IBM eServer xSeries 346 8840
Laut aber robust - IBM eServer xSeries 346 8840 Server

Produkttyp: IBM Server

Neuester Testbericht: ... sind die bei IBM oder auch auf den Herrstellerseiten. Ausbau des Systems... Der IBM eServer xSeries 346 8840 bietet schon einiges. DDR2 mi... mehr

Laut aber robust
IBM eServer xSeries 346 8840

cryxdx2

Name des Mitglieds: cryxdx2

Produkt:

IBM eServer xSeries 346 8840

Datum: 11.01.12

Bewertung:

Vorteile: Robust, zuverläßig, schnell

Nachteile: laut, fehlender Windows 7 und Windows Server 2008 support

Warum holt man sich als Privatperson ein IBM eServer xSeries 346 8840!?
Zu viel Geld? Nein, immerhin ist der Server schon kostengünsig im Internet zu finden.
(in meinem Fall schon für unter 100Euro).
Langeweile? Jaein....
Ich habe ihn als Herausforderung genommen, ich will ihn in einen waren, ausfallsicherer Allrounder für Zuhause nutzen. Gaming, Datengrab, Foto-, Video- und Tonbearbeitung und TV Server in einem soll er werden.

Gaming!? Ja die interne Grafikkarte kann man ganz klar nicht dazu nutzen, es ist nur eine Workstation onboard Lösung von ATI mit 16MB Ram, das reicht grade mal für alte Games, Da der Server von Hause aus keinen AGP Port besitzt sondern nur PCI bzw PCI X Ports (nicht zu verwechseln mit PCI Express) kann man da nichts erweitern und PCI grafikkarten gibt es zwar noch einige, auch neuere mit DX11 Grafikchip und 512MB Grafikspeicher. aber durch die PCI Schnittstelle, sollte man dies nur nehen wenn man ihn als Gamingsystem nicht verwenden will.
Die Ausstattung des Gerätes ist schon ordentlich, 6 SCSI Ports, ein DVD Rom laufwerk, Diskette und ein Diagnosepanel findet man vorne.
Der server kann maximal 6x 300GB Festplatten aufnehmen, mehr macht der Controler nicht mit. Dabei kann man die Festplatten dann in Mirror schalten oder auch in Reihe oder gar einzelln. Ich habe beide, die bei mir dabei waren seperat gelassen. Auf dem einen ist Windows 7Ultimate 64bit drauf und bei dem anderen ist Linux Ubuntu drauf.

Wer glück hat, bekommt das Gerät voll Ausgerüstet mit 6 Festplatten oder mit 4 Festplatten und einem Band Laufwerk als Backuplösung, beides ist sehr gut.
Und wer noch mehr glück hat, bekommt sogar ein Gerät der eine neuere Revision des Mainboards hat und dazu noch gleich die passenden Intel Xeon Prozessoren.
Beide bekommt man nur in den USA und müßen so importiert werden.
Bei meinem Gerät handelt es sich in dem Fall um so ein Gerät.
Aber kommen wir nun mal zu den eindrücken.

Nachdem ich das Gerät aus seiner Verpakung genommen habe, schaute ich es mir erstmal an, es ist ungefähr 1,5 mal so dick wie ein neuer Kabel Deutschland Festplattenrekorder so tief wie manche Sony Bravia TV Geräte breit sind und ungefähr genauso breit wie eine normale Tastatur mit Zahlenblock.
Mich hat die Schwere des Servers am anfang doch auch sehr erschrocken, da man denkt die Teile seinen so leicht, falsch gedacht....
Aber man soll es ja nicht rum tragen, er soll entweder in einem Schrank wohnen oder auf dem Boden plaziert werden.

Nachdem das Gerät dann voll angeschlossen ist, kann dann auch schon los legen, strom Stecker rein, einschalten....
denkt man. Nun das ist fast der fall, sobald man den Stecker in Netzteil nummer 1 eingesteckt hat (das gerät kann bis zu zwei beherbergen)
und den stecker in die Steckdose steckt, der wundert sich, warum der dann schon an ist. Einige Lüfer suren schon und zwei Lampen leuchten schon auf der Rückseite und wenn man in das Gerät schaut, da auch schon einiges.
Vorne blinkt auch eine kleine LED. Wer jetzt denkt, das Gerät ist schon an, falsch.
Ich habe gesucht wo der Power Knopf ist, ihn aber so nicht gefunden. Am Wartungspannel, das sich vorne befindet ist ein weißer knopf zu sehen, der einen mehr an den Reset Button von normalen Computer erinnert.
Aber dieser ist dann doch der PowerButton gewesen.
Und dann heult er auf....
Kurz nachdem man den Knopf drückt, drehen alle Lüfter auf (12 direkt zugänglich und 2 beim Netzteil) 100% das ist verdammt laut und meine kleine Katze hat sich erschrocken.
Nach ein paar Sekunden regeln sie sich aber auf 50% runter, was dann doch etwas angenehmer ist, aber dennoch recht laut ist.
Der passende Schrank ist da am besten Geräuschgedämmt.

Der server fährt hoch...
Es kommen die üblichen PostScreens, die Diagnosen laufen durch, wenn ihm was missfällt, piept er und speicher das in einem Protokol.
Wenn der SCSI Controller schon vorher konfiguriert ist, dann kann man gleich das OS Drauf spielen, wenn nicht, muß man erstmal in die Controller Config gehen und die Festplatten anmelden. Man sollte aber schon einige vorkentnisse besitzt und das Englisch sollte auch kein Fremdwort sein.

CD einlegen und los gehts....
Der Server unterstützt von Hause aus Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 es ist aber prozessorabhängig, am besten man nimmt dort ein 64bit Betriebssytem, da dieses auch den Server voll ausnutzen kann und den Arbeitsspeicher voll ausnutzen kann. Auch Linux Suse, Ubuntu oder RedHead ist für den Server kein Problem.
Ferner ist der Server auch für Windows Server 2008 R2 64bit ausgelegt oder auch Windows 7 64 bit laufen dadrauf.
Nach der installation startet der Server auch nach den PostScreens recht schnell in das OS, Alle treiber installieren, zu finden sind die bei IBM oder auch auf den Herrstellerseiten.

Ausbau des Systems...
Der IBM eServer xSeries 346 8840 bietet schon einiges. DDR2 mit EEC, zwei CPUs sind ja normal im Server. Es ist ein Intel XEON mit Kernen, 2,8Ghz und HT Technologie, 8 DDR2 Speicherbänke können zusammen 16GB Ram fassen, 2 GigaBit LAN Ports, ein SystemManagement Board (ServerAID K7), 2USB 2.0 hinten und 1 vorne. Externer SCSI Port, dann noch ein LAN Port für das System Management Board, LPT1 Port, ComPort, PS2 Port und ein VGA Port zusätzlich sind noch 2 LAN Ports, wo ich aber noch keine genauen informationen habe was diese bewirken.
Dann kommen noch 2 PCI (Low Profil) und 2 PCI-X (Full Profil), jeweils auf einem Riser.
Wenn man glück hat, findet man noch für den PCI-X Port einen passenden PCI- Express Riser, dort kann man dann auch neuere Grafikkarten nachrüsten, jedoch sollte man drauf achten, das die Karte keinen zusätzlichen Strom benötig, da man kein weiteren Stromanschluß vom Netzteil aus hat.
Ich habe ihn nun mittlerweile schon so weit ausgebaut, das er eine ATI Radeon HD 5450 mit 512 Grafikram hat. Dazu kommt noch eine USB Controler Karte für alles andere wie Festplatten oder Zusatzgeräte.
2 Intel Xeon CPUs mit 2,8Ghz insgesammt 4 Kerne und noch weiteren 4 virtuellen Kernen. 8GB DDR2 Ram und 2x 75GB HDD mit 15.000 rpm.

Der leistungsindex laut Windows 7 ist bei 5,9, das liegt aber daran das die Festplatten nicht all zu schnell sind. der rest liegt bei 6,1- 7,0.

Alles im allen, ist dieser server als Hobby bastelsystem recht gut.

Fazit: Kann mit heutigen PC noch locker mithalten.