Untold Legends 2 - The Warriors Code (PSP)
Untold Legends verschlimmbessert - Untold Legends 2 - The Warriors Code (PSP) Playstation Portable Spiele / PSP

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Ubisoft Playstation-Portable-Spiele

Neuester Testbericht: ... In klassischen und guten Vertretern des Genres steht das ständige Suchen nach besseren Waffen und besserer Ausrüstung als ein Ha... mehr

Untold Legends verschlimmbessert
Untold Legends 2 - The Warriors Code (PSP)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Untold Legends 2 - The Warriors Code (PSP)

Datum: 06.08.12

Bewertung:

Vorteile: verbesserte Musik und Zwischenbilder

Nachteile: Uninteressante Story, sehr repetitiv

Hack&Slay-Spiele im klassischen Sinne sind seit dem Erscheinen von Diablo 3 wieder in aller Munde und auch die gute alte Playstation Portable bietet hier den ein oder anderen Vertreter dieses Genres. Leider ist die kleine Konsole mit lediglich drei Kandidaten dieser Spielegattung eher schlecht ausgestattet- sowohl in quantitativer Hinsicht als leider auch in qualitativer Hinsicht. Neben den beiden Untold Legends Ablegern gibt es lediglich noch ein Dungeon Siege zur Auswahl.

Der hier betrachtete Titel Untold Legends - The Warrior's Code grenzt sich eher von seinem Vorgänger ab, der klassische Rollenspielelemente vergleichsweise stark in den Vordergrund stellte, und setzt nun mehr auf Casual Gaming. Ein einfacheres Menü, bei dem die Items übersichtlicher dargestellt werden und ein Minimieren der Ausrüstungsgattungen (beispielsweise auf lediglich zwei unterschiedliche Waffentypen) machen es dem Gelegenheitsspieler zwar einfacher, sich in Untold Legends zurechtzufinden, allerdings auf Kosten des Spielspaßes. In klassischen und guten Vertretern des Genres steht das ständige Suchen nach besseren Waffen und besserer Ausrüstung als ein Hauptelement des Gameplays im Vordergrund und macht fast schon das Gros des Reizes von Hack&Slay-Spielen aus. Untold Legends - The Warrior's Code kann hier durch die genannten Neuerungen leider nicht mehr punkten. Ausrüstungsgegenstände haben keinerlei Wiedererkennungswert mehr und bleiben so anonym, wie es nur eben geht.


Langeweile vorprogrammiert

Die Story beginnt in einem Kloster, das etliche Jahrhunderte in der Abgeschiedenheit einer Gebirgslandschaft unbemerkt überdauert hat. Nun jedoch haben es dunkle Mächte auf die dortigen Bewohner und den rechtmäßigen Thronfolger des Landes abgesehen, der dort residiert. Als einer von etwa fünf frei wählbaren Helden kann man dies natürlich nicht zulassen und kümmert sich zunächst um die Schergen in der näheren Umgebung. Auf einer Übersichtskarte kann man sich sein nächstes Ziel aussuchen, das man besuchen möchte, um sich dort um die herumlungernden Horden an Gegnern zu kümmern. Diese warten lediglich irgendwo in der Landschaft ohne erkennbare Tätigkeit und laufen auf den Spieler zu, sobald man sich in ihren näheren Umkreis begibt. Eine erwähnbare künstliche Intelligenz der Feinde ist während des gesamten Spiels daher nicht wirklich wahrnehmbar. Hin und wieder wird noch ein kleiner Fight gegen einen Zwischenendgegner eingebaut, der die sonst sehr tristen Spielmomente wieder ein klein wenig belebt.

Leider wird das Ganze so extrem schnell repetitiv, dass man kaum zuschauen kann. Das gesamte Gameplay besteht darin, sich in immerzu wiederholenden Landschaften von A nach B zu bewegen, die immer wieder gleichen Gegner mit seinen mageren zwei Waffengattungen zu bekämpfen und hin und wieder mal zur jeweiligen Basis zurückzukehren, um die gefundenen Gegenstände zu verkaufen. Das hört sich immerhin ähnlich an, wie bei erfolgreicheren Spielen dieses Genres, ist jedoch einfach ziemlich langweilig, da sich die Entwickler nur Mühe gegeben haben, ein spielbares Grundgerüst aufzubauen und dann auf jegliche Details und Schnörkel, die die Spielwelt hätten interessant machen können, verzichtet haben.


Optik mau, Vertonung mit Fortschritten

Die Grafik von The Warrior's Code wirkt ähnlich steril wie beim Vorgängerspiel, lediglich hübsche Zwischenbilder und ein leicht verbessertes Charakterdesign bringen etwas mehr Leben auf den PSP-Screen. Die Musik hat jedoch deutliche Fortschritte gemacht. War sie beim ersten Teil noch unter aller Kanone, so fällt sie dieses Mal deutlich angenehmer auf. Dennoch kann man die gesamte mediale Präsentation des Spiels nur als Durchschnitt bezeichnen. Es fehlt an allen Ecken und Enden an interessanten Orten, Gegnern, NPCs, etc.


Fazit:

Leider haben sich beide Untold Legends Spiele auf der PSP als ziemliche Gurken herausgestellt, die man in der heutigen Zeit niemandem mehr zumuten kann. Der hier getestete zweite Teil ist sogar noch ein Stück langweiliger als sein Vorgänger, weshalb ich nur von einem Kauf abraten kann - die 5Euro die das Spiel heute noch auf dem Gebrauchtmarkt wert ist, sind anderweitig besser investiert. Da es trotz mangelndem Spielspaß theoretisch durchaus bezwingbar ist, gibt es noch zwei Sterne.

Fazit: 2 Sterne

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: