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Testbericht zu Afrikanische Rezepte


Echt marokkanisches CousCous -  Afrikanische Rezepte Rezept
Afrikanische Rezepte
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Echt marokkanisches CousCous
Afrikanische Rezepte

StefanieOkelmann

Name des Mitglieds: StefanieOkelmann

Produkt:

Afrikanische Rezepte

Datum: 28.07.02, geändert am 28.07.02 (3290 Lesungen)
Bewertung:

Vorteile: schmeckt super, gelingt immer, unverglichlich

Nachteile: keine

Hier das absolut original-marokkanische CousCous Gericht, das ich mir von meinen marokkanischen Schwägerinnen habe beibringen lassen:

Zuallerest benötigt man einen "original" marokkanischen CousCous-Topf und zwar einen riesen Blechtopf (Unterteil) mit einem Obertopf mit Löchern im Boden. Da der deutsche Haushalt so etwas meist nicht hat, kommt man auch mit einem bei uns gekauften zweiteiligen "Dämpf-Topf" hin...

Im Unterteil wird die leckere Soße zubereitet und oben drauf wird der CousCous vom Dampf der Soße gedämpft.

Nun erst mal zum CousCous selbst:
Am echtesten ist natürlich auch echt marokkanischer CousCous, den man sich aus dem Urlaub mitbringt (oder ihn sich von seinen Schwägerinnen regelmäßig schicken läßt ;-) oder man kauft sich diesen in einem Supermarkt, das ist dann zwar kein echt marokkanischer, aber man kann ihn durchaus benutzen.
Vorbereitet wird er in einer großen Schüssel (man benutzt so ca. 200g pro Person), man fügt eine Prise Salz dazu (am besten grobkörniges Meersalz) und das wichtiste ist ein "Spruz" Öl, "original" kommt dafür nur Argan-Öl in Frage (wächst nur in Marokko, das sind die Bäume, worin man immer die Ziegen ganz oben drin stehen sieht), hat man das nicht, so tut´s auch Olivenöl und ein "Spruz" Wasser. Dieses mischt man dann, bis es ein gleichmäßiger, noch körniger (also nicht durch und durch nasser) Brei ist, damit es nicht durch die Löcher im Dämpftopf fällt.
Wenn die Soße (zu der komme ich gleich) dann schön kocht, setzt man den CousCous oben drauf. Es dauert etwa 10 Min. bis der Dampf durch die Körner kommt und man ihn oben sehen kann. Ab dann noch ca. 10-15 Min. den Topf drauf lassen, damit der CousCous schön durchziehen kann. Dann nimmt man das obere Topfteil ab und kippt den Couscous wieder in die Schüssel und läßt ihn ca. 5 Min ruhen, dann benetzt man die Körner wieder mit Wasser, damit er schön quellen kann und läßt ihn noch weitere 10 Min
. ruhen. Dann kommt das ganze wieder in den Topf und auf die Soße. Der Dämpfvorgang geht genauso wie der 1. Durchgang. Das ganze wird 3x wiederholt. Wenn man dann am Ende fertig ist, fügt man für das Aroma nochmals Argan-Öl dazu und richtet dies (wenn die Soße auch fertig ist) auf einer großen Platte an. Dies tut man "vulkanförmig", also als Berg, mit einem großen Loch in der Mitte, dort hinein kommt dann die Soße.

Nun zur überaus wichtigen Soße:
Das allerwichtigste, was man beachten muß, ist, daß 7 (!) verschiedene Gemüse enthalten sein müssen (es können auch mehr sein, aber keinesfalls weniger). Darauf wird in Marokko penibelst geachtet.
Folgende Gemüse nehmen wir immer her: Tomaten, Karotten, Zwiebeln, Zuchini, Kürbis, Rettich, Paprika, Petersilie. Viele werden jetzt sagen: Rettich??? Jaaa, glaubt keiner, aber das schmeckt gekocht in der Soße so ziemlich am leckersten, wie alle unsere deutschen Freunde bestätigen.
Als Fleisch kann man auch so ziemlich alles hernehmen (außer Schwein natürlich). Ich habe es schon gemacht mit: Rind, Huhn, Lamm. Pro Person rechnet man auch so ca. 200g Fleisch.
Für die verschiedenen Gemüsesorten sollte man selbst am besten ein Händchen dafür haben, mit Rücksicht auf die Personenanzahl und wieviel jeder essen möchte.
Was auch noch total wichtig ist, sind die Gewürze! Die habe ich natürlich auch immer frisch aus Marokko. Wichtig sind (Meer-) Salz, Pfeffer, scharfer und süßer Paprika und am wichtigsten ist "Cumin", der marokkanische Kreuzkümmel.
Zur Zubereitung:
Mit Olivenöl und allen Gewürzen die grob geschnittenen Zwiebeln anbraten, dann das Fleisch dazufügen und ebenfalls anbraten. Zuerst die gewürfelten Tomaten hinzugeben und mit ein bischen Wasser aufgießen. Dann so nach und nach sämtliche Gemüse hinzufügen, je nach benötigter Garzeit, der Rettich benötigt übrigens ca. 1 Std., am Schluß natürlich die Zuchini, die sind in 10 Min. gar.
Während dieser ca. 2 Std. Kochzeit ins
gesamt natürlich den CousCous obendrauf nicht vergessen. So am besten eine halbe Stunde nach Kochzeit der Soße mit dem ersten Dämpf-Durchgang loslegen.

Wenn alles fertig ist den CousCous anrichten (wie oben beschrieben) und die Soße in die Mitte einfüllen (vielleicht ein bischen Mühe geben, damit es nach was aussieht), restliche Soße in einer Schüssel mit auf den Tisch stellen, damit man nachnehmen kann.
Nun sitzt die ganze Familie mit Löffeln in der Hand um den Tisch und ißt von der einen großen Platte in der Tischmitte. Ach ja, dazu trinkt man Buttermilch!!!

Aüßerst lecker, trotz großem Zeitaufwand mache ich dies ziemlich oft!
Mmmh, stelle mich gleich an den Herd, mir ist beim Schreiben das Wasser im Mund zusammengelaufen!

Gutes Gelingen...

Fazit:

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Gesamtbewertung: Sehr hilfreich

Letzte Kommentare:
horst49

- 04.08.02

Hi Stefanie,
erstmal Danke für Deine Zeilen zu meinem Marokkobericht und Willkommen im Club. Als Hobbykoch muss ich Dich loben, denn ich habe in Nordafrika schon viele Varianten von CousCous gegessen (meistens mmmmmmhh), kam aber nie auf die Idee, das auch hier mal selbst zu komponieren (warum eigentlich?)
Gruss Horst
Salieri

- 28.07.02

Mmmmmh! Hast du auch schon mal Couscous mit Fisch probiert? Das habe ich mal irgendwo auf dem Land in Tunesien gegessen. Lecker, sage ich dir! Aber wahrscheinlich muß man dazu noch einen Fischsud vorkochen oder erst das Gemüse und erst zum Schluß den Fisch dazu geben, weil der ja so schnell gar wird.
Und wenn du das mit Hühnchen kochst, läßt du dann die Knochen drin oder nicht?

Herzlichst

Salieri
Catweazle1969

- 28.07.02

Hört sich so an als ob ich das Ausprobieren müßte. Du hast doch nichts dagegen wenn ich mir das Rezept kopiere oder?

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