Star Wars - Super Bombad Racing (PS2)
Komm auf die niedliche Seite der Macht! - Star Wars - Super Bombad Racing (PS2) Playstation 2 Spiele

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Electronic Arts Playstation-2-Spiele

Neuester Testbericht: ... dürfte Kennern von "Mario Kart" und Konsorten auf Anhieb vertraut vorkommen. Allen anderen ist das Spielprinzip auch schnell er... mehr

Komm auf die niedliche Seite der Macht!
Star Wars - Super Bombad Racing (PS2)

Gella

Name des Mitglieds: Gella

Produkt:

Star Wars - Super Bombad Racing (PS2)

Datum: 30.08.10, geändert am 13.05.12 (170 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Für Kinder durchaus interessant, Putziger Grafikstil, Ordentlicher Sound.

Nachteile: Nur neun Strecken, Zu leicht, Sehr nervöse Steuerung.

Hallo liebe Dooyoos!

Ich möchte Euch heute von einer kleinen Kuriosität aus meiner umfangreichen Videospiele-Sammlung berichten. Die Rede ist von "Star Wars - Super Bombad Racing", einem Rennspiel mit putzigen, kleinen Niedlich-Versionen der Helden und Schurken aus dem Hollywood-Blockbuster "Star Wars - Episode 1 - Eine dunkle Bedrohung". Warum diese originelle Mischung leider unterm Strich nicht aufgeht, erfahrt Ihr nun in meinem Testbericht.


DIE FAKTEN:
_/_/_/_/_/_/

Hersteller/Vertrieb:
------------------------
LucasArts, a Lucasfilm Ltd. company
P.O. Box 29908
San Francisco, CA 94129
USA

Online:
www.lucasarts.com

Telefon:
++410/568-3670


Entwickler:
--------------
Lucas Learning
P.O. Box 10667
San Rafael, CA 94912
USA

Online:
www.lucaslearning.com

Telefon:
++415/444-8800


Technische Daten:
-----------------------
Erscheinungsdatum: 25. Mai 2001
Genre: Fun-Racer
Spieleranzahl: 1 bis 4
USK-Freigabe: Ab 0 Jahren
ASIN: B00005AM4U


Preis:
-------
"Star Wars - Super Bombad Racing" ist heutzutage kaum noch als Neuware zu bekommen. Die Preis als Gebraucht-Spiel liegen üblicherweise zwischen sieben und fünfzehn Euro. Ich habe bei eBay 7,50 Euro bezahlt.


Spielebeschreibung laut Hersteller:
--------------------------------------------
Das ist Star Wars, wie du es noch nie zuvor gesehen hast. Wähle deine Lieblingsfigur aus "Episode I: Die dunkle Bedrohung" und fahre bzw. kämpfe dich durch 13 wohlbekannte und neue Star Wars-Schauplätze. Denke daran, dass jede Figur ihre ganz individuellen, einzigartigen Eigenschaften und Fähigkeiten besitzt, die du beherrschen musst, wenn du gewinnen willst.
In "Super Bombad Racing" kommt es nicht so sehr darauf an, möglichst schnell zu sein oder möglichst enge Kurven zu nehmen.
Hier geht es darum, coole Gegenstände wie Traktorstrahlen oder Droidensonden richtig einzusetzen. Lerne, jeden der mehr als 25 Gegenstände und die vier verschiedenen Spielmodi zu beherrschen, dann bist du im Handumdrehen ein Super Bombad Racer!

FEATURES:
* Sechs Spielmodi: Einzelrennen, Kurs, Gegeneinander, Teams, Herausforderung, Arena.
* 13 verschiedene Strecken (9 Kurse, 4 Arenas).
* Alle Hauptcharaktere aus "StarWars Episode I" mit ihren typischen Vehikeln stehen zur Auswahl.
* Über 25 Gegenstände und Powerups.
* Tolle Grafik und Sounds.



MEINE ERFAHRUNGEN:
_/_/_/_/_/_/_/_/_/_/_/

"Star Wars - Super Bombad Racing" ist ein Spiel, welches ich mir mit dem Gedanken gekauft habe: "was so niedlich ausschaut, kann nicht schlecht sein". Naja, eine komplette Katastrophe ist dieses Spiel mit Sicherheit nicht, eine herbe Enttäuschung aber allemal.


Steuerung und Spielablauf:
----------------------------------
"Star Wars - Super Bombad Racing" ist ein reinrassiger Fun-Racer und dürfte Kennern von "Mario Kart" und Konsorten auf Anhieb vertraut vorkommen. Allen anderen ist das Spielprinzip auch schnell erklärt: Man rast mit kleinen Comic-Vehikeln um kleine Rundkurse, und versucht dabei, nach drei absolvierten Runden möglichst als Erster die Ziellinie zu überqueren.

Das Wörtchen "Fun" in Fun-Racer bedeutet, dass es dabei nicht gerade mit realistischer Physik und fairen Mitteln zugeht. So sind zum Beispiel überall auf der Strecke diverse Items verstreut, die zum eigenen Vorteil verwendet werden können. Das Arsenal reicht dabei von Zielsuch-Geschossen, über Landminen, Brems-Spinnennetze, Turbos, bis hin zu einer Spezialwaffe, die sich von Fahrer zu Fahrer unterscheidet.

Die Steuerung entpuppt sich dabei aber von Anfang an als kleiner Spielverderber. Denn die knapp über dem Boden schwebenden Raumschiffe reagieren viel zu sensibel auf die Bewegungen des linken Analog-Sticks. Feine Korrekturen der Fahrtrichtung werden so zum reinen Glücksspiel. Besonders die ersten paar Rennen hat man mit den nervösen Vehikeln seine liebe Not. Nach einiger Zeit kommt man zwar relativ unfallfrei durch die Streckenbegrenzungen, aber so richtig ins Blut ist mir die Handhabung der niedlichen Renner nie übergegangen.

Kommen wir nun zu den Spielmodi. Als erstes wäre da das normale Rennen. Eigenartigerweise kann man hier zu Beginn nur magere drei Strecken auswählen, die anderen müssen durch eine Top-3-Platzierung der jeweils vorhegehenden Strecke frei geschalten werden. Dies soll wohl die Spieldauer verlängern, was angesichts der mageren neun Kurse auch dringend nötig ist.

Ein weitere Modus nennt sich Arena. Hier werden alle acht Fahrer in einem frei befahrbaren Areal aufeinander gehetzt. Mit den verstreuten Waffen versucht man nun, die Gegner zu treffen, ohne selbst abgeschossen zu werden. Auch diese Idee dürfte "Mario Kart"-Fans sehr bekannt vorkommen. Hier wurde sie allerdings gehörig in den Sand gesetzt. Treffer sind nahezu immer reine Glückssache und die Arenen sind überwiegend eine Nummer zu gross ausgefallen, wodurch man sich immer irgendwie einsam vorkommt.

Der Rest ist schnell erklärt: Im freischaltbaren Mirror-Modus sind die Strecken gespiegelt, und im Mehrspielermodus kann man sich per Splitscreen mit seinen Freunden messen. Im Challenge-Modus scheidet immer der letzte Fahrer aus, ansonsten gibt es auch hier wenig Abwechslung gegenüber den anderen Renn-Varianten.

Die augenscheinliche Vielfalt von "Star Wars - Super Bombad Racing" durchschaut man als Spieler schnell als Augenwischerei. Im Grunde ist alles irgendwie das Selbe, mit Ausnahme des Arena-Modus. Dafür ist dieser aber auch der am wenigsten gelungene Bestandteil dieses Spiels. Ein weiteres Problem entsteht durch die Tatsache, dass die aufsammelbaren Waffen nicht in irgendwelchen Kisten oder Ballons versteckt sind. So kann man schon von weitem erkennen, welches Extra man bekommt. Das macht es für den Führenden umso leichter, seinen Vorsprung auszubauen. Liegt man hinten, schaut man hingegen in die Röhre. Zusammen mit dem nicht immer gelungenen Streckendesign ergibt sich ein sehr durchwachsenes Gesamtbild von "Star Wars - Super Bombad Racing"
->Wertung: 3/5


Grafik:
--------
Mein Gott, ist das niiiiiedlich! Die Charaktere aus der ersten Star Wars-Episode sehen als verkindlichte Comic-Version einfach zum Anbeißen aus. Selbst der dämliche Jar-Jar Binks wurde mir in diesem Spiel irgendwie sympatisch. Auch die Strecken sind ausgesprochen liebevoll gestaltet, und zum Teil mit diversen Star Wars-Charakteren bevölkert.

Die technische Seite schwächt diesen positiven Eindruck allerdings ein wenig. Dass bei einem Fun-Racer der Grafikstil etwas simpel ausfällt, ist ja noch in Ordnung, aber diverse Ruckler (vor allem im Split-Screen-Modus) fallen bisweilen doch sehr störend auf. Auch die Texturen sind selbst für PS2-Verhältnisse stellenweise sehr grob ausgefallen.
->Wertung: 3/5


Sound:
---------
Die musikalische Seite von "Star Wars - Super Bombad Racing" ist im wahrsten Sinne des Wortes einzigartig. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, liegt ausschließlich im Auge des Betrachters, bzw. im Ohre des Zuhörers. Schon im Titelmenü geht es los. Hier ertönt eine extrem bizarre Calypso-Easy-Listening-Version des weltbekannten Star Wars-Themas ("Skywalker Symphony"). Die ist so unfassbar schlecht, dass sie schon wieder gut ist. Man muss sie zumindest mal gehört haben.

Auch in den Rennen selbst erwarten den nichts ahnenden Spieler grausam-geniale Remakes der Star Wars-Hymnen. Mein Favorit ist dabei eindeutig die "Duel of the Fates"-Variante, die so klingt, als wäre sie für ein Kinderkarussel auf dem Rummel geschrieben worden. Manch einem mögen bei solchen dreisten Verschandelungen der Musikstücke die Haare zu Berge stehen, aber mir haben sie doch das ein oder andere breite Grinsen entlockt.

Der Rest der Spielakkustik ist hingegen einfach nur solide gemacht. Die englisch-sprachigen Kommentare der Fahrer sind anfangs durchaus witzig, wiederholen sich aber irgendwann nur noch, und verlieren dann schnell an Reiz. Die Sound-Effekte sind eine gelungene Mischung aus Star Wars-Weltraum-Getöse und kindlicheren Elementen.
->Wertung: 4/5


Story:
-------
"Star Wars - Super Bombad Racing" verzichtet leider auf jegliche Hintergrundgeschichte. Die einzelnen Strecken werden lediglich durch eine kurze Kamerafahrt vor Rennbeginn vorgestellt. Hintergrund-Infos zu den Charakteren und Schauplätzen sucht man im Spiel vergebens. Das finde ich schon etwas schade, da sich dieses Spiel in erster Linie an Kinder zu richten scheint, die mit den Helden und Schurken aus "Episode 1" vielleicht nicht allzu vertraut sind - zumal der Film erst ab zwölf, dieses Spiel aber bereits ab 0 Jahre freigegeben ist.
->Wertung: 1/5


Multiplayer:
----------------
"Star Wars - Super Bombad Racing" ist per Splitscreen nicht nur zu zweit, sondern sogar zu viert spielbar. Dazu benötigt man allerdings den PS2-Multitap-Adapter, welchen ich nicht besitze. Deshalb kann ich nur vom 2-Spiel-Modus berichten.

Das Genre Fun-Racer ist ja prädestiniert für spaßige Duelle mit menschlichen Kontrahenten - siehe Mario Kart. Allerdings zeigt sich hier eine große Schwäche von "Star Wars - Super Bombad Racing" noch deutlicher, als im Solo-Modus: Die zu sensible Steuerung. Durch die sehr gewöhnungsbedürftige Handhabung der verschiedenen Gleiter ist es nahezu unmöglich für Neulinge, mit erfahrenen Spielern mitzuhalten. Es gibt auch keinerlei Handicap-Modus oder spezielle Waffen-Boni für zurück liegende Fahrer. Zudem stören auch einige Ruckler im Splitscreen-Modus den Spielspass. Der Team-Modus, in dem jeweils zwei Fahrer zusammen gewertet werden, passt irgendwie nicht zum simplen Spielprinzip eines so rudimentären Fun-Racers.

So bleibt von einem vielversprechenden Party-Spiel leider nur ein sehr kurzzeitig unterhaltsamer Mehrspieler-Happen. Schade eigentlich.
->Wertung: 2/5


Umfang:
----------
Hier liegt leider der Hase im sonst durchaus gefälligem Rennspiel-Pfeffer begraben. Neun Strecken und acht Fahrer sind schlicht und ergreifend zu wenig für ein Rennspiel! In gerade mal sechs Stunden hatte ich alles frei geschaltet, was frei zu schalten ist, und das Spiel ist dann wieder in seine Hülle gewandert. Wie bereits erwähnt, taugt auch der Mehrspieler-Modus nicht unbedingt dazu, die Spieldauer zu verlngern.
->Wertung: 1/5


Schlusswort:
----------------
Schade um das gute Konzept! Aus der Idee, mit niedlichen Star Wars-Kreaturen einen Fun-Racer zu inszenieren, hätte man sicherlich einiges machen können. "Star Wars - Super Bombad Racing" verschenkt dieses Potenzial aber durch eine suboptimale Steuerung und vor allem dem viel, viel zu geringen Spielumfang. Dadurch sind alle Aufgaben leider viel zu schnell erledigt. Es gibt eigentlich kaum einen Grund, mehr als maximal acht Stunden in den niedlichen Renn-Gleitern zu verbringen. Da diese kurze Spielzeit aber durchaus Spaß macht, vergebe ich gerade so noch die Durchschnittswetung von drei Sternen.

Fazit: Ein etwas enttäuschender "Mario Kart"-Klon ohne eigene Ideen.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: