Stewi Lift
Aufwärts! - Stewi Lift Reinigungsgeräte / -utensilien

Produkttyp: Stewi Reinigungsgeräte / -utensilien

Aufwärts!
Stewi Lift

Buecherjule

Name des Mitglieds: Buecherjule

Produkt:

Stewi Lift

Datum: 26.08.10

Bewertung:

Vorteile: genial und praktisch

Nachteile: keine

Wir nennen zwar ein kleines Häuschen unser eigen, aber wir haben preisgünstig ohne Keller gebaut.
Wenn das Wetter es zulässt, trockne ich natürlich meine Wäsche draußen, aber nicht immer geht das. Gerade im Winter hatte ich Probleme Bettwäsche und meine sehr großen Tischdecken einigermaßen glatt und bügelfreundlich zu trocknen. Im relativ kleinen Hauswirtschaftsraum verfüge ich zwar über diverse Standtrockner, doch die geben meist nicht die benötigte Breite her.
Irgendwann stieß mein Mann, der sicherlich mein Gejammere satt hatte, auf die Lösung: ein Deckentrockner.
Da der als Markenprodukt nicht gerade günstig zu haben war, wurde das ein praktisches Weihnachtsgeschenk. Ich nutze ihn schon mehr als 1 1/2 Jahre - Zeit für einen Erfahrungsbericht!


1. Anschaffung und Preis

Wie schon erwähnt, sind Trockner der Marke STEWI nicht gerade für ein Taschengeld zu haben, als Direktbezug war er uns mit knapp 90 Euro zu teuer. Da sich auch ebay nichts Günstiges finden ließ, verhalf uns nach entsprechender Internetrecherche die "Moderne Hausfrau" - ein Versandkatalog - zu einem vernünftigen Anschaffungspreis von 49,00 Euro. Leider gibt es ihn dort wohl nicht mehr, aber bei einer aktuellen Recherche stellte ich fest, er muss im Preis runter gegangen sein. Bei STEWI selber wird er für 91 Schweizer Franken (entspricht 57,69 Euro) angeboten. Ich fand ihn im Netz bei anderen Anbietern aber schon zu einem Preis zwischen 50 und 70 Euros!


2. Hersteller

Stewi AG
Rudolf Dieselstrasse 11
Postfach
CH-8401 Winterthur
Telefon +41 52 232 25 21
Fax +41 52 233 23 36
www.stewi.ch oder www.stewi.com
mail@stewi.com
Es gibt eine Vertretung in Deutschland:

Stewi GmbH
Uhlandstrasse 196
D-78224 Singen
Telefon 0800 330 47 56
Fax 0800 330 47 57
STEWI ist ein Familienunternehmen in der zweiten Generation und wurde im Jahre 1947 durch Walter Steiner in Winterthur gegründet.
Der Name STEWI steht für STeiner Winterthur und die Marke Stewi wurde in der Schweiz zum Synonym für Wäscheschirme.
Die Firmenphilosophie verspricht hochwertige Schweizer Qualitätsprodukte für die ökologische, ökonomische und schonende Wäschetrocknung.
Schaut Euch mal auf der Internetseite um, hier findet man besonders innovative Produkte und Lösungen für alle Gegebenheiten. Natürlich hat Schweizer Qualität ihren Preis!

Inzwischen bietet man unter dem Stichwort Deckentrockner 3 Modelle zum Teil sogar für draußen an:
* Lift: 18 Meter Leine
siehe detaillierte Beschreibung unten
* Jumbo: 60 Meter Leine
Länge ausziehbar 200-310 cm
Breite 150-260 cm
Absenkhöhe 20-95 cm
Gewicht
Bilder von Stewi Lift Deckentrockner
der leere hochgezogene Deckentrockner..22 kg
* DH-Libelle: 20 Meter Leine
Länge 150 cm
Breite 75 cm
Gewicht 3,1 kg


3. Verpackung und Lieferumfang

Der Deckentrockner kommt platzsparend in Einzelteilen verpackt in einem Karton. Dieser war zwar schmal und flach, aber ca. 125 cm lang und damit ganz schön sperrig. Er trug die zu erwartende Beschriftung der schweizer Herstellerfirma. Laut meinem Aufbauchef handelte es sich um 11 Einzelteile, die mit Hilfe einer kleinen Montageanleitung zusammenzusetzen waren.


4. Technische Daten

* Deckentrockner mit 18 Meter Leine
* Länge ausziehbar 128-184 cm
* Breite 70 cm
* Geringes Eigengewicht 1,7 kg
* Mit Zugleine auf 110cm absenkbar zum bequemen Aufhängen der Wäsche
* Einfache und platzsparende Montage unter der Decke

Werkstoffe:
* Konstruktion aus Aluminium
* reißfeste Wäscheleine aus kunststoffummanteltem Polyester
Farbe: alu/grau


5. Montage

Dank der Montageanleitung erfolgt der Zusammenbau schnell und kinderleicht.
Man benötigt (Zitat): 1 Person, Schraubenzieher Nummer 4, 2 Gabelschlüssel Nummer 8, Bohrmaschine mit 6er Steinbohrer und eine Schutzbrille.

1. Auszugsrohre in die Verbindungsstücke drücken
2. Seitenteile mit Löchern nach unten einschieben und in gewünschter Position einrasten. Der Auszug ist einstellbar in den Massen 180 cm, 158 cm und 136 cm.
3. Bohrlöcher anzeichnen, Abstand 113 cm. Ein Bohrplan zeigt die richtige Positionierung. Die Deckenhalter (U-Profile) müssen angeschraubt werden.
4. Gelenkhalter des Lifts in die Deckenhalter stecken, Schrauben durchstecken und mit Muttern fixieren.
5. Lift absenken
6. Leine beidseitig gleichmäßig einziehen.
7. Lift hochziehen, Knoten der beiden Zugleinen in die Klemmlasche einhängen, um den Lift zu fixieren.
Nachträglich wusste mein Chef-Handwerker nur zu bemerken, die Schutzbrille sei überflüssig und der Einsatz einer Bohrmaschine richtet sich nach dem vorhandenen Deckenmaterial. Bei unseren Pappmascheewänden/decken benötigte er keine Bohrmaschine, sondern nur einen Schraubenzieher. Der Aufbau stellte tatsächlich keine Hürde dar!


6. Mein Einsatz

Wir haben uns nach reiflicher Überlegung für den Lift entschieden. Unser Hauswirtschaftsraum ist mit 12 Quadratmetern nicht sehr groß und sehr viel Raum nimmt hier die Technik für die Erdwärme mit der Wärmepumpe ein.
Wir bevorzugten auf Grund der geringen Grundfläche eine Deckenlösung und die Gegebenheiten zwangen uns in den Maßen bestimmte Grenzen auf.
Diese Modell kann man auf die benötigten Längenmaße einstellen, es ist ausziehbar zwischen 128-184 cm. Nur die 70 cm Breite müssen zwingend gegeben sein.
Ich entschied mich für eine Anbringung über dem Standtrockner. Dazu musste zwar die Lampe versetzt werden, aber das war das kleinere Übel. Mein Mann nutzte die volle Auszugslänge mit 184 cm. Damit stehen mir 10 Leinen a 180 cm Länge zur Verfügung.
Wird er nicht benutzt baumelt er fast unsichtbar an der Decke. Nur die 2 Zugseile, die an einem Haken zur Wand geführt werden, erinnern an die praktische Deckendekoration.
Benötige ich ihn, hake ich mit Hilfe der Zugseile die 2 Knoten aus der Lasche aus und kann ihn bequem auf eine Beladehöhe von ca. 135cm absenken.
Jetzt heißt es: beladen. Also Wäsche aufhängen. Das gestaltet sich schon etwas umständlich, da ich ihn nur von einer Seite behängen kann, auf der anderen Seite ist die Wand, und er natürlich leicht hin und her schwingt. Notfalls kann ich aber auch über die Giebelseiten zugreifen. Generell ist sicherlich eine Anbringung, die das Aufhängen von beiden Seiten ermöglicht, günstiger.

Die Kunststoffummantelung der Leinen lässt die Wäschestücke sehr gut darübergleiten. Das macht ein Einfädeln leicht!
Beim Bücken zum Wäschekorb muss ich immer darandenken, da baumelt etwas über dir. Nicht nur einmal habe ich mir das Köpfchen gestoßen, aber das ist ja nun mal ein Fall von selbst schuld.
Ich belade ihn eigentlich nie ganz voll, sondern hänge die Wäsche versetzt auf bzw. lasse eine Leine dazwischen frei, damit die Luft besser zirkulieren kann. Auf den Einsatz von Klammern verzichte ich meist, da ja keine Gefahr des Herunterpustens besteht.
Ich nutze den Lift gerne für Bettwäsche und Tischdecken, dafür wurde er ja schließlich angeschafft. Bei einem großen Berg Wäsche beziehe ich ihn aber auch für ganz normale Textilien mit ein, besonders gern für große Stücke wie Hosen oder Badehandtücher.
Ist der Lift "befüllt" muss ich ihn nach oben befördern. Natürlich kommt es auch hier auf die Gegebenheiten an. Die Grundidee ist wohl eher so, dass er nur wenn man ihn nicht braucht, platzsparend unter Decke verstaut wird und zum Trocknen abgesenkt hängt. Ich möchte aber auch platzsparend unter der Decke trocknen. Außerdem steigt warme Luft bekanntlicherweise nach oben und so trocknet meine Wäsche besser und schneller.

Um den Lift nach oben zu befördern, muss ich an den Zugseilen ziehen, damit die Arme sich einklappen. Habe ich ihn vollgehängt, vielleicht auch noch schwere Jeanshosen darauf befestigt, so wird dieser Akt trotz des geringen Eigengewichts für mich ziemlich schwierig. Oft hole ich hier zu meinen Mann zu Hilfe, Männer können sich ja auch mal nützlich machen. Ist der mal wieder nicht verfügbar, wenn man die Männer schon mal braucht ..., muss ich meine ganze, eigentlich nicht vorhandene Körperkraft aufbieten, um den Lift ein Stockwerk höher zu befördern. Dabei landete ich schon häufiger auf dem Hosenboden und die Zugseile schnitten sich schmerzhaft in meine zarte Haut! Schließlich und endlich muss ich die 2 Knoten wieder in die Klemmlasche befördern, damit er der Lift auch oben bleibt.
Das klingt schlimmer als es ist! Erstens muss man ja nicht sämtliche Jeanshosen des Haushalts auf einmal dort oben aufhängen und zweitens könnte er ja auch abgesenkt trocknen! Normal mit Tischdecken oder Bettbezügen behängt, bekomme ich ihn auch ohne männliche Hilfe und ohne Selbstverstümmlung leicht nach oben.
Allerdings sollte man auf eine gleichmäßige Behängung achten, sonst hängt er schief und schlägt in meinem Fall an der Decke an. Übrigens fällt mir an dieser Stelle auf, dass es von Herstellerseite keine Angabe zur Beladung in Kilos gibt. Müsste nicht normalerweise angegeben werden, so und soviel Gewicht darf ich zuladen? Eine Waschmaschinenfüllung hat bei mir 6 kg, also schätze ich die maximale Gewichtsgrenze mit 10 kg. Bei mehr Wäsche biegt er sich dann doch etwas durch!

Das Abnehmen meiner trocknen und frisch duftenden Wäsche gestaltet sich um ein vieles leichter. Größere Teile angele ich ohne Absenken herunter, da ich sie ja nicht mit Klammern befestigt habe und die Kunststoffummantelung der Leine, sie leicht heruntergleiten lässt. Normalerweise senkt man den Deckentrockner aber zum Abnehmen kinderleicht und auf eine praktische Arbeitshöhe ab und entlädt ihn.
Die Verarbeitung gefällt, ist hochwertig und langlebig. Es gibt keine Kanten oder Grate, die vielleicht Zugstellen oder noch schlimmere Beschädigungen an der Wäsche verursachen könnten.
Äußerst praktisch!


7. Pflege und Reinigung

Hier genügt es völlig, den Lift ab und zu mit einem feuchten Lappen abzuwischen!


8. Fazit

Der Deckentrockner Lift von der Firma STEWI ist für mich die innovative Lösung zum Wäschetrocknen auf kleinstem Raum und mittlerweile ein unverzichtbares Hilfsmittel geworden.
Er eignet sich überall dort, wo platzsparend Wäsche aufgehängt werden soll: im Bad, auf einer überdachten Terrasse, im Waschkeller, im Hobbyraum, auf dem Balkon oder eben im Hauswirtschaftsraum. In der Länge kann er den jeweiligen Gegebenheiten prima angepasst werden.
Zum Trocknen und bei Nichtgebrauch wird er mittels Zugseil unter die Decke gezogen.

Zum bequemen Aufhängen und Abnehmen der Wäsche kann der Lift abgesenkt werden, sogar bis auf eine Höhe von 110 cm. Da die warme Luft nach oben steigt, wird die Wäsche auch noch schneller trocken. Dabei verfügt der Decken-Lift mit 1,7 kg über ein geringes Eigengewicht und praktische kunststoffummantelte Leinen in einer Gesamtlänge von bis zu 18 Metern. Meiner Meinung nach kann man ihn mit 10 kg beladen, eine Herstellerangabe hier zu fehlt leider.
Er wird einfach und platzsparend unter der Decke montiert und fällt bei Nichtgebrauch kaum auf und vor allem, er steht nichts und niemanden im Weg.
Der Anschaffungspreis relativiert sich durch seine Funktionalität und Genialität. Es handelt sich um ein Schweizer Qualitätsprodukt, das höchsten Ansprüchen genügt. So gefällt auch die Verarbeitung und die Qualität insgesamt. Außerdem ist er kaum Verschleiß ausgesetzt, hält also mindestens ein oder sogar zwei Bettwäschenleben lang!

Ich gebe ihn nicht mehr, für mich die ideale Lösung!
Deshalb bekommt diese geniale Schweizer Erfindung von einem Exilsachsen 5 Sterne und eine unbedingte Kaufempfehlung.

Erscheint auch bei Ciao!

Fazit: fährt jetzt mal Fahrstuhl!