24 - The Game (PS2)
Dynamisch und atmosphärisch: Genau wie die Serie - 24 - The Game (PS2) Playstation 2 Spiele

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Produkttyp: Sony Playstation-2-Spiele

Neuester Testbericht: ... auffinden, Scharfschütze spielen, jemanden befreien oder sich bei Verfolgungsjagten gegen die Terroristen behaupten. Meistens bestehen di... mehr

Dynamisch und atmosphärisch: Genau wie die Serie
24 - The Game (PS2)

lemmel

Name des Mitglieds: lemmel

Produkt:

24 - The Game (PS2)

Datum: 09.08.11, geändert am 18.03.13 (128 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Das Game macht einfach nur Spaß und die Handlung ist erstklassig.

Nachteile: Etwas kurz. Relativ linear.

Computerspiele zu Kinofilmen oder TV-Serien zeichnet in der Regel eines aus: Sie sind schlichtweg schlecht und lieblos "zusammengkleistert". Unter der Annahme der Bezug zum Film oder Serie würde schon den Absatz anheizen, scheint man auf die Qualität und Originalität der Spiele weniger Wert zu legen.

Eines der wenigen rühmlichen Ausnahmen zu dieser Regel ist "24 - The Game". Zwar hat das Spiel - je nach Geschmack - auch einige Mängel, vermag aber insgesamt absolut zu überzeugen und bringt auch das Feeling der Serie exzellent herüber.

Das Spiel wird oftmals als "Action-Adventure" bezeichnet. Im Kern ist es aber ein First-Person-Shooter mit einigen Extras und einem exzellenten und in sich geschlossenen Handlungsstrang. Einmal von "Max Payne" oder "13" abgesehen, können das ja nicht allzuviele Shooter von sich behaupten.

Im Spiel schlüpft man in die Rolle der Serienstars und damit vor allem natürlich in die Rolle von Jack Bauer. Man hat 24 Stunden Zeit einen terroristischen Anschlag zu verhindern. Stunde für Stunde muss man mehrere Missionen erfüllen, um weiterzukommen. Viele Missionen sind eben klassische "Shooter"-Aufgaben.

Aber es gibt auch sehr viel Abwechslung. Man muss auch Fahrzeuge steuern und insofern erinnert das Spiel natürlich etwas an GTA, wenngleich die bei beiden Games nur bedingt vergleichbar sind. "24" ist ziemlich linear und man arbeitet Auftrag nach Auftrag ab. Eine freie Beweglichkeit wie in GTA und mehrere Aufträge parallel gibt es nicht. Das ist aber nicht unbedingt ein Nachteil. Denn "24" hat eine dynamischere Handlung und drückt wesentlich mehr aufs Tempo.

Andere Zusatzaufgaben sind beispielsweise Verhöre, das Knacken von Codes, das Entschärfen von Sprengsätzen oder Scharfschützenaufgaben. Es ist also ziemlich viel Abwechslung geboten und das Spiel begeister vor allem zu Beginn. Später stellt sich hingegen leider schon etwas Routine ein, weil sich Aufgaben wie das Codeknacken im Grunde wiederholen und nur etwas schwieriger werden.

Das ganz große Plus von "24" ist die tolle Atmosphäre und das Tempo des Spiels. Um diesen überragenden Spielfluß nicht zu hemmen wird immer automatisch zwischengespeichert, ohne dass das Spiel dabei unterbrochen wird. Wenn man daraufhin das Zeitliche segnet muss man also nicht allzu weit zurück gehen. Und andererseits hat man nicht permanent Zwangspausen um zu sichern. Wegen dem Spielfluß wurde wohl auch der Schwierigkeitsgrad nicht alllzu hoch angesetzt. Dieser Punkt wird oftmals kritisiert. Es ist halt im Grunde ein Film bei dem man mit dem Joystick mitspielen darf. Aber es ist klar, dass dieser Punkt Fans von möglichst realistischen Shootern negativ aufstößt.

Die Grafik ist sehr gut. Viel mehr kann man aus der PS2-Engine nicht herausholen. Aber die Möglichkeiten dieser Engine können natürlich auch nicht mit neueren Konsolen mithalten. Auch der Sound ist ordentlich.

Die Steuerung des Spiels ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da sie doch sehr sensitiv reagiert. Nach spätestens einer Stunde ist sie einem jedoch in Fleisch und Blut übergegangen und funktioniert gut. Die Tastenbelegungen sind recht gut gemacht worden.

Es gibt eine automatische Zielfunktion, an der sich die Gemüter scheiden. Kritiker bemängeln, dass hier wieder der Realismus leidet und die Kämpfe zu einfach werden. Aber auch hier kann man dieser Zielfunktion wiederum zu Gute halten, dass sie den Spielfluß fördert. Man muss nur in etwas in Richtung des Gegners schauen und schon wird dieser per Tastendruck erfasst. Man muss diese Funktion aber auch nicht nutzen. Wer will, kann natürlich auch per Hand zielen!

Das Spiel reißt einen vor allem zu Beginn mit. Dieses Niveau kann nicht ganz bis zum Ende aufrecht erhalten werden, da sich halt doch gewisse Wiederholungen und etwas Routine einstellt. Dennoch muss man dieses Spiel irgendwie fast zwanghaft in einem Zug oder an zwei drei längeren Abenden durchspielen. Da das Spiel aber auch nicht allzu lang ist, hält sich der Schlafentzug in Grenzen.

Insgesamt ein tolles, atmosphärisches und dynamisches Spiel, das einfach nur Spaß macht. Fans der Serie kann man "24 - The Game" eh nur empfehlen, aber auch allen Spielern die auf Action und Spaß stehen. Fans superrealistischer Shooter und Fans möglich nicht linearer Abläufe und riesiger Spielwelten werden hingegen vielleicht sogar etwas enttäuscht sein.

Dieser Testbericht erschien auch bei yopi.

Fazit: Wer auf dynamischen Spielspaß wertlegt und nicht auf möglichst viel Realismus liegt hier richtig.

Bedienkomfort:    
Grafik:    
Sound:    
Schwierigkeitsgr.:    
Spaßfaktor: