Baldrian
Die Katzendroge - Baldrian Pflanzen

Neuester Testbericht: ... erstreckt sich vom Juli bis September hinein, wobei zu den Merkmalen des Baldrians zählt, dass die Stängel gerillt und die Blätter se... mehr

Die Katzendroge
Baldrian

Annna13

Name des Mitglieds: Annna13

Produkt:

Baldrian

Datum: 24.08.03, geändert am 12.03.04 (1798 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: breite pharmakologische Anwendung

Nachteile: stinkt:-)

Er hat auch den Namen der Familie gegeben, zu der er gehört ? der Baldriangewächse.

Mundartig heißt er im Deutsche Ballerijan, Boldrian, Tollerjan, Katzenkraut usw.

Der Echte Baldrian ist eine etwa 25 bis 100 cm hohe Staude. Neben einer Anzahl grundständiger Blätter treibt der Baldrian im Frühjahr einen aufrechten schwach behaarten Stengel mit gegenständigen Laubblättern. Am Ende des Stengels steht der mehrfach dreistrahlige, doldenartige Blütenstand. Die 5 verwachsenen Kronenblätter sind hellrosa bis weiss. Die Pflanze blütet von Mai bis September.

Der Echte Baldrian besiedelt vorzugsweise feuchte Standorte in schattigen Gebirgsschluchten und Ufergebüschen, Laubwäldern, er gedeiht aber auch an sonnigen, felsigen Abhängen bis in eine Höhe von über 2000 m.

In Europa kommt er mit Ausnahme des äußersten Nordens und Südens überall vor. Er ist über Kaukasien, Sibirien, Zentralasien bis zur Manschurei und nach Japan verbreitet.

Das Sammelgut sind die Wurzeln (Radix Valerianae) und die Sammelzeit im September und Oktober. Die Wurzeln werden gewaschen, längst gespalten und bei etwa 40 Grad im Luftstrom getrocknet. Dabei nehmen sie eine dunkelbraune Farbe an, und durch Abspalten von Isovaleriansäure tritt der typische Baldriangeruch, der Katzen anlockt, auf. Die Droge hat einen anfangs süßlichen, später würzigen und bitteren Geschmack.

Die Baldrianwurzeln enthalten als Hauptinhaltstoffe bis zu 5* Valeproteate, besonders Valtrat, sowie etwa 1,5* ätherisches Öl. Weitere Bestandteile sind Schleim und Gerbstoffe.

Die Valeproteate und auch das ätherische Öl wirkend beruhigend und erregungsdämpfend, steigern die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und besitzen krampflösende Eigenschaften. Die Droge wird bei Erregungszuständen, Schlaflosigkeit, nervösen Herzbeschwerden und Angstzuständen sowie bei Krämpfen im Magen-Darm-Kanal, bei Blähungen und Koliken verordnet.

Regelmäßige Verwendung größerer Baldrianmen
gen verursacht Kopfschmerzen und Störungen der Herztätigkeit.

Bei der Suche nach dem wirksamen Prinzip der Droge entdeckte Thies 1966 die Valeproteate (Valeriana-Epoxy-Triester), die im Tierversuch und in der Klinik wirksam waren und die Verwendung des Baldrians seit dem Altertum wissenschaftlich begründen. Bis 1950 wurde die pharmakologisch nicht bestätigte Wirkung vorwiegend dem ätherischen Öl zugeschrieben.

Mein Land, Bulgarien, ist ein wichtiges Baldrianexportland, vielleicht der drittgrößte europäische Belieferer nach Polen und Rußland. Neben dem Wildbaldrian wird die Pflanze auch weit angebaut, so habe ich in meiner fast 20-jährigen Tätigkeit als Exportkauffrau Hunderte von Tonnen LKW-weise vorwiegend nach Deutschland exportiert. Bei mir zu Hause findet die Droge immer noch keine Anwendung, das hängt sicherlich mit meinem noch nicht so hohen Alter und der Abwesenheit von den o.g. Beschwerden...




Fazit: