Seychellen
So sind die Seychellen ! - Seychellen Reiseziele international

Neuester Testbericht: ... kleine Kanonen. Das Museum stellt Kunstwerke aus allen Teilen der Welt aus, spezialisiert sich aber auf die Seychellen. Unter den Sammel... mehr

So sind die Seychellen !
Seychellen

celles

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Seychellen

Datum: 30.06.16

Bewertung:

Vorteile: die Natur !

Nachteile: abgelegen

Grüß Gott aus Wien !

Die Seychellen im Indischen Ozean kennt man und auch die Inseln Mahe, Praslin und La Digue. Alle sind sehr sehenswert. Wir haben alle 3 besucht. Das Mai Tal mit der Coco de Mer auf Praslin und die herrlichen Sandstrände und auf La Digue haben wir den weißen Bacardi Strand mit den markanten braunen Felsen gesehen. Ein Eindruck, den man kaum vergessen kann.


Die Hauptstadt ist aber Victoria auf Mahe mit seinem beschaulichen Zentrum.

Reisezeit
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Das Klima in Victoria ist relativ feucht. Durch ihre Lage bei 4° Süd zählt sie zur tropischen Zone. Obwohl knapp am Äquator gelegen, machen sich die Jahreszeiten aufgrund des ozeanischen Klimas stark bemerkbar. Sie sind genau zu unseren umgekehrt. Im September geht gerade der Winter zu Ende und die Wellen sind hoch, der Wind mäßig warm und die Temperatur liegt um die 20-25°C. Der jährliche Niederschlag beträgt in Victoria 3600mm. Die kältesten Monate sind von Juli bis Mitte September. Die warmen sind weitaus schwüler und die Luftfeuchtigkeit im Dezember bis April sinkt kaum unter 80%. Die Temperaturmaxima werden im März und April erreicht. Dennoch sind sie selten über 30°C. Victoria liegt auch nicht im Bereich der Zugbahnen von Zyklonen.


Anreise
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Da die Seychellen sehr abgeschieden liegen und kaum ein Kreuzfahrer anlegt, erfolgt die Anreise primär per Flugzeug. Der internationale Flughafen (SEZ) wurde 1972 in Betrieb genommen. Zeitgleich ging die Vorgängerfluglinie von Air Seychelles, Air Mahé, in Betrieb. Der Flughafen liegt auf Mahé und ist rund 3 km von Victoria entfernt. Meistens sind die Hotels aber außerhalb der Hauptstadt. Die internationalen und nationalen Terminals sind getrennt. Im Erstgenannten finden sich Cafés, Souvenirläden und Kleidergeschäfte wieder. Im Obergeschoss gibt es ein Schnellrestaurant und eine Lounge für Air France Business samt Vertragspartner oder Priority Pass Besitzer. Zu den Fluglinien, die die Inselgruppe bedienen, zählen unter anderem Qatar Airways, Condor oder Emirates. Mit Condotr ist es zumeist am günstigsten.


Sehenswürdigkeiten
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Der Hafen von Victoria liegt östlich des Stadtzentrums. Er hat verschiedene Funktionen. Einerseits legen hier Kreuzfahrtschiffe an, andererseits ist er Fährhafen für Katamarane nach La Digue oder Praslin sowie für reguläre Verbindungsschiffe. Des Weiteren ist er Containerhafen, Jachthafen und Fischereihafen. Die öffentlichen Busse halten in unmittelbarer Nähe. Gerne dient er auch als Ausgangspunkt für Insel-Hopping und für geführte oder private Touren. Die dortigen Cat Cocos Katamarane verbinden seit November 2006 die Hauptinsel Mahé mit Praslin und La Digue. Die Fähren erreichen Geschwindigkeiten von über 40 Knoten und fassen bis zu 360 Passagiere. Das Innere ist mit High-tech ausgestattet, bietet eine extra Businessclass sowie ein Buffet und einen Minimarkt. Die Passagiere werden mit Videoprogrammen versorgt. Achtung in den Wintermonaten, da die Wellen sehr hoch und unberechenbar sind. Die Einheimischen haben mehr Angst als die Touristen und nicht selten gab es schon traumatisierte Passagiere, die den Katamaran wie in Trance verließen.

Die nächstgelegene Sehenswürdigkeit ist nach wenigen Minuten zu erreichen. Das National Museum of History wurde 1964 eröffnet. An seiner Vorderfront stehen kleine Kanonen. Das Museum stellt Kunstwerke aus allen Teilen der Welt aus, spezialisiert sich aber auf die Seychellen. Unter den Sammelstücken befinden sich eine Seychellenkarte aus dem Jahr 1517 sowie die allerkleinste Darstellung von Queen Victoria. Wenn das Museum geschlossen sein sollte, ist schon der Anblick von außen den Abstecher wert.

Gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite liegt das Kenwyn-Haus. Es ist seit 1984 Nationalmonument der Seychellen und wurde um 1865 aus Holz erbaut. Sein erster Bewohner dürfte der Obermediziner Henry Brooks gewesen sein. 1878 erwarb Cable & Wireless das Haus von ihm, und durch diese Organisation entstand wohl der heutige Name des Hauses. 2004 wurden erste Bestrebungen unternommen, das Haus samt seinem Garten im ursprünglichen Zustand zu restaurieren. Das Holz im Inneren musste großteils ersetzt werden. Heute kann man neben der Originaleinrichtung auch den Juwelier im Hause aufsuchen sowie eine Galerie und eine Boutique.

Die Francis Rachel Street führt von beiden Bauwerken Richtung Innenstadt. Sie hat vielleicht nicht den aufregendsten und attraktivsten Namen, der sich leicht vermarkten ließe, aber sie hat es an einer Geballtheit an Sehenswürdigkeiten innerhalb der Hauptstadt in sich. Folgt man dem Gehsteig auf der rechten Seite stadteinwärts, stößt man unweigerlich auf das Porträt des Gründers der Hauptstadt Victoria, das hinter zwei Sitzbänken aufgestellt wurde.

Da beginnt auch schon das Shopping-Vergnügen. Hier reihen sich die Souvenirstände dicht aneinander wir nirgendwo sonst in Victoria. Geboten wird alles von Handtüchern, Postkarten, Skulpturen, Vanille, Hüten oder Schmuck. Diesen gegenüber ist das Neptune Takeaway für den schnellen Hunger, noch dazu in ein historisches Gebäude eingebettet. Am Ende der Straße, nahe des silbernen Big Bens, tut sich noch der Oberste Gerichtshof - Justizpalast auf. Das Gebäude wurde 1890 errichtet.

Es handelt sich hierbei um ein einstöckiges Bauwerk in Weiß mit braunen Holzbalkonen. Vor dem Gebäude weht die Flagge der Seychellen. Der Justizpalast wird von einer Parkanlage umgeben. An der Seitenfront stehen eine Jesusstatue und die Büste von Pierre Poivre, einem Inselverwalter aus dem 18.Jahrhundert. Die Straße findet dann am Victoria Clocktower ihr Ende. Er ist eine Kopie des Londoner Big Bens. Auf Creole wird er Lorloz genannt. Nachdem der damalige Gouverneur der Seychellen Gefallen an dem Original gefunden hatte, wurde ein Abbild in Silberfarbe 1903 in der Inselhauptstadt errichtet. In diesem Jahr wurde die Inselgruppe auch zur britischen Kronkolonie. Seit 1999 wird die volle Stunde geschlagen - ein Läuten wie vom Big Ben blieb der Replika jedoch versagt.

Von dort aus hat man schon einen Blick auf die Kathedrale Sankt Paul. Die rosa-weißliche Kirche mit dem bräunlichen Dach verkörpert das religiöse Zentrum der Anglikaner auf den Seychellen. Der Haupteingang ist durch einen Vorbau gekennzeichnet. Dieser führt in das nüchterne Innere der einschiffigen Kirche. Die Seitenwände weisen diverse Buntglasfenster auf, zwischen denen Bilder des Kreuzwegs Jesu Christi hängen. Der Kernpunkt der Kathedrale ist der Altar mit der Kanzel. Das Kirchengebäude wurde 1859 eingeweiht und 2004 komplett umgebaut.

Die gräuliche Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis folgt als nächstes. Sie wurde 1874 geweiht und verfügt über ein dreitoriges Eingangsportal mit einem Giebeldach in der Mitte, auf dem eine Jesusstatue steht. Die vier Eingangssäulen sind in Blau gehalten. Da viele Kinder auf den Seychellen unehelich geboren werden, hat man die Sonntagstaufe eingeführt. Im Inneren der Kirche sind neben dem Hochaltar Buntglasfenster zu betrachten. Danach sind es wenige Gehminuten zum Markt von Victoria.

Der Sir Selwyn Selwyn-Clarke Market wird an seinem Osteingang von einem Torbogen mit Namensbeschriftung überspannt. Er besteht seit dem 18. Jahrhundert und ist täglich geöffnet. Er wurde 2005 generalsaniert und die Stände bekamen einen neuen bunten Anstrich. Neben tropischen Produkten, Gewürzen, Obst und Blumen wird auch Fisch angeboten. Vanille ist abgepackt zu je zwei Schoten zu erhalten und Kleidung ist dort ebenfalls zu erstehen. Im vielfarbigen Obergeschoß befindet sich ein Imbiss für Einheimische.

Benannt wurde der Markt nach Percy Selwyn Clarke, einem ehemaligen Gouverneur der Seychellen, der später zum Ritter mit dem Namen Sir Selwyn Selwyn Clarke geschlagen wurde. Zwischen die Gerüche von Gewürzen mischt sich auch der von der gegenüber liegenden Fischtheke. Billig ist dort auch nicht das, was das Touristenherz begehrt. Die Vanille hat, wie überall, ihren stolzen Preis. Vom dort gelangt man leicht wieder par Taxi ins gebuchte Hotel.

Danke fürs Lesen

Celles

Fazit: s.o.