


Neuester Testbericht: ... Center. Das ist eine ziemlich spaßige Angelegenheit, die Fahrer sind zum Teil albern verkleidet und machen viel Quatsch unterwegs. Man fä... mehr
WIRKLICH ALLES ÜBER DIE USA (vor allem zum Westen)
USA Tipps

Name des Mitglieds: Webthor
Produkt:
USA Tipps
Datum: 30.07.01, geändert am 30.07.01 (2276 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Geniale Landschaft, Extrem nette Leute, Erlebnis pur!
Nachteile: Hoher Dollarkurs
Dies ist ein grosser Bericht über unsere Reise durch den Westen der USA. Dieser Bericht beinhält eine komplette Beschreibung unserer Reise mit Reiseroute. Der Bericht enthält sehr viele Tipps und Ratschläge und Informationen, die dem USA-Reisenden oder USA-Interessierten eine sehr grosse Hilfe sein können. Der Bericht richtet sich an alle, welche die USA besser kennenlernen wollen, oder die selber demnächst einen Trip in das wunderbare Land planen. Der Bericht beschreibt vorwiegend den Westen der USA, kann aber auch für Reisende des Ostens der USA eine grosse Hilfe sein. Der Bericht ist extrem lang, da er wirklich alles beinhält, was man wissen soll. Allen Interessierten und zukünftigen USA-Reisenden wird er eine Menge sehr wertvoller Informationen liefern. Daher lohnt sich das Durchlesen. Viel Spass. Und nun ab ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten!!
1. Tag: 07. Juli 2001
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Morgen um kurz vor 5 Uhr verliess unser Zug den Bahnhof Brig und gegen 8 Uhr trafen wir auf dem Flughafen Zürich ein. Der Check-In verlief trotz recht vielen Passagieren sehr gut und schon bald warteten wir auf unseren Flug mit Swissair nach Paris. Der Flug war sehr angenehm und Swissair hat mir einen guten Eindruck gemacht. Der Board-Service war angenehm und die Fluginfos am Bildschirm fand ich sehr interessant. Mit einer Verspätung von einigen Minuten trafen wir um 11 Uhr etwa am Flughafen de Gaulle in Paris ein. Das Chaos begann!
Um es kurz zu fassen: Der Flughafen de Gaulle in Paris ist eine Katastrophe!! Die Beschilderung ist mieserabel, keiner hilft einem weiter und der Aufbau ist total unlogisch. Nach langem Herumirren fanden wir dann aber doch noch unser Ziel: American Airlines nach Los Angeles. Hoffnung kam auf!! Doch die Hoffnung starb bald wieder ab, denn der Pilot liess uns erfahren, dass die Maschine einen Motorschaden hat, der zuerst behoben werden muss. Ganze 3 Stunden warteten die Passagiere im ausverkauften Flieger am Pariser
Flughafen. Um etwa 18 Uhr hob die Maschine dann mit grosser Verspätung ab Richtung England, Grönland, Kanada, Los Angeles. Der Flug selber verlief äusserst angenehm. Die Stewardessen waren zwar steinalt, aber sehr nett. Das Essen sowie Bedienung waren wunderbar und der Flug verlief sehr ruhig. Wir trafen abends nach 20 Uhr in Los Angeles ein. Zeitverschiebung: 9 Stunden. Dort mussten wir zuerst durch den Zoll. Viele Leute berichteten mir, dass die Einreise sehr unangenehm ist. Nichts da! Die Beamten waren sehr freundlich und alles verlief flott. TIPP: Es dürfen keine Nahrungsmittel in die USA eingeführt werden! Bleibt man weniger als 90 Tage, ist nur ein Reisepass notwendig, kein Visum. Ansonsten wird ein Visum benötigt.
Kurze Zeit später haben wir den Flughafen, der übrigens schlicht PERFEKT ist, verlassen und nahmen ein Taxi zu unserem Autovermieter Alamo. Eines voraus: Ohne Auto ist man aufgeschmissen in den USA und man kann eine Reise dort hin ohne Auto vergessen. Um fahren zu dürfen, muss man im Besitze des Internationalen Führerscheins sein (kostet 30 Franken, ca 40 Mark und gibt’s in der Schweiz bei TCS). Ausserdem muss man seinen eigenen Führerschein schon mindestens 1 Jahr lang haben. Zu Alamo: Obwohl wir laut unserem Reisebüro im Besitze aller nötigen Versicherungen waren, hat uns der Händler noch eine weitere aufgeschwatzt. Keine Chance, die Typen sind wohl in der Hölle aufgewachsen. Und auch Benzinmässig machen die es clever: Verrechnen direkt einen vollen Tank und man kann ihn leer bringen. Kurze Überlegungen zeigen, dass man so immer schlechter dasteht. Tipp: Lasst Euch NICHTS aufhandeln!!! Naja, dann ging’s ja schon los. Ab in den Verkehr! Natürlich hatten wir einen Automatik-Wagen, an das ich mich (einziger Fahrer) zuerst gewöhnen musste.
Die wichtigsten Verkehrsregeln möchte ich gleich hier nennen:
- Man darf rechts überholen und auf den 8-spurigen Autobahnen ist das auch ein Muss.
- Bei ROT darf an einer Kreuzung nach re
chts abgebogen werden, wenn es nicht ausdrücklich verboten wird.
- Bei STOP-Kreuzungen darf der erste fahren. Es gilt kein Rechtsvortritt.
- Geschwindigkeitsbegrenzungen unbedingt einhalten! Innerorts ist es meist 20 – 30 mph und ausserorts meist 50 – 70 mph. Nur auf zwei Autobahnen in den USA kann man 75 mph fahren.
- Merke: Die Polizisten haben immer recht und werden wie Götter behandelt. Dann passiert nix. Bei einer Kontrolle im Wagen sitzen bleiben, NICHT aussteigen! Immer freundlich sein und tun, was der Bulle verlangt. Uns bliebt dies erspart.
- Autobahnauffarten sind extrem schlecht gekennzeichnet.
- Es ist wichtig, dass der Beifahrer eine gute Karte hat und immer sagt, wo man fahren muss!
- Die Autobahnen sind oft nur mit Nummern und Richtungen angeschrieben. Es steht also meist nicht „Las Vegas“, sondern nur „I-15 West“. Karten sind unabdingbar!
So, nun genug vom Verkehr. Vorerst. Diese Regeln sind die wichtigsten, der Rest ist gleich wie in Mitteleuropa. Also machen wir uns auf in den Stadtverkehr und auf die Suche nach unserem Hotel „Adventurer“, welches sich angeblich am Century Boulevard befindet. Fassen wir es zusammen: Wir haben 3 Stunden gesucht und sind 100 Kilometer gefahren. Aber dank der Hilfe vieler Amerikaner (sie Leute sind EXTREM nett) haben wir es dann gefunden, es war inzwischen bald Mitternacht und wir waren über 30 Stunden auf. Naja, dann ging’s erst richtig los! Unser Voucher wollte zuerst nicht akzeptiert werden und man wollte, dass wir nochmals rund 250 Dollar pro Person zahlen sollten. Aber nach einigem Verhandeln klappte es dann doch und wir waren im – sehr lauten – Zimmer. Die Nacht konnte beginnen.... doch dank des Jetlags konnte zumindest ich keine Minute schlafen. Auch das ging vorbei und der nächste Tag brach an....
2. Tag: 08. Juli 2001
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Ab jetzt werden die Tagesberichte kürzer, da das wi
chtigste gesagt ist. Am zweiten Tag hatten wir erstmals ein Continental Breakfast auf dem Programm. Doch dies ist kein typisches Amerikanisches Frühstück, sondern nur ein Muffin und Kaffee. Aber es war im Hotelpreis inklusive und dann geht das ja noch. Dann ging’s los an den Strand. Inzwischen klingelte auch schon mein Handy. Vielleicht dazu einige Bemerkungen:
- Man kann mit einem Abo eines Europäischen Netzbetreibers in den USA telefonieren, braucht dazu aber ein Triband-Gerät, zB. das Motorola Timeport. Normale Dualband-Handys funktionieren NICHT.
- Im Westen der USA heisst das Netz „Pacific Bell“. Die Tarife sind sehr hoch und darum empfiehlt es sich, sich kurz zu fassen. Achtung: Auch ankommende Gespräche sind sauteuer. Die Preise von SMS sind unbekannt, doch sobald meine Rechnung kommt, kann ich dies hier posten.
- Das GSM-Netz in den USA ist weitaus schlechter als jene in Europa. Ausserhalb von Städten und Autobahnen sieht es meist sehr schlecht aus.
Okay, zurück zum Strand. Der Strand von LA ist riesengross und recht leer. Es hat also Platz genug. Der Pazifik ist schön frisch und auch relativ sauber. Dennoch sind wird, wie fast alle, nicht schwimmen gegangen.
Danach ging’s ab nach Hollywood, Walk of Fame. Dies ist natürlich ein Muss für jeden Besucher von LA. Entlang der Strasse sind die Sterne aller Berühmtheiten abgebildet und es gibt Dutzende Läden mit vielen Souvenirs und vielen Specials zu Filmen, die man sonst nirgends erhält. Auch die Hand- und Fussabdrücke der Stars waren sehr eindrücklich. Ja, man ist mitten im Hollywood. Natürlich hat man von hier aus einen fabelhaften Blick auf die legendären Hollywood-Buchstaben auf dem Hügel. Allerdings kann man nicht auf diesen Hügel zu den Buchstaben fahren. Mehrere Stunden haben wir gesucht, aber keine Strasse gefunden. Aber wir haben einige tolle Scenic Views, die es übrigens überall in den USA gibt, gefunden und hatten so eine geniale Sicht auf die Stadt. Die Stad
t Los Angeles selber besteht eigentlich nur aus Downtown (dazu gleich mehr). Ansonsten ist LA eine Ansammlung vieler Städte wie zB. Inglewood, Culver City, Hollywood, Beverly Hills, Long Beach,… Downtown selber hat knapp 4 Mio. Einwohner, die ganze Agglomeration LA hat rund 14 Mio. Einwohner und ist somit nach New York Amerikas zweitgrösste Stadt und wird auch oft „Big Orange“ genannt. Das Autofahren in LA ist viel einfacher, als es den Anschein hat. Riesige Freeways und auch 5- und mehrspurige Innenstadtstrassen machen das Autofahren einfach. Ein öffentliches Nahverkehrsystem gibt es allerdings so gut wie keines und ohne Auto kann man LA vergessen. Darum gibt es pro 1.8 Einwohner auch ein Auto. Auch Parkplätze sind kaum ein Problem, allerdings zT. recht teuer (in Hollywood rund 8 Dollar).
Nach Hollywood ging die Fahrt weiter ins Downtown. LA hat eine Ausdehnung von rund 150 Kilometern, dh. Fahrten innerhalb der Stadt selber können gut und gerne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Etwas spezielles ist Downtown nicht. Es hat imposante Wolkenkratzer, mehr aber nicht. Wir waren am Sonntag da und darum war auch wenig los. Tipp für Downtown: Meidet den Burger King im Downtown. Schlicht eine hygienische Katastrophe!!
Anschliessend ging’s zurück ins Hotel und die zweite Nacht war auch vieeeel besser.
3. Tag: 09. Juli 2001
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Auch heute hiess es wieder: Früh aufstehen, und damit sind wir schon bei einem weiteren Tipp angelangt. Wenn Ihr eine USA-Reise macht, steht früh auf. Es gibt so viel zu erleben. Schlafen kann man wieder daheim. Also, auf!
Am heutigen Tag ging es an die Universal Studios in Universal City, ein weiteres Muss für den Besucher von Los Angeles. Der Eintritt beträgt 46 Dollar, ist also recht happig, aber es lohnt sich auf alle Fälle. Geboten werden unzählige Shows, geniale Bahnen und das beste: Eine rund 1-stündige Fahrt quer durch die Kulissen der Universal Studios – wo
gleichzeitig noch gedreht wird. Besucht das legendäre Ratshaus aus „Zurück in die Zukunft“ oder Schauplätze vieler Western-Filme und vieler bekannter Serien! Weitere Highlits der Universal Studios: „Back to the Future, the Ride“, „Jurassic Park“, Waterworld“, „Terminator 2”. Auch gut: “Backdraft”, „Die Mumie“ und vieles andere! Hier muss auf alle Fälle ein ganzer Tag eingeplant werden.
Nach den Universal Studios sind wir direkt zurück ins Hotel. Ein genialer Tag lag hinter uns.
4. Tag: 10. Juli 2001
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Jetzt hiess es erstmals, Los Angeles auf wiedersehen zu sagen. Ich wurde schon richtig melancholisch, denn diese Riesenstadt hat es mir wirklich angetan. Wunderschön, sehr ländlich (kaum Hochhäuser) und dennoch RIESENGROSS. Aber es hatte auch etwas gutes: Weniger Verkehr! Doch bis man Los Angeles verlassen hat, fährt man erstmals mehrere Stunden. Hier vielleicht noch ein Tipp für Touristen: Es gibt auf den vielbefahrenen Autobahnen nebst einer Trucker-Spur auch eine Carpool-Spur. Auf dieser Spur (die sich ganz links aussen befindet) dürfen nur Autos mit mehr als 2 Personen fahren. Die Spur ist meist leer und daher ideal für Urlauber, die ja meist zusammen reisen.
Wir haben die Stadt auf der Interstate 15 Richtung Las Vegas verlassen. Jetzt ging’s ab in die Wüste!! Wir sind bis Calico nonstop gefahren und machten halt im legendären Calico „Ghost Town“. Und hier kann ich nur eines anmerken: Geht da hin!! „Ghost Town“ liegt nur etwa 3 Meilen von der Autobahn entfernt und kostet 6 Dollar pro Person (die Amis verlangen für alles Eintrittsgeld). Aber es wird auch einiges geboten, denn man findet sich in einer alten Western-Stadt wieder. Gebäude, Restaurants, Bahnhof, Geleise, Mienen, Kapelle,.... alles wie in den guten altern Western-Zeiten. Man gerät richtig ins Schwärmen, so schön (und heiss) ist es. Genial sind a
uch die vielen kleinen Läden im Dorf. Auch Shows werden geboten: Cowboys schiessen aufeinander, und man ist mittendrin. Man merkt bald, dass Calico Ghost Town mit sehr viel Liebe wieder neu erstellt wurde und dass das Geld für etwas sinnvolles benutzt wird. Also: Unbedingt besuchen, wenn möglich!
Anschliessend ging unsere Fahrt weiter Richtung Las Vegas. Wir machten Halt in einem typisch amerikanischen Kaff (soll nicht abschätzend sein) namens Baker. Baker.... hach! Diesen Ort werden wir wohl nie vergessen. Das Aussteigen aus dem Auto war wie ein Stich ins Herz, denn es hat rund 45 Grad im Schatten. Wir hüften zuerst mal ins Denny’s und hier haben wir einen weiteren Tipp: Billig essen kann man im Mac Donalds und im Burger King. Allerdings ist auch die Qualität entsprechend. Wer gut amerikanisch und dennoch relativ günstig essen will, muss ins Denny’s. Diese Läden gibt es überall und sie sind genial! Wie in jedem amerikanischen Restaurant darf man sich nicht einfach einen Tisch suchen, sondern wird an den Platz begleitet. Zum Bestellen bekommt man meist direkt ein Glas Wasser und Bisquits. Die Speisekarte im Denny’s ist zwar nicht riesengross, aber es hat dennoch für jeden was. Wir haben in den kommenden Tagen praktisch alles ausprobiert und ich kann sagen: Alles ist gut! Besonders empfehlen kann ich „The Club“. Wie auch in den meisten anderen amerikanischen Restaurants bekommt man hier so viel zu Trinken, wie man will – ohne Aufpreis. Dafür sollte man unbedingt rund 15% des Rechnungsbetrages als Trinkgeld geben, da dies nicht im Preis inklusive ist. Auch die Steuern sind in den USA praktisch NIE im Preis inbegriffen. Wundert Euch also nicht!
Wir haben uns dann entschlossen, in Baker zu bleiben und haben uns für das „Wel’s Fargo Motel“ entschieden (es hat nur 3 Motels in Baker). Baker selber hat rund 500 Einwohner, ist das letzte Dorf vor dem Death Valley, liegt mitten in der Wüste und hat das weltweit höc
hste Thermometer, welches damals 111 Grad (Fahrenheit) angezeigt hat (knapp 44 Grad Celsius). Das Motel war sehr gut und für rund 76 Dollar die Nacht für 3 Personen kann man nichts sagen. Wir haben danach etwas die Wüste erkundet (wir sind rund 50 Kilometer nach Süden hinein gefahren) und erfrischten uns dann im Pool. Am Abend ging’s natürlich wieder ins Denny’s und dann war auch dieser Tag vorbei.
5. Tag: 11. Juli 2001
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Fahrt ins Death Valley, das Tal des Todes! Von Baker aus fährt man rund 250 Kilometer nach Norden und dann nach Osten ins Tal hinein. Vom Death Valley selbst gibt es nur wenig zu berichten, denn es ist wirklich ein totes Tal. Hunderte Kilometer fährt man, ohne dass viel passiert. Die Landschaft ist tot, es hat rund 45 – 50 Grad im Schatten. Ohne Klimaanlage und vollen Tank sollte man die Fahrt ins Death Valley vergessen. Es gibt einige „Sehenswürdigkeiten“ wie Badwater (tiefster Punkt der Erde, 86 Meter unter Meer), „The Mushroom Rock“ (ihr lacht, wenn ihr den seht!) und ein paar andere Dinge. Die Sehenswürdigkeiten sind recht arm, die lohnen sich nicht. Doch die Landschaft ist schon sehr eindrücklich. Wer allerdings kein Hitze- und Wüste-Fan ist, sollte Death Valley lieber vergessen, denn ausser Hitze und Wüste bietet es eigentlich nichts. Die Fahrt war sehr einfach, aber aufgrund der Hitze (selbst die Klimaanlage hatte keine Chance) war es schon recht anstrengend. Fazit: Wer Zeit hat, soll’s machen, aber ansonsten nutzt den Tag lieber für anderes.
Am Abend blieben wir in Baker, besuchten das Denny’s und gingen früh ins Bett, denn am Tag danach war eine lange Fahrt geplant!
6. Tag: 12. Juli 2001
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Sehr früh haben wir Baker verlassen und gestärkt mit einem Denny’s-Frühstück ging’s weiter nach Süd-Osten, Richtung Arizona. Wir sind rund 400 Kilometer am Stück gefahren durch eine unglaubliche
Landschaft. Wer so was nicht selbst gesehen hat, kann sich das kaum vorstellen. Rote Gesteine, geniale Vegetation, endlose Landschaften, kleine Dörfer, genial! Wir fuhren bis nach Williams in Arizona und machten da einen kurzen Halt. Durch Williams führt die Route 66 und so haben wir auch diese noch gesehen. Das Dorf selber ist sehr schön, es hat dort auch die alte Dampfeisenbahn durch den Grand Canyon. Nach kurzer Rast und Auftanken in Williams ging die Reise weiter nach Norden in den Grand Canyon. Eintritt: 20 Dollar pro Auto. Durch den Nationalpark fahren breite Strassen und alle wichtigen Anhaltspunkte sind gekennzeichnet. Natürlich erhält man zusätzlich noch Karten- und Informationsmaterial. Beim ersten Anblick des Grand Canyon wird man einfach nur ein „aaaaaahhhhh“ rausbringen. Seid still und geniesst diese Aussicht, denn so was sieht man einfach nicht alle Tage. Wir sind gemütlich durch den Park gefahren (etwa 100 Kilometer) und haben an diversen Haltestellen Halt gemacht und die Aussicht genossen. Danach ging die Fahrt weiter nach Norden durch diverse Indianer-Reservate. Die Landschaft ist noch immer unglaublich schön und die Indianer-Stände an den Strassenrändern sind ein Besuch wert. Wir fuhren noch rund 100 Kilometer nach Norden. Die Strasse führte dabei auch über einen kleinen Pass (Tunnels kennen die Amerikaner praktisch nicht). Die Aussicht auf die Wüste war eine der schönsten meines Lebens, auch aufgrund der Wolkenkonstellation. Wir fuhren weiter nach Page, einer richtigen Oase mitten in der Wüste.
Page wurde in den Fünfzigerjahren gegründet und ist eine Kleinstadt in der Wüste. Es hat wirklich alles, was der Mensch braucht. Wir haben im Comfort Inn übernachtet und waren recht zufrieden, nur war es einiges teurer und sehr laut (man hat die Nachbarn Wort für Wort verstanden). Gegessen haben wir natürlich im Denny’s, wo sonst. Den Sonnenuntergang haben wir auf einem Scenic View in der Nähe des Lake Powell genossen, der an Page gre
nzt. Tipp: Fotoapparat auf keinen Fall vergessen!
Nach rund 800 Kilometer Fahrt ging es dann endlich wieder ins Bett.
7. Tag: 13. Juli 2001
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Freitag, der 13.! *zitter*
Morgens früh schon fuhren wir weiter Richtung Norden zur Interstate 15. Die Fahrt war wiederum sehr schön und am Strassenrand haben wir sogar echte Indianerzelte gesehen. TIPP: Wenn ihr mal eine Panne habt, haltet am Strassenrand und öffnet die Motorhaube und es wird Euch geholfen. Wir hatten zum Glück keine Panne, aber wir haben eine „miterlebt“.
Der ganze Tag wurde eigentlich nur gefahren, etwa 700 Kilometer nach Las Vegas. Die Autobahn nach Las Vegas ist sehr eindrücklich, denn sie durchquert wunderschöne Landschaften und Schluchten. Las Vegas erhebt sich plötzlich mitten aus der Wüste. Die verheissene Stadt!
Der Verkehr nimmt zu und man merkt bald, dass man in Vegas ist: Reklame und atemberaubende Gebäude ohne Ende. Wir fuhren ans westliche Ende der Stadt und haben unser Hotel, das berühmte Luxor, recht schnell gefunden. Die eigentlichen Attraktionen an Las Vegas sind die Hotels. Jedes Hotel will das andere übertrumphen. Das Luxor ist eine 30-stöckige Pyramide mit riesigen Bauten im Inneren. Daneben steht das Excalibur, ein Märchenschloss. Es folgen Dutzende anderer Hotels ähnlicher Grössenordnung. Das Hotel Luxor war brilliant. Es hat schlicht keine Wünsche offen gelassen.
Zu Las Vegas: Die Stadt steht mitten in der Wüste und daher ist es entsprechend heiss (siehe Baker). Attraktionen sind die Hotels an sich selber. Jedes Hotel bietet Kasinos ohne Ende und auch viele Shops und Läden gibt es. Oft kann man von Hotel zu Hotel laufen, ohne jemals nach draussen zu müssen. Auch Einschienenbahnen sind zT. zwischen den Hotels vorhanden. Die Stadt selber ist einfach zu viel, um es für wahr zu haben. Tausende Glitzertafeln, Hotels bis in den Himmel, Achterbahnen, Kasinos, Läden,.... Es gibt auch die Freiheitsstatue, den Eiffeltu
rm und viele andere solcher Dinge. Fazit: Las Vegas ist einfach zum Staunen. Tipps: Versucht Euer Glück nicht in den Kasinos. Die Chancen sind so mies und man kann das Geld in einem solchen Urlaub besser ausgeben. Auch die Läden sind sehr teuer in Las Vegas. Geht wieder ins Denny’s essen oder ins Mac oder den Burger King. Shows am Abend sind auch sehr teuer und daher haben wir sie gemieden. Auf der Strasse wird man rund alle 5 Meter von einer Person mit Flyers belästigt. Las Vegas ist also sehr anstrengend, aber man kann die tollen Hotels geniessen und eine Fahrt auf dem Manhattan Express, der grössten Achterbahn der Welt, sollte keiner verpassen! Kostet 10 Dollar und wird unvergessen bleiben (Hotel: New York, New York). Im Hilton gibt es eine grosse Ausstellung über Star Trek und im Stratosphere-Tower den schnellsten Aufzug der Welt. Der Turm hat 110 Stockwerke und bietet eine geniale Übersicht über die Stadt. Zahlen muss man natürlich für alles – wie immer.
8. Tag: 14. Juli 2001
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Erholungstag. Wir waren den ganzen Tag in Las Vegas. Rumspazieren, kurzer Besuch im Internet-Cafe, Pool, Shoppen und mal lange schlafen. Die Stadt ist unglaublich. Lauft einfach durch und geniesst es.
Inzwischen weiss ich auch, warum Stephen King diese Stadt als Schauplatz für das Ende der Welt in seinem Werk „The Stand“ genommen hat. Las Vegas ist wirklich die Hölle. Es ist zwar schön, aber es ist eine Hölle. Ich glaube, keiner von uns allen möchte jemals da wohnen. Spätestens nach zwei Tagen will man raus. Aber besuchen müsst Ihr Vegas unbedingt!!
9. Tag: 15. Juli 2001
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Am morgen haben wir Las Vegas verlassen (Leaving Las Vegas). Zuerst haben wir noch aufgetankt. TIPP: Das Benzin in den USA ist sehr billig, kostet nur ein Drittel des Preises bei uns. Aber es gibt enorm grosse Unterschiede. Eine Gallone (3.81 Liter) kosten zwisen 1.30 und 2.50 Dollar. Ein Preisverglei
ch lohnt sich also! Des weiteren empfehle ich, bei Fahrten in die Wüste unbedingt vorher zu tanken, da oft während 100 Kilometern keine Tankstelle mehr folgt.
Wir haben Las Vegas in nordöstlicher Richtung verlassen und fuhren an diesem Tag rund 500 Kilometer die leeren Wüstenstrassen entlang. Die Landschaft war wie immer brillant. Gegessen haben wir diesmal im Mac Donalds in einem kleinen Wüstendörfchen. Tipp: Bestellt nur das Medium-Menu, da man das Getränk beliebig oft wieder gratis auffüllen kann und Pommes kriegt man auch genug. So spart man Geld.
Eigentlich war dieser Tag ein reiner Fahr-Tag. Wir haben oft Halt gemacht und die wunderschöne Landschaft genossen und fotografiert. Zum Übernachten haben wir uns für das Dörfchen „Lee Vining“ entschieden. Das Dorf liegt am Fusse des Yosemite-Nationalpark und hat rund 500 Einwohner, zwei Tankstellen, zwei Motels und ein paar kleine Läden. Zum Übernachten haben wir ein kleines Bungalow bekommen, jeder mit eigenem Zimmer! Das Dorf hat einen tollen Charme, aber es ist wirklich ein Kaff. Das Essen im Dorfrestaurant war zwar teuer, aber wirklich nicht gut. Unsere Zimmer hatten erstmals keine Klimaanlage, aber wie sich feststellen liess, war diese nicht nötig, da es recht kalt wurde.
10. Tag: 16. Juli 2001
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Früh am Morgen haben wir Lee Vining verlassen und sind in den Yosemite-Nationalpark gefahren. Eintrittsgebühr: 20 Dollar pro Auto. Die Landschaft ist herrlich: Prächtige Berge, riesige Wälder, schöne, klare Bergseen, tolle Wasserfälle, schöne Gesteine usw. Vegetation und Tierwelt sind wirklich einzigartig. Allerdings muss ich sagen, dass wir alle vom Park mehr erwartet haben. Die Landschaft ist wirklich 1:1 gleich wie normale Gebirgspässe in der Schweiz, für die man keinen Eintritt zahlen muss. Beim Einkaufs-Bummel im Yosemite-Village hat uns ein Ortsansässiger angesprochen (Amerikaner sind sehr gesprächsfreudig und sprechen Touristen immer und überall an
, was ich sehr schön finde). Er erzählte uns, dass der Park vor 3 Jahren total überflutet war und dass sie dieses Jahr sehr wenig Schnee hatten und darum die Wasserfälle fast leer waren. Das waren sie nämlich auch. Die grösste Sensation des Parkes, die zweithöchsten Wasserfälle der Welt, waren damit nicht so toll.
Recht früh haben wir den Park wieder verlassen und sind nach Osten weitergefahren. Die Landschaft war immer noch wunderbar, ein Traum! Wir fuhren weiter und wollten eigentlich in Tracy übernachten. Doch der Ort gefiel uns nicht, darum sind wir weiter gefahren nach Brentwood. Brentwood ist eine amerikanische Kleinstadt mit tollem Flair. Übernachtet haben wir im Holiday-Inn. Der Ort Brentwood bietet zwar nicht viel, aber er selber ist es wert, mal gesehen zu werden, da es wirklich eine schöne Kleinstadt ist. Das Holiday-Inn war zwar recht teuer, aber dafür wirklich sehr schön und sehr gut.
11. Tag: 17. Juli 2001
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Wir haben Brentwood am Vormittag verlassen und sind nach San Fransisco gefahren. Das Verkehrsaufkommen zwischen Brentwood und San Fransisco war wirklich sehr gross und das Fahren dementsprechend relativ mühsam. Wir sind über die Bay-Bridge (Brückenzoll: 2 Dollar) in die Stadt hineingefahren. Die Stadt ist mit Agglomeration die viertgrösste Stadt der USA. Im Downtown selber wohnen 700'000 Menschen, in der ganzen Agglomeration knapp 8 Millionen. Die Strassen in San Fransisco sind nach dem typischen amerikanischen Prinzip angeordnet: Nur Längs- und Querstrassen. Quer durch die Stadt durch verläuft der Harbor-Freeway. Das Strassensystem ist daher recht logisch, aber das Fahren sehr anstrengend. Es gibt Dutzende Einfahrtsstrassen, Hunderte Ampeln (die immer rot sind), sehr steile Strassen, die Cable Cars, viele Fussgänger,.... Die Stadt ist wirklich extrem mühsam für den Autofahrer, noch weitaus schlimmer als Los Angeles. Auch Parkplätze gibt es fast keine und in Parkhäusern werden pro Stunde bis zu
18 Dollar verlangt!! Es wird also empfohlen, sich in der Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewegen, denn das Nahverkehrssystem ist besser ausgebaut als jenes in Los Angeles. Wir haben 3 Nächte im Radisson-Hotel in Japantown gebucht und haben das Hotel auch recht früh gefunden. Es handelt sich um ein extrem gutes (und auch teures) Hotel, aber es war laut unserem Reisebüro das einzig freie in San Fransisco. Für den Parkplatz musste man pro Tag zusätzlich noch 12 Dollar bezahlen – und in anderen Hotels sieht es nicht anders aus. San Fransisco ist wirklich sehr autofeindlich, im Gegensatz zum Rest der USA. Da der Check-In erst später möglich war, haben wir die Zeit genutzt und sind 4 Stunden durch die Innenstadt gebummelt. Die Stadt ist recht schön, gepflegt und gross. Es gibt sehr viele Fussgänger, die weltberühmten Cable Cars sind sehr schön und die steilen Strassen sind schön – aber natürlich mühsam für den Fussgänger. Total erschöpft kehrten wir ins Hotel zurück und haben dann erstmals entspannt. Abends ging es natürlich zuerst ins Denny’s, welches vom Hotel aus nur 1 Minute entfernt war. Das Japantown-Dennys ist zwar nicht deren schönste Filiale, aber die Qualität und Bedienung stimmte auch hier.
Vielleicht ein paar Worte zum Radisson-Hotel: Es handelt sich um ein schönes Hotel der Oberklasse. Die Bedienung und Zimmerservice sind extrem gut. Aber das Hotel ist wirklich teuer. Als ob die rund 200 Mark pro Person und Nacht noch nicht genug wären, wird noch für Parkplatz verlangt, es gibt kein Frühstück usw.
12. Tag: 18. Juli 2001
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An diesem Tag sind wir zuerst ins Chinatown gegangen. Chinatown ist ein Stadtbezirk von San Fransisco und befindet sich zentral inmitten der Stadt. Es wohnen über 80'000 Chinesen in diesem Viertel und somit ist es die grösste chinesische Stadt ausserhalb Chinas. Wenn man Chinatown betritt, fühlt man sich wirklich in China. Die Strassenlampen sind chinesis
ch, die Dächer der Häuser, die Läden, die Strassenbeschriftung, die Leute,.... Für meine Kollegen, extreme China-Fans, war es ein Tag im Paradies und auch ich fand, dass Chinatown ein sehr schönes Flair hat. Die vielen Läden verkaufen tolle chinesische Artikel und Schwerter zu Spottpreisen (die wir aber nicht zurück in die Schweiz einführen dürfen und daher keine kauften). Chinatown ist ein Muss für jeden Besucher von San Fransisco. Gegessen haben wir natürlich auch chinesisch – für mich das erste mal. Und auch das letzte Mal. Es ist einfach Geschmacksache, aber wenn man schon in Chinatown ist, sollte man die Gelegenheit ergreifen und auch deren Esskultur kennenlernen.
Anschliessend sind wir zurück zum Hotel und mit dem Auto zur Golden Gate Brücke gefahren. Brückenzoll (3 Dollar) muss man nur in eine Richtung bezahlen, und der wurde uns sogar noch geschenkt („carry on, it’s free for you“). Am nördlichen Ende der Brücke gibt es einen Ausstellplatz (sogar mit Gratisparkplatz), von dem man eine geniale Aussicht auf die Stadt und auf die Brücke hat und ideal für Fotos ist. Es weht in dieser Gegend aber ein extrem starker Wind, der wirklich mühsam ist. Nach einigen Fotos sind wir dann zu Fuss über die Brücke gelaufen (das kann man nämlich). Auf der bekanntesten Brücke der Welt hat man einfach nur ein schönes Gefühl, denn das Bauwerk aus den 30er-Jahren ist wirklich einzigartig. Wer diese Brücke verpasst, ist selber schuld. Wir sind anschliessend noch auf die angrenzenden Hügel gefahren, um die Brücke von oben zu sehen, aber der Nebel hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also ging’s weiter in den Golden Gate Park, der Park mit der grössten Vegetation überhaupt. Er ist sehr schön und hat auch ein grosses und wichtiges naturwissenschaftliches Museum. Doch wir haben den Park aufgrund des schlechten Wetters bald wieder verlassen.
TIPPS: In San Fransisco ist es recht kalt. Die durchschnittliche Tagestemperatur um Juli beträgt n
ur 18 Grad. Es wird daher empfohlen, eine Windjacke oder ein Pulli mitzunehmen. Ich hab’s bereut! Ein weiterer Tipp: In San Fransisco gibt es den „Scenic Drive“. Dies ist eine Route, die rund 80 Kilometer lang ist und den Touristen an alle Sehenswürdigkeiten der Stadt führt. Der Scenic Drive ist sehr gut beschriftet.
13. Tag: 19. Juli 2001
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An unserem dritten Tag in San Fransisco haben wir Fisherman’s Warf besucht. Der Hafen ist wunderschön und unbedingt einen Besuch wert. Der berühmte Pier 39 ist zu einer grossen Touristenattraktion mit sehr vielen Läden ausgebaut worden. Fisch-Liebhaber können ihren Gaumen an einem der Dutzenden Stände verwöhnen.
Wir wollten anschliessend noch nach Alcatraz fahren, doch es war ausverkauft. Ich empfehle daher allen, einen Tag vorher die Fahrt nach Alcatraz (10 Dollar) zu buchen. Kollegen von mir waren da und berichteten mir, dass es genial ist. Die Gefängnisinsel blieb für uns daher leider unbesucht, aber wir haben Fotos aus der Ferne geschossen.
14. Tag: 20. Juli 2001
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Nach drei Tagen haben wir San Fransisco wieder verlassen – unsere Reise neigte sich dem Ende entgegen. Wir fuhren die Küstenstrasse „California 1“ nach Süden. Das Wetter war zuerst sehr schlecht, aber von einem Kilometer auf den anderen wurde es wunderschön. Die Küstenstrasse ist rund 500 Kilometer lang und hat sehr viele Kurven. Man kommt also nicht schnell vorwärts und sollte daher recht viel Zeit für diese Fahrt einkalkulieren und wenn man diese nicht hat, die Freeways benutzen. Wer aber Zeit hat, muss einfach die Küste entlang fahren. Die Landschaft ist so etwas von wunderschön. Es gibt viele Aussichtspunkte, an denen man einfach anhalten muss. Der Pazifik zeigt sich hier von der schönsten Seite und die angrenzende Hügellandschaft macht das Bild perfekt. TIPP: Tankt vorher unbedingt voll auf, denn es gibt nur sehr wenige u
nd extrem teure Tankstellen an dieser Strasse. Pro Gallone werden hier fast 3 Dollar verlangt, also Mitteleuropa-Niveau.
Wir haben die Fahrt die Küste entlang genossen, auch wenn es unser zweitletzter Ferientag war. Zum Übernachten haben wir uns für Ventura entschieden, eine Stadt an der Küste, etwa 100 Kilometer vor Los Angeles. Ventura ist sehr schön, doch abends und nachts haben wir viele Penner gesehen. Darum ist man gut beraten, nicht alleine durch die Strassen Ventura’s zu schlendern. Übernachtet haben wir wieder im Holiday Inn, das auch hier eine super Qualität geboten hat, direkt am Strand.
15. Tag: 21. Juli 2001
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Unser letzter Tag in den genialen Vereinigten Staaten. Wir fuhren morgens von Ventura nach Los Angeles. An den plötzlich 8-spurigen Strassen haben wir bald bemerkt, dass die Stadt nicht mehr weit weg sein kann. Wir fuhren dann direkt nach Beverly Hills, ein Stadtteil von Los Angeles, welches aber eine autarke Gemeinde ist. In Beverly Hills, welches direkt an Hollywood grenzt und über den Sunset- oder den Santa-Monica-Boulevard gut erreicht werden kann, wohnen rund 36'000 Menschen, allen voran die Reichen und Berühmten. Das merkt man auch bald, denn die Häuser sind hier Villen. Beverly Hills ist extrem schön und hier wohnen wirklich nur jene Menschen, die Geld im Überfluss haben. Es gibt auch den Rodeo-Drive, eines der teuersten Geschäfte überhaupt. Wer auf Star-Suche ist, sollte hier mal reinschauen. Wir selber haben keinen Star gesehen, oder besser gesagt erkannt. Doch hier wohnen sie alle. Wir sind dann weiter nach Hollywood gefahren. Dort, wo unsere Reise begann, sollte sie auch enden. Nach kurzem Schlendern über den Walk of Fame sind wir dann nach dem Mittagessen zurück nach Inglewood gefahren. Dort haben wir den Mietwagen bei Alamo zurückgegeben. Die Rückgabe war sehr schnell und daher sehr angenehm. Mit dem Gratis-Bus sind wir dann direkt an den Los Angeles International Airport ge
fahren. Dort hiess es: Check-In. Der Check-In war extrem angenehm. Der Flughafen von LA ist sehr modern, schön und obwohl er riesengross ist, findet man schnell, was man sucht. Beim Check-In erhielten wir direkt auch unsere Board-Karte für Paris – Zürich, ein super Service. Danach hiess es warten auf den Flug nach Paris, der glücklicherweise rechtzeitig erfolte. Ich hatte einen Fensterplatz erwischt und konnte abends noch wunderschöne Bilder sehen: Sonnenuntergang über Los Angeles, welches aus der Luft nochmals grösser aussieht, als wenn man drin ist. Der Flug war sehr angenehm und ruhig. Dank guter Winde dauerte der Flug nur rund 10.5 Stunden und ich konnte noch etwas schlafen. Sowohl Essen wie Bedienung war sehr gut.
16. Tag: 22. Juli 2001
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Die Landung in Paris war sehr gut und dazu noch rund 30 Minuten früher als geplant. Wieder kämpften wir uns durch den Katastrophenflughafen und haben unser Ziel bald gefunden. Wir mussten dann rund 4 Stunden warten. Als eigentlich alle Passagiere für Zürich einsteigen sollten, wurde dann aber ein Flug nach Budapest abgewickelt an unserem Gateway. Bald schon begannt ein Chaos, da die Passagiere des ausverkauften Fluges nach Zürich bald nervös wurden, weil keine Anzeichen eines Fluges nach Zürich ersichtlich waren. Erst das Reklamieren vieler Passagiere hat dann eine Durchsage veranlasst, in der uns mitgeteilt wurde, dass der Flug nach Zürich bald beginnen konnte. Mit einer rund 1-stündigen Verspätung hoben wir dann nach Zürich ab, wo wir mit der gleichen Verspätung landeten. Unser Zug war natürlich schon weg. Also konnten wir es gemütlich nehmen, denn der letzte Zug nach Brig liess noch etwas auf sich warten. Doch bei der Gepäcksrückgabe folgte dann der nächste Schock: Das Gepäck eines Kollegen war nicht dabei. Am Fundbüro bildete sich eine Warteschlange aus vielleicht 50 (!!!) Personen. Wir konnte so lange nicht mehr warten, da der letzte Zug nach Brig bald abfuhr. Also muss
te der Kollege den Flughafen ohne Gepäck verlassen. Später erfuhren wir, dass der Grund dafür eine grosse Gepäckspanne am Vortag war. In Zürich soll ja angeblich das weltweit grösste Gepäckszentrum liegen. Auf alle Fälle hatte der Kollege sein Gepäck zwei Tage später gratis per Schnellpost im Hause.
Die Zugfahrt nach Brig war natürlich angenehm und morgens um 01.15 Uhr sind wir dann auch angekommen. Die Reise verlief genial und wir waren alle wieder glücklich und gesund zuhause – um tausend Erinnerungen reicher.
FAZIT: Die besten 2 Wochen, die man sich vorstellen kann. Eine solche Reise kommt immer gut!!! Ich wünsche allen USA-Reisenden eine tolle Zeit und hoffe, dass dieser Bericht Euch etwas nutzen wird. Ich habe von allen Orten, Landschaften, Städten, Dörfer, Strassen und Hotels Digitalfotos erstellt. Wenn jemand von Euch gerne Fotos von einem bestimmten, oben beschriebenen, Ort, Hotel, Stadt oder Landschaft will, mailt mir und ich sende es Euch!
Fazit:
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