Irland
Beeindruckende Landschaften und fröhliche Menschen - Irland Reiseziele international

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Beeindruckende Landschaften und fröhliche Menschen
Irland

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

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Irland

Datum: 22.07.17

Bewertung:

Vorteile: Phantastische Landschaften, herzliche Menschen

Nachteile: Hohe Preise, viel Regen

Schon einmal war ich zu Gast in Irland. Damals aber beschränkte sich mein Besuch auf eine kurze Stippvisite in der Hauptstadt Dublin - damit hatte ich das Land selbst eigentlich gar nicht gesehen. Es wurde also Zeit, das zu ändern. Und da kam mir ei Angebot des Reiseunternehmens trendtours Touristik gerade recht, das mir eine siebentägige Rundreise über die grüne Insel einschließlich der dazu gehörenden Übernachtungen und Flüge für gerade einmal 399 Euro pro Person im Doppelzimmer anbot. Die Reise wurde gebucht. Und angetreten. Nun kann über Irland an dieser Stelle berichtet werden - allerdings nur in aller Kürze, denn einige der angesteuerten Reiseziele möchte ich in späteren Berichten noch genauer beleuchten.

Allgemeine Informationen
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Irland ist ein Inselstaat in Westeuropa, der etwa fünf Sechstel der gleichnamigen Insel umfasst. Hauptstadt und größte Stadt Irlands ist Dublin, gelegen im östlichen Teil des Landes. In der Metropolregion Dublin lebt etwa ein Drittel der 4,8 Millionen Einwohner. Es grenzt im Norden an Nordirland und damit an das Vereinigte Königreich. Im Osten liegt die Irische See, im Westen und Süden ist das Land vom Atlantik umgeben. Irland ist seit 1973 Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum römisch-katholischen Glauben. Der amtlich verwendete deutsche Name ist Irland, die offizielle Eigenbezeichnung lautet auf irisch "Eire" und auf englisch "Ireland". Häufig wird zur Unterscheidung von Nordirland auch der Begriff Republik Irland verwendet. Es gibt zwei Amtssprachen: Englisch und Irisch; letzteres wird auf Deutsch auch Gälisch genannt. Als lebende Sprache wird Irisch nur von einer ländlichen Minderheit gesprochen, nämlich in der sogenannten Gaeltacht.
O'Connell Street in Dublin
Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der Fluss Shannon, der von Norden nach Süden verläuft, ist mit etwa 370 Kilometenr der längste der Insel. In den Ebenen liegen zahlreiche Seen, welche die Landschaft maßgeblich prägen. Lough Corrib ist der größte See Irlands und nach Lough Neagh, der zu Nordirland gehört, der zweitgrößte der irischen Insel. Der höchste Berg ist mit 1041 Metern der Carrauntoohil. Er liegt im Südwesten der Insel in den Macgillicuddy's Reeks. Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.
Die Einwohnerzahl Irlands ging Mitte des 19. Jahrhunderts drastisch zurück. Missernten, Hungersnöte und Repressalien durch die britische Herrschaft ließen die Einwohnerzahl von rund 6,5 Millionen (einschließlich der Bevölkerung der nördlichen auch heute zum Vereinigten Königreich gehörenden Landesteile) im Jahre 1841 schrumpfen. Zur Unabhängigkeit der Republik im Jahre 1921 betrug die Bevölkerung ausschließlich des dichter bevölkerten Nordirlands drei Millionen. Viele Iren wanderten aus, vor allem in das Vereinigte Königreich und in die USA. Die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich ab Beginn der 1920-er Jahre führte zwar zu allmählichen Verbesserungen der Lebensumstände, die Einwohnerzahl schrumpfte aber weiterhin, wenn auch nicht mehr ganz so stark. Der Tiefpunkt war mit rund 2,82 Millionen Einwohnern in den 1960-er Jahren erreicht. Seither hat sich die Bevölkerungszahl wieder positiv entwickelt und mit derzeit rund 4,5 Millionen Einwohnern (über sechs Millionen einschließlich Nordirlands) inzwischen wieder den Stand von Mitte des 19. Jahrhunderts erreicht. Die Zunahme erfolgt zwar in erster Linie durch Zuwanderung, jedoch auch durch Geburtenüberschuss. (Informationen: Wikipedia).

Meine Reise
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Los ging es für mich und meine Begleitung mit einem Flug von Düsseldorf aus nach Dublin, wo wir am Flughafen von der Reiseleitung in Empfang und per Bus zum nicht weit entfernten Hotel gebracht wurden. Außer dem Abendessen gab es am ersten Reisetag keine weiteren Programmpunkte, weswegen wir mit dem Linienbus ins Stadtzentrum fuhren, um uns dort im Vergnügungsviertel Temple Bar etwas umzusehen und das eine oder andere Bier zu trinken, wobei ich persönlich übrigens kein Guiness mag und mich auf Smithwicks verlegte - dieses Bier übrigens ist auch in Deutschland erhältlich und hier unter dem Namen Kilkenny bekannt, der gewählt wurde, weil der eigentliche Name des Bieres für Menschen in anderssprachigen Ländern nur schwer auszusprechen ist.

Nach dem Frühstück am zweiten Tag unserer Reise stand zunächst eine Stadtrundfahrt durch Dublin an, wo wir viel sahen, aber den von uns zuvor besuchten Bezirk Temple Bar mit dem Bus nicht erreichen konnten, weil der in einer Fußgängerzone liegt. Baudenkmäler wie Dublin Castle, die St. Patrick's Cathedral, das Trinity College und vieles mehr standen auf dem Programm, ehe es zu den weltberühmten Cliffs of Moher ging, die sich trotz starken Dauerregens als sehr beeindruckend erwiesen - auch darüber werde ich sicherlich noch ausführlicher berichten. Am Abend ging es in den kleinen Kurort Lisdoonvarna, wo wir zwei Nächte zubrachten und an einem Abend auch Vorführungen irischer Folklore erlebten.

Ein Ganztagesausflug führte uns anschließend in die Heide- und Moorlandschaft von Connemara, der nicht im Grund-Reisepreis enthalten war und auf den ich aus Kostengründen zunächst hatte verzichten wollen. Gut, dass ich es nicht tat, denn dieser Ausflug erwies sich als wunderschön, wobei besonders der Besuch von Kylemore Abbey beeindruckend war.

Weiter ging's: Am vierten Tag unserer Reise erlebten wir die Schmuckstücke des County Clare, besuchten das Städtchen Ennis, das als Zentrum der Irish Folk Music gehandelt wird, machten einen Rundgang durch Limerick und bewunderten schließlich die vielen reetgedeckten Häuser in Adare, angeblich das schönste Dorf Irlands.

Auch der nächste Ganztages-Ausflug war nicht im Reisepreis enthalten. Hier aber stand für mich von vornherein fest, dass ich ihn unbedingt unternehmen wollte, denn es ging zum "Ring of Kerry", die sich als eine der schönsten Küstenstraße erwies, die ich jemals gesehen habe. Spektakuläre Panoramablicke auf die wildromantische Atlantikküste und eine herrliche Landschaft sorgten einfach für Begeisterung und Eindrücke, die so schnell nicht vergessen werden. Auf den Besuch in Muckross House dagegen hätte ich durchaus verzichten können. Nun ja - er gehörte zum Ausflugsprogramm und wurde eben auch absolviert.

Der vorletzte Tag unserer Reise gehörte einigen größeren Städten. So spazierten wir durch Cork und tranken Tee im überdachten Wochenmarkt, danach ging es nach Kilkenny, wo mir vor allem der Besuch des Milchmarktes in Erinnerung geblieben ist. Am Abend erreichten wir wieder unser Hotel in Dublin und erneut war es möglich, selbstätig in die Innenstadt zu reisen, ehe am nächsten Tag nach dem Frühstück die Heimreise angetreten wurde.

Meine Meinung
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"Irland für Entdecker" war die Reise überschrieben, die wir im März dieses Jahres antraten. Und dieser Titel war gut gewählt, denn zumindest einen ersten Eindruck von der grünen Insel bekamen wir. Einen recht guten Eindruck sogar. Und ich denke, dass wir die Haupt-Sehenswürdigkeiten des Landes auch zu sehen bekamen, wobei unser Reisetermin allein vom Wetter her sicherlich nicht optimal war - aber Anfang März gab es nun einmal die günstigste Preiskategorie für diese Rundreise. Und uns war zuvor durchaus bewusst, dass es kalt und regnerisch würde werden können. Es wurde übrigens kalt und regnerisch. Unserer guten Laune tat das keinen Abbruch, und auch wenn die Flora noch längst nicht aus ihrem Winterschlaf erwacht war, so begeisterten uns die unterschiedlichen Landschaften auf der Insel doch enorm. Es gab viel zu sehen und zu staunen - nur die Fotos wurden des schlechten Wetters wegen nicht so gut wie erhofft.

Irlands Landschaften - und dabei denke ich besonders an die Cliffs of Moher, an Connemara und an den Ring of Kerry - sind wirklich enorm beeindruckend, das sprichwörtliche Grün der Insel war selbst zu dieser ungünstigen Jahreszeit zu erleben und zu bewundern. Wir erfuhren viel über die Geschichte Irlands und der Iren, wie lernten, wie das Leben auf dieser Insel vonstatten geht. Und wir lernten Iren kennen, die sich ausnahmslos als ausgesprochen fröhliche und freundliche Menschen erwiesen, mit denen jederzeit ein Plausch möglich war und die gern Hilfe leisteten, wenn die denn gefragt war. Und dann gibt es natürlich die Musik. Irland ohne Musik ist wohl undenkbar, immer wieder begegneten uns Musiker, auf der Straße ebenso wie in Kneipen und Bars. Dazu wurde getanzt - ganz anders, als ich das erwartet hatte, denn mit schottischer Folklore - wie zuvor irrtümlich von mir angenommen - hat die irische nur sehr, sehr wenig zu tun. Aber sie spiegelt die Geschichte und das Leben der Menschen in diesem Land wider, erzählt von Leid und Freude gleichermaßen.

Wunderschöne Landschaften, positiv eingestellte Menschen - was will der Reisende denn noch mehr? Ja, er will verpflegt werden. Über Getränke muss ich hier nicht viele Worte verlieren, denn das Guiness ist allgegenwärtig und auch mein Smithwicks bekam ich praktisch überall. Was tranken die anderen Menschen, die Iren? Die Antwort lautet: Guiness oder Smithwicks. Und ein paar wenige tranken auch Cider, den Apfelwein. Natürlich gibt es Kaffee und Tee ebenso wie Softdrinks. Wein-Freunde dagegen werden in Irland kaum auf ihre Kosten kommen. Das Essen wirkte auf mich sehr britisch. Das gilt vor allem fürs Frühstück, denn zu dieser ersten Mahlzeit des Tages werden gern Spiegel- oder Rühreier, gebratener Schinken, Würste, Bohnen und Blutwurst serviert. Und auch zu den anderen Mahlzeiten gibt es eher britische Kost, viel Hähnchen, viel Rindfleisch. Unbedingt probiert werden sollte allerdings auch einmal das köstliche Irish Stew, ein Eintopf mit viel Lammfleisch, der schon fast als Gulasch zu bezeichnen ist. Natürlich gibt es Fisch, Suppen und leckere Desserts (zumeist Eis oder Kochen) - verhungern muss hier niemand.

In meiner Erinnerung gibt es lediglich ein Negativum. Irland nämlich ist teuer. Und das gilt in jeder Beziehung, beginnt bei Übernachtungen (die wir dank der gebuchten Pauschalreise nicht eigens bezahlen mussten), führt über Speisen und Getränke bis hin zu Genussmitteln. Der bekannte Irish Whiskey zum Beispiel ist in Deutschland preisgünstiger zu erhalten als in Irland, und die Raucher in unserer Reisegruppe erschraken ziemlich heftig, als sie für eine Schachtel einer führenden amerikanischen Zigarettensorte 11,50 Euro bezahlen mussten.

In der Republik Irland fahren Kraftfahrzeuge übrigens auf der rechten Seite der größtenteils sehr gut ausgebauten Straßen. Die Entfernungsangaben gibt es in Kilometern, wie überhaupt alle Maße und Gewichte dem Dezimalsystem angepasst sind, was es für den Besucher aus Westeuropa vergleichsweise einfach macht. Nur das Bier wird immer noch in Pints ausgeschenkt. Ich hatte nichts dagegen, dass ich jeweils 568 Milliliter Bier erhielt statt des in Deutschland üblichen halben Liters. Zu bezahlen hatte ich dafür übrigens durchschnittlich 5 Euro. Und ich bin mir sicher: Der halbe Liter würde nicht billiger werden. Die Iren sollten also das Pint beibehalten - wie sie überhaupt so bleiben sollten wie sie sind - ein liebenswertes Völkchen auf einer Insel im Atlantik, die ihre Besucher mit offenen Armen empfängt.

Wir haben also Irland entdeckt. Ein wenig zumindest. Und das war gut so. Vielleicht setzen wir eines Tages unsere Entdeckungstour fort. Aber das wird nicht billig, denn eine weitere (Pauschal-)Rundreise ist eher nicht geplant. Sollte es noch einmal nach Irland gehen, dann wird die Insel individuell und mit dem Auto erkundet. Ich denke, es gibt noch genug zu sehen. Und genug Menschen zu treffen. Und bei Folk-Musik genug Bier zu trinken.

Fazit: Ich fand es wunderbar