Die Welt der Tausend Ebenen - Philip José Farmer
Das muss man sich nicht antun... - Die Welt der Tausend Ebenen - Philip José Farmer Sci Fi & Fantasy Bücher

Neuester Testbericht: ... hält er den Beweiß dafür in seinen Händen. Ein seltsames Instrument, silberschimmernd und geformt wie ein Horn. Ein junger Mann ha tte es i... mehr

Das muss man sich nicht antun...
Die Welt der Tausend Ebenen - Philip José Farmer

Gringito

Name des Mitglieds: Gringito

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Die Welt der Tausend Ebenen - Philip José Farmer

Datum: 07.09.01, geändert am 07.09.01 (83 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: unterhalsam

Nachteile: trivial

Der erste Band der fünfteiligen Serie, die ich zum Glück preisgünstig auf einem Flohmarkt erstanden hatte, enttäuschte mich sehr. Ich kann das Buch keinesfalls empfehlen.

Ich muss dazu sagen, dass ich zwar schon immer sehr gerne SF gelesen habe, aber mit Fantasy weniger anfangen konnte. Dieses Werk ist aber noch im Grenzbereich angesiedelt, ähnlich wie der Flussweltzyklus.

Wenn das Buch nicht schon so alt wäre (1965), könnte man meinen, Farmer habe gerade ein billiges jump-and-run-adventure gespielt und versucht nun die Story in eigenen Worten wiederzugeben.

Der Anfang ist noch recht vielversprechend, wenn auch nicht besonders originell: der über sechzigjährige Robert Wolff, alternder Professor der alten Sprachen und Philosophie, entdeckt bei der Besichtigung seines potenziellen Alterswohnsitz eine Tür in eine andere Dimension. Mitten in der Nacht tut er das, was wir wohl alle in dieser Situation mit Sicherheit tun würden: er bricht in das Objekt ein und verschwindet auf Nimmerwiedersehen von unserer Erde...

Denn das was ihn auf der anderen Seite erwartet, ist das wovon wir alle träumen: ewige Jugend gepaart mit den Erkenntnissen des Alters, bald einen gestählten Körper, der allen Aufgaben gewachsen ist, schöne (und willige) Frauen und was man halt so braucht.

Klar, dass da die Bösewichte nicht weit sind. Sie entführen seine beiden Schätze, das silberne Horn, das die Tore zu anderen Dimensionen öffnet und sein wunderhübsche Gespielin, äh Prinzessin – klar, dass man da hinterher muss!

Und damit sich das Abenteuer auch lohnt, beschließt Wolff (und sein Gefährte, den er bald kennen lernt ), sich mit dem Herrn und Schöpfer dieser seltsamen Welt, die aus übereinandergestapelten Ebenen besteht, anzulegen und ihm die Macht zu entreißen.

Da wird mit Drachen gekämpft, mehrere Abschnitte wochenlangen Freeclimbings absolviert, jede Menge Unholde erledigt, dem Tod immer wieder ins Auge geblickt, na ja, eher au
f dem Niveau der Bahnhoftsliteratur. Sprachlich ist die Sache auch nicht so ganz ausgereift, aber das mag auch an der Übersetzung liegen.

Da sollte man dann besser den Herr der Ringe lesen. Ich weiß nicht, ob ich mir den Rest der Bände noch antue – zumindest nicht, solange ich noch etwas besseres zu Lesen im Haus habe.

Die Aufmachung meiner Hardcoverausgabe ist jedoch sehr schön (Weltbildverlag). Das Machwerk hat 288 Seiten.

Fazit: