Adare (Limerick)
Im schönsten Dorf Irlands - Adare (Limerick) Reiseziele international

Neuester Testbericht: ... (heute ein Hotel) des Earl of Dunraven. Im Garten der Anlage befinden sich fünf Oghamsteine. Das 1832 erbaute Adare Manor ist ein im n... mehr

Im schönsten Dorf Irlands
Adare (Limerick)

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

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Adare (Limerick)

Datum: 28.09.17

Bewertung:

Vorteile: Wunderbare Optik mit Postkarten-Motiven

Nachteile: Recht touristisch gestaltet

Wenn nur der Regen nicht gewesen wäre! Wie ein roter Faden zog sich schlechtes Wetter durch eine Irland-Rundreise, die ich Anfang März diesen Jahres in charmanter Begleitung unternahm. Zu sehen geben sollte es nun das schönste Dorf Irlands - und darauf waren wir natürlich gespannt, auch wenn wir des schlechten Wetters wegen vor Ort nicht so lange und so viel schauten wie das an einem anderen Tag sicher der Fall gewesen wäre. Aber: Wir waren immerhin in Adare, und wir erhielten einen Eindruck von diesem Ort - ausreichend, um hier in aller Kürze darüber zu berichten.

Allgemeine Informationen
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Adare ist ein Ort im irischen County Limerick etwa 12 Kilometer südwestlich der Stadt Limerick an der Nationalstraße N21. Die Einwohnerzahl wurde 2011 mit 2.657 Personen ermittelt. Die Ansiedlung nahe dem Maigue River mit reetgedeckten Häusern an der Mainstreet liegt um die Burg und das Anwesen Adare Manor (heute ein Hotel) des Earl of Dunraven. Im Garten der Anlage befinden sich fünf Oghamsteine. Das 1832 erbaute Adare Manor ist ein im neugotischen Stil errichtetes Herrenhaus, in dem Gemälde von Canaletto, Ruysdael und Reynolds zu sehen sind. Auf dem Grundstück stehen auch einige Ogham-Steine. In vornormannischer Zeit hatte der Ort keine Bedeutung, die überliefert wurde. (Informationen: Wikipedia).

Unser Besuch und meine Meinung
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Wir erreichten Adare mit dem Reisebus von Limerick aus und befuhren die Main Street - schon aus den Fenstern heraus sahen wir all die schönen reetgedeckten Häuser vor allem an der linken Straßenseite, die jedes für sich ein lohnenswertes Fotomotiv darstellten. Der Bus aber fuhr weiter, bog bald rechts ab und entließ uns, als er einen Parkplatz hinter der Touristen-Informationen eingenommen hatte. Durch diese hindurch führte der Weg zurück zur stark befahrenen Main Street, und nachdem die überquert worden war, wurden dei Kameras gezückt, denn die historischen Häuser in Adare sind wirklich sehenswert - jedes einzelne von ihnen könnte ein Postkarten-Motiv darstellen, wobei allerdings zu bedauern ist, dass inmitten dieses schönen Ensembles ein Haus (wohl durch einen Brand) zerstört wurde und es keine Anzeichen gibt, dass es wieder aufgebaut wird. All die anderen Häuser dienen heutzutage nicht mehr Wohnzwecken, in ihnen sind kleine Geschäfte und Cafés untergebracht. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs allerdings waren nicht alle geöffnet.

Wir hatten unsere Fotos geschossen - und schon wieder öffnete der Himmel seine Schleusen. Da verzichteten wir auf die Besichtigung der Ruinen von Desmond Castle, und auch die Klöster und Kirchen von Adare straften wir mit Nicht-Beachtung - frei unter dem Motto "Man muss sich ja auch noch etwas für den nächsten Besuch aufbewahren". Zu erkennen war, dass oberhalb der Touristen-Informationen eine Reihe weiterer, größerer Geschäfte und Pubs zu finden waren - der Regen verhinderte entsprechende Fußmärsche. Und so suchten wir bis zur Abfahrt des Busses Zuflucht in der Touristen-Informationen, die nicht nur mit Prospektmaterial und sanitären Anlagen aufwartete, sondern auch ein Café und einen gut sortierten Andenkenladen beherbergt.

Wir hatten nicht viel Zeit in Adare. Ich bin allerdings froh, dieses pittoreske Örtchen überhaupt gesehen zu haben - es ist ganz sicher einen Besuch wert. Allerdings bin ich mir sicher, dass ich vor Ort noch viel mehr entdeckt hätte, wenn Zeit und Wetter das zugelassen hätten. So bleibt mir nur der Trost, dass ich einerseits ein paar ganz nette Fotos schießen durfte, und dass ich andererseits ein festes Ziel vor Augen habe, wenn ich dereinst erneut Irland besuche, denn nach Adare werde ich dann auf jeden Fall noch einmal reisen. Genau das sei natürlich auch allen anderen Besuchern der grünen Insel angeraten, denn auch wenn das Dorf inzwischen recht touristisch gestaltet ist, so darf es dennoch auch weiterhin als unbedingt sehenswert bezeichnet werden.

Fazit: Ist einen Besuch wert