The Immortals - Tochter der Finsternis - Melissa de la Cruz
The Immortals - The Immortals - Tochter der Finsternis - Melissa de la Cruz Sci Fi & Fantasy Bücher

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The Immortals
The Immortals - Tochter der Finsternis - Melissa de la Cruz

Mone_s

Name des Mitglieds: Mone_s

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The Immortals - Tochter der Finsternis - Melissa de la Cruz

Datum: 28.04.09

Bewertung:

Vorteile: Die interessante Grundidee...

Nachteile: ...welche aber leider nicht optimal rübergebracht wird

*** *** *** The Immortals *** *** ***

New York City - Gegenwart: Die Duchesne Highschool in Manhattan scheint sich nicht von anderen privilegierten Lehranstalten zu unterscheiden. Hier wimmelt es von finanzstarken Teenagern im geschlechtsreifen Alter, die gerne und ausgelassen feiern und stolz ihre soziale Stellung präsentieren.
Doch viele der Kids zählen nicht nur zu den Reichen und Schönen, sondern haben noch ein weiteres Merkmal, das sie von ihren niederen Mitschülern unterscheidet: Sie sind Blue Bloods, welche in unserer Zeit auch unter dem Namen Vampir bekannt sind...

*** *** *** Die Autorin *** *** ***

Melissa de la Cruz begann ihre Karriere als Journalistin und schrieb für namhafte Tageszeitungen und Magazine. Inzwischen hat sie sich selbstständig gemacht und zahlreiche Romane für Teenager und Erwachsene veröffentlicht. Die Autorin pendelt zwischen New York und Los Angelese, wo sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter lebt.

Quelle: The Immortals

*** *** *** Die Eckdaten *** *** ***

Verlag: Ravensburger
Autor: Melissa de la Cruz
Seiten: Ca. 315
Preis: 9,95 Euro
ISBN: 9783473582853

*** *** *** Inhalt *** *** ***

Ein tragischer Zwischenfall stört das sonst so fabelhafte Leben an der Duchesne Highschool. Eine Mitschülerin wird tot aufgefunden und das, obwohl solch ein Zustand jemandem ihrer Art eigentlich nicht zustoßen dürfte...

Aufgrund dieser prekären Lage beschließt das Komitee bereits jetzt, Einladungen an die neuen Mitglieder zu verschicken. Einige von ihnen hatten schon leichte Veränderungen an sich feststellen können und erfahren nun endlich, was es mit diesen sonderbaren Entwicklungen auf sich hat. Die quälenden Flashbacks, die merkwürdigen Male am ganzen Körper und noch einige andere Geschehnisse erhalten urplötzlich einen Sinn.

Wieso die sogenannten Blue Bloods allerdings in Gefahr schweben und wer es auf sie abgesehen hat, kann und will das Komitee nicht erklären. So bleibt es also bei Skyler und ihren Gefährten, die Vergangenheit zu durchforsten und herauszufinden, was hier gespielt wird. Erschwert wird dieses Vorhaben durch jede Menge Chaos in den stürmischen Gefühlswelten der jungen Protagonisten.

*** *** *** Leseprobe *** *** ***

Seit dem Komitee-Meeting und dem Gespräch mit ihrer Großmutter fühlte Skyler sich entwurzelt und haltlos. Cordelia hatte ihr einiges erklärt, aber auch vieles offen gelassen. Warum lag ihre Mutter im Koma? Was war mit ihrem Vater geschehen? Skyler fühlte sich verlassener denn je, da sie nun nicht einmal mit ihrem Freund Oliver sprechen konnte. Sie hatten sich vorher noch nie gestritten, denn sie waren fast immer einer Meinung gewesen und hatten dieselben Dinge gemocht. Dazu gehörten 50-Cent, Science-Fiction-Filme und Schinken-Sandwichs mit Senf. Sie hassten auch genau dieselben Dinge: zum Beispiel Eminem, pompöse Festessen und selbstgerechte Vegetarier.
Doch jetzt, nachdem Dkyler Jack aus der "Scheißtyp" in die "heißer-Kerl"-Schublade verfrachtet hatte, ohne dafür Olivers Erlaubnis einzuholen, zeigte er ihr die kalte Schulter.

*** *** *** Beurteilung *** *** ***

Die Grundidee des Romans gefällt mir sehr gut. Sicherlich wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger, ein Buch über Vampire zu schreiben, denn jedes Mal wird es viele Leser geben, die sich nicht mehr mit den üblichen Klischees abspeisen lassen wollen, da sie das meiste bereits in einer oder mehreren anderen Geschichten auffinden konnten. Aus diesem Grund versuchen sich die meisten Autoren daran, zumindest ein paar Neuerungen einfallen zu lassen. Dies ist bei The Immortals der Zündstoff, welcher mich in relativ kurzer Zeit durch das Buch gejagt hat. Da aber dennoch viele altbewährte Mittel genutzt wurden, um dieses Feuer im Gang zu halten, schafft es Melissa de la Cruz nicht, sich über die Mittelmäßigkeit hinauszuheben.

Auch ihre Vampire haben keine Probleme damit, sich durchs Tageslicht zu bewegen, sie sind unverwundbar und sie sind begehrlich. So kommt es wie es kommen muss und ein Großteil der Geschichte erzählt wie sich die Creme de la Creme durch Nachtclubs bewegt, junge Männer verführt, Intrigen spinnt und sich toll findet. Das Gegenstück hierzu ist die junge Skyler, welche sich natürlich gar nichts aus Klamotten macht, am liebsten mit ihrem besten Freund einen gemütlichen Abend zu Hause verbringt und regelmäßig die komatöse Mutter im Krankenhaus besucht.

Diese gegensätzlichen Charaktere finden auf die eine oder andere Art zusammen und stellen plötzlich fest, dass sie sich mehr gleichen als zunächst angenommen. Natürlich spielen hier Gefühle eine wichtige Rolle und so ganz wird die Ähnlichkeit erstmal nicht akzeptiert.

Gut gefällt mir, dass sich die Vampire in diesem Buch durch einen interessanten Lebensrhythmus auszeichnen. Am Ende des jeweiligen Zyklus, verlassen sie ihre sterblichen Hüllen und werden zu einer späteren Zeit widergeboren. Während der ersten Jahre in ihrem neuen Leben ahnen sie noch nichts von ihrer Vergangenheit und erst ab einem bestimmten Alter kehren die Erinnerungen an ihr altes Leben vollkommen zurück.

Aufgelockert wurde das Buch auch noch durch gelegentliche Tagebuchausschnitte aus der Vergangenheit, welche sich nett lesen lassen und dazu beitragen, die Spannung zu erhöhen. Soweit so gut: Die Aspekte, welche mir gut gefallen haben wären also nun erläutert.

Aber leider gibt es neben den vielen Stereotypen noch eine Sache die mir absolut gar nicht zusagt. Die Autorin hat mit Sicherheit eine sehr schöne Geschichte im Kopf gehabt und sie hat mich auch annähernd gebannt, doch durch ihren Schreibstil hat sie dann vieles wieder versaut. Genau genommen ist es ihre gesamte Erzählweise, welche gerade im hinteren Teil des Romans bitter aufstößt. Manchmal ist man als Leser total hilflos und muss sich einen Großteil an Details selbst ausmalen, denn die Autorin übernimmt diesen Part nicht. Es kommt zu heftigen Wendungen, die lediglich in ein paar kurzen Sätzen abgetan wurden und so etwas macht einfach keinen Spaß. Als Leser erwartet man zumindest die grundlegendsten Informationen und auch die Charaktere erscheinen in manchen Momenten zu unglaubwürdig, da sie sich einfach viel zu schnell um entscheiden etc. Manch spannende Stelle wird beinahe überlesen, da sie so kurz geschildert wird. Ich bin auch nicht für Seitenlange Schilderungen brutaler Akte oder dergleichen, aber ein wenig mehr Spannungsaufbau wäre wünschenswert gewesen.

Dummerweise bin ich so zwiegespalten, dass ich mir den zweiten Teil des Buches vermutlich kaufen werde. Zum Glück musste ich für diesen Band kein Geld ausgeben und so dürfte diese Ausgabe wohl durchaus drin sein. Ich möchte eben doch wissen, wie es weitergeht und ob die Autorin es schafft, den zweiten Teil ein wenig besser zu schreiben. Trotzdem würde ich dieses Buch niemandem weiterempfehlen und ich befürchte, dass auch ich durch die Fortsetzung nicht glücklich werde.

Fazit: Zu wenige Details.