Irische Rezepte
Brot in einer halben Stunde. Gibt's nich? Und ob... - Irische Rezepte Rezept

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Brot in einer halben Stunde. Gibt's nich? Und ob...
Irische Rezepte

+nessi8316

Autor-Name: nessi8316

Produkt:

Irische Rezepte

Datum: 21.04.06

Bewertung:

Vorteile: Schnell und einfach zuzubereiten

Nachteile: ?

Da ich nicht wirklich viel Zeit zum Schreiben habe und jetzt gerade eigentlich auch nicht, aber ich es dennoch nicht lassen kann, wenigstens einen Bericht zu schreiben, beglücke ich euch heute mit etwas, das ich vor einigen Tagen zum ersten Mal ausprobiert habe und vollkommen begeistert davon bin.
Jetzt wird sich mit Sicherheit der ein oder andere Fragen: "Von was redet die überhaupt???"
Na da kann die nur antworten:"Von Brot!"
Von Brot? Jap.

Aber bevor ich mich hier verquassele, zu dem eigentlichen Thema:


~~~~Wo habe ich es entdeckt?~~~~

Nun, ich habe mir schon vor Jahren ein kleines irisches Kochheft gekauft, da ich ein ziemlicher Fan dieses Landes bin und natürlich auch landestypische Gerichte zu Hause kochen möchte. Was ich allerdings bisher vollkommen außer Acht gelassen habe, war das Rezept mit einem Kleeblatt auf Seite 5: ,Braunes Brot.' Was es mit den Kleeblättern auf sich hat? Nun es sind insgesamt drei Kleeblätter zu verteilen, von einfach nach schwer. Also, wer hier mitgedacht hat weiß nun, dass dieses Brot wirklich einfach ist. Zumindest verspricht das die Autorin des Buches.
Als ich mal wieder nicht genau wusste, was ich kochen sollte, habe ich mir mein kleines Heftchen geschnappt und mal durchgeblättert.
Und das habe ich dort gelesen:


~~~~Zutaten und Zubereitung~~~~

· 280g Vollkornmehl
· 280g Mehl (Ich habe in dem Fall normales Weizenmehl verwendet)
· 2 TL Backpulver
· 1 TL Natron
· ½ - ¾ l Buttermilch.



Sollte es jemand nicht erwarten können, kommt hier endlich die Zubereitung, die im Übrigen lediglich 10 min in Anspruch nimmt.

Den Backofen vorab schon mal auf 190 °C vorheizen. (Wie das bei einem Gasherd ist, weiß ich nicht, dazu sind leider keine Angaben gemacht.) Das Backblech mit Backpapier auslegen oder einfach mit Butter oder Margarine bestreichen, jeder so wie er's will.

Die beiden Mehlsorten, Backpulver und Natron zusammen in eine Schüssel geben. Bei der Buttermilch nicht sparen, damit die Zutaten feucht genug sind, um einen weichen Teig zu bilden.
Ich selbst habe das normale Weizenmehl aus dem Lidl verwendet und ein Weizenvollkornmehl aus dem Edeka und bei den beiden Sorten ist ½ l Buttermilch vollkommen ausreichend. Allerdings hängt die Menge der Buttermilch von der Mehlstärke ab, also erst einmal ausprobieren, indem man zunächst ½ l dazugibt und dann gegebenenfalls nachschüttet.

Die Zutaten nun erst einmal in der Schüssel kneten, bis es eine Masse geworden ist. Das schafft man am Besten mit einem Handrührgerät. Wer allerdings mit den Händen ran will, sollte sich diese vorher gut einmehlen, da sonst die ganze ,Pampe' an den Händen klebt, und das wieder abbekommen... ojeoje.

Auf die Arbeitsfläche, den Tisch, oder wo ihr sonst Teig knetet, vorrausgesetzt ihr knetet überhaupt Teig, Mehl streuen und mit der flachen Hand leicht verteilen. Den Teig aus der Schüssel nun auf die bemehlte Fläche geben und noch einmal von Hand leicht kneten, bis er geschmeidig ist.

Aus dem Teig dann eine etwa 20 cm große Scheibe formen. Aber nun bitte nicht mit dem Meterstab oder Maßband anrücken, außer es gibt jemanden, der unbedingt auf den Millimeter genau 20 cm haben möchte. Dazu kann ich nur sagen: Das Brot geht beim Backen eh noch ein wenig auseinander und kein Belag der Welt ist auch einen Durchmesser von 20 cm genormt. Also, von da aus einfach auf das Augenmaß verlassen und diejenigen, die keins haben so wie ich, einfach drauf verlassen das es schon stimmen wird.

Die mehr oder weniger 20 cm große Scheibe nun auf das bereits vorbereitete Backblech geben und mit einem mehlbestäubten Messer tief ( aber nicht zu tief, wir wollen das rohe Brot doch nicht schon vorher anschneiden) und kreuzweise Linien hineinschneiden.

Das Ganze mit etwas Wasser bestreichen und mit etwas Mehl bestäuben.

20-30 min backen, bis das Brot beim Klopfen mit den Fingern hohl klingt.

**Extratip**

Sollte jemand gerade keine Buttermilch zur Hand haben, kann er statt dessen auch saure Milch verwenden. Die lässt sich ganz einfach selbst machen. Man gibt der Milch pro ¼ l 1TL Zitronensaft oder Essig bei und lässt das Ganze dann 15 min stehen.


~~~~Ist da etwa was anders als bei anderen Broten?~~~~

Ja ist es. Da gibt es keine Hefe und keine ewig langen Wartezeiten. Die Gründe dafür sind zum einen das Natron und zum anderen die Buttermilch. Das Brot ist tatsächlich in frühestens in einer halben Stunde fertig.


~~~~Geruch und Geschmack~~~~

Kommen wir nun zu der schwierigsten Kategorie.
Das Brot kommt aus dem Ofen: Es erwartet uns ein Geruch von frisch gebackenem Brot. Der Duft ist einfach herrlich und am Liebsten würde ich direkt schon naschen, wenn da nicht die Sache mit dem heiß wäre. Tut der Zunge gar nicht gut.

Der Anschnitt: Das Brot lässt sich herrlich leicht schneiden. Es ist außen knusprig und innen schön weich. Liegt das Brot allerdings erst einmal im Brotkasten, ist es am nächsten Tag nicht mehr knusprig aber das mindert in keinster Weise die Qualität des Brotes.

Nun zu der Frage, ob das Brot auch wirklich braun ist. Also von außen kann ich das nur bestätigen, aber ist es auch innen braun? Na das Vollkornmehl sorgt schon dafür, dass das Brot innen halbwegs braune Farbe bekommt, allerdings ist es nicht durch und durch braun, aber das dürfte eigentlich auch nicht wirklich ein gewichtiges Thema sein. Nur gut, das man mal darüber gesprochen hat. Hehe.

Der erste Bissen: Es gibt einen frischen und angenehmen Geschmack auf der Zunge. Meiner Meinung nach schmeckt man, dass Buttermilch im Brot ist. Ein ganz anderer Geschmack, als die Brote haben, die man von Backmischungen aus Lidl, Aldi, Edeka... und von Broten aus der Bäckerei gewohnt ist.
Woran das liegt? Nun ich nehme an, da es sich um kein einheimisches Brot handelt, sondern um ein ,Inselbrot', kann es da schon winzig kleine Unterschiede im Geschmack geben. Mein Freund fand, dass es ein wenig einen nussigen Geschmack hat. Allerdings konnte ich das nicht nachempfinden. Aber jeder Geschmack ist ja anders und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten. Also, wer es ganz genau wissen will, backt das Brot am Besten einfach nach. So schwer ist es nicht und zuviel Zeit nimmt es auch nicht in Anspruch.


~~~~Fazit~~~~

Also, wer aufmerksam den oberen Teil gelesen hat, weiß nun, dass ich wirklich von dem Brot begeistert bin. Es ist schnell gemacht, wenn man die Herstellungszeit für herkömmliche Brote betrachtet, die erst einmal ewig gehen müssen und dann auch noch eine lange Backzeit haben. Gut, wenn jemand eine Brotbackmaschine hat, der kippt das Zeugs einfach rein und drückt auf Start. Allerdings verkürzt sich dadurch auch nicht die Zubereitungszeit.

Wenn es also mal schnell gehen soll und man keine Lust hat noch ewig viel Zeit in Brotbacken zu investieren, der sieht zu, dass er die Zutaten parat hat und schwingt das Handrührgerät.

Was wirklich gut zu dem Brot schmeckt ist Hüttenkäse. Sollte das jemandem nichts sagen: Das ist Käse, meist in Bechern aus dem Kühlregal, flockig und wird bei Lidl unter Cottage Cheese verkauft. Einfach nur lecker sag ich da.

Sollte jemand nun das Irlandfieber gepackt haben, man kann ja nie wissen, das Heft, von dem ich gesprochen habe, gibt's beim Könemann Verlag. Die Autorin ist Anne Wilson und wem gleich zu Anfang ein Licht aufgegangen ist. Die Hefte gibt's mittlerweile in vielen Buchläden für 1€.

Lieben Dank im Voraus fürs Lesen, Bewerten und vielleicht sogar Kommentieren!


Eure nessi ;-)

Fazit: Schnell und einfach zubereitet und schmeckt auch noch super!