Tibitis
Vegetarisch in Zürich - Tibitis Restaurant international

Neuester Testbericht: ... man dort eher selten. Das Tibits beschreibt sich als Restaurant, Bar und Café, es bietet aber auch Catering an. So kann man im Opernhaus... mehr

Vegetarisch in Zürich
Tibitis

lazorarouge

Name des Mitglieds: lazorarouge

Produkt:

Tibitis

Datum: 04.02.12

Bewertung:

Vorteile: vegetarisch, lecker, frisch

Nachteile: verdammt teuer

Heute möchte ich euch das Tibits vorstellen.

Ihr findet es an der Seefeldstrasse 2. Am besten fährt ihr bis zum Bahnhof Stadelhofen (S-Bahn) oder nehmt eines der unzähligen Trams zum Bellevue. Natürlich könnt ihr auch am Seeufer entlang spazieren. Wenn ihr im Chinagarten am Zürihorn den Nachmittag verbracht habt, und ein kleines Hüngerli verspürt, spaziert einfach dem See entlang in Richtung Zentrum, bis ihr am Bellevue seid. Gleich am Platz, wo das Opernhaus steht, beginnt die Seefeldstrasse.


Das Tibits gehört zur Hiltl-Gruppe. Es ist auch nicht Einmalig. In Winterthur und einigen anderen Städten hat es Ableger. Anscheinend soll es jetzt sogar ein Tibits in London geben. Ich würde sagen, es ist schon fast eine kleine Restaurant-Kette.

Tibits hat sich auf frische vegetarische Küche spezialisiert. Es bietet einen frohen Mix aus arabischen und asiatischen Köstlichkeiten, die für den europäischen Gaumen adaptiert sind.
Es ist weniger ein Speiserestaurant als eine Anlaufstelle für den kleinen Hunger. Nebst dem Buffet gibts nämlich auch jede Menge spezieller Muffins oder Brownies, die reissend Absatz finden.
Ansprechen soll es nicht nur Vegetarier, sondern den jungen, modernen Grossstadtmenschen, der eine kleine Ruheoase in seinem Alltag braucht. Es ist ideal für die Leute, die in der Umgebung in hochkarätigen Geschäften, Kanzleien oder Kosmetikinstituten arbeiten und über Mittag eine gesunde, kleine, leichte Verpflegung möchten. Touristen findet man dort eher selten.

Das Tibits beschreibt sich als Restaurant, Bar und Café, es bietet aber auch Catering an. So kann man im Opernhaus auch Tibits-Essen geniessen. Natürlich kann man den Cateringservice auch mieten.

Nun aber zur Filiale Seefeld. Eigentlich ist sie ja nicht die Filiale, sondern das Stammhaus, von hier ging nämlich alles los. Existieren tut es seit guten 10 Jahren und es kann sich noch immer gut halten. Es hat den Gesundessen-Hype überstanden und ist nun eine etablierte Institution in Zürich, die jeder (zumindest dem Namen nach) kennt.

Geht man zum Tibits, sieht man natürlich zuerst die Aussenfront. Man könnte fast daran vorbei spazieren, da es keine aggressive Aussenwerbung macht.

Draussen kann man an dunklen modernen Holztischen Platz nehmen. Im Winter bekommt man dazu eine Decke. Zweiertischlein gibt es seltener. Mehrheitlich setzen sich Gruppen oder manchmal auch Unbekannte zusammen an ein Tischlein. Der Outdoor-Bereich ist auch ziemlich klein.

Der Raum des Lokals ist offen und luftig, gegen die Strasse vollverglast.
Im Innenraum herrscht ein frisches Hellgrün. Schlichte moderne Möbel ohne Schnickschnack laden zum Verweilen ein. Beim Einrichten des Tibits wurde auf hochwertige fair-trade oder schadstofffreie Möbel geachtet.
An einer Seite des Raumes befindet sich die Bar und Theke, wo die Getränke zubereitet und die Süssigkeiten hergerichtet werden. Hier ist auch die Kasse.

Die Mitte des Restaurants dominiert ein Selbstbedienungsbuffet in freundlichem weiss. Es laden viele vegetarische Salate zum Probieren ein. Natürlich gibt es nicht nur Grünfutter, sondern auch reichhaltigere Salate mit Couscous, Bohnen oder Linsen. Im Winter gibts auch eine leckere warme Suppe (CHF 7.50), die regelmässig wechselt. Auch werden Tagesmenüs angeboten.
Auf dem oberen Teil des Buffets gibts verschiedene kleine orientalische Köstlichkeiten wie Samosas oder Frühlingsrollen oder Falafel. Auch hier streng vegetarisch. Zwischen den Salaten finden sich auch einige Dipps.
Als kleine Empfehlung: Ich mag besonders den Linsensalat, die Samosas und das Mangochutney. Auch der scharfe Dip ist sehr empfehlenswert, da er nicht zu scharf, dafür sehr würzig ist. Das Taboulé hingegen habe ich an manchen Orten schon besser gegessen.

Das Buffet macht, egal ob zur Mittagszeit, oder auch in den verkaufsarmen Nachmittagsstunden einen frischen, sauberen Eindruck. Auch ist auch am Nachmittag das Buffet nicht leergefressen, es ist eigentlich immer alles an Salaten vorhanden. Bei den warmen Häppchen, die oben auf dem Buffet stehen, kann es nachmittags sein, dass nicht mehr so viel vorhanden ist, aber auch dann sieht es nett und sauber und nicht schon angegammelt aus.

Hat man sich seinen Teller gefüllt, lässt man ihn an der Theke wiegen und kauft sich sein Getränk sowie ein Brötchen dazu - wenn man mag. Und dann erschrickt man erst mal. Mit (je nach Kurs bis zu) 4 Euro pro 100g (CHF 4.20) ist das Essen sogar für ein Buffet in Zürich ziemlich teuer. Da fällt schon ins Gewicht, dass man statt des leichten Kopfsalates den schweren Linsensalat genommen hat.

Auch bei den Getränken ein Tipp für eine Kostprobe: Der Tschai oder das Mangolassi. Auch die Früchte-Gemüse-Säfte sind sehr lecker.
Aber auch hier muss ich auf die Preise hinweisen. Eine Tasse Tschai kostet halt schon 4 Euro. Will man noch ein Stück Brownie oder einen Keks dazu, sind nochmal 2-4 (oder mehr) Euro fällig.

Fazit:
Das Tibits ist das teuerste Selbstbedienungsrestaurant, das ich kenne. Aber wenn man weniger Hunger als viel mehr "Gluscht" hat, oder einfach mal wieder ein Mangolassi trinken will, ist es eine gut gelegene und leckere Adresse. Es lebt sicher vom Wert, dass es nur vegetarische Gerichte anbietet. Trotzdem sind die Gäste keine Körnchenpicker, sondern bunt gemischt, allerdings meist weiblich und unter 30. Auch Kleinkinder krabbeln gerade am Vormittag oder am Nachmittag eigentlich immer einige rum. Für sie gibts auch einige Spielzeuge.
Frische und Sauberkeit ist für das Tibits sehr wichtig. Das merkt man auch. Die Tische werden regelmässig gereinigt und die Toilette macht einen sehr sauberen Eindruck.

Für eine schnelle Verpflegung, die satt macht, ist das Tibits mir definitiv zu teuer. Aber um mich mit jemandem auf ein Stündchen über Mittag zum plaudern zu treffen, ideal.

Kleiner Tipp: Wer das Essen sehr mag, und es zu Hause selbst nachkochen will, kann das Kochbuch zum Restaurant kaufen. Da finden sich nebst leckeren vegetarischen Gerichten auch die Dauerbrenner des Tibits.

Fazit: für es chliis Hüngerli ideal.