Restaurant Lenne Snack (Bonn)
Eine Lanze für Addi - Restaurant Lenne Snack (Bonn) Restaurant national

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Eine Lanze für Addi
Restaurant Lenne Snack (Bonn)

HennesVII

Name des Mitglieds: HennesVII

Produkt:

Restaurant Lenne Snack (Bonn)

Datum: 13.09.06

Bewertung:

Vorteile: lecker, günstig, freundlich

Nachteile: klein, nicht wirklich gesund

Mahlzeit!

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1.Einleitung
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Den meisten Bonner Studenten, insbesondere aus dem Uni-Hauptgebäude bzw. dem Juridicum dürfte der Lenné-Snack (Beim „Addi“) bekannt sein, handelt es sich doch um eine Kultstatus genießende Institution und eine der ersten Alternativen zur Mensa an der Nassestrasse.
Neu-Bonner, Besucher der Stadt und Mitmenschen, denen dieses kulinarische Kleinod aus sonstigen Gründen noch nicht bekannt ist und die hin und wieder eine gute Mahlzeit zum kleinen Preis zu sich nehmen möchten, fühlen sich hoffentlich von den folgenden Zeilen angesprochen.


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2. Allgemeines
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Eines vorweg: Der Lenné-Snack hat sich zwar selbst den Untertitel „Das Restaurant“ gegeben, ist und bleibt aber ein Schnellimbiss, wenn auch ein solcher der gehobenen Kategorie und kein Sternerestaurant. Wer Sushi oder Gänseleberpastete sucht, ist hier an der falschen Adresse.

Wo findet man den Laden denn?
Der Lenné-Snack befindet sich in der Bonner Südstadt (östlich von der Bahn), genauer in der Lennéstraße 57 an der Ecke zur Weberstraße. Der Imbiss hat seinen Namen also der Straße zu verdanken, in der er sich befindet. Diese wiederum wurde nach einem Gartenbauarchitekten benannt. Aus der Innenstadt ist der Lenné-Snack in gut 10 Minuten zu Fuß zu erreichen, einfach am Hofgarten entlang und danach beginnt schon die Lennéstraße. Die nächste U-Bahn-Station ist die Haltestelle Juridicum. Parkplätze in der unmittelbaren Nähe sind rar.

Und wann haben die da auf?
Der Imbiss ist von Montag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Wenn viel los ist, insbesondere an schönen Sommerabenden, aber auch durchaus schon mal etwas länger. An Sonn- und Feiertagen ist geschlossen.

Und was für Leute gehen da so hin?
Das Publikum ist absolut gemischt, vom Teenie bis zum Rentner und vom Handwerker bis zum Professor (zumindest die Sorte, die keine Angst davor hat, außerhalb der Uni Studenten zu begegnen) wurde schon alles da gesehen. Aufgrund der Nähe zum Juridicum sind sehr viele (Jura-) Studenten dort anzutreffen. Das heißt aber nicht, dass sich irgendjemand ausgegrenzt fühlen müsste. Man erzählt sich, dass auch Bernhard Hoëcker*, Norbert Blüm und Bernd Stelter gerne mal hier einkehren. Im Restaurant selber habe ich noch keinen von den Dreien angetroffen, allerdings habe ich Bernhard Hoëcker schon zweimal in der angrenzenden Weberstraße und ein Kumpel von mir einmal im benachbarten Café „Kratz“ gesehen.


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3. Das Lokal
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Groß ist der Lenné-Snack ja nicht gerade, zumindest nicht was die Räumlichkeiten angeht. Im Inneren befinden sich drei Tische für vier Personen, einer für zwei Personen und einige Sitzplätze an der Theke, das war’s. In den Sommermonaten (also so von März bis November) kommen aber noch eine ganze Menge Plätze draußen vor der Tür dazu. Bei Bedarf werden Heizstrahler angeworfen. Am Wochenende kommen auf der Straße auch noch Stehtische dazu. Vorausgesetzt, Addi hat die erforderliche Sondernutzungserlaubnis, wovon selbstverständlich auszugehen ist, spricht dies für ein gutes Verhältnis zum Ordnungsamt.

Eingerichtet ist der Imbiss im Stil der 70er Jahre, was aber nicht negativ gemeint ist. Ich finde es sehr heimelig-gemütlich und auch die teilweise wackelnden Tische gehören dazu, zumal das Problem mit dem einen oder anderen Bierdeckel gelöst werden kann. Im Hintergrund läuft RTL-Radio, also auch noch viel 70er-Jahre-Musik. An der Decke befindet sich ein Ventilator, so dass es sich auch in den Sommermonaten im Innenraum aushalten lässt.
Toiletten sind auch vorhanden. Ich habe sie zwar selten genutzt, aber wenn, dann waren sie ebenso wie das restliche Restaurant sauber. Wenn die Tische einmal noch von den vorherigen Gästen beschmutzt sind, werden sie idR spätestens nach Aufnahme der Bestellung sauber gemacht.
Davon, dass es auch hinter der Theke und in der Küche sauber zugeht, bin ich überzeugt. Dafür spricht auch, dass sehr häufig Mitarbeiter von Polizei und Ordnungsamt kommen – aber nicht um den Laden zu kontrollieren oder gar dichtzumachen, sondern um die leckeren Speisen und Getränke zu sich zu nehmen.
Im hinteren Thekenbereich steht noch irgend so ein Spielautomat, den ich aber noch nie benutzt habe.


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4. Die Karte
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Doch nun zum wichtigsten – der Auswahl an Speisen und Getränken. Die Karte ist für ein Schnellrestaurant ausgesprochen vielfältig. Die einfache Portion Fritten rot-weiß oder die klassische Curry-Wurst ist ebenso problemlos erhältlich, wie ein vielfältiges Angebot an Schnitzeln, Burgern, Puten- oder Rumpsteak, Gyros, Spaghetti oder Salaten.
Bestellt wird allerdings eher selten von der Karte. Der Stammkunde – Laufkundschaft gibt es in der Gegend nicht viel – kennt sie.

Hingewiesen sei auf einige Highlights und Besonderheiten, die nicht überall erhältlich sind.
- der Gyros-Burger für 3,10 €
- die „Schweden“- Kollektion (Schwedenwurst für 2 €, Schwedenschnitzel für 7, 30 €, Schwedenburger für 2,70 €). Alle diese Produkte sind von der sog. Schwedensauce gekennzeichnet, einem Geheimrezept des Hauses – sehr würzig-pikant, aber nicht zu scharf, allein deswegen lohnt sich schon ein Besuch; Schwedenschitzel und Schwedenwurst sind je nach Hunger meine persönlichen Favoriten.
- die „Lenné“-Kollektion (Lenné-Schnitzel für 8, 20 €, Lenné-Burger für 5,40 € und Spaghetti-Lenné für 3,10 €) – jeweils mit Schwedensauce, Zwiebeln und Spiegelei).
- Straußenfilet für 9,90 €
- Saure Nieren mit Brot für 3,50 € (na ja ... hab noch nie erlebt, dass die jemand bestellt hat)
- Neuerdings gibt es auch einige polnische Gerichte wie Maultaschen und Kohlrouladen. Letztere sind allerdings sehr scharf.
- Sehr zu empfehlen ist auch das Gyros. Von einem Teller Gyros-komplett sollte jeder satt werden.
Als Beilagen sind Pommes Frites, Kroketten, Country Potatoes und Bratkartoffeln beliebig austauschbar. Neuerdings gibt es auch „Crazy-Pommes“. Etwas Vergleichbares gab es einmal bei McDonald’s unter dem Namen „Conga-Fritten“. Diese Pommes sind Spiralförmig aufgewickelt und leicht pikant gewürzt. Kann man essen.

Die Auflistung und Kommentierung der gesamten Karte würde den Rahmen sprengen, sie kann aber auf der u.a. Internetseite abgerufen werden.

Es gibt prinzipiell ein täglich wechselndes Sonderangebot. Im Jahr 2006 ist diese Aktion allerdings suspendiert. Weil der Wirt sein 20-Jähriges Jubiläum feiert, gibt es das ganze Jahr lang jedes Schnitzel (mit Pommes frites und Salat) für 5 €. Sonst gibt es das nur einmal in der Woche – bisher war Samstag immer Schnitzeltag.

Die Portionen sind mehr als ordentlich – da sollte eigentlich jeder satt von werden.

Die Qualität der Speisen ist – gemessen an den Erwartungen an ein Schnellrestaurant – hervorragend. Die angebotenen Sachen sind immer frisch – was bei den Schnitzeln allerdings nur mit der Einschränkung gilt, dass es sich um bereits fertige Exemplare handelt, die nur frisch warm gemacht werden. Schmecken aber trotzdem, wie alles andere, was ich probiert habe, eigentlich auch. Lediglich die Burger würde ich nur als „durchschnittlich“ bezeichnen, da hat es Burger King –obwohl ich mein Geld lieber bei einem kleinen Imbiss als einer großen Kette ausgebe – besser drauf. Die Frikadellen auf den Burgern sind zwar nicht zäh oder so, haben aber bei BK und auch bei McDonald’s einen typischeren Grillgeschmack.

Negativ bleibt vielleicht festzustellen, dass es Gesundheitsfanatiker bei Addi nicht wirklich einfach haben. O-Ton des Wirts „Wenn du was Gesundes willst, dann geh’ rüber in die Apotheke“. Aber auch das erwarte ich nicht unbedingt von einem Schnellrestaurant. Es geht ja auch nicht darum, jeden Tag dort zu essen.

Preislich ist es zwar nicht mehr so günstig, wie zu DM-Zeiten, insbesondere bei den Angeboten (Schnitzelaktion für 5 €, Spaghetti Bolognese im Dauerangebot für 3,50 €, Currywurst mit Fritten für 3,20 €) kenne ich in Bonn und Umland aber keine Lokalität mit vergleichbarem Preis-Leistungs-Verhältnis. Das erklärt auch, warum die Plätze auf der Terrasse mitunter auch bei unter 10 Grad Celsius noch gut gefüllt sind.

Die Getränkepreise sind auch angemessen, Softdrinks (Cola und Co.) und Bier (Reissdorf Kölsch, Bitburger, Veltins) gibt es für 1,50 € für 0,3 l. Bei größeren und kleineren Gläsern steigt bzw. sinkt der Preis proportional. Der Kaffee, der besser als in manchem Café schmeckt, kostet je nach Sorte 1,30 € bis 2 €. Auch da gibt es nichts auszusetzen.


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5. Das Personal
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Betrieben wird das Restaurant von Adrian Plonka. Dabei handelt es sich um den schon mehrfach erwähnten „Addi“. Trotz seiner polnischen Herkunft ist er schon lange eine Institution in der Bonner Südstadt. Er betreibt den Lenné-Snack schon seit 1986. Den Gästen gegenüber ist er immer nett, freundlich und (fast) immer gut gelaunt. Man merkt ihm an, dass ihm seine Arbeit Spaß macht. Die örtliche Presse bezeichnete ihn sogar als „Psychologe und Entertainer hinterm Tresen“.
Für Addis Mitarbeiterinnen gilt nichts anderes. Übertrieben gespielte (=bezahlte) Freundlichkeit wie in mancher Schicki-Micki-Brasserie ist hier nicht anzutreffen. Selbst beim größten Andrang bleibt aber noch Zeit für ein nettes Wort. Da kann man auch über die ein oder andere Rechtschreibschwäche bei den Bedienungen hinwegsehen ;-)


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6. Atmosphäre
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Das Team vom Lenné-Snack sorgt für eine ungezwungene freundlich-lockere und fast schon familiäre Atmosphäre, die sich auf die Gäste überträgt. Da macht es auch Spaß von der Terrasse aus zu beobachten, wer z.B. das schräg gegenüber gelegene juristische Repetitorium Hemmer besucht. Davon abgesehen ist es auch aufgrund der typischen Südstadt-Atmosphäre mit Häusern aus der Gründerzeit und vielen Bäumen sehr angenehm, draußen zu sitzen.


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7. Internet
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Der Lenné-Snack ist auch im Internet vertreten

www.lenne-snack.de

Dort finden sich insbesondere die vollständige Karte und viele Bilder vom Restaurant, dem Personal und der Jubiläumsfeier im Sommer 2006.


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8. Fazit
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Einmal die Woche Addi muss sein.


* ich danke übrigens antjeeule, die mir freundlicherweise das „ë“ zur Verfügung gestellt hat :-)

Fazit: steht im Text