Cliffs of Moher (Irland)
Trotz Dauerregens ein Erlebnis - Cliffs of Moher (Irland) Sehenswürdigkeiten international

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Trotz Dauerregens ein Erlebnis
Cliffs of Moher (Irland)

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

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Cliffs of Moher (Irland)

Datum: 04.08.17

Bewertung:

Vorteile: Beeindruckende Sichten

Nachteile: Nicht immer spielt das Wetter mit

Im Rahmen einer Rundreise durch Irland Anfang März des Jahres besuchte ich gemeinsam mit einer Reisegruppe auch die Cliffs of Moher. Aber irgendwie waren wir nicht vom Glück verfolgt, denn es regnete während unseres Besuchs ohne Pause. Dennoch möchte ich im Nachhinein diesen Besuch nicht missen - die Klippen stellen ein beeindruckendes Natur-Schauspiel dar. In der Folge soll davon berichtet werden.

Der Ort des Geschehens
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Die Cliffs of Moher sind die bekanntesten Steilklippen Irlands. Sie liegen an der Südwestküste der irischen Hauptinsel im Country Clare nahe den Ortschaften Doolin (nördlich der Klippen) und Liscanor (südlich der Klippen). Von der Hauptstadt Dublin aus sind sie in etwa zwei Autostunden auf gut ausgebauten Straßen erreichbar. Der Eintrittspreis liegt bei 6 Euro für Erwachsene sowie 4,50 Euro für Rentner, Kinder und Behinderte. Wer während seines Besuchs Zeit sparen möchte, kann die Eintrittskarten auch vorab online bestellen - unter www.cliffsofmoher.ie, wo es auch beeindruckende Fotos und weitere Informationen gibt.

Was zu sehen ist
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Die Klippen ragen an vielen Stellen nahezu senkrecht aus dem Atlantik und erstrecken sich über mehr als acht Kilometer. Am Südende, dem "Hag's Head", haben sie eine Höhe von ungefähr 120 Metern, nördlich des "O'Brien's Tower" erreichen sie sogar 214 Meter. Der O'Brien's Tower liegt etwa auf der Hälfte der Uferstrecke und entstand 1835 im Auftrag von Sir Cornelius O`Brien als Wachturm. Bei guter Sicht sind von dort aus die Aran Islands und mitunter auch die Galway Bay zu sehen. Jenseits dieser liegen die Maumturk-Berge in Connemara. Am Kliff leben fast ausschließlich Vögel; eine Zählung ergab 30.000 Tiere in 29 Arten. Die interessantesten sind die atlantischen Papageientaucher, die in großen Kolonien an isolierten Stellen des Kliffs und auf Goat Island leben. Des Weiteren gibt es Falken, Möwen, Krähenscharben, Trottellummen und Alke. (Informationen: Wikipedia)

Was wir sahen
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Wie gesagt: Das Wetter spielte an diesem Tag nicht wirklich mit. Aber als unser Bus auf dem großen Parkplatz in der Nähe von O'Briens Tower parkte, wollten wir natürlich dennoch so viel wie möglich von den Klippen sehen. Also ging es - mit Regenjacken und Schirmen ausgerüstet, auf den kurzen, etwa 200 Meter langen Weg hinauf Richtung Aussichtsplattform, der übrigens aus Sicherheitsgründen durch hohe Steinplatten begrenzt ist und viele Stufen hat - für Gehbehinderte ist er deswegen eher ungeeignet. Ansonsten aber ist der "Aufstieg" kein Problem, nach gut fünf Minuten erreichten wir unser Ziel und waren von den schroffen Felsen natürlich angetan. Die Kameras wurden herausgeholt, schnell ein paar Fotos geschossen (die des Wetters wegen allerdings nicht gerade sensationell ausfielen) - und dann ging es wieder bergab, ins Besucherzentrum vor Ort, wo wir die restliche Zeit verbrachten (übrigens gibt es hier auch sanitäre Anlagen). Das wurde im Jahr 2007 mit befestigten Gehwegen fertiggestellt und bietet neben Cafés und Verkaufsständen viele Informationen geologischer und biologischer Art an - außerdem gab es hier großformatige Fotos, die uns verdeutlichten, wie es an den Klippen bei gutem Wetter aussieht. Die Zeit wurde also nicht zu lang, auch wenn wir uns draußen nicht besonders lange aufgehalten hatten.

Bei besserem Wetter hätten wir sicherlich auch den bis zum "Hag's Head" weiterführenden, jedoch ungesicherten Weg am Rande der Klippen beschritten. Erst 2013 wurde der "Cliffs Coastal Walk" eröffnet - ein neuer Weg am Rande der Klippen. Dadurch wurde es möglich, auf einer Strecke von knapp 20 Kilometern zwischen Doolin und Liscannor die gesamten Klippen abzulaufen. Dieser neue Weg ist größtenteils unbefestigt und führt teilweise in Form eines Trampelpfads nur wenige Meter vom Klippenrand entfernt die Küstenlinie entlang - eine reizvolle Tour für einen späteren Besuch sicherlich.

Meine Meinung
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Natürlich hätte ich die Klippen lieber an einem sonnigen Tag gesehen - aber schon bei Buchung der Reise war mir bewusst, dass in Irland Anfang März eben auch mit Regen gerechnet werden muss. Und so blieb uns nichts anderes übrig, als uns in unser Schicksal zu fügen. Aber immerhin habe ich diese beeindruckenden Klippen gesehen, die bei einer Irland-Reise ganz sicher ein "Muss" darstellen. Es ist einfach phantastisch zu sehen, wie das Land hier förmlich "abbricht" und übergangslos ins Meer übergeht, wie Vögel hier ihre Nistplätze einrichten und entlang den Klippen den Aufwind nutzen, um einfach nur zu segeln. Die berühmten und sehenswerten Papageientaucher allerdings haben wir leider nicht erblicken können - auch das war wohl eine Frage der Jahreszeit und des Wetters. Trotz des Dauerregens aber würde ich den Besuch an den Cliffs of Moher nicht missen wollen. Immerhin hatte der den Vorteil, dass die Lippen an diesem Tag nicht von Touristen überlaufen waren und ich mir genau die Standpunkte für meine Fotos aussuchen konnte, die ich dafür für besonders geeignet hielt.

Im übrigen war dies meine erste richtige Irland-Reise. So ein wenig erinnerten mich die zerklüfteten Kippen an die Inseln der äußeren Hebriden in Schottland oder auch an Helgoland - mit dem Unterschied, dass die in Irland wesentlich höher sind. Deswegen: Wer nach Irland kommt, sollte diese Klippen unbedingt besuchen. Er wird die Bilder in seinem Gedächtnis bewahren. Wilde, romantische Natur in ihrer schönsten Art - wenn da nicht die vielen Touristen und Verkaufsstände wären. Aber das muss wohl einfach hingenommen werden.

Fazit: Absolut sehenswert