Zork - Nemesis (PC)
Adventure-Schnäppchen á la "Myst" - Zork - Nemesis (PC) PC Spiele

Neuester Testbericht: ... so schön ausgeführt. Für mich hat es dafür allemal für ein paar Wochen kurzweil gereicht. Zork Nemesis Allgemeines zur Story: Der ... mehr

Adventure-Schnäppchen á la "Myst"
Zork - Nemesis (PC)

nightonearth

Name des Mitglieds: nightonearth

Produkt:

Zork - Nemesis (PC)

Datum: 22.11.00, geändert am 22.11.00 (417 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Story und Grafik einigermaßen ok

Nachteile: Maus-Navigation, das ganze Spiel ist mäßig, aber nicht schlecht.

Mittlerweile schlappe 15 DM kostet das 96er Adventure “Zork Nemesis”. Jeder Preis darüber wäre zu teuer, aber für dieses Angebot bekommt man eine ganz gute Story, ein stabiles, bug-freies Spiel, annehmbare Grafik und ein paar eher einfach zu lösende Rätsel. Ich habe auf Meinungsplattformen nach Adventures gesucht, die mit Myst oder Riven vergleichbar sind und bin dabei öfter, auf “Zork Nemesis” gestoßen.

"Myst", "Riven" und "Zork Nemesis"
“Myst” (93) und dessen Fortsetzung “Riven” (96) waren für mich die definitiven Meilensteine in Sachen detailverliebter, umfangreicher Adventures mit wunderschönen Grafiken, sehr guter Story und sehr schwierigen Rätseln. “Zork Nemesis” ist – man beachte das gleiche Erscheinungsjahr wie “Riven” 1996 – verglichen mit dieser Konkurrenz eher ein schlapper Abklatsch der beiden Meisterwerke: Sehr ähnliche Ideen, allerdings nicht annähernd so schön ausgeführt. Für mich hat es dafür allemal für ein paar Wochen kurzweil gereicht.


Zork Nemesis

Allgemeines zur Story:
Der Spieler findet sich in einer irdischen Umgebung mit einem Palast wieder, in dem er auf vier Sarkophage mit von irgendwelchen dunklen Mächten Ermordeten trifft, deren Seelen es zunächst gilt, zu befreien. Alles dreht sich um Alchemie, die 4 Elemente, die verschiedene andere Entsprechungen in Symbolen, Personen, Planeten und Farben haben. Nachdem im Tempel vier größere Rätsel entsprechend den vier Elementen gelöst sind, finden die folgenden Exkursionen auf anderen Planeten statt, wobei jeder größere Rätselabschnitt in sich abgeschlossen ist. Die Atmosphäre ist so eine versuchte, aber nicht ganz gelungene Gruselstimmung mit Anleihen aus Mittelalter und Anatomie-Splatter.

Installation, Stabilität und Lauffähigkeit:
Ein großer Vorteil dieses Spiels, es ist leicht installiert, absolut stabil, lädt schnell und stürzt ni
cht ab! Ich benutze einen 2 Jahre alten PC (Celeron 233 MHz, 32 MB Arbeitsspeicher, saumäßig langsames CD-Rom-Laufwerk) mit No-Name-Komponenten, allein als Grafikkarte eine Voodoo 3 2000. Damit lief es prima.

Gameplay:
Das Spiel setzt auf stehende Bilder, mittelmäßig detailliert ausgestaltete Spiellandschaften, in denen man sich ausschließlich per Mausklick bewegt. Genau dies kann wirklich anstrengend werden, denn nach einigen Stunden machen die Sehnenscheiden der rechten Hand einfach nicht mehr mit. (Vielleicht brauche ich auch eine neue Maus.) Das genreübliche Einsammeln und Verwenden von Gegenständen ist hier relativ einfach.

Spielbarkeit und Schwierigkeit:
So richtig harte Nüsse gab’s für mich keine bei “Zork Nemesis”. Öfter war ich enttäuscht über das abrupte Ende bei der Auflösung eines Rätselteils