Königssee
Im Einklang mit der Natur..... - Königssee Sehenswürdigkeiten national

Neuester Testbericht: ... Motor. Kein Wunder, man fährt mit Elektromotor, aus Umweltgründen. Infos zum Königssee Der Königssee liegt einfach herrlich und wir ... mehr

Im Einklang mit der Natur.....
Königssee

Th%FCringerin

Name des Mitglieds: Thüringerin

Produkt:

Königssee

Datum: 03.11.11

Bewertung:

Vorteile: wunderschöne Natur, sauberes Wasser, Rennrodelbahn

Nachteile: keine

Vorgeschichte


Tag zwei bei unserem Sohn in München. Draußen sieht es nicht gut aus, die Sonne hat sich versteckt und uns an ihrer Stelle Nieselregen geschickt. Wir drei laborieren an einem fürchterlichen Muskelkater der von der Wanderung am Vortag (Bericht) herrührt, meine Beine scheinen gelähmt zu sein, ich habe scheinbar Muskeln, die ich bisher nicht kannte. ABER: Wir wollen trotzdem laufen, in einer Sache sind wir uns sicher: Wir wollen nicht mal 1% Steigung haben, vielleicht eine Runde um einen See.
Der Plan meines Sohnes für heute heißt.....................


DER KÖNIGSSEE im Nationalpark Berchtesgaden


Anfahrt


Mit dem Auto aus dem Norden, Westen oder Osten erreicht man den Königssee über die Bundesautobahn A8 München-Salzburg, Ausfahrt Bad Reichenhall, dann die B20 bis zum Königssee. Von Süden über die Tauernautobahn, Ausfahrt Salzburg Süd, dann die B305 nach Berchtesgaden und die B20 zum Königssee.


Bekannt auch durch den Sport

Nicht nur der See, sondern vor allem die älteste Kunsteisbahn der Welt, zieht immer wieder viele Touristen an. Wir Thüringer lieben ja unsere Rennrodler und unsere Biathlonsportler und kennen die Bahn in Oberhof. Sehr interessant war es für uns, am 26.10. beim Training des A-Kaders im Rennrodeln zusehen zu können. Schon außen an der Bahn leuchtete eine blaue Leuchtreklame, die das Training ankündigte. Wahnsinn, wie die Sportler durch den Eiskanal rauschen. Die Bahn in Königssee gilt noch heute als eine der technisch anspruchsvollsten Bob- und Rodelbahnen.


Unser Programm am Königssee

Leider erfahren wir, dass es um den Königssee herum keinen Wanderweg gibt. Schade eigentlich, denn der See liegt einfach wunderschön. Schade auch, dass das Wetter leider nicht mitspielt, aber wir sind wetterfest gekleidet und Schirme habe wir obendrein mit. Zunächst bummeln wir durch das Örtchen Schönau. Wir sind nicht allein, einige Schulklassen sind unterwegs, viele Händler haben ihre Stände aufgebaut und wir informieren uns über eine Bootsfahrt, die uns am günstigsten bei diesem Wetter erscheint. An der Anlegestelle ist auch gleich das Kassenhäuschen. Nicht gleich entscheiden wir uns, es ist Mittagszeit und wir haben Appetit auf was Handfestes. Also kehren wir zunächst ein. Wir wählen zunächst den Weg zum Echostüberl, welches genau an der Kunsteisbahn liegt. Ein Blick auf die gar nicht kleine Speisekarte, die draußen hängt, lässt uns aber wieder umkehren, meine Männer fanden nichts für ihren Gaumen. Also gehen wir den Weg zurück und kehren ein beim Schiffmeister, mitten im Ort, zu dem Restaurant gehört auch ein Hotel oder umgekehrt.


Einchecken zur Bootsfahrt


Reiflich überlegt haben wir schon, eine Bootsfahrt ist nicht billig. 13 Euro muss man als Erwachsener berappen, dafür ist man ca. 1 Stunde unterwegs. Für unseren Sohn, der neben seinem Job noch ein Fernstudium macht, gibt es leider keinen Studententarif. Das Boot ist fast voll, viele Schüler sind auch an einer Fahrt interessiert, oder sie mussten mit, weil es in ihrem Programm stand. Sie rutschen aber zusammen und wir erfahren, dass es sich um irische Austauschschüler handelt, die in Bayern zu Gast sind. Typisch und mit meinen Schülern durchaus vergleichbar.....sie fummeln alle an ihren Handys rum, schwatzen und erst die Aufforderung, ein wenig Ruhe zu halten, damit man den Ausführungen des Guide lauschen kann, hilft. Wir legen los und hören kaum einen Motor. Kein Wunder, man fährt mit Elektromotor, aus Umweltgründen.


Infos zum Königssee


Der Königssee liegt einfach herrlich und wir bedauern ein um das andere Mal, dass es an diesem Tag so diesig ist und dass es regnet. Es wäre viel schöner gewesen, wenn die Sonne die Wolken weg geschoben hätte und das Himmelsblau zu sehen gewesen wäre. Egal, trotzdem genießen wir den Bootsausflug. Der Königssee liegt im Nationalpark Berchtesgaden, das ist der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen. Er liegt im Südosten Bayerns an der Grenze zu Österreich und wurde 1978 gegründet.
Man hat den Eindruck, der Königssee wäre ein Fjord, relativ schmal liegt der See eingebettet zwischen den Bergen. Nur etwa 1 km breit und 8 km lang ist dieses schöne Gewässer. Dafür hat er eine durchschnittliche Tiefe von fast 150 Metern und bringt es im Maximum auf fast 200 m Tiefe. Es wurde uns erzählt, dass die Wasserqualität des Sees nahezu Trinkwasserniveau erreicht, der See gehört zu den saubersten Gewässern in Europa. Das ganze Jahr über ist der See relativ kalt. Ungefähr in der Hälfte des Sees gelangten wir mit dem Boot in die Nähe der Echowand auf der rechten Seite. Unser Guide bat alle Insassen um Ruhe und selbst die Schulklassen hielten sich daran. Der Bootführer verließ seinen Sitz und nahm eine Trompete zur Hand, öffnete die Einstiegstür und spielte stückchenweise eine hübsche Melodie. Ganz deutlich konnten wir das Echo 1mal vernehmen, obwohl das Wetter wirklich nicht gut war. Früher schoss man mit Schwarzpulver aus Böllern und der Schuss hallte 7 Mal zurück. Nach dieser Präsentation ging der Guide mit einem Hut durch das Boot und wer mochte, konnte einen kleinen Obolus hinein werfen. Die Bootsleute muss man unterstützen, wie wir fanden, denn sie bauen alle Boote selbst, warten sie und rüsten sie mit Elektromotoren aus um die Umwelt nicht zu schädigen. Ganz leise fahren die Schiffe so auf dem See umher. Auf der rechten Seite nahmen wir das Gebiet des Watzmanns wahr, leider konnten wir die Spitze des Berges durch die Wolken nicht sehen. Nach ca. 35 Minuten gelangen wir nach St. Bartholomä, einer Halbinsel am Nordufer des Sees, die sozusagen am Fuß des Watzmanns liegt. Eine kleine, hübsche Kapelle und ein angrenzendes Gebäude datieren zurück ins 17. Jahrhundert. St. Bartholomä war einst der Sommersitz des Prinzen von Berchtesgaden, später benutzten es die Könige als kleines Jagdschloss. Heute findet man dort ein Restaurant mit traditionellen Speisen. Gern wären wir ausgestiegen und ein wenig auf dem Inselchen gebummelt.....Boote fahren alle 20 Minuten. Aber in dem Moment, wo wir anlegten, regnete es wirklich stark und wir stiegen gleich in das nächste Boot um, welches uns nach Schönau zurück brachte. Nach ca. 30 Minuten waren wir am Ende einer sehr interessanten Fahrt angekommen.

Mein Fazit


Am Königssee waren wir gewiss nicht das letzte Mal, denn eines ist uns entgangen, was wir bei schönem Wetter und weniger Muskelkater sicherlich gemacht hätten....eine Wanderung auf dem Malerwinkel-Rundweg, wo man an schönen Tagen ca. 10 km weit sehen kann und von wo aus die schönsten Bilder vom Königssee gemacht werden können und auf vielen Postkarten zu bewundern sind. Der Malerwinkel befindet sich ungefähr 4 km entfernt von der kleinen Kirche auf der Insel, also durchaus eine gute Strecke ohne größere Steigungen.
Einen Ausflug zum Königssee kann ich durchaus jedem empfehlen, der die Natur liebt. Mein Sohn hat ein großes Dankeschön verdient, dass er uns in dieses herrliche Fleckchen Erde gebracht hat. Nächstes Mal wird uns sicher auch der Wettergott hold sein.

Fazit: einfach herrlich