Roland VA5 / VA7
Die beste Workstation für LivePerformer - Roland VA5 / VA7 Piano & Keyboard

Produkttyp: Roland Piano & Keyboard

Neuester Testbericht: ... Foren nach. Lediglich Sampler - (bzw. was Variphrase angeht der VP9000) gehen hier noch drüber. Roland ist zwar für seine Kläng... mehr

Die beste Workstation für LivePerformer
Roland VA5 / VA7

mrdigital

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Produkt:

Roland VA5 / VA7

Datum: 12.04.01, geändert am 12.04.01 (1366 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Sampling Variphrase, Klangvielfalt, ZIP

Nachteile: keine HD

Ein Vergleich zur Yamaha PSR9000, Ketron SD1 und KORG PA80.

Die VA7 ist die derzeit beste Workstation von Roland und kommt wie die PSR9000 in zwei Versionen : Eine professionelle mit Extras wie verbesserter Tastatur und eine "Amateurversion", die dafür z.B. über integrierte Lautsprecher verfügt. Dies ist ein Konzept, das sich mehr und mehr zu etablieren scheint - Ich würde aber immer Profiversion bevorzugen. Das Spitzenmodell heisst VA76 und steht seit kurzem in meinem Studio !

Vorweg :

Ich schreibe hier nicht über die Features im Detail. Diese sollten Interessierte selber genau recherchieren. Ich gebe hier meinen subjektiven Eindruck im Hinblick auf den Vergleich der o.g. Geräte wieder und begründe meine Entscheidung. Diese ist etwas subjektiv, da ich kein eigentlicher Entertainer bin, für die diese Gerätetypen in der Regel gemacht sind !

Eines laesst sich jedoch direkt sagen : Die VA7(6) steht hier ein wenig heraus - siehe dazu die Details im Text, und genau deshalb ist es das Richtige für mich.



Meine Erfahrungen :


Bedienung :

Auf den ersten Blick bietet die VA7(6) deutlich weniger Bedientasten als z.B. die PSR9000 und auch andere genannte. Damit sind weniger Funktionen direkt anwaehlbar. Es dauert zugegeben etwas länger, bis man sich durch das Touchscreen druchgehangelt hat.

Die Bedienung ist aber insgesamt logisch und erlernbar. Ich sage dies so ausdrücklich, da mir Fälle bekannt sind, wo Entertainer eben diese Roland zurückbrachten um eine Yamaha 9000er bzw. in einem anderen Fall eine SD-1 zu erwerben.

Allerdings handelt es sich bei o.g. Personen mehr um die "Midisten", die überwiegend abspielen (lassen) statt intuiviv zu agieren.

Also, was Bedienbarkeit angeht, sehe ich hier Nachteile geg. SD1 und auch KORG PA80 - allerdings auch, weil denen z.T. Extrafunktionen fehlen (.s.u). Hier hat PSR 9000 mit die Nase vorn !


Klänge :


Die Klänge sind das Beste, was es in Keyboards gibt. Punkt und Aus. Wer mir das nicht glaubt, der frage in den einschlägigen Foren nach. Lediglich Sampler - (bzw. was Variphrase angeht der VP9000) gehen hier noch drüber. Roland ist zwar für seine Klänge bekannt, die VA-Serie toppt aber durchaus nochmal die G-Keyboards.

Bombastische Qualität. Ich bin geneigt meine KORG-I zu verschrotten.

Die Klänge sind sehr gut gesampelt und vor bestens arrangiert. Wer selber noch herumdreht, kann es nur schlechter machen. Besonders gefielen mir die Trompeten und div andere Bläser, die bei anderen Workstations etwas kränkeln. Auch die Gitarrenklänge sind noch einen Tick besser, als in der schon guten 9000. Die Pianoklänge wirken auesserst realistisch und ersetzen die meisten RealPianomodule leicht. Die Qualität entspricht im Wesentlichen der bekannten Soundmodule. Wie gesagt :
Nur Sample sind noch besser.

Der Hammer ist die Zahl der Werkspatches :

Es gibt über 3000 Klänge, die direkt aurufbar sind - damit kann man fürwahr Musik produzieren - für den Livebetreib und den Studiobereich gleichermassen.

Klanglich folgen im Vergleich nach der Ketron SD1 und der 9000 die Xetron X1 (Solton) und mit Abstand die PA80 von KORG.


Also Fazit : Im Klang Top - und zwar Menge und Qualität !


Sampling :

Eine Besonderheit ist Rolands Variophrasetechnologie : Bis auf die Behauptung, das Keyboard könne singen, stimmt, was man liest : Besonders Schlaginstrumentlinien und Flächen lassen sich leicht transponieren, ohne hörbare Artefakte. D.h. :

Praktisch jede Passage laesst sich in neue Musik integrieren, ohne aufwendige offline-Transformation, damit wird es zum perfekten Livekeyboard fpr Performer wir mich. Dasgilt sogar für Nicht-monaurale Klänge, die komplett neu intoniert werden können.

Das muss man gehört haben.


Effekte :

Der Effektprozessor bietet ebenfalls nicht weni
ger, als die o.g. Konkurrenz. Ich nutze zwar kaum interne Effekte, aber im Zusammenhang mit der Variophrasetechnik ergeben sich hier gute Möglichkeiten hinsichtlich von Modulationseffekten.


Speicher :

Die Roland verfügt über keine HD - das muss gesagt werden. Wer sehr viel mit Dateien arbeitet und alles direkt parat haben will, der sieht hier in die Röhre - es sei den er nutzt indirekt den Computer.

Praktisch gesehen, laesst sich aber alles per ZIP-Disk machen, man sollte aber schon noch eine am Rechener hängen haben, um dies nutzen zu können.

Genau gesehen, ist die ZIP aber das Richtige : Wer zwischen mehreren Performances wechseln will, der kann mal eben schnell alle gesampelten Sounds auf der Bühne austauschen und seine VA verwandeln. Das geht mit einer Diskette und HD nicht !

Fazit : Je nach User ist die ZIP ein Vorteil oder auch ein die fehlende HD ein Nachteil- das muss jeder selber wissen.




Styles :

Hier schlägt Roland absolut zu - und zwar im Hinblick auf Qualität der Begleitung (virtual Band) und weniger in der Breite. KORG - Geräte wie die I-Serie und auch das PA80 sind hier mit mehr Variationnen bestückt, die Rolandstyles klingen aber authentischer - etwas wie bei den Ketron-Geräten.

Auch durch die Vielzahl der Klänge ist sowohl für den Bereich Pop und Rock, wie auch für Unterhaltung alles das. Was Techno oder Trance angeht, sieht es schon anders aus. Selbst die Roland bietet nur Schmalspurtechno, die eher an Kindergarten errinnern - sie sind aber lebendiger, als bei dei X1 oder gar der Yamaha. Japaner verstehen nichts von diesen Rythmen, das ist offenkundig.

Aufgrund der Klangvielfalt findet sich aber genug Material, um seine Midistreams intern zu bestücken. Wer es richtig trancig mag, der muss eh, einen Racksynthesizer nachschalten. Bei mir ist es eine Virus. Dank Zip mit Direktzugriff steht genügend Speicher zur Verfügung, um eigene Sachen abzulegen. >
Eigene Styles kreiieren sich auch recht leicht mit dem internen Komposertool aus MIDI-files. Klappt prima !



Ausgänge :

Mit "nur" 4 Ausgängen eigentlich zu wenig für Profiproduktion - aber das ist Rolandtypisch - siehe 2080. Ander Worklstations (siehe oben) haben aber auch nie mehr. Die Qualität der Signale ist aber sehr gut und eignet sich für professionelle Produktionen.


Tastatur :

Hier soltte die Profiversion benutzt werden - sie ist Spitze. Die Tastatur der Roland VA7 ist in etwa so, ie die der 9000.


Besonderheiten :

Wirkt sehr minimalistisch, was das optische angeht - aber der Wolf steckt hier wirklich im Schafspelz. Einen klassischen Vocalizer findet man in der VA nicht - aber wer braucht den ?


Gesamturteil :

In Anbetracht der Sonderfunktionen und etwas komplizierteren Bedienbarkeit und fehlendem Vocalizer sicher nicht für der klassischen Alleinunterhalter geeignet. Diese Workstation ist das Richtige für Komponisten, die auch mit Klängen experimentieren.

Für Alleiner empfiehlt sich die 9000 oder die SD1 von Ketron. Preiswerter sind die Xetron X1 im Abverkauf und vor allem die PA80 - allerdings würde ich dann X1 vorziehen. Im Vergleich zur KORG PA80 lohnt der Kauf der X1 vor allem wegen der bereits integrierten HD - und des nur unwesentlich höheren Preises.

Fazit: