Gigaset C200
Klingelding - Gigaset C200 Schnurloses Telefon

Produkttyp: Siemens Schnurlostelefone

Klingelding
Gigaset C200

Cosmay78

Name des Mitglieds: Cosmay78

Produkt:

Gigaset C200

Datum: 22.12.16

Bewertung:

Vorteile: robust, ideal für Mehrpersonenhaushalte oder "nur" zwei Etagen, paar Spielerein

Nachteile: Lautsprecher lässt sich (bei mir) erst nach Gesprächsende wieder ausschalten

~ Trotz aller Möglichkeiten zu skype, mobil oder gar ipOne verfügen die meisten Haushalte nach wie vor über den normalen 950er Telefonanschluss, was nichts anderes bedeutet, als das das Haustelefon direkt an die TAE-Dose angeschlossen wird.

Alternativ lässt sich das

=="Siemens Gigaset C200"==
ebenfalls an den potentiell vorhandenen Router anschließen ~ eine Methode, die für Leute wie mich jedoch keinerlei Sinn innetragen: stecke ich das Speedport nach Beendigung meiner Internettätigkeiten aus, wäre es das somit ebenfalls mit der telefonischen Erreichbarkeit gewesen.

Darüber hinaus kann ich mir kaum verkneifen, mich immer noch davon irritieren zu lassen, dass man das Telefon ebenfalls mit Strom versorgen muss. Zurück zur Wählscheibe, sag ich da nur... aber dies Freunde des "die Nummer kenn ich nicht, also geh ich auch nicht dran"-Verhaltens, ist ohnehin eine andere Geschichte.

Erworben habe ich mein Gigaset C200 im Rahmen einer Familienweitervererbung, als mein telefonbuchgroßes Tastentelefon über kurz oder lang den Geist aufgab. Über den genauen Preis kann ich somit nichts sagen, schätze aber frei heraus, dass das Gerät inzwischen für knapp 20Euro (sofern überhaupt noch) erhältlich sein dürfte.

Der eigentliche Sinn und Zweck dieses Models ist zweifellos der, dass es gleich zwei tragbare Telefone sind, die im Lieferumfang enthalten sind. Neben der Basisstation gibt es eine kleinere Ladestation, was naturgemäß dazu dient, an zwei unterschiedlichen Orten die Telefone zu drapieren. Ich persönlich bin rasch dazu übergangen, lediglich eine der beiden Stationen aufzustellen und die Telefone somit jeweils abwechselnd aufzuladen. Insbesondere in meiner früheren Maisonettenwohnung machte das Telefon durchaus Sinn ~ wer unten ist, hört das obige Telefon nicht bzw. ist erst dann am Zielort des Klingeltons angelangt, wenn der Anrufer bereits aufgelegt hat. Durch die Möglichkeit, von einem Telefon das andere anzurufen, kann man überdies den gewünschten Gesprächspartner im anderen Zimmer anrufen und das Telefonat durchstellen (="makeln"). Brauch ich persönlich jetzt nicht mehr, aber nach wie vor ist es nett, sowas zu wissen.

Der Hersteller verspricht im Grunde genommen die nachfolgenden Eigenschaften, die ich weder allesamt erwähnenswert finde, noch en detail zu 100% auf deren Richtigkeit überprüfen konnte:

~ Anzeige Batteriekapazität
~ Anzeige von Datum/Uhrzeit
~ Babyphone/Raumüberwachung
~ Rufnummernanzeige (CLIP)
~ Call by Call Unterstützung
~ Gesprächszeit: bis 13 Stunden
~ Display
~ Freisprecheinrichtung
~ Gebührenanzeige
~ Gesprächsdaueranzeige
~ Hörerlautstärke einstellbar
~ Interngespräche zwischen Mobilteilen
~ Konferenzschaltung
~ Reichweite im Aussenbereich [m]: 300
~ Reichweite im Innenbereich [m]: 50
~ Rufmelodie-Einstellbar
~ Wahlwiederholung
~ SMS
~ Standby: bis 170 Stunden
~ Telefon Typ: DECT/GAP-Standard

Ich bin nur ehrlich, wenn ich gestehe, dass ich das mit der Gebührenanzeige bis heute nicht gerafft habe. Meines Entsinnens nach war es zumindest früher so, dass man den damals neuen "Einheitenzähler" von der Telekom (und seinerzeit war es IMMER die Telekom) freischalten lassen musste, so dass ich schlicht und ergreifend schlussfolgere, dass dies heutzutage nicht viel anders sein wird. Klug gegrübelt: woher soll das Gigaset wissen, welchen Vertrag ich bei wem abgeschlossen haben und was das Ganze pro Minute kostet?

Weitaus praktischer für mich hingegen die Anzeige der Gesprächsdauer. Ob man dies nun wirklich braucht, sei mal dahingestellt ~ aber jene, die ihr Gewissen damit beruhigen wollen, nach Blick auf das Display innerlich verkünden zu können, bestimmte familiäre Pflichtgespräche hätten jetzt lange genug gedauert... die wissen solcherlei Spielerei sicherlich zu schätzen; während ich persönlich immer wieder aufs neue erstaunt bin, wie kontinuierlich in einem fort ich die Leute zuplappern kann.

In diesem Kontext komme ich direkt auf die Akkuleistung zu sprechen. Kaum jemand dürfte überrascht sein, dass es nicht nur auf die verwendeten Batterien, sondern darüber hinaus auf das Alter derjenigen welchen ankommt. Je öfter man diese auflädt, desto kürzer halten sie ~ ferner macht auch die Anzeige im Gigaset ab und an einen Sprung von 2 Balken bis auf den blinkenden Rahmen.

Kennen wir vermutlich alle bereits von Handy, Laptop & Co.

Die Telefonbuchfunktion ist durchaus praktisch, zumal es Menschen wie mich gibt, die nach wie vor ratlos auf das Display starren und nur wissen, dass ihnen die Nummer irgendwie bekannt vorkommt. Hier kann man Dank eigens vorgenommener Abspeicherprozesse quasi viel schneller entscheiden, ob man nun zu hause ist oder nicht.

Tatsächlich habe ich persönlich immer noch Schwierigkeiten, die Namen wie gewünscht einzutragen ~ das entsprechende Handling ist ein wenig kompliziert, da hier via Buchstabenfeld als auch diverser Pfeiltasten gearbeitet wird und man sich im Grunde genommen länger mit dem Abspeichern beschäftigt als andere Leute brauchen würden, um die Nummer ebenfalls rückwärts auswendig zu lernen.

Die Auswahl des Klingeltons ist mir hingegen auf andere Art und Weise nicht sehr leicht gefallen; bei der Wahl zwischen recht ähnlichen Tönen gibt es erwartungsgemäß auch welche, die einen buchstäblich von der Couch fegen ~ wer es hingegen gewagt hat, beide Telefone mit einem jeweils anderem Klingelton zu belegen und beide in unmittelbarer Nähe zu drapieren... der erhält im Falle des Anrufs ein absonderliches Konzert. Selbstredend lässt sich die Lautstärke des Klingeltons wie auch der Hörerlautstärke manuell einstellen, wobei man letztgenanntes ebenfalls während des geführten Telefonates noch verändern kann.
Obskurerweise ist es bei meinem "Gigaset C200" nicht (mehr?) möglich, den einmal betätigten Lautsprecher inmitten des Gespräches wieder zu deaktivieren.

Sprich: drücke ich einmal auf die Lautsprechertaste, weil ich meine Hände kurzzeitig für etwas anders nutzen wolle, plärrt der Gesprächspartner den Rest des Dialoges durch die Wohnung. Hierzu sei eindrücklich erwähnt, dass ich mich nicht mehr erinnern kann, ob dies schon immer so war oder ob sich dieser Makel erst im Laufe der Zeit ergeben hat.

Praktisch meines Erachtens nach ebenfalls die Anzeige verpasster Anrufe: wenn ich mal wieder nicht zuhause war, begrüßt mich da Gigaset mit einem blinken ~ egal, ob ich nun die Nummer oder die Zeile "Unbekannt" erblicke, das Gerät zeigt mir zuverlässig Datum und Uhrzeit des verpassten Anrufeingangs. Gespeichert werden im Telefon hierfür die letzten 30 Anrufe, wobei es völlig egal ist, wie weit diese auseinanderliegen. Drücke ich sodann die Anruftaste, werde ich konsequenterweise direkt mit der angezeigten Nummer verbunden.

Spielereien wie SMS oder Wecker braucht man meines persönlichen Empfindens nach nicht wirklich; doch auch hier kann ich lobenswert erwähnen, wie selbsterklärend das Menü-Display des Telefons gestaltet wurde. Meine Gebrauchsanweisung habe ich schon vor Jahren verbummelt (oder rigoros weggeworfen, wer weiß das schon so genau); vermisste sie jedoch noch nie. Egal, wie oft man anfänglich durch das Menü irren könnte, falsch machen kann man im Grunde genommen nicht wirklich was. Wer ein wenig Ahnung hat, findet sich ohne Anleitung zurecht; wer hingegen direkt von display-losen Telefonen umsteigt, der sollte doch einen Blick in die - meiner Erinnerung nach sehr leicht verständlichen - Gebrauchsanweisung werfen.

Wobei man sich immer noch darüber streiten könnte, ob man den ganzen modischen Schnickschnack überhaupt braucht.

Bezüglich der Optik habe ich sicherlich schon schönere Telefone gesehen, doch schlussendlich kommt es für mich aufs handling, evtl. das Gewicht und die Robustheit an; ohne an dieser Stelle auf meine gesetzten Grenzen für den Kauf eines Telefons einzugehen.

Mein Gigaseit C200 haut mich von der Farbe her nicht um, weiterhin weist das grünlich-graue Display auf das Alter des Gerätes hin.... dennoch kann ich persönlich die Anzeige Dank der okay-großen Schrift gut lesen, begrüße die recht platzsparende Basisstation und habe mich inzwischen von dem zweiten Gerät verabschiedet. Man muss natürlich nicht beide Telefone anschließen respektive beide Stationen, um ein Telefon davon nutzen zu können, benötigt jedoch definitiv die Basisstation, die sich optisch von der anderen lediglich durch eine etwas ausschweifendere Breite nebst einem "Rufknopf"­ unterscheidet.
Gewogen habe ich das kabellose Gerät jetzt nicht, kann jedoch dahingehend Bericht erstatten, dass auch nach 4stündigen Teil-Krisengesprächen der Arm nur langsam schwer wird.

So oft, wie ich das Telefon bereits von Wohnung zu Wohnung transportiert und auch das ein ums andere Male versehentlich auf den Boden geworfen habe, kann ich weiterhin von einer definitiven Robustheit sprechen. Weder hat sich die Batterieschale geöffnet, noch weißt das Telefon einen Kratzer auf. Und das sollen die immer kleiner (und teurer) werdenden Geräte mir ihren zig Zusatzfunktionen erstmal nachmachen.

==Summa summarum==
bin ich mit dem Siemens-Produkt alles in allem äußerst zufrieden und habe noch nie den Wunsch verspürt, dieses gegen ein anderes Telefon auszutauschen. Obschon ich eine zeitlang rigoros begeistert von den transparenten Geräten war (gibt's die noch?) benutze ich das Telefon ausschließlich zum Telefonieren, ignoriere gekonnt diverse Funktionen und bin durchaus der Meinung, dass ich für meinen Teil auch künftig nicht ernsthaft mehr als 20Euro ausgeben wollen würde.

Dass ich somit vermutlich einen definitiven Überraschungsschreck im Falle des Kaufmüssens erleben werde... damit komm ich momentan recht gut klar.

Das Gigaset benutze ich nunmehr seit rund 8 Jahren (plus minus 2), was nicht zuletzt eine hohe Lebensdauer beweist und somit die Höchstnote verdient.

Fazit: hält seit zig Jahren

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Bedienkomfort:    
Klangqualität:    
Funktionsvielfalt: