T-Sinus 614
Wenn das gebotene den Erwartungen entsprechen würde ... - T-Sinus 614 Schnurloses Telefon

Produkttyp: Telekom Schnurlostelefone

Wenn das gebotene den Erwartungen entsprechen würde ...
T-Sinus 614

PaulTiede

Name des Mitglieds: PaulTiede

Produkt:

T-Sinus 614

Datum: 19.08.04, geändert am 16.12.04 (1491 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Versand von SMS, Telefonbuch

Nachteile: Preis, Sprachqualität, Ladezustand/-dauer der Akkus, Standby-Zeit

Das T-Sinus 614 gehört zu den schnurlosen, analogen Festnetztelefonen, welches über ein grafisches Farbdisplay verfügt. Die auf dem Papier von dem Telefon gebotenen Funktionen machen es interessant, doch ob es etwas in der Praxis taugt oder nicht, davon kann euch vielleicht durch meinen Bericht überzeugen.


Lieferumfang

Neben dem schnurlosen Telefon und der Ladestation (Basisstation) befinden sich ein Telefonanschlusskabel, ein Netzteil, zwei Akkus AAA Ni-MH (800 mAh) sowie eine deutsche Bedienungsanleitung im Lieferumfang.


Die Bedienungsanleitung

Die 141 Seiten starke Bedienungsanleitung ist in sechs Bereiche unterteilt. Jedes dieser Bereiche/Abschnitte befasst sich mit einem ganz bestimmten Thema. So findet man z.B. im ersten Abschnitt alle wichtigen Informationen bezüglich der Inbetriebnahme des Telefons wieder.
Die einzelnen Telefonfunktionen sind in der ganzen Bedienungsanleitung durchgehen Schritt für Schritt erklärt und ggf. mit Bildern versehen. So dass man nur abzulesen braucht, was als nächstes gemacht/welche Taste gedrückt werden muss. Während dessen bzw. anschließend lässt sich das Ergebnis auf dem Display mit den Bildern im Handbuch vergleichen.

Am Ende der Bedienungsanleitung findet sich eine je zwei Seiten starke Kurzbedienungsanleitung in den Sprachen Deutsch, Englisch und Türkisch wieder.


Technische Daten

Standard: DECT/GAP-Standard
Reichweite: bis zu 300 m im Freien, bis zu 50 m in Gebäuden
Akkuzellen: 2 x 1,2 V NiMH-Akku AAA
Betriebsdauer (Standby): ca. 120 Std.
Betriebsdauer (Gespräch): ca. 12 Std.
Abmessungen (Basis): ca. 125,92 x 125,79 x 45 mm
Abmessungen (Mobilteil): ca. 51,49 x 30,2 x 142,64 mm
Gewicht (Basis): ca. 170 g
Gewicht (Mobilteil): ca. 128 g (mit Akkus)


Praxis

Bis zu fünf weitere Mobilteile können an die Basisstation des T-Sinus 614 angeschlossen werden, dabei können es sogar Fremdgeräte sein, so lange sie dem GAP-Standard entsprechen.

Andererseits lässt sich auch ein Mobilteil an bis zu vier Basisstationen anschließen.

In dem Telefonbuch lassen sich bis zu 99 Einträge ablegen. Dabei können unter jedem Eintrag bis zu drei Rufnummern abgelegt werden.
Der Name des Eintrags darf nicht länger als 16 Zeichen sein und die Länge jeder Rufnummer nicht 24 Ziffern überschreiten.

Die Anruferliste speichert die letzten 30 Anrufer, jedoch nur, wenn die Rufnummernübermittlung, bei analogen Anschlüssen kostenpflichtig, beantragt worden ist.

Mittels der Wahlwiederholung stehen die letzten 20 gewählten Rufnummern für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Das T-Sinus 614 unterstützt den Versand und Empfang von SMS.
Um diese mit dem Telefon empfangen und versenden zu können, muss man sich bei dem eigenen Netzbetreiber zunächst anmelden, sofern noch nicht geschehen. Anschließend sollte man das Einstellen der Zugangsnummer (Gateway) für den Empfang/Versand von SMS nicht vergessen. Die komplette Prozedur ist im Handbuch sehr gut beschrieben.
Die SMS dürfen nicht länger als 160 Zeichen sein. Wer gerne längere SMS schreibt, muss hier zwei oder mehr SMS verschicken.

Unter einer zusätzlichen Taste, der T-Taste, auf dem Mobilteil, sind die laut der Telekom wichtigen und interessanten T-Com Rufnummern gespeichert. Zum Glück, für alle die nicht sonderlich auf die Telekommehrwertdienste stehen, lassen sich hier auch andere Rufnummern ablegen.

Das (angeblich) farbliche Display gibt sich ziemlich grautönig wieder. Nur das Menü sowie beim Einschalten sind dem Mobilteil einpaar Farbtöne zu entlocken.
Immerhin hat es die Telekom bei diesem Modell geschafft dem Mobilteil eine Hintergrundbeleuchtung zu spendieren. Somit sieht man das was auf dem Display dargestellt wird und nicht sich selbst.

Als Rufton werden 30 polymorphe Melodien angeboten. Dabei kann man hier jeweils eine andere Melodie für das Basis- und Mobilteil einstellen. Ferner kann man noch bei beiden die internen und externen Anrufe klanglich unterschiedlich darstellen lassen.

Die versprochenen 120 Stunden Standby-Zeit schafft das Mobilteil bei mir bei weitem nicht. Selbst wenn über die komplette Akkuladung nicht telefoniert wird, hält dieser maximal drei Tage, das sind nur max. 72 Stunden.

Die Abwärme beim Mobilteil im Bereich der Akkus während des Ladevorgangs ist beträchtlich und selten hört die Ladeleuchte am Basisteil auf zu leuchten.

Sind die Akkus irgendwann man leer bzw. man entfernt diese, so gehen die Datum- und Uhrzeiteinstellungen des Mobilteils verloren. Zwar verfügt das Basisteil selbst über eine Datum- und Uhrzeitfunktion, eine Möglichkeit, diese Werte auf das Mobilteil übernehmen zu können, fehlt allerdings. Somit muss man in diesen Fällen jedes Mal die Uhrzeit von Hand stellen.

Die Sprachqualität des T-Sinus 614 ist ebenso wenig berauschend. Zwar versteht man sein Gegenüber gut, beim Gesprächspartner kommt man allerdings ziemlich blechern an. Besonders dann, wenn man von der Freisprechfunktion gebrauch macht.
Befindet man sich weiter weg vom Telefon (bei Nutzung der Freisprechfunktion), dabei können schon zwei Meter zu viel sein, kommt das Gesprochene beim Gesprächspartner nur unvollständig bzw. verzehrt an.


Fazit

Nach dem T-Sinus 520 ist nun das T-Sinus 614 das zweite Telekom Telefon, welches ich mir angetan habe.

Leider weist auch dieses diverse Mängel auf, die bei einem Preis von ca. € 100,- eigentlich nicht hinnehmbar sind. Man merkt, dass man das Geld hauptsächlich für das Rosa T und nicht für das Telefon ausgibt.

Wie bei dem T-Sinus 520 entspricht auch hier die Standby-Zeit nicht den vorgegebenen Werten. Ganz zu schweigen von dem ständigen Ladevorgang und der damit verbundenen stakten Abwärme der Akkus.
Selbst das Austauschen der Akkus durch andere brachte hier keinen Erfolg.

Das einzig positive an diesem Telefon ist die einem Handy nachempfundene Form und die dadurch gegebene Bedienung sowie die polymorphen Klingeltöne.
Wobei man auch das Fassungsvermögen des Telefonbuches nicht unter den Tisch kehren sollte. Allerdings werden die wenigsten von uns max. 99 Einträge mit max. je drei Rufnummern im Telefon gespeichert haben bzw. speichern wollen.

Bei einem Preis von max. € 50,- wäre dieses Telefon vielleicht noch eine Überlegung wert, so ist es nicht besonders empfehlenswert.

Fazit: