Florenz (Italien)
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Unglaublich schöne Stadt
Florenz (Italien)

Love-Vegas

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Florenz (Italien)

Datum: 09.10.16

Bewertung:

Vorteile: viele Sehenswürdigkeiten, vieles kostenlos, tolle Bauwerke, gemütliche Gassen

Nachteile: leider teilweise etwas voll

Vor ein paar Tagen konnte ich noch die Sonne Italiens genießen, heute sitzte ich bei grauem und kaltem Wetter wieder zuhause. Deshalb ist jetzt die wohl beste Gelegenheit wieder in Erinnerungen zu schwelgen und mich wieder in die traumhafte Stadt Florenz zu träumen und davon zu berichten.

Florenz kann man gut von Deutschland aus mit dem Flugzeug erreichen. Denn Florenz hat einen eigenen Flughafen. Wenn man nicht gerade in Hamburg wohnt, ist auch das Auto noch eine Alternative von Deutschland aus, wobei ich Autofahren in Großstädten in Italien eher unangenehm finde. Da würde ich lieber das Auto etwas abseits parken und dann ggfl. mit dem Bus oder der Bahn in die Stadt fahren.


Florenz oder auf italienisch Firenze ist eine toskanische Großstadt mit etwa 380.000 Einwohnern. Florenz ist Hauptstadt sowie größte Stadt der Toskana und der Metropolitanstadt Florenz.

Florenz ist für seine Geschichte berühmt und das sieht man in der Stadt überall und ich finde genau das, macht Florenz zum einen aus und zum anderen auch ganz besonders und sehenswert. Als Zentrum des mittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens war es eine der reichsten Städte des 15. und 16. Jahrhunderts und auch heute noch, kann man sich in die Zeiten von damals denken, wenn man vor den vielen alten Gebäuden und mächtigen Bauwerken steht und diese bestaunt. Durch die mächtige Dynastie der Familie Medici stieg Florenz in der Renaissance zu einer der florierendsten Metropolen Europas auf. Zahlreiche Kunstschaffende und Geistliche waren hier beheimatet: Leonardo da Vinci verbrachte große Teile seiner Jugend in Florenz, Michelangelo fand Unterschlupf in der Kirche der Medici, Galileo Galilei wohnte als Hofmathematiker in den Palästen der Medici. Vor allem aber da Vinci hat die Stadt natürlich bis heute geprägt.

Florenz liegt am Arno, der durch die Altstadt fließt, und am Mugnone, der von Norden kommend westlich der Altstadt in den Arno mündet. Bei einer kleinen Stadtbesichtigung, die sich um die "wichtigsten" und interessantesten Plätze und Gebäude bewegt, sieht man allerdings nur den Arno. Von Süden kommend tritt der Ema dem Greve bei Galluzzo zu, zusammen münden sie danach im Stadtgebiet von Florenz im Arno. Der Arno war ebenso wichtig für die Versorgung der Menschen durch den Handel, sorgte allerdings durch Überflutungen auch für Zerstörung und Leid. Nördlich von Florenz erstreckt sich der Höhenzug des toskanisch-emilianischen Apennins, im Süden grenzen die Hügel des Chianti an die Stadt.


In Florenz gibt es viele Sehenswürdigkeiten, was leider dazu beiträgt, dass es natürlich recht voll in der eigentlich kleineren Altstadt ist. Der Mittelpunkt von Florenz, also die Altstadt ist das sehenswerte und dort findet man auch viele besondere Gebäude und Plätze, die es sich lohnt zu besichtigen. Das kann man alles am besten zu Fuß machen, denn zum einen, ist die Altstadt teilweise für Autos gesperrt, teilweise sind die kleinen Gassen aber auch viel zu eng für Autos und zum anderen, sieht man aus dem Auto ohnehin nicht all zu viel. Man muss schon zu Fuß laufen und Florenz ist da perfekt, denn so riesig ist es nicht. Man kann von einem zum anderen Punkt in wenigen Minuten gemütlich laufen und entdeckt dabei doch immer noch etwas Schönes.


Wenn man noch nie in Florenz war, ist eine Karte von Vorteil, denn die Straßen verlaufen teilweise ein wenig kreuz und quer und schief, so dass man sich vielleicht nicht direkt zurecht finden kann. Da Florenz aber wie gesagt nicht all zu groß ist, kommt man meist auch früher oder später wieder an eine Stelle, an der man sich kennt und von der aus man sih wieder zurecht findet.


Bei einer Stadtbesichtigung eignet sich ein Ausgangspunkt in der Nähe von der Accademia di Belle Arti (hier sind gleich zwei Museen untergebracht), nördlich des Arnos. Dort können Autos und Busse noch fahren und man kann dort eine Besichtigung gut starten.
In unmittelbarer Nähe der Accademia befindet sich zusätzlich noch Cenacolo di Santa Apollonia (Kirche), das Chiesa e Museo di San Marco (nationales Museum) und die Chiesa di SS. Annunziata (ebenfalls eine Kirche). Die ersten Sehenswürdigkeiten kann man sich evtl. auch von innen anschauen, aber auch von außen sind es natürlich schon mal ein paar interessante Bauwerke, wobei ich nicht sagen würde, dass es sich hier um die besten Bauwerke von Florenz handeln würde. Aber der Rundgang führt einen dann näher zum Arno und dann wird man auch gleich auf ein der beeindruckensten und wahrscheinlich leider auch überlaufensten Gebäude von Florenz stoßen.
Man läuft gerade zu auf den Dom bzw. die Kathedrale von Florenz (Duomo) und auf die Campanile die Giotto.
Die Kathedrale Santa Maria del Fiore (Cattedrale di Santa Maria del Fiore) ist die Bischofskirche des Erzbistums Florenz und somit Metropolitankirche der Kirchenprovinz Florenz. Ihre gewaltige weltbekannte Kuppel, das Hauptwerk Brunelleschis, gilt als technische Meisterleistung der frühen Renaissance.
Der Florentiner Dom ist, bezogen auf die Länge des Längsschiffs ist die viertgrößte Kirche in Europa. Seine Abmessungen betragen 153 Meter in der Länge und 38 in der Breite, während das Fundament der Kuppel 90 Meter breit ist.


Diese Kirche ist wirklich beeindruckend und auf jeden Fall einen Besuch wert. Dafür muss man nicht einmal die Kirche von innen besichtigen, denn vor allem von außen finde ich dieses Bauwerk traumhaft schön und wirklich sehr beeindruckend. Leider ist es auf dem Platz vor der Kirche sehr voll. Hier befinden sich auch viele Reisegruppen, was wiederrum von Vorteil sein kann, denn einige sind natürlich auch auf deutsch und man kann sich ein wenig dazu stellen und erfährt so noch etwas mehr über die Kirche. Allerdings muss man auch auf seine Sachen achten, denn wo sich viele Touristen befinden, befinden sich ja meist leider auch ein paar Taschendiebe, die mit flinken Fingern das Portemonnaie erhaschen. Einen Rucksack sollte man so vielleicht besser auf der Brust tragen, damit man die Reißverschlüsse im Auge hat und das Portemonnaie auch nicht in der Hosentasche herausgucken lassen.


Der Campanile die Giotto ist der Glockenturm gleich neben der Kirche.
Im Turm sind insgesamt zwölf Kirchenglocken untergebracht. Eine Glocke befindet sich abgestellt auf dem Boden des Glockengeschosses. Sie ist die 1516 von Lodovico di Guglielmo gegossene 2500 Kilogramm schwere Apostolica. Zudem hängen auf allen vier Seiten, jeweils zwischen Glockenstube und Fenster vier kleinere Glocken (Beona, Maria Anna, Campana Piccola, Campana Più Piccola), die nicht geläutet werden können.


Von dem Dom aus, geht es durch kleinere Straßen, dort fahren nur Kutschen, aber keine Autos, was angenehm ist, denn so kann man von einem Geschäft zum nächsten schlendern.

Wenige Minuten von dem Dom liegt der Piazza della Repubblica. Dieser ist durch ein Bauwerk auch sehenswert, allerdings befindet sich nur wenige Meter weiter der Piazza Signoria, der deutlich sehenswerter und interessanter ist.


Zentrum der historischen Altstadt ist der Piazza Signoria. Hier sandten die Florentiner Dante 1301 ins Exil, hier verbrannten sie 1497 auf Aufforderung des Girolamo Savonarola im "Fegefeuer der Eitelkeiten" Schmuck, Kosmetika, Spiegel, Musikinstrumente und Ähnliches und im darauffolgenden Jahr nach päpstlichem Urteil Savonarola selbst. Auf dem Platz befand sich ursprünglich Michelangelos Statue David an der Frontseite des Palazzo Vecchio. Die Statue befindet sich dort immer noch, allerdings handelt es sich jetzt nur noch um eine Kopie. Das Original befindet sich in der Accademia delle Arti del Disegno. Auf dem Platz befindet sich zudem Bartolomeo Ammanatis marmorner Neptunbrunnen. Er bildet den Endpunkt eines noch funktionsfähigen Aquädukts aus der Antike.
Dieser Platz ist viel mehr Museum als ein öffentlicher Platz. Das liegt nicht nur an dem Palazzo Vecchio, in dem Cosimo Medici damals gelebt hat und der Kopie des Davids, sondern vor allem auch an den vielen Statuen, die ebenfalls dort zu finden sind. Und meines Wissens nach, sind bis auf der David und eine weitere Figur alle Original.
Hier findet man unter anderem in der Loggia dei Lanzi Figuren von Herkules, Perseus und mehrere römischen Figuren. Eben wie in einem Museum, aber einfach nur überdacht durch die Loggia und für jeden frei und kostenlos zugänglich. Daher lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall, denn hier kann man kostenlos viel Kultur genießen.


Zu einer weiteren Sehenswürdigkeit gelangt man ebenfalls recht schnell von dem Piazza durch ein paar schmale und kleine Gässchen. Denn so gelangt man zu der Brücke Ponte Vecchio.
Die einzige Brücke, die den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, ist die Ponte Vecchio. Die das erste Mal von den Etruskern gebaute Brücke verbindet die Uffizien mit dem Palast der Medici.
Ponte Vecchio ist deshalb so interessant, denn es handelt sich hierbei um eine mit kleinen Häusern bebaute Brücke, deren Baulichkeiten teils über die Brücke hinausragen. In den Häusern waren damals Geschäfte untergebracht, doch die Frau von Cosimo Medici konnte den Duft der Geschäfte (Fischläden, Metzgereien, etc.) nicht leiden und so wurden alle Geschäfte von der Brücke verbannt. Stattdessen durften nur noch Goldschmiede und Schmuckhändler auf der Ponte Vecchio ihre Geschäfte aufrecht erhalten und das ist bis heute so, dass sich auf der gesamten Brücke ein Schmuckladen an den nächsten reiht.

Auf der anderen Seite des Arnos findet man noch einige Sehenswürdigkeiten, wie die Kirchen Chiesa di S. Spirito und die Chiesa del Carmine. Nur unweit der Kirchen befindet sich der Palazzo Pitti sowie Giardino di Boboli und die Forte Belvedere.
Der Palazzo Pitti ist ein Renaissance- Palast im Florentiner Stadtteil Oltrarno. Das in seinem Grundbestand Filippo Brunelleschi zugeschriebene Gebäude wurde ab 1458 für den Kaufmann Luca Pitti erbaut. Der Palast ist das größte Gebäude dieses Stadtteils auf der südlichen Seite des Arno. Außerdem finde ich, dass dies eins der besten Sehenswürdigkeiten dieser Seite des Arnos ist. Viel sehenswerter ist in meinen Augen aber ohnehin die nördliche Seite. Zumindest ist das meine eigene Einschätzung und mein Empfinden gewesen.

Auf der nördlichen seite findet man zudem alle Museen, die Florenz zu bieten hat. So wäre da z.B. noch die Galleria dell´Orcagna, die Galleria degli Uffizi, Bargello, Badia und den Palazzo Borghese.

