Sansibar Sylt
Deutschland meistbesuchtes Lokal - Sansibar Sylt Restaurant & Café national

Neuester Testbericht: ... mal Kostproben raus und siehe da, die gute Gesellschaft bestellte bei ihm den Wein und er wurde so (erst) als Geheimtip empfohlen. Mi... mehr

Deutschland meistbesuchtes Lokal
Sansibar Sylt

mmlstars

Name des Mitglieds: mmlstars

Produkt:

Sansibar Sylt

Datum: 17.07.10, geändert am 18.07.10 (5187 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Gutes Essen, super Weine, riesige Speise- und Weinkarte. Promi´s und lustige Gestalten zu gucken

Nachteile: Etwas teuer bei einem kompletten Menü, zu viel Werbung

Sylt ist ein Sammelpunkt für Promi´s, Möchtegern-Promi´s und die ganze Schar von der A-Prominez bis hin zu der Z-Besetzung!
Sehen und gesehen werden! Und wo geht das am besten auf Sylt? In der Sansibar.

Die Sansibar findet man in den Dünen von Rantum, im Süden von Sylt.
Natürlich erwartet man einen Palast der sich aus den Dünen hervorhebt, eine Oase des Luxus und ein Hot Spot der feinen Gesellschaft.
Das findet man so nicht ganz! Das Sansibar ist eigentlich nur eine Holzhütte. Manche nennen die Sansibar auch die nördlichste Skihütte in Deutschland.

Ein Edelrestauraunt das als "Hüttengaudi" getarnt ist. Ja, die Blicke der Besucher sind manchmal schon recht lustig.

Wir sind bei einen Strandspaziergang eher zufällig mal auf die Sansibar gekommen. Die lockere Atmosphäre und die Location sind einfach spitze. Man sitzt mitten in den Dünen oder auf der Terrasse und hat einen freien Blick auf das Meer. Ganz nebenbei kann man noch leckeres Essen genießen oder einen Tropfen Wein sich munden lassen.

Ich versuche Euch nun mal die Sansibar näher zu bringen:




Wo findet man die Sansibar?
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Sansibar
Herbert Seckler
Hörnumer Straße 80
D 25980 Sylt / OT Rantum

Telefon: 04651 - 96 46 56
Fax: 04651 - 96 46 47

Email: info@sansibar.de 
www.sansibar.de

Man findet die Sansibar ca. 3 km südlich von Rantum, direkt am Meer und mitten in den Dünen! Daher der Ausspruch: Mittendrin, statt nur dabei!

Oder einfach ab dem Parkplatz älteren (gelifteten) Damen mit High Heels hinterher oder einem älteren Herrn der eine sehr junge Blondine im Arm hält. ;-)


Das Restaurant:
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Täglich von 10.30 Uhr bis 23 Uhr kann man hier durchgehend essen.
Allerdings gibt es die Möglichkeit Abends einen Tisch zu reservieren. Wer also Abends hier essen möchte, den kann ich nur raten einen Tisch zu reservieren.

Einer der heimlichen Schmankerl hier, ist der Erdbeerkuchen. Er ist wahnsinnig lecker, weich und saftig. Die Glasur sowas von lecker und überhaupt nicht trüb. Lecker!
Die riesige Currywurst ist auch sehr bekannt und wer sie schafft, hat meine Hochachtung!
Die Küche ist mittlerweile (wenn mich nicht alles täuscht) mit einem Stern ausgezeichnet worden. Von einer Backkartoffeln bis hin zu Kaviar bekommt man alles. Um mal einen kurzen Einblick zu geben, hier ein winzig kleiner Auszug aus der üppigen Speisekarte:

- Schellfisch in der asiatischen Panade, gebacken auf Curry-Gemüsenudeln 17,00 Euro
- Sansibars` Spezial
Königsberger Klopse mit Roter Bete Kapernsauce und Sylter Kartoffeln 14,00 Euro
- Kaspischer Ossetra "Imperial"
Geschmack: mild, nussig 30g........135,00 Euro
Korn: festes Korn, sehr trocken 100g........450,00 Euro
Farbe: goldbraun 250g......1125,00 Euro
Korngrösse: bis 3mm selten grösser
- Ab zwei Personen pro Person, Nordseesteinbutt Natur im Ofen im Weinfond gebacken mit Sahnekartoffeln und Senfsoße - 36,00 Euro
- Sansibars Scampi Pfanne "Classic" -28,00 Euro
- Filet vom Rotbarsch auf der Haut gebraten auf Champagnerkraut mit Trauben Croutons und Speck dazu Kartoffelpüree - 28,00 Euro
- Nordsee Seezunge im Ganzen gebraten mit Salzkartoffeln und flüssiger Butter - 44,00 Euro
- Angeldorsch aus dem Gemüsesud mit Salzkartoffeln und Senfsauce - 20,00 Euro
- Filet vom gebratenen Steinbeißer mit krossem Speck Trüffelravioli und Rucola - 28,00 Euro
- Babybutt aus der Nordsee im Ganzen gebraten mit Ofenkartoffel und Senfsauce - 28,00 Euro

Das Restaurant ist täglich geöffnet, aber man sollte bedenken das der Parkplatz kostenpflichtig ist!

Wir wurden bei unseren letzten Besuch folgende Erfahrung gemacht.
Es waren noch zwei Tische Mittags frei. Einer in der Sonne auf einer Holzbank und einer in der Holzhütte. Wir entschieden uns dann für den Platz in der Hütte.
Man wird - wenn man innen ißt - an den Tisch geführt. Das Personal war bisher immer sehr, sehr freundlich und verbreitete gute Stimmung.

Die Vorspeise geht auf Kosten des Hauses und bestand bei uns aus: Knoblauchbrot, Schinken und verschiedenen Salaten. Da es so reichhaltig war, hätte es für mich schon gereicht.

Unsere Tochter hatte die Kartoffelpuffer und wir haben die Currywurst des Hauses bestellt. Eine xxxl - Currywurst, ich habe sie nicht geschafft.
Das Essen war sehr lecker und was mir immer wichtig ist, das Personal war zu den Kindern sehr freundlich und hat mit ihnen Späße gemacht.




Der Weinhandel:
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Der Herr des Hauses, Herr Seckler, hat eine große Leidenschaft für Wein. Deshalb findet man den Weinkeller in den Dünen.
Herr Seckler ließ unter dem Restaurant einen Keller in den Dünensand graben, um dort seine ca. 40.000 Flaschen in eine Art Gewölbe zu lagern. Hier findet man nur die teuersten und besten Tröpfchen der Welt.

Ganz clever, gab er an guten Freunden und netten Gästen mal Kostproben raus und siehe da, die gute Gesellschaft bestellte bei ihm den Wein und er wurde so (erst) als Geheimtip empfohlen. Mittlerweile kann man sogar einen Weinkatalog bekommen oder in den Weinclub beitreten.

Nicht nur viele gute Weine findet man hier, auch ganz exklusive Schätze. Herr Seckler ließ bei ganz ausgesuchten Winzern Flaschen für die Sansibar, ganz exclusiv abfüllen.
Das Endergebnis ist mittlerweile ein Eigenläufer geworden. Die Magnum-Proseccoflasche, in einer schwarz-goldenen Flasche mit dem Sansibar-Logo (den Piraten-Logo) ist zum Liebling der guten Gesellschaft geworden. Für mich leider unbezhalbar!

Die Geschäftsideen des Herrn Seckler hat er wohl seiner Heimat zu verdankten, dem Schwabenländle. Schaffe, schaffe Häusle bauen.

Der Weinhandel zählt mittlerweile zu einem der exclusivsten in Deutschland.




Der Weinclub:
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Mit nur 20 Euro im Monat ist man dabei.
Für die 20 Euro bekommt man aber auch was. Alle 4 Wochen bekommt man eine Flasche, ausgesucht vom Chef Herr Herbert Seckler persönlich, zugesandt.
Natürlich versandkostenfrei!
Für jeden gelieferten Wein bekommt man eine Art "Set-Card", mit vielen Informationen über den Wein. Man bekommt eine Sansibar Discovery Club-Card, die sogar einen Key-Refinder hat. Außerdem kann man den zugesandten Wein dann innerhalb von 4 Wochen mit 10 % Rabatt nachbestellen.
Man kann aber auch jederzeit kündigen... ;-)
Wir haben diesen Wein-Club mal zur Hochzeit verschenkt und bisher haben wir nur Gutes über die Auswahl der Weine gehört.




Die Produkte:
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Zuerst gab es aus der Sansibar Essig und Öl mit dem Piraten-Logo. Dann folgten Schokolade, ein Messerset und so ging es immer weiter. Denn alle Produkte fanden reißenden Absatz.

Das Logo der Sansibar sind gekreuzte Piraten-Säbel, diese findet man auf allen Produkten wieder.
Sogar auf den Hundezubehör und den neuerdings angebotenen Fahrrädern.
Rund um die Sansibar ist die Vermarktung schon so weit geschritten, das es zu einem Kult-Label geworden ist.

War man früher stolz auf seinen Sylt-Autoaufkleber, so wird dieser heute nur noch belächelt. Schließlich hat man (wenn man was auf sich hält) einen Autoaufkleber von der Sansibar.

Angeblich werden die meisten Produkte des Hauses direkt am Tresen entwickelt, was vielleicht an dem Kundenstamm liegt. Die nächste Kollektion die erscheinen wird ist von der Designerin Iris von Arnim und es wird um Kaschmir gehen.

Was kann man denn so alles kaufen?
Es fängt an mit T-Shirts, Polo-Shirts, Kappen, Jacken, Schuhe und Taschen. Dann bekommt man noch Uhren, Fahrräder, Sonnenbrillen, Gewürze, Schokolade, Gewürze usw.

Durch das präsente Logo der Sansibar, gibt das immer schön Lizenzgebühren, auch wenn die Produkte von anderen Firmen gemacht werden. Die Sonnenbrillen sind z. Z. von der Firma Rodenstock.

Neben dem Restaurant findet man ein kleines Geschäft, das versucht die Menge an Waren noch unterzubringen. Mittlerweile gibt es in verschiedenen Städten schon Sansibar-Store´s die die ganze Palett an Produkten anbieten.

Und wer so essen möchte wie in der Sansibar, der kauft sich doch einfach das passende Rezeptbuch mit 60 Rezepten aus der Speisekarte. Natürlich kann man auch die passende Saucen oder die passende Pfanne dazu kaufen.

Im Online-Shop kann man auch kleine Präsente, Wein und Champagner bestellen, genauso wie den obligatorischen Autoaufkleber!




Die Werbung:
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Ich kenne die Sansibar noch aus den Zeiten als es hier in einer Bretterbude noch Erbseneintopf gab. Tja, das waren Zeiten.

Bei jedem Besuch komme ich dann aus dem Staunen nicht mehr hinaus, denn es verändert sich immer was.
Die letzten zwei Jahre waren wir nicht dort, doch dieses Jahr haben wir ein Mädelswochenende auf Sylt verbracht und dann Abends in der Sansibar gegessen - wir haben übrigens 6 Wochen vorher einen Tisch reserviert.

Doch was uns dann erwartete, hat alle Vorstellungen in den Schatten gestellt.

Dank der Regenbogenpresse war mir ja nun bekannt, das die Promidichte hier zugenommen hat.
Der Parkplatz liegt ein paar hundert Meter entfernt und wenn man dort ankommt, fängt das große Staunen an.
Auf dem Parkplatz findet man eine Mercedes-Limousine die für Testfahrten angeboten wird, nicht nur das; am Fahnenmast hängt noch eine Fahne mit dem passenden Stern der Automarke.

Schluck, was ist das?

Auf dem Weg vom Parkplatz zur Sansibar stehen zwei Findlinge, eigentlich ganz niedlich. Wäre da nicht der Name einer Biermarke eingemeißelt worden. Kommt man endlich an und denkt, mehr an Werbung geht nicht - der täuscht sich. Nun geht es erst richtig los.

An einer Wand (an der man zum Eingang vorbei muß) hängt ein Surfbrett - "Like ice in the sunshine" Werbung für eine Eismarke.
Die ausgestellten Sonnenschirme sind natürlich auch gesponsert, dieses Mal von einer Zigaretten-Firma. Oh je, was ist hier nur passiert?

Da es abends schon mal kühl werden kann, durch die frische Brise der Nordsee, der kann auf eine Wolldecke zurückgreifen - von Mercedes! Ist der Stuhl zu hart für den frisch gelifteten Hintern, dann nimmt man ein Sitzkissen von der Firma Hunter (die fertigen Ledersachen für Hunde an, natürlich auch mit Sansibar Logo). Falls man dann noch Streichhölzer braucht (manch einer sammelt die ja), der bekommt welche von einem Immobilienmakler, statt von der Sansibar.

Reicht es? Nein! Da geht noch was!!!

Die Strandkörbe sind sponsert by TUI, denn sie haben einen Aufdruck von der MS Europa. Jedes Jahr legt das Traumschiff der TUI im Strandabschnitt vor der Sansibar an und feiert dort mit ausgesuchten Gästen.
Jetzt kann man sich nur noch auf die Toilette verkriechen, ha ha ha.
Selbst dort gibt es Werbung. Mittlerweile hat ja fast jedes Restaurant den Gang zur Toilette als Meile für Werbebotschaften anerkannt und man findet Tische mit Flyern, ok - das ist ja hier auch noch ok. Im Waschraum allerdings findet man dann direkt neben dem Waschbecken wieder Werbung für eine bekannte Parfümerie.

Hatte ich schon erwähnt das es einen Gäste-Shuttle gibt? Natürlich auch gesponsert, man kann ja deutlich lesen was da fährt.

Selbst Villeroy & Boch hat hier die Hände drin, das Geschirr und die Gläser (mit Sansibar-Logo) von dem man ißt, kann erworben werden.

Und ich erwähne jetzt nicht mal die übliche Werbung die man im Restaurant zusätzlich findet (Aschenbecher usw.).


Meine Erfahrungen:
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Früher war es mal so schön hier. Eine Bretterbude die an einem Strandabschnitt war, man bekam dort den besten Erbseneintopf und die beste Currywurst von Sylt. Dazu Getränke und Eis.
Ne, wat schön!

1982 brannte die Sansibar ab und die Sansibar wandelte sich von Jahr zu Jahr mehr. Mittlerweile nicht mehr zum positiven.

Die Lage ist natürlich alleine schon ein Erlebnis und einen Ausflug wert. Durch die Holzhütte und die Holzbänke hat die Sansibar eine urige Atmosphäre. Heute würde ich sagen, Natürlichkeit und simple life sind wieder modern!

Den Erbseneintopf von früher gibt es so nicht mehr, dafür heute Red Schnapper und Hummersalat. Zwar sind es immer große Portionen, doch für wen? Die Damen die dort abends speisen, behalten das Essen eh nicht drin.

Die Weinkarte die man zur Speisekarte erhält ist so dick wie ein Taschenbuch und die darf man (ganz umsonst) mitnehmen.

Selbst wenn mittags und abends hier die Hölle los ist, das Personal habe ich bisher immer als sehr nett und freundlich erlebt. Ein ewig langes warten auf Speisen und Getränke kam auch noch nicht vor. Alles geht zügig und sehr freundlich von statten. Von der Bestellung bis zum servierten Getränk dauert es max. 10 Minuten (wenn die Bude voll ist) und bis zum servierten Essen max. 30 Minuten. Es ist alles frisch zubereitet und sieht sehr ansprechend aus - und lecker ist es, hm!

Gut, man kann hier essen und hat die Chance evtl. dabei einen bekannten Ex-Tennisspieler zu treffen. Oder einen Nachrichtensprecher. Oder einen Sänger oder Sängerin. Natürlich kann man ab und an auch einen bekannten Mann aus Tötensen hier antreffen, genauso wie viele Wirrtschaftsbosse.
Ein angesagter Treffpunkt für alles was meint "In" zu sein. Und Lieschen Müller mittendrin, statt nur dabei.

Wer einmal viele schlechte Face-Liftings sehen möchte oder Menschen, bei denen sich Otto-Normal-Verbraucher fremd schämt, der hat hier eine Menge zum schämen ;-)

Auf der Terrasse der Sansibar findet man tagsüber die normalen Sylt-Touristen. Einge Boote legen nach nach einer Fahrt zu den Seehundbänken hier an, damit der Tourist hier auch noch ein paar Promis besichtigen kann.

Der Chef des Hauses zeigt sich fast immer in Jeans und Turnschuhen, schießlich zeigt man(n) Demut vor dem was man erreicht hat.
Ich ziehe meine Hut vor Herrn Seckler, der den richtigen Riecher hatte und hat. Mittlerweile versorgt er die Deutsche Bahn mit seinem Wein und für Air Berlin kreiert er die Mahlzeiten. Was für ein Glück, das man solche Kunden hat die auch mal ganz locker zu Geschäftspartner werden können.

Ich bin ein bekennender Sylt-Fan. Hier gibt es so viele Sachen zu bewundern, deshalb brauche ich kein Mallorca oder Ibiza, wenn hier alles vor Ort ist.
Das erste Mal auf Sylt war ich zu der Zeit als "Die Ärzte" damals (vor unendlich langer Zeit) das Lied "Westerland" raus brachten.
Im Rheinland war man eigentlich kein Ärzte-Fan, sonder Anhänger der Toten Hosen. Das ist als wenn man im Stadion in der falschen Fankurve steht.
Das Lied und der Wortwitz den die Ärzte so drauf haben, spiegelt für mich das Sylt wieder, was ich kenne.

Die Sansibar habe ich kennengelernt als eine einfache Strandbude. Nicht mehr und nicht weniger.
Nach dem Brand wandelte sich es sich langsam zu einem Restaurant, das fand ich auch noch vollkommen ok. Auch das hier auf einmal ein "Promi-Auflauf" statt fand, aber diese Werbeoffensive geht mir auf den Keks.

Gut, ganz übel ist es im Sommer und natürlich vor und nach Veranstaltungen. Wenn man hier abends essen möchte, dann kann ich jedem nur raten sich einen Tisch rechtzeitig zu bestellen. Selbst im Winter! Ansonsten sieht es schlecht aus mit dem Essen.

Das hier auch viele normale Menschen und Touristen sich tagsüber tümmeln kann ich nur bestätigen. Wie wir das Wochenende da waren, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.
Wir kamen vom Strand hoch und wollten zur Sansibar und es ertönte ein gekreischtes und sehr hohes (ich schreibe es, wie es geschrien wurde): "Ja-ke-li-ne Schan-Talle - wat ist denn nu. Is das (!) Bohlen denn da?"
Hilfe! Rheinländer, grob geschätzt Köln-Kalk, sind unterwegs. Auch sie wurden nett und höflich bedient, auch wenn sie mit ihrer Unterhaltung die ganze Terrasse unterhalten haben.
"Vatti, wat is das schön hier. Oh ne, schau mal da..." Es war doch sehr unterhaltsam. Meine Freundinnen, alle samt aus dem Kieler Raum, waren leicht irriert über soviel geballte rheinische Fröhlichkeit.




Mein Fazit:
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"Diese eine Liebe, wird nie zu Ende gehen. Wann werd ich sie wiedersehen? Ich will wieder an die Nordsee, ich will zurück nach Westerland."

Tja, das war einmal Westerland ist out, Kampen und Sansibar sind mittlerweile der Treffpunkt für Markenfetischisten und "Ich-bin-was-besonderes"-Menschen.

Hut hab vor dem Fleiß von dem Gastronom Herbert Seckler, der mit seiner Sansibar nicht nur eine Mischung zwischen Touristen-Strand-Lokal und Promi-Lokal geschafft hat, sondern auch mit seinen Produktidee ein Kult-Label geschaffen hat.

Der traumhafte Ausblick von der Terrasse auf die Nordsee ist einmalig und das alleine ist jedes Mal schon Anreiz genug hier mal vorbei zu schauen. Satt wird man bei den großen Portionen immer.
Die Auswahl von Kaviar bis Kaiserschmarrn und von Milchreis bis Currywurst ist auch riesig. Das Essen ist lecker und wer es schafft und möchte, kann sich ja an die 1400 verschiedenen Weine ran trauen.

Wer sich dann in der Bunten oder Gala bewundern möchte, der sollte im Sommer abends hier auffallend rumlaufen, die Chancen stehen dann nicht schlecht. Vielleicht trifft man auch Johannes B. Kerner oder Günter Netzer und mit viel Glück einen Dieter Bohlen.

Und wenn man richtig dazu gehören möchte, dann deckt man sich mit Produkten aus dem Piratenlabel ein. Die Clubkarte der Reichen und Schönen auf Sylt! Das Label Sansibar hat es geschafft!

Herbert Seckler wurde nun auch zum Restaurateur des Jahres gekrönt und laut Gault Millau (Michelin) ist die Sansibar Deutschland meistbesuchtes Lokal! Weißte Bescheid Schätzelein?!

Der frühere Charme der Sansibar geht langsam flöten, doch manchmal - wenn alle wichtige Menschen auf anderen Ereignissen sind - ja manchmal, ist es hier wieder richtig schön!

Zum Abschluß ende ich hier mit einem Zitat aus dem Lied Westerland von den Ärzten:
"Es ist zwar etwas teurer
dafür ist man unter sich.
Und ich weiß, jeder Zweite hier ist genauso blöd wie ich!
Oh, ich hab solche Sehnsucht.
Ich verlier den Verstand.
Ich will wieder an die Nordsee"



Aufgrund der Exklusivität und der Einfachheit, eine Mischung die es selten gibt - sollte man doch 5 Sterne verteilen. Auch schon für den guten Geschäftssinn der dahinter steckt. Auch das Restaurant und das Personal hätte 5 Sterne verdient...

Doch ich gebe nur 4 Sterne, denn die Werbeflut in und um einem Restaurant ist nicht angebracht und nervt mich ungemein!


Vielen Danl für´s lesen und dem bewerten!
Eure Melanie, die sich auch ein Polo-Shirt mit den gekreuzten Säbeln geleistet hat ;-)

Fazit: Alles in allem ist die Sansibar immer einen Ausflug wert!