THC/Cannabis
Gras! - THC/Cannabis Pflanzen

Neuester Testbericht: ... ganz einfach. Keine schmerzenden Krämpfe, keine Schlafstörungen, keine Angstzustände, kein schweißgebadetes nächtliches Aufwachen!!! Nach ... mehr

Gras!
THC/Cannabis

sunflower76

Name des Mitglieds: sunflower76

Produkt:

THC/Cannabis

Datum: 16.04.11

Bewertung:

Vorteile: pflanzlich, tw. medizinisch verwendbar

Nachteile: VERBOTEN, verstärkt Emotionen, viel zu leicht zu bekommen,...

Hallo meine Lieben,

heute geht es mal einen Informationsbericht von mir, denn ich denke, dass auch das nicht so schlecht ist. Ich bin darauf gekommen, weil ich derzeit das Thema


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****CANNABIS****
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wieder einmal in der Arbeit behandle. Einer meiner Jugendlichen ist von dem Thema betroffen und da er noch zur Schule geht, habe ich diese Möglichkeit genutzt, mit ihm zusammen ein Referat zu schreiben und Informationen zusammenzutragen. Daran möchte ich euch jetzt auch teilhaben lassen.


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****GESCHICHTE****
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Marihuana ist eine der ältesten Kulturpflanzen, die die Menschheit kennt. Ursprünglich kommt sie aus Indien und den islamischen Ländern und ist fixer Bestandteil der Kultur. Im indischen Glauben heißt es sogar, dass Götter Cannabis in die Welt gebracht haben, weil sie Mitleid mit den Menschen hatten. China entdeckte vor etwa 5000 Jahren, dass Marihuana auch heilende Wirkung hat. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts kam der Gebrauch auch in den Niederlanden auf, in den nächsten Jahren nahm er stetig zu, die Steigerung konnte bis heute noch nicht gestoppt werden.


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****HERSTELLUNG****
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Marihuana wird aus der Pflanze Cannabis gewonnen, der Hauptwirkstoff heißt Tetrahydrocannabinol, kurz THC genannt. Dieser Wirkstoff ist lediglich in der weiblichen Pflanze enthalten, der sich am Ende der Reife in den Blättern und Blüten sammelt. Für Marihuana werden die Blüten und die Blattspitzen geerntet, getrocknet und als Gras verkauft. Es gibt unterschiedliche Sorten, die sich vor allem im Geruch und in der Farbe unterscheiden. (Beilage: White Label Seed Company)


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****GEBRAUCH****
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Marihuana wird entweder rein oder mit Tabak vermengt verwendet. Danach wird es mit einem oder mehreren Zigarettenpapier(en) zu einer Zigarette gerollt. Das heißt dann "Joint". Das Rauchen nennt man "blowen". Es gibt aber auch Menschen, die es essen, meistens in Keksen oder Kuchen, die man dann "Space cake" nennt. Ein Joint wirkt nach ein paar Minuten, zwei bis vier Stunden später ist der Effekt vorbei. Weitere Möglichkeiten sind, es mit einer Bong, einem Bland oder einer Pfeife zu rauchen.


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****WIRKUNG****
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THC verstärkt die Emotionen, wie es allerdings genau wirkt, hängt von vielen Faktoren ab, etwa, wie es konsumiert wird, wie hoch die Konzentration von THC ist und vor allem, in welcher Stimmung sich die Person befindet.
Cannabis lässt die Pulsfrequenz und den Blutdruck steigen, ebenso wie den Stoffwechsel. Es entstehen leichtes Zittern, gerötete Augen, verengte Pupillen, fahle Lippen und eine trockene Kehle wird erzeugt. Manche Menschen bekommen Lust, viel zu essen, andere fangen an zu lachen. Farben werden greller erfahren und Musik intensiver erlebt. THC entspannt die Muskeln, man fühlt sich schlaff. Aber es kann auch Angst entstehen. Bei Ängstlichkeit, Bedrücktheit oder psychischen Problemen sollte daher auf jeden Fall auf den Konsum verzichtet werden! Cannabis-Konsum bewirkt Gefühle wie Entspannung, innere Ruhe, Ausgeglichenheit, Wohlbefinden, leichte Euphorie. Auf den Körper wirkt Cannabis meist anregend, später dann entspannend und einschläfernd.


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****RISIKEN****
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Eine zu hohe Dosis kann heftige Angst oder Niedergeschlagenheit bewirken. Körperlich kann es zu vielen unangenehmen Gefühlen kommen, hierzu zählen Schwindel, Panik oder Ohnmacht. Das wird "flippen" genannt. Das einzige, das ihr machen könnt, wenn ihr eine Person seht, die flipp, ist, abzuwarten, bis es vorbei ist. Das Risiko ist ein Stück größer, wenn Haschisch nicht geraucht, sondern gegessen wird, weil man so nicht gut kontrollieren kann, wie viel man konsumiert. THC vermindert das Konzentrationsvermögen, die Reaktionsfähigkeit und das Gedächtnis, vor allem das Kurzzeitgedächtnis. Es ist verboten, Auto zu fahren oder überhaupt am Verkehr teilzunehmen.

Menschen, die viel und häufig THC gebrauchen, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit in ihrer Entwicklung gehemmt. Anstatt die Probleme zu lösen und sich damit auseinanderzusetzen "blowen" sie sie einfach weg, was so viel heißt, wie sie wischen sie für eine kurze Zeit aus ihrer Welt.

Der Rauch von Joints wird wie bei Zigaretten tief inhaliert und gelangt so in die Lunge. Marihuana enthält aber mehr krebserregende Stoffe als Tabak. Auf längere Sicht kommt es daher auch zu Schäden in den Atemwegen.

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, dass der Konsum von Haschisch oder Marihuana vor allem für schwangere oder stillende Frauen eine große Gefahr darstellt, denn das Baby nimmt die Stoffe einerseits über die Nabelschnur und andererseits über die Muttermilch auf. Ein weiterer möglicher Effekt des Konsums, vor allem, wenn man lange und heftig konsumiert, ist eine verminderte Fruchtbarkeit.

Allerdings halten die meisten Wissenschaftler es nicht für bewiesen, dass langanhaltender Gebrauch automatisch auch bleibenden Einfluss auf das Gehirn und das Immunsystem hat.


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****STAATLICHE VERFOLGUNG****
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In Österreich unterliegt Cannabis den Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes. Nach diesem Gesetz ist jeder zu bestrafen, der Cannabis erwirbt, erzeugt, einführt, besitzt oder einem anderen weitergibt oder ihm beschafft. Nicht strafbar ist der Konsum, der im Grunde auch ohne Besitz möglich ist. In der Praxis allerdings gibt es hier keine Grenze, denn der Konsum wird kriminalisiert, weil er fast immer mit dem Besitz einhergeht. So stellt im Grunde das bloße Mitrauchen in einem fremden Joint schon eine Straftat dar.

In folgenden Ländern wird der Besitz und Gebrauch von Marihuana bzw. Haschisch in geringen Mengen nicht strafrechtlich verfolgt: Brasilien, Kanada und Tschechien. Irrtümlicherweise wird oft gesagt, dass die Niederlande ein Drogenparadies sei und hier der Konsum von Drogen legal ist. Dies trifft nur bedingt zu. Dort ist Cannabis nämlich sehr wohl illegal, wird aber geduldet, so lange der Besitz unter 5 Gramm liegt. Cannabisprodukte dürfen unter bestimmten Bedingungen in so genannten Coffee Shops verkauft werden. Diese müssen sich allerdings über den Schwarzmarkt versorgen, da die Herstellung von Cannabisprodukten weiterhin verboten ist.
In den USA und Italien ist es für medizinische Zwecke erlaubt.


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****MEINE MEINUNG****
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Ich bin in meinem Beruf ständig mit dem Thema Rauschmittel konfrontiert. Zweimal musste ich deswegen schon Jugendliche mit einer Überdosis einliefern, beides waren übrigens Mädchen, und das war alles andere als lustig. Mir ist natürlich klar, dass ich mit einem Klientel arbeite, das teilweise unvorstellbares in seinem Leben durchgemacht hat, aber dennoch ist mir die Einnahme von Drogen - und ich persönlich zähle THC dazu - ein Dorn im Auge. Vor allem ist es schwierig, da gerade Cannabis ja die Emotionen nur verstärkt, d.h. geht es dir nicht gut, geht es dir dann noch schlechter und das müssen unsere Jugendlichen oft schmerzhaft erfahren.

Ja, ich bin eine dieser Erwachsenen, die noch nie in ihrem Leben einen Joint geraucht haben - und damit gehöre ich wohl schon zur aussterbenden Rasse. Ich denke, dass gerade zu diesem Thema die Meinungen weit auseinander gehen. Erwiesen ist ja, dass Cannabis keine Einstiegsdroge ist, wie es oft gehandhabt wurde, aber ich sehe ständig, dass Cannabis dazu herhalten muss, um seine Probleme zu überdecken und dann ist es für mich eine Flucht, die natürlich sehr bedenklich ist. Bei unseren Jugendlichen bleibt es dann oft nicht bei einem Joint, auch Schlafmittelmissbrauch ist ganz stark im Kommen, zum Glück haben wir selten mit Kokain oder Heroin zu tun, dazwischen gibt es aber auch noch das ganze künstliche Zeug. Teilweise ändert sich das so schnell, dass ich mit dem Lernen der neuen Namen schon gar nicht mehr nachkomme.

Ich persönlich habe und werde nie Cannabis probieren, da bin ich mir sicher. Glücklicherweise bin ich in der Lage, meine Emotionen genauso zu empfinden, wie sie eben sind, da brauche ich keine Verstärker. Als Sozialpädagogin muss ich noch dazu ein Vorbild sein und diesem Anspruch möchte ich auch gerecht werden. Einige meiner Kollegen mögen das anders sehen, einige von euch mögen das anders sehen, aber ich denke, dass man sein Bewusstsein nicht verfälschen sollte - auch nicht mit übertriebenen Alkoholkonsum, aber das ist dann wieder ein ganz anderes Thema.

Das einzig positive, das ich Cannabis zugute halte ist, wenn es in der Medizin und zwar in guten Dosen eingesetzt wird, dann hat es eine Berechtigung, die oft besser ist, als vieles von dem synthetisch hergestellten Zeug, aber damit war's das auch schon. Daher zwei Punkte von mir, mehr gibt's nicht.


Wie immer herzlichen Dank fürs Lesen und Bewerten. Auf eure Kommentare bin ich schon sehr gespannt!
Eure
Dani

Fazit: Finger weg