Allgemeines zur PKV
Auswahlhilfen zur PKV für Beihilfeberechtigte - Allgemeines zur PKV Private Krankenversicherung

Neuester Testbericht: ... ist. Wenn das monatliche Einkommen - wie in meinem Fall - sinkt, so hat das auf meinen monatlichen Krankenversicherungsbeitrag nicht den ge... mehr

Auswahlhilfen zur PKV für Beihilfeberechtigte
Allgemeines zur PKV

dieBerlins

Name des Mitglieds: dieBerlins

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Allgemeines zur PKV

Datum: 24.07.02, geändert am 24.09.04 (3017 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: alle Risiken versichert (DKV), keine Leistungseinschränkungen (VICTORIA)

Nachteile: nervige Vertreten, Vertreter ohne Ahnung (DEBEKA), Einschränkungen (DKV), keine Kurkosten (VICTORIA)

Zusatzversicherung für Beihilfeberechtigte
Sprich: private Krankenversicherung für Beamte

********** keine Bewertung möglich, da ich erst ab Oktober versichert bin. Nur schreibt CIAO eine vor. Nun da gebe ich die Bewertung für dieVICTORIA ab. ***********

Jeder, der so wie ich in der glücklichen Lage ist, als Ingenieur von der Wirtschaft (in Beamtenkreisen liebevoll "draussen" genannt, von den übrigen Menschen fälschlicherweise als "Leben" bezeichnet) in die Laufbahn des gehobenen Gewerbeaufsichtsdienstes zu wechseln, macht sich Gedanken - besser gesagt: muß sich Gedanken machen - welche Versicherungsgesellschaft er wählen soll.
"Draussen" war es einfach:
- der Überflieger in der F+E - sprich: der Uniabsolvent - wählt irgendeine private Krankenversucherung
- der Leistungsingenieur in der Produktion - sprich: FH-Absolvent hat noch das Glück, freiwillig in der Gesetzlichen zu bleiben und wählt dann bei seinem "normalen" Versicherer eine private Zusatzversicherung

Nur jetzt ist es anders: Der Beamte ist je nach Familienstand zu 50% Beihilfeberechtigt, d.h. der Staat zahlt höchstens 50% seiner Krankheitskosten. Der Beamte kann nun die restlichen 50% mittels einer gesetzlichen Krankenversicherung (es wird jetzt kein Arbeitgebersnteil gewähr deswegen sollte der angehende Beamte dieses auf gar keinen Fall tun ) oder einer privaten Versicherung bestreiten, die in der Regel billiger ist, mehr bietet, aber aus der es kein Entrinner mehr gibt Beim Versicherungswechsel können die bereits geleisteten, gesetzlich vorgeschriebenen Altersrückstellungen nicht mitgenommen werden - man wird schlicht und einfach nur älter und damit teurer).

Als erste Auswahlkann der Bericht aus Finanztest 12/2001 dienen. Nur so ganz toll ist der nicht. Er vergleicht die momentan günstigten Preis-Leistungsverhältnisse und vergibt 80% der erreichbaren Punkte, wenn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkass
en erfüllt sind...mensch das sind Privatversicherer. Erwähnt sollte auch sein, daß alle Gesellschaften Tests an Land ziehen können, in denen sie erster sind ... Toll oder :-)

Marktführer bei Neuanmeldungen ist die HuK. Alle Vertreter der übrigen Versicherungen erzählen nur das Schlechteste, was ich hier nicht wiedergeben möchte, da ich keine Bestätigung dafür habe. Fact ist, daß die Altersrückstellungen gerade einmal einen Jahresbeitrag ausmachen. Ziemlich dünn, wenn man bedenkt, daß aufgrund der Öffnung dieses Tarifes 1985 die ältesten Versicherten gerade einmal 61 Jahre alt sein können. Die HuK also nicht sehr viel Erfahrng mit älteren Leuten haben kann. Allerdings prüfen sie vor Vertragsbeginn auf jedes Wehwehchen - Allergien oder Kronen z.B. Bekommen direkt hohe Risikozuschläge. Gut für den, der gesund ist.
Die Debeka dürfte jeder kennen, weil dieser Verein (auf Gegenseitigkeit - bis auf die Universa sind alle übrigen Versicherer echte Kapitalgesellschagten) von jedem Neuen im öfentlichen Dienst erfährt in ihn/sie dann ohne Skrupel ständig im Büro heimsucht. Man drängte uns jetzt zum Beispiel auf den Abschluss eines Probevertrages noch im Juni - denn wer sich so früh wie möglich in die Arme der Debeka begibt, der "friert" seinen Gesundheitszustand ein und man hat die Beiträge mit diesem Risikozuschlag sicher, egal was noch passiert. Was der feine Herr Vertreter nicht gesagt hat, daß im Juli die Beiträge angepasst werden (7% nach oben) und wir mit einem falschen, vermeintlich sicherem Angebot dagestanden wären und somit die Debeka als einzig günstige Versicherung gesehen hätten. Das schiebt diese Versicherung auf mein Abstellgleis.
Zu nennen ist da bestimmt die DKV (www.dkv.de) . Sie ist nicht zu preiswert wie die beiden snderen, aber sie hat gute bis exquisite wirtsschaftliche Kennzahlen und ein tolles Gesundheitsmanagement installiert. Ich denke, andere Unternehmen werden daß in Zukunft auch etablieren müssen - die einen früher die
anderen später.
Mir ist in diesem Zusammenhang aufgefallen, daß meine Versicherung aus der gleichen Gruppe kommt.
Aus diesem Grund bleibe ich bei er Victoria (www.victoria.de) - die ist zwar nicht die preiswerteste, aber bestimmt auch nicht die billligste und zudem auch erst zwei Jahresbeiträge auf der hohen Kante. Das kann in der schlechten Lage an der Börse begründet sein (die Unternehmen legen das Geld schließlich an) führt aber mit Sicherheit zu hohen Beitragsanpassungen. Kann - muß nicht. Ich habe alle Versicherungen bei der Victoria und noch nie Probleme gehabt, etwas erstattet zu bekommen...und das ist das, was zählt...Mein Versicherungsvertreter hat mir versprochen, daß die Viktoria alles zahlt. Nun, da hat er zuviel versprochen. Die Victoria erstattet alles nur keinen Heilpraktiker (in meinem Tarif), wohl aber z.B. Massagen, die ein Arzt verschreibt, keine Kuraufenthalte (in meinem gewählten Tarif), wohl aber, wenn der Arzt einen stationär in einer Kurklinik einweist und die Victoria ist nicht gerade spendabel bei Taxikosten z.B. bei Dialysepatienten.
Ich könnte noch die Universa (www.universa.de) empfehlen: excellentes Preis-Leistungsverhältnis und gute Altersrückstellungen - mit überzogenen Beitragsanpassungen im Alter dürfte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gerechnet werden.
Die LVM (www.lvm.de) hat ansich ganz tolle Angebote aber in den letzten drei Jahren die Beiträge noch jedes Jahr angepasst und immer nicht mehr als zwei Jahresbeiträge in Rückstellung gebracht.
Auf meine eMail-Anfragen hat die ARAG noch geantwortet, daß sie zur Zeit keine Zeit hätten, ein Angebot zu erstellen und die Berlin-Kölnische hat erst garnichts geantwortet. Das ist bei der Debeka ganz anders, die haben erst seit Kurzem Internet. Gönnt Euch den Spass und fragt bei Eurer Vertretung nach der Adresse...ist ist herzerfrischend lustig.

Ich hoffe, die Art meiner Entscheidung ist hilfreich.
Aber jeder sollte für sich entscheiden - einfach per
sönliche Angebote einholen, die Vertreter ins Amt einladen und entscheiden.
ABER: die billigste ist nicht die beste und eine der teuren oftmals die bessere Wahl.


Bemerkung:
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Der Preis ist für einen männlichen Anwärter mit Kind, in der Anwärterzeit, während seine Frau nur Zusatzversichert ist.

Fazit: