Fahrradweg. Die umstrittene Pyramide wurde 2003 wieder entfernt. Im Frühling ist der Platz für seinen sechsköpfig blühenden Baum bekannt. Der ist sicher noch das schönste dort.


Bald der Hauptbahnhof
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Der Südtiroler Platz wurde bis 2010 in eine moderne Verkehrsstation umgebaut. Daher war seit 2007 der Bahnhof ein Provisorium. Der Bahnhof wurde barrierefrei gestaltet und mit den neuesten Informationssystemen versehen. Höhere Bahnsteige haben das Ein- und Aussteigen für die Kunden bequemer gemacht. Außerdem wurden die Bahnsteige verlängert, neue Aufgänge Richtung Argentinierstraße errichtet und der Zugang zur U1-Station Südtiroler Platz optimiert. Das Zurechtfinden ist aber noch schwieriger geworden. Die Wege sind länger und verwirrender. Das vordergründige Ziel war es, eine zukünftige Verbindung an den für 2013 geplanten Hauptbahnhof Wien zu gewährleisten. Der Bahnhof ist auch Knotenpunkt für das 2007 neu errichtete Busterminal mit Verbindungen nach Niederösterreich, ins Burgenland und in die Slowakei, unter anderem zum Flughafen Bratislava, via Schwechat. Der Bahnhof bietet unterirdisch auch eine Umsteigemöglichkeit von der S-Bahn zur U1 und zur Straßenbahnlinie 18, sowie oberirdisch zum O-Wagen.



IN WIEN-FAVORITEN
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Reine Fußgängerzone
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Hier verlässt man den 4.Bezirk und kommt in den 10.Bezirk. Die Favoritenstraße schwenkt nach links und ändert erstmals total ihr Aussehen. Die größte Fußgängerzone Wiens liegt nicht in der Innenstadt, sondern im 10. Bezirk, seitdem sie 2005 vom Südtiroler Platz bis zum Columbusplatz erweitert wurde. Dafür musste auch die Straßenbahnlinie O umgeleitet werden. In der Nähe der Bahnbrücke wurde ein verhasster, metallener Boots-Brunnen auf einem gänzlich betonierten Platz errichtet, und in seltsamee, hoch stehende Blumentöpfe pflanzte man Bäume. Mit der Vollendung der U1-Strecke im 10. Bezirk im Jahre 1975 wurde die ursprünglich befahrene Favoritenstraße als Flaniermeile freigegeben. An ihr befinden sich zahlreiche Cafés, wie die Aida, Einzelhandelsgeschäfte, aber auch Ketten wie SATURN, Tchibo, Hartlauer, Niedermeyer, Merkur, Intersport, TLAPA oder New Yorker.

Shoppen im Columbus
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Das moderne und gar nicht so große Columbus Center öffnete 2005 seine Pforten. Dieses Einkaufszentrum entstand im Zusammenhang der Verlängerung der Fußgängerzone Favoriten bis zum künftigen Hauptbahnhof Wien. Dazu schuf man noch 750 Garagenplätze für Kunden, die sie bis zu zwei Stunden kostenfrei nützen können. Die Verkaufsflächen erstrecken sich auf vier Ebenen. Der SATURN nimmt das gesamte dritte Stockwerk ein. Daneben findet man im Columbus Center unter anderem die Buchlandung, Esprit, Marionnaud Parfumeries, Reno, s.Oliver, die Schokothek, Tally Weijl und Tchibo. Im Untergeschoß befindet sich der MERKUR. Gastronomisch wird das Pellini, das Merkur Restaurant, Kioyo Running Sushi, Harry Holzer Cafe-Bar und die Coffeeshop Company geboten. Zusätzlich gibt es ein Fitnesscenter. Öffnungszeiten: Montag - Donnerstag: 09:00 bis 19:00 Uhr Freitag: 09:00 bis 20:00 Uhr Samstag: 09:00 bis 18:00 Uhr.


Im Columbus Center waren wir schon oft einkaufen. Ich habe mich mal in Gullivers Reisen Büro beraten lassen und mal ein Weihnachtsgeschenk abgeholt. Der Süßwarenladen im Erdgeschoß hat eine sehr große Auswahl, aber ich esse nicht so gerne süße Sachen außer Niederegger Marzipanschokolade. Aber der ist sehr gut sortiert, mittlerer Preislage und sauber. Im Tchibo laden hatte wir mal Gutscheine eingelöst und wurden nicht soo nett bedient. Seitdem gingen wir nicht mehr hin. Das Sortiment ist aufgrund der Ladengröße auch sehr eingeschränkt. Im ersten Stock gibt es schon Interessanteres. Mit der Rolltreppe hoch und man ist in de Buchlandung. Dort landen die Bücher, die keiner mehr haben will und die von in Konkurs gegangenen Bücherläden stammen. Ich habe dort schon sehr billige Wörterbücher und einen Reiseführer gekauft. Es sind so viele Bücherarten zu haben, dass sicher jeder was findet. Auch ein Café davor lädt zum Entspannen ein oder wer das mag, Running Sushi. Wir gehen meisten nur wegen dem SATURN mit der umfassenden Auswahl hin. Ich habe dort meine Videokamera, viele CDs und meinen Laptop gekauft. Auch der MERKUR mit seinem Restaurant im Untergeschoß ist einen Besuch wert. Die haben viel Importware und besonders leckeren Leberkäse und Kümmelplatten aus Ungarn. Das Columbus Center wird von uns sehr oft besucht.


Viktor Adler Markt
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Seit mehr als 125 auf dem Viktor-Adler-Markt einkaufen. Dort bieten fast 100 Stände Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Backwaren und Blumen an. Der Markt ist multikulturell. Neben Österreichern gibt es auch türkische, griechische und indische Verkäufer.

Im Advent
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Jedes Jahr findet zwischen Mitte November und 24. Dezember der Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone des 10. Bezirks statt. Dieser ist die ganze Woche hindurch ab 9:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. An den Ständen gibt es neben Weihnachtsschmuck und Weihnachtsgebäck auch Wurstwaren, Textilien, Schmuck oder Haushaltsartikel. Punschstände sind auch vorhanden. Da hat man oft Schwierigkeiten, sich ungehindert fortzubewegen. Ich finde den Markt nicht so aufregend und habe noch nie etwas gekauft. Der Grund ist, dass es dort meist nur billigen Schrott gibt oder Billiggewand aus Fernost. Manche Stände verursachen auch mit ihrem Knoblauch auf Lángos etwas unangenehme Gerüche. Auch sollte man in diesem Gewirr etwas auf seine Börsen aufpassen. Die meisten Stände haben kleine Weihnachtsbäume daneben stehen. Beliebt sind immer die Zuckerwatte und die Ofenkartoffeln.

Der Reumannplatz
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Die Favoritenstraße geht weiter und beim nächsten Platz ist es mit der Fußgängerzone vorbei. Der Reumannplatz, der sich im 10. Wiener Gemeindebezirk Favoriten befindet, heißt seit 1925 so. Sein alter Namen von 1872 bis 1925 war Bürgerplatz. Er wurde nach Jakob Reumann, dem ersten sozialdemokratischen Bürgermeister Wiens benannt, da unter seiner Amtszeit Wien 1922 ein eigenes Bundesland wurde und er auch Verdienste um den Wohnbau erlangte. Das Mahnmal für die Opfer des Faschismus in der Grünanlage am Reumannplatz hält die Namen jener Konzentrationslager fest, in denen Favoritner Bürger ums Leben gekommen sind. Desweiteren bietet die Parkanlage Blicke auf das Amalienbad, die Antonskirche und zahlreiche Entspannungsmöglichkeiten. Der Platz, ein verkehrstechnischer Knotenpunkt, ist mit der U-Bahn Linie U1, der Straßenbahn und lokalen und regionalen Autobuslinien erreichbar.

Eisessen beim Tichy
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Seit 1950 besteht der Name des Eissalons Tichy, der am Reumannplatz sein Mutterlokal hat. Es verfügt auch über einen Gastgarten vor dem Lokal. Tichy erfand um 1965 herum die Eismarillenknödel und ließ sich das Originalrezept patentieren. Geöffnet ist der Eissalon von März-September. Wir haben schon öfters Eis dort gegessen. Das Hauptproblem ist, dass es dort meistens so voll ist, dass man lange warten muss. Im Lokal findet man nur selten Platz.

Altes Landgut
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Bis zum Verteilerkreis, wo der 67er als Straßenbahn fährt und wo sich im Alten Landgut die Favoritenstraße mit der Autobahn quert, wird es etwas schmuddelig. Sexshops und einschlägige Clubs sind keine Seltenheit. Auch ist das Shoppingangebot nicht mehr der wahre Hit.

Der Laaerberg
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Dann folgt der 220.000 qm große Volkspark Laaerberg. Er erstreckt sich zwischen der Alaudagasse und dem Verteilerkreis. Er verfügt über zwei Teiche, von denen einer zweigeteilt ist und von einer Brücke überquert wird. Beide Teiche sind von Weidebäumen umgeben und haben einen Grasgürtel. Zwischen diesen liegen Kinderspielplätze und Sportplätze. Eine Pappelallee führt zur Favoritenstraße. Der Park wurde von 1932 bis 1959 angelegt, um die Begrünung Wiens voranzutreiben. Er ist einer der schönsten Parks im Süden von Wien. Mir gefallen die vielen Teiche und die Weidenbäume.

Anschließend folgt ein Bad. Das Laaerbergbad liegt im 10. Gemeindebezirk von Wien am Südhang des Laaer Berges. Es wurde von Erich Leischner geplant und 1959 eröffnet. Das Freibad befindet sich auf einer sechs Hektar großen Fläche und bietet ein Fünfzig-Meter-Sportbecken, Sprungtürme, ein 65 Meter langes Wellenbecken und ein Kinderbecken. Weiter können ein Fußballplatz, ein Beachvolleyballplatz, Tischtennisplatten, Freiluft-Schach, ein Kinderspielplatz und eine große Liegewiese genutzt werden. Ein Würstelstand, ein Restaurant und Buffet sowie eine Sektbar sorgen für das leibliche Wohl und es besteht die Möglichkeit, Badeartikel zu kaufen. Das Laaerbergbad ist auch rollstuhltauglich. Parkplätze stehen am Bad zur Verfügung. Ich war zum letzten Mal als Kind drinnen.


Nach der Per Albin Hansson Siedlung heißt die Favoritenstraße nur mehr Himbergerstraße.

Viel Spaß beim Lesen


Celles

Fazit: s.o.