Ein kleines wenig abseits findet man zudem noch den Piazza S. Croce mit der gleichnamigen Kirche. Auch dieser Platz ist auf jeden Fall empfehlenswert, denn hier findet man wieder ein paar kleine Geschäfte und auch ein paar Restaurants.
Die von 1294 erbaute Franziskanerkirche Santa Croce, wird auch als "Pantheon von Florenz" bezeichnet. Dies liegt allerdings nicht an ihrer Architektur, sondern daran, dass sich hier die Grabmäler von Machiavelli, Michelangelo, Galileo Galilei und Gioachino Rossini sowie Gedenkstätten für viele andere berühmte Italiener wie zum Beispiel Guglielmo Marconi befinden. Im Übrigen ist die Kirche in ihrer Anlage zwar von der klassischen Einfachheit franziskanischer Kirchenbauten geprägt, die hier allerdings ins Monumentale gesteigert ist, und mit Fresken von Giotto, Taddeo Gaddi und anderen Meistern ausgestattet.
Santa Croce ist die größte und eine der bedeutendsten Franziskanerkirchen Italiens.

Direkt neben der Kirche befindet sich die Statue von Dante Alighieri, der "die göttliche Komödie" schrieb.


Es gibt sehr viel in Florenz zu sehen, auch wenn sich vieles nur auf einen kleinen Berich beschränkt. Aber gerade das finde ich an Florenz sehr angenehm. Man braucht keine weiten Strecken zu Fuß zu laufen, ist nich auf ein Fortbewegungsmittel angewiesen und kann alles gemütlich zu Fuß und in Ruhe erleben. Florenz ist voll, aber dennoch kann man alle Sehenswürdigkeiten in Ruhe bestaunen und anschauen. Ein wenig Achtung ist an besonders vollen Plätzen geboten, denn es gibt immer jemanden, der etwas im Schilde führt und sich gerne an den Sachen anderer bedienen würde.



Auf jeden Fall sollte man ein Eis in Florenz genießen. Denn dieses wird in einigen Geschäften selbst gemacht und schmeckt deutlich besser als bei uns in Deutschland. Allerdings sind nicht alle Eisdielen in Florenz ausgestattet mit selbstgemachtem Eis. Ein kleiner Tip hier wäre, besonders toll aussehendes, buntes und aufgehäuftes Eis, ist meistens nicht selbstgemacht, sondern hauptsächlich ein Augenschmaus und letztendlich schmeckt das Eis sehr wässrig.


In Florenz wird man sicherlich auch nicht umher kommen, Pinocchio zu sehen. Überall an verschiedenen Ständen und Geschäften gibt es kleine Figuren, Jojos mit dem Kopf von Pinocchio, Durcke auf T-Shirts, etc. Das liegt daran, dass Pinocchio aus Florenz stammt. Pinocchio [pi'nɔk:jo] ist eine Kinderbuchfigur des italienischen Autors Carlo Collodi.
In der Geschichte wird Pinocchio von dem Holzschnitzer Geppetto erschaffen. Geppetto ist von dem Holzklotz begeistert und beginnt sogleich mit dem Schnitzen einer Holzpuppe, die er nach getaner Arbeit Pinocchio nennt. Dieser Name ist eine Zusamensetzung aus Pino und occhio. Pino steht für das Holz einer Pinie, aus dem Pinnocchio geschnitzt worden ist und occhio was auf italienisch Auge bedeutet und Geppetto bei seiner Schnitzerei angeblich mit dem Auge beim schnitzen begonnen haben soll.



Florenz ist eine sehr tolle Stadt und ich kann sie auf jeden Fall empfehlen. Florenz hat mir von Anfangs an sehr gut gefallen und auch wenn ich bisher natürlich nicht jede Stadt in Italien gesehen habe, kann ich wohl sagen, dass dies eine der schönsten Städte in Italien ist. Voll, aber nicht überlaufen, laut aber nicht zu hektisch und zu wild, viele interessante Sehenswürdigkeiten, die alle dicht beisammen liegen und man kaum laufen muss. Viele kleine Geschäfte und viele Straßenhändler die zu recht günstigen Preisen, Tücher und Schals, Taschen und Fußballtrikots verkaufen. Daher für mich eine ganz besonders tolle Stadt, sehenswerten, auch mehrmals.

Fazit: Empfehlenswert