Restaurant Fährhaus Rothenhusen
Hier gibt es guten und frischen Fisch - Restaurant Fährhaus Rothenhusen Restaurant & Café national

Neuester Testbericht: ... ist mit Schilf und anderen Pflanzen umwachsen. Aber fast alle Außentische liegen dafür direkt am Wasser. Bademöglichkeiten gibt es einige... mehr

Hier gibt es guten und frischen Fisch
Restaurant Fährhaus Rothenhusen

castillo

Name des Mitglieds: castillo

Produkt:

Restaurant Fährhaus Rothenhusen

Datum: 16.07.10

Bewertung:

Vorteile: tolle Lage, gutes Essen. idyllisch

Nachteile: nichts

Hamburg ist nicht nur eine schöne Stadt, sondern hat auch ein sehr schönes und vielseitiges Umland. Schnell (ich wohne in Nord-Westen) bin ich an der Ostssee, Nordsee, in Mecklenburg-Vorpommern oder im Kreis Lauenburg. Und damit bieten sich schöne Ausflugziele an. Das nutze ich auch gern. Bei diesem heißen Wetter fahre ich natürlich gern ans Wasser.

Mein Ziel vor einigen Tagen war Ratzeburg. Diesmal hatten mich meine Eltern eingeladen. Sie lieben es dort eine Bootsfahrt zu machen und gemütlich zu essen. Auch die Bademöglichkeiten findet mein Papa klasse. Trotz Ferien hatten wir Glück. Es war wenig Betrieb und deshalb beschlossen wir eine Bootsfahrt zu machen und dabei schön zu essen. Unser Ziel war das Restaurant "Fährhaus Rothenhusen"


Die Lage
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Ich könnte jetzt einfach sagen, das Restaurant liegt am Ratzeburger See. Das ist zwar richtig, doch es gehört zum Örtchen Groß Grönau, das an der Nordspitze des Sees liegt. Groß Grönau hat 3602 Einwohner, eine Schule, 1 Kindergarten, 1 Sportverein und 2 Ärzte. Auch eine Kleingartensiedlung, die am Ratzeburgersee liegt gehört zur Gemeinde. Hier ist auch das Restaurant.


Die Anfahrt
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Da Groß Grönau südlich von der Hansestadt Lübeck liegt, ist es von hier aus auch mit dem Auto erreichbar. Das ist für Feriengäste wohl interessant. Für Besucher des Restaurant aber hat die Bootsfahrt oder der Wanderweg seinen Besonderen Reiz. Beide starten in Ratzeseeburg am See. Da der See eine Länge von 121 Kilometern hat, bin ich den Wanderweg noch nicht gegangen. Das ist mir dann doch zu weit.

Aber die Schifffahrt ist ein schönes Erlebnis. Gemütlich, bei einer Tasse Kaffee überquert man den See in 45 Minuten. Während der Fahrt erfährt erzählt der Kapitän viel über die Geschichte Ratzeburgs und der Besonderheiten des Sees. Nachdem gemütlichen Törn legt das Schiff dann fast direkt beim Restaurant an.


Das Fährhaus
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Das Grundstück des "Fährhaus Rothenhusen" ist von Wasser umgeben. Lediglich eine kleine Brücke führt auf das Gelände. Dies nun eine Insel zu nennen, finde ich etwas übertrieben, denn ein Fußballplatz ist fast größer als, dieses Grundstück. Aber genau genommen ist es eine Insel.

Zugang ins Wasser oder eine Bademöglichkeit bietet sich hier nicht an. Das Ufer ist mit Schilf und anderen Pflanzen umwachsen. Aber fast alle Außentische liegen dafür direkt am Wasser. Bademöglichkeiten gibt es einige Gehminuten weiter.

Das "Fährhaus Rothenhusen" gilt als historisches Bauwerk, dass wohl seine Grundsteinlegung oder Richtfest im Jahr 1538 hatte. Damals war es eine mittelalterliche Zollstation. Noch heute ist es ein wunderschönes Fachwerkhaus mit Reetdach. Der große Garten ist nicht angelegt, sondern ist überwiegend wild bewachsen. Alte große Bäume, Farm, Schilf und einige Blumen säumen das Haus und die große Terrasse ein.


***Die Gartenterrasse***
Das Restaurant bietet zwar auch in den Innenräume Tische an, aber die üben im Sommer keinen großen Reiz aus. Auch ich habe nur einen kurzen Blick hineingeworfen. Sie sind wie eine einfache Gaststube, gemütlich und rustikal, eingerichtet, bieten aber keinem Blick auf den See. Aber die Terrasse.

Alle Tische im Gartenbereich sind am See gelegen. Viele der Tische sind nur durch eine Einzäumung aus Holz und Wasserpflanzen vom See getrennt. Die Bestuhlung ist nicht luxuriös, sondern eher rustikal und einfach. Zur Mittagszeit liegen rosa Tischdecken auf den Tischen, die aber ab 14,30 Uhr abgenommen werden. Darunter befinden sich grüne Wachsdecken.


***Die Sanitärenanlagen***
Die Toilettenräume liegen auf der Rückseite des Gebäudes. Man kann diese nicht durch das Betreten des Hauses erreichen. Selbstverständlich sind sie für Geschlechter getrennt.

Auch diese Einrichtungen lassen das Alter erahnen. Es ist zwar alles sehr sauber, doch ist vieles nicht mehr so ganz jung. Mich erinnerte dies an meine alte Grundschule. Die alten Holztüten mit der schweren Verriegelung und die alten Kacheln und den urigen Wasserhähnen versetzen einen schon einen kurzen Moment in frühe Zeiten. Aber hell und groß sind die Räumlichkeiten. Die Waschbecken und WCs sind auch neuern Datums und sehr sauber.


***Die Speisekarte***
Im ersten Moment wirkt diese etwas dürftig. Das eingeschweißte Faltblatt zeigt erstmal nicht soviel her. Interessant wird es erst beim Durchlesen. Das Speiseangebot ist nicht besonders groß. Angeboten wird überwiegend deutsche Hausmannkost. Aber das passt natürlich ins Landschaftsbild.

Zur Auswahl stehen unter anderen Suppen, Salat Schnitzel, Steaks und Fischgerichte. Aber auch Sauerfleisch, Labskaus und Matjes. Interessant finde ich die Fisch- und Tagesgerichte. Hier findet man zum Beispiel Wels und Maräne.

Die Getränkekarte ist typisch für ein Gasthaus. Neben heißen Getränken wie Kaffee und Tee findet man Wasser, Brause und Säfte. Aber auch Bier vom Fass, einige Weine und Schnäpse. Halt gut bürgerlich.

Die Preise sind für ein Ausflugsziel wirklich vertretbar. Habe ich mir aber nicht eingeprägt. Ein Essen mit 2 Getränken kostet circa 18 Euro.


***Für Kinder***
Unter Schattenspendenden Bäumen gibt es einen kleinen Spielplatz. Dieser ist mit einem kleinen Machendrahtzaun eingesäumt und liegt etwas abseits von der Terrasse. Sicherlich finden sie Kinder aber auch das Gelände mit dem Brunnen und den Enten intereassant.

Auf der Speisekarte werden auch ihre Lieblingsspeisen und Eis angeboten.

***Behinderte***
Große Probleme gibt es für Rollstühle nicht. Die sanitären Räume geben genug Platz und sind auch recht gut anfahrbar. Auf der Seeterrasse ist allemal genug Platz und die Möglichkeit das Verrücken der Stühle ist kein Hindernis. Die Schiffe bieten auch durch die kleine Rampe und dem freundlichen Personal einen einfachen Zugang.


Unser Besuch
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Da wir uns vorher nicht erkundigt hatten, konnten wir erst um 13.30 Uhr unsere Bootsfahrt antreten. Um 14.15 tuckerten wir dann an der Anlegestelle ein. Wie schon erwähnt, war wenig los an diesem Tag und so stiegen auch nur einige Gäste aus. Das war natürlich ein großer Vorteil, denn die Gartenterrasse des Restaurants war kaum besetzt. So konnten wir einen Tisch direkt am Ufer mit etwas Sonne und viel Schatten einnehmen.

Erfreut hat mich sofort das weiche Kissen auf dem ich Platz nehmen durfte, denn die Bänke am Deck des Schiffes waren sehr hart. Die Begrüßung war sehr freundlich, ja fast herzlich. Auf unseren Wunsch hin, ließ man uns erstmal in Ruhe Platz nehmen und die herrliche Lage und den Blick genießen. Die herrliche Ruhe war wunderbar. Das Plätschern der kleinen Wellen, das Piepen einiger Vögel war eigentlich alles was ich wahrnehmen konnte. Der Blick auf den See war durch nichts getrübt. Es war einfach idyllisch.

Durch die große Hitze waren wir sehr durstig. Unser aufmerksamer Kellner war, nur durch Blickkontakt, zur Stelle und brachte uns auch ganz schnell unsere kalten Getränke. Meine Apfelsaftschorle war herrlich kalt und das Bier meines Papas und das Alsterwasser meiner Mutti hatten eine tolle Krone.

Die Wahl unserer Speisen fiel uns nicht schwer. Meine Eltern hatten mal richtig Lust auf Hausmannkost. Sie haben Sauerfleisch mit Salat und Labskaus mit Matjes und Rollmops entschieden. Ich konnte mich nicht ganz so schnell entscheiden, denn ich hatte weder Wels noch Maräne gegessen. Beide Fische schwimmen im Ratzeburger See und sind fangfrisch. Meine Wahl fiel auf den Wels in Kräuterparnade auf gebackenen Tomaten und Bratkartoffeln.

Inzwischen waren wir auch hungrig. Wie schön, dass wir nicht lange warten mussten. Was uns dann der Kellner brachte, hat mir fast die Sprache verschlagen. Die Portionen waren riesig und auf übergroße Teller angerichtet. Selten habe ich in einem Gasthof einen so appetitlich hergerichtetes Essen bekommen. Und es schmeckte wunderbar. Alles war frisch, gut gewürzt und sehr schmackhaft.

Allerdings hatten wir drei wirklich Probleme diese riesige Portion zu verputzen. Beim dritten Stück Fisch musste ich dann passen. Selbst mein Papi hat sein Labskaus nicht geschafft und Mutti hat einige Bratkartoffeln liegen lassen. Da hat uns wohl die Hitze einen Streich gespielt. Aber wir waren herrlich satt und es hat uns wirklich gemundet.

Unserer freundlicher und sehr lustige Kellner amüsierte unser Versuch, doch noch die Teller zu leeren. Er meinte lachend, dass sei typisch für Großstädter. Auf unsere Eis haben wir erstmal verzichtet und einen Verdauungsspaziergang am Wasser gemacht und uns die kleinen Schrebergärten und die Badestelle angeschaut. Aber die Wartezeit auf das Boot haben wir dann bei Kaffee und Eis überbrückt. Ich allerdings konnte noch kein Eis essen und hane nur genascht.


Mein Fazit
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Das war ein wunderschöner Ausflug. Wer die Bootsfahrt auf dem Ratzeburger See macht, sollte an der Anlegestelle Rothenhusen unbedingt mal aussteigen. Der besuch des Restaurants lohnt sich wirklich. Mir gefiel die rustikale und einfache Ausstattung sehr. Sie passt wunderbar ins Landschaftsbild.

Das alte Fachwerkhaus und die Terrasse direkt am Wasser geben diesem Gasthof seinen einzigartigen Charme.

Fazit: Bstimmt komme ich wieder