Microtek Filmscan 1800 Silver SE
Dia rein - scan - dia raus - Microtek Filmscan 1800 Silver SE Scanner

Produkttyp: Microtek Scanner

Neuester Testbericht: ... installieren muss und dann den Scanner anschließen soll. Vermuteter Hintergrund: Microtek hat einen eigenen Treiber entwickelt und Wind... mehr

Dia rein - scan - dia raus
Microtek Filmscan 1800 Silver SE

Schlickser

Name des Mitglieds: Schlickser

Produkt:

Microtek Filmscan 1800 Silver SE

Datum: 17.05.03, geändert am 17.05.03 (2364 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Der Preis, die Leistung bei diesem Preis

Nachteile: das Design, die Leistung wenn man den Preis ausser acht läßt

Einleitung
Ich bin ein Fotofreak ? fast schon Hardcoreverrückter in diesem Bezug. Bislang habe ich überwiegend Negativfilme belichtet. Etwa 20 Filme pro Jahr sind Farbnegativfilme und 20 weitere sind Schwarzweissfilme. Dann sind da noch so 5 bis 20 Diafilme je nachdem ob und wo es mich zum Klettern, Wandern oder Paddeln hinverschlägt. Zu guterletzt kommen da noch die Spezialfilme. Nach einem Urlaub steht meine Entwicklungmaschine meist über Wochen nicht still. Erst für die Filme, dann für die Bilder.
Jetzt muss ich aber nicht mehr so lange warten, denn ich habe einen Filmscanner. Damit kann ich den Film bereits als Negativ oder Dia einscannen und schon mal vorschauen.


Die Kaufentscheidung
Die Wahl fiel auf den billigsten Filmscanner, wo gibt und die Gründe dafür sind ganz einfach. Filmscanner kosten normalerweise ab 279,- ? aufwärts. Die größte Auswahl gibt es um 399,- ?. Der unter vielen Namen (Reflecta, Microscan, Microtek, Networks, hama, Umax) angebotene Filmscan35 ist einfach mit 100 ? Preisunterschied zu günstig.
Ich will nur einen schnellen Scan und die Möglichkeit schnell ein paar Bilder ins Web bringen, per Email versenden oder auf dem Notebook zeigen zu können. Wenn es richtig gut werden soll, ist man so oder so auf den Vergrößerer und spezielles Photopapier angewiesen.


Der Kauf
Ich kaufte die SilverEdition für 179? bei Alternate und der Scanner kam vier Werktage nach Bestellung per Nachname bei mir an. Leider bestand Alternate auf den Versand per GermanParcelService / GLS, aber das gehört in eine andere Meinung. Dem Scanner lag eine CD mit Treibern und Software bei, das USB-Kabel, das Netzteil, die Bedienungsanleitung und Panda-Antivirus.


Das Gerät
Also derjenige, der auf die Idee gekommen ist das Gehäuse durchscheinend zu machen, gehört mit dem Hammer geprügelt. Durch dieses Pseudo Imac Design wirkt der Scanner sehr billig und das würde vielleicht der tüddeligen Staubschutzklappe aber n
icht dem Gerät an sich gerecht. Der Scanner ist sehr einfach gehalten. Aber das Gehäuse weist keine Grate oder Glanzflecken auf. Das Spaltmaß ist auch halbwegs gleichmäßig.
Hinten sind die Anschlüsse für Netzteil und USB sowie ein Schalter. Das geringe Gewicht und die nicht vorhandene Erwärmung lassen darauf schließen, dass man ein Schaltnetzteil beigelegt hat. Das spart eine Menge Strom im Standby-Betrieb.


Die Installation
Gelbe Warnaufkleber auf Scanner- und Softwaretüte in 8 Sprachen sagten, dass man erst die Treiber installieren muss und dann den Scanner anschließen soll.
Vermuteter Hintergrund: Microtek hat einen eigenen Treiber entwickelt und Windows würde den des Taiwanischen Herstellers (Microtek labelt nur) laden und installieren.
Der Treiber installiert eine Twainquelle und ein Tool um den Knopf am Scanner zu konfigurieren.


Scanner sind zum scannen da
Ich legte ein TestDia (von Kaiser) ein und scan(n)te es mit 1800dpi (Auflösung des Sensors) je einmal mit 12bit SW und 36bit Farbe. Die fünf Linienkreise wurden sehr gut dargestellt und ließen eine wesentlich höhere erreichbare Auflösung als mit dem Flachbettscanner und der Durchlichteinheit erkennen.
Auf dem Papier haben beide 1800dpi. Der Graukeil war bei Farbe im dunkleren Teil abgesoffen aber ab 1/3 sehr gleichmäßig abgestuft. Eine Anpassung der Gammakorrektur schuf Abhilfe. Bei SW waren die Ergebnisse etwas besser in puncto Graukeil und Lichtstärke. Jedoch kann man an der Einstellung ein wenig herumdoktern und erhält dann bessere Ergebnisse. Die Schärfe ist überall gleich gut. Dias werden nicht heiß beim Scannen und der Scanner nimmt sowohl LKM- als CS-Rähmchen auf. Man kann sie einfach in den Schlitz schieben.
Streifen von Negativen und Dias werden zunächst bei hochgeklappter Andruckmaske positioniert und dann mit der Maske fixiert. Die federnd gelagerte Maske ist zwar nicht mit dem Gegenstück aus Vergrößeren vergleichbar, aber immerhin brauc
hbar. Die fehlende Planlage wird durch die relativ große Schärfentiefe des Sensors wettgemacht. Wenn man viele Bilder zum Scannen hat, bewaffnet man sich am Besten mit einem Pustepinsel, einem Optiktuch, einer Flasche Wein, etwas zu Lesen und zu Knabbern und guter Musik.
Der Knopf kann mit einer Scan'n'Save-Funktion belegt werden. So habe ich ganze Diamagazine eingelesen.
Dia rein- 11 Sekunden Scan ? Dia raus ...
Später wurden die Bilder mit Gimp bearbeitet ? fertig.


Fazit
Wer dem Scanner hinterhergoogelt wird feststellen, dass der Filmscan35 mit aktuellen Nikon Coolscan oder Minolta Dimage nicht mithalten kann. Erst, wenn man den Preis mit einbezieht wird ein Schuh aus dem Kauf.
Die Auflösung und die Lichtschwäche lassen nur wenig Vergrößerung zu, aber man kann ein Hochformat aus einem Querformat scannen und dieses auf 9x13 drucken. Das Ergebnis hält auch dem zweiten Blick stand und der dritte Blick führt nur zu der Erkenntnis, dass beim Ausdruck ein Tintenstrahler am Werk war. Für13x18 wird man auf diese Weise schon tricksen müssen und 18x24 vom Ausschnitt sollte man schlicht lassen.

Fazit: