Space Channel 5 (PS2)
Tanzt die Geiseln frei! - Space Channel 5 (PS2) Playstation 2 Spiele

Produkttyp: Sony Playstation-2-Spiele

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Tanzt die Geiseln frei!
Space Channel 5 (PS2)

Yasmina24

Name des Mitglieds: Yasmina24

Produkt:

Space Channel 5 (PS2)

Datum: 18.03.06

Bewertung:

Vorteile: Knallbunte Optik, leuchtende Farben, mitreißende Musikstücke der Extraklasse, sehr unterhaltsam

Nachteile: Viel zu kurze Spieldauer, kein vorhandener Mehrspielermodus

Ein erst in den letzten Jahren geborenes Spielgenre stellen die Tanzspiele dar, welche auch heute noch nur für eine ganz spezielle Zielgruppe an Videospieler/innen interessant sein dürfte. „Space Channel 5“ gehört genau zu dieser Sorte an Titeln, es erschien im Jahr 2002 für die Playstation 2 und wurde von Sega entwickelt. Ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack (ich finde solche Spiele nämlich sehr unterhaltsam) kann festgehalten werden, dass es sich bei diesem PS2-Spiel um eine in qualitativer Hinsicht sehr hochwertige DVD handelt, welche einige Highlights zu bieten hat. Auf die zahlreichen positiven aber auch (wenigen) negativen Gesichtspunkte möchte ich jetzt nun kurz eingehen.

Wer sich mit solchen Tanzspiel-Titeln ganz gut auskennt, der dürfte den Namen dieses ungewöhnlichen Videospiels schon einmal gehört haben. Tatsächlich erschien gut ein Jahr vorher eine gleichnamige Version für den Sega Dreamcast, was wohl auch eine Erklärung sein dürfte, wieso Sega (nach dem Aussterben des Dreamcasts) nun auch eine Fassung für Sonys Konsole produzierte. Im Blickpunkt des Geschehens steht zunächst die hübsche Ulala, welche als Weltraumreporterin fungiert, was unter anderem eine Erklärung für die Namensgebung dieses Spiels geben dürfte. Die Hintergrundgeschichte ist sehr banal, sie spielt praktisch überhaupt keine Rolle, mit reinem Gewissen dürfen wir hier von einer absolut trivialen Pseudo-Handlung sprechen. In dieser begleiten wir Ulala bei einer Reportage auf einem Weltraumflughafen, auf dem unschuldige Menschen von bösartigen Außerirdischen als Geisel genommen wurden und fortan zum Tanzen gezwungen werden. Das hört sich im ersten Moment schon etwas lächerlich und nicht nur ein bisschen an den Haaren herbeigezogen an und: um ehrlich zu sein, ist es das auch. Auf jeden Fall vernachlässigen wir den trivialen Handlungsstrang besser schnell einmal und wenden uns dem eigentlichen Spielverlauf zu, bei dem es (natürlich) einzig und allein ums Tanzen geht.

Es existieren in „Space Channel 5“ insgesamt vier Spielabschnitte (so zum Beispiel ein Meteoritenfeld oder auch die Zentrale der gemeinen Aliens), in denen wir in steter Regelmäßigkeit (ausschließlich) zu Tanzduellen herausgefordert werden. Da wir den bösen Außerirdischen gehorchen müssen, folgen wir brav den Anweisungen und reagieren auf Befehle unserer Tanzgegner, indem wir bestimmte Tastenkombinationen in einem vorgegebenen Takt nachspielen, ein exaktes Timing ist hierbei zwingend erforderlich. Je besser wir dies hinbekommen, umso eher erreichen wir unser (Zwischen-)Ziel: manch eine Geisel wird auf diese Art und Weise befreit oder manch ein besonders fieser Außerirdischer verschwindet urplötzlich von der Bildfläche. Je erfolgreicher Ihr praktiziert, umso schneller steigt Euer Bekanntheitsgrad an, was sich sehr positiv auf die Einschaltquoten auswirkt. Stellt Ihr Euch hingegen eher dumm an, droht das vollständige Absetzen der Tanzshow, was natürlich dann fatale Auswirkungen für Euch hat und sich entsprechend negativ auf das Schicksal der Geiseln auswirkt. Leider Gottes wurde hier kein Mehrspielermodus berücksichtigt, was angesichts des Spielgenres aus meiner Sicht ein gravierender Mangel ist. Die Tatsache, dass im Falle eines erneuten Durchspielens des Soloabenteuers alternative Handlungsstränge eingeschlagen werden können, ist da nur ein sehr schwacher Trost, zumal der Spielumfang an sich viel zu klein geraten, die Spieldauer mit nur wenigen Stunden erschreckend kurz ausgefallen ist. Die Nichtberücksichtigung eines Mehrspielermodus und die sehr kurze Spieldauer sind zwei sehr dicke Minuspunkte, ansonsten hätten wir es im vorliegenden Fall zweifellos mit einem Hit zu tun gehabt.

Die Präsentation an sich ist nämlich herausragend gut gelungen, dies betrifft sowohl die sehr gelungene Grafik im 70er-Jahre-Stil als auch die fantastische Musik. Knallbunte Farben, sehr schöne Hintergründe, wunderbar groß gezeichnete Figuren mit sehenswerten Animationen machen Lust auf mehr. Die sehr schöne Optik wird durch eine ausgezeichnete englische Synchronisation und guten deutschen Untertiteln sehr schön ergänzt. Die Musikstücke an sich sind das wahre Prunkstück dieses ungewöhnlichen Videospiels für die Playstation 2, ganz unabhängig vom persönlichen Geschmack wird eine überwältigende Stimmung und somit auch sehr dichte Spielatmosphäre erzeugt, die nahezu jeden von Euch eigentlich mitreißen beziehungsweise in den Bann ziehen sollte. Demzufolge gibt es eine ganz klare Empfehlung von mir, wenn auch der tollen Präsentation zwei gewichtige Minuspunkte gegenüberstehen und es somit insgesamt „nur“ zu einer guten Wertung reicht.

Fazit: Schöne Optik und toller Sound! Leider zu kurz und ohne Mehrspielerspaß.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: