Resistance: Retribution (PSP)
Invasion in klein - Resistance: Retribution (PSP) Playstation Portable Spiele / PSP

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Produkttyp: Sony Playstation-Portable-Spiele

Neuester Testbericht: ... tötet. So müsst ihr einige Kompromisse eingehen. Aber zum Glück spielen euch hier die Programmierer von Sony Bend ein wenig in die Hä... mehr

Invasion in klein
Resistance: Retribution (PSP)

GameFreakSeba

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Produkt:

Resistance: Retribution (PSP)

Datum: 19.01.11

Bewertung:

Vorteile: enormer Wiederspielwert, vorbildlicher Multiplayer-Modus, zusätzliche PS3 Features, gelungene Steuer

Nachteile: keine permanenten Speicherpunkte, ungenaue manuelle Zielfunktion, Kampagne könnte länger sein

Sony spendiert der PSP alle paar Monate einen Ableger von einem PS2 oder PS3-Titels. Nachdem man bereits alle großen Namen veröffentlicht hatte, kam vor kurzen ein weiterer dazu - und was für einer !
Viele, die es genau nehmen wollen, denken, dass Resistance - Retribution etwas zu spät veröffentlicht wurde. Eigentlich könnte man denken, dass der Ableger für die PSP das Verbindungsstück zwischen Resistance - Fall of Man und Resistance 2 ist. Doch dass ist nicht so. Der PSP-Ableger erzählt nämlich seine ganz eigene Geschichte.

Resistance - Retribution spielt kurz nach den Ereignissen des ersten Teils.
Den Marine-Soldat James Grayson lernt ihr schon während des Intros kennen. Ihr bekommt mit, wie er seinen Bruder, der von den Chimera infiziert wurde, umbringen muss. James verpasst ihm einen Gnadenschuss, um das Problem aus der Welt zu schaffen. So etwas wirkt sich ja nicht gerade positiv auf den menschlichen Verstand aus. Somit sinkt der psychischen Zustand von James und er begeht einen Fehler nach dem anderen. Somit holt er sich seine Waffe wieder, begeht Befehlsverweigerung und begibt sich auf den Weg in seinen eigenen Kampf gegen die Chimera. Klingt ja alles bis hier hin schön und gut, doch kurze Zeit später wird er von der Britischen Armee erwischt, die ihn sofort vor das Kriegsgericht schleifen. Aber alles kommt anders als er denkt. Dadurch, dass er mehr Erfahrungen hinter den feindlichen Linien in seinem eigenen Vergeltungszug sammeln konnte, als jeder andere menschliche Soldat, der sich im Krieg befindet, wird er aus dem Todestrakt gerettet und hat nun die Aufgabe, sich mit dem europäischen Widerstand in den Kampf zu begeben um Luxemburg vor den Chimera zu schützen.

Viele Anhänger der Resistance Reihe wissen, dass der Kampf gegen die Chimera ziemlich aussichtslos ist. Nun dient Europa diesen, ins deutsche übersetzt, "Bestien" als Hauptwohnsitz. Wie nicht anders zu erwarten war, werden euch verschiedene Missionen aufgebrummt. Diese werden euch immer wieder in Gebiete führen, die überschwemmt von den Chimera sind und euch Angriff für Angriff einen harten Kampf bieten werden.
Die Game-Designer von Sony Bend haben sich zum Glück gute Gedanken zum Hosentaschen Resistance gamacht, bevor sie dieses Spiel zusammen schrumpfen ließen. Denn ihr werdet einige markante Veränderungen im Gameplay vorfinden. Die gewohnte Ego-Perspektive aus den großen Brüdern Resistance-Fall of Man und dem zweiten Teil wurde komplett über Bord geworfen. Ihr werdet beim PSP-Ableger James Grayson über seine Schulter gucken. Also wurde hier schon mal auf ein geteiltes Sichtfeld verzichtet. Wenn man bedenkt, dass Entwickler zuletzt mit Syphon Filter einen der wenigen Top-Titel für die tragbare Playstation-Variante fabriziert hat, war dies eine durchaus gute Entscheidung.
Aber nicht nur die Perspektive allein wurde geändert, sondern auch der Spielablauf. Um auf dem Handheld das gewohnte hochwertige Spielgefühl von Resistance bieten zu können, wurde der Spielablauf komplett angepasst. Die dritte-Personen-Ansicht erlaubt es euch, sich wie gewohnt hinter nahliegenden Objekten zu verschanzen und somit in Deckung zu gehen. Das Team hat es geschafft ein richtig gutes fesselndes Spielerlebnis auf die PSP zu zaubern. Denn trotz des langsamen Spielablaufs, wird auf keinerlei Weise auf die gewohnte Action verzichtet - ganz im Gegenteil, es kracht an allen Ecken und Enden. Die Steuerung leistet einen der besten Beiträge zum ganzen PSP-Ableger. Mit Hilfe der Aktionstasten, wird euch der Zugriff zur Kameraperspektive ermöglicht. Aber Dank des Auto-Aim-Features wird hier auf genaue und komplizierte Eingaben verzichtet.
Das automatische Zielen beim Schießen auf einen Gegner wird durch ein Fadenkreuz in der Mitte des Bildschirmes vereinfacht. So wird automatisch auf die Gegner, die sich unmittelbar in eurer Feuerzone befinden, gezielt. Das alles macht das Spiel aber nicht einfacher. Denn eure Feinde, die häufig in zahlreichen Horden erscheinen, sind, wie auch bei den Playstation 3 Ablegern, alles andere als dumm. Sie werden jede geringste Möglichkeit ausnutzen, um euch zu töten.
Zudem können sie ordentlichen Schaden erzielen und ohne Deckung und bedachtes Vorgehen, werdet ihr wohl häufiger den Heldentod sterben, als euch lieb ist. Besonders im späteren Spielverlauf ist überdachte Taktik angebracht, zumal die Gegner in großen Horden auftreten und diese aus unterschiedlich starken Feinden bestehen werden. Somit muss gut überlegt sein, welche Waffe man benutzt und wen man als erstes tötet. So müsst ihr einige Kompromisse eingehen. Aber zum Glück spielen euch hier die Programmierer von Sony Bend ein wenig in die Hände. Denn man kann beim Zielen per Tastendruck zwischen den nahenden Feinden hin und her wechseln. Aber es wird euch auch das manuelle Zielen erlaubt, denn jeder kann es vorab einstellen. Trotzdem sei gesagt, dass das manuelle Zielen nicht immer von Vorteil ist. Natürlich ist es in manchen Passagen nützlicher als sich auf die Automatik zu verlassen, aber auf Dauer versagt es doch leider komplett. Denn man hat nun mal keinen Analogstick zur Verfügung. Denn das Steuern mit den vier Aktionstasten ist nun mal zu langsam und ungenau. Wenn sich euer Feind dann noch schnell bewegt, dann habt ihr ein Problem, denn mit dem manuellen Zielen happert es noch ein bisschen. Nur beim Steuern von Mechs oder Stand-MGs, die euch ab und an in manchen Passagen zur Verfügung stehen, müsst ihr selber zielen.
Ihr werdet mit einer geballten Ladung Action konfrontiert. So werdet ihr beispielsweise durch verwüstete Stadtteile, Chimera-Stützpunkte und Kriegsgebiete gejagt.
In Resistance Retribution werden ihr wie gewohnt auf einen reichhaltiges Waffenarsenal treffen. Dieses spielt auch wie in den beiden größeren Brüdern die Hauptrolle und wird wieder einmal als Spielspaß-Element eingesetzt.
Wie auch in den PS3-Titeln steht euch hier eine sekundäre Feuer-Modi zur Verfügung. Wir treffen auf altbekannte Schießprügel, wie zum Beispiel auf den Standard-Karabiner oder dem Bohrer, mit dem durch Wände schießen und ein Schutzschild projizieren kann. Neu hinzugefügt wurde beispielsweise die BM001 Razor, die ihr schon im frühen Spielverlauf kennen lernen könnt. Diese orientiert sich an der Bullseye-Waffe der Chimera, dennoch hat sie noch andere Funktionen auf Lager. Sie kann als sekundär-Funktion Disskusscheiben durch die Luft schießen.

Im Vergleich zu Resistance-Fall of Man und Resistance 2, sind die Missionen hier eher kurz gehalten. Grund dafür ist das Verlocken zum "Zwischendurchspielen". So kann man immer wieder, wenn man ein freies Minütchen hat zum Handheld greifen. Leider werden die Kontrollpunkte in den verschiedenen Missionen nicht permanent gespeichert. Das heißt, sollte man während einer Mission die Konsole herunterfahren und ausschalten, dann muss man beim nächsten mal den gesamten Abschnitt der jeweiligen Mission erneut durch spielen. Ziemlich schlecht gelöst also.
Ihr werdet auch hier wie gewohnt auf einen Multiplayer-Modus treffen. Hier können bis zu acht Spieler unterstützt werden. Der Koop-Modus wird hier verzweifelt gesucht, denn er wurde einfach weg gelassen. Ihr könnt per Online- oder Ad-hoc-Verbindung an verschiedenen Modi teilnehmen. So gibt es die altbekannten Team-Deathmatch oder Capture the Flag. Aber auch exklusive Varianten stehen euch zur Verfügung, wie zum Beispiel Containment oder Assimilation, bei denen ihr eurer Können immer wieder unter Beweis stellen könnt.
Dank der einfachen Steuerung könnt ihr es ordentlich krachen lassen. Für Multiplayer-Begeisterte, die auch unterwegs ihre Skills gegen menschliche Spieler trainieren wollen, wird dieser Titel wohl die erste Option sein. Die Technik bei Resistance Retribution hat sich zudem auch noch eine großen Lob verdient. Die Modelle und Schlachtfelder sind erstklassig und erwecken in einem Detailgrad zum Leben. So was hat man in dieser Perfektion noch nie bei einem Titel auf der PSP erlebt. Das Design der PS3-Spielen wurde sehr genau übernommen und wird zudem von einer außerordentlichen Grafik unterstützt. Eine wirklich herausragende Arbeit der Entwickler, die die Latte damit ganz schön hoch gelegt haben. Dadurch wird die Atmosphäre sehr gut auf das Gerät portiert.

Verbindung mit der PS3

Als zusätzliches Bonus-Feature könnt ihr eure PSP auch noch mit der Playstation 3 verbinden. Wenn ihr dann Resistance 2 in eurer PS3 Laufwerk schiebt, werdet ihr in den Optionen "PSP verbinden" finden. Wenn ihr diesen aktiviert, während ihr Retribution spielt, so wird eure PSP "infiziert". In Folge dessen gibt es eine alternative Uniform, regenerierte Gesundheit statt Medikits und weitere Informationen sowie andere Dialoge.
Als besonderes Schmankerl, gibt es noch eine "PSP plus" Funktion - damit könnt ihr euren PSP Ableger direkt mit eurem PS3 Pad steuern. Dies ermöglicht euch ein genaueres Umsehen mit dem rechten Analogstick. Leider wird dann aber auch die Zielhilfe abgeschaltet. Deswegen sollten wirklich nur Profis diese Funktion nutzen. Anfänger bleiben bei der altbewährten Standard-Steuerung.

FAZIT

Fans der Reihe werden sich freuen, denn Resistance - Retribution ist wirklich ein gelungenes Meisterwerk in jeglicher Hinsicht. Das Auto-Aim-Feature macht das Zielen einfacher, aber dass heißt noch lange nicht, das die Chimera Heulsusen sind. Die Gegner sind tough und sorgen für viel Action und geballte Schießereien, was ja bekanntlich die Folge von Spielspaß mit sich trägt. Das manuelle Zielsystem und die unzuverlässigen Speicherungen trüben das Bild wirklich nur minimal, aber in keinster Weise den 8-10 Stunden andauernden Spielspaß. Action-Fans schlagen sofort zu und der Rest kann auch schon ihre PSP wieder rauskramen.

(Dieses Review habe ich bereits auf anderen Seiten veröffentlicht - GameFreakSeba)

Fazit: Auch auf der PSP ein Hit !

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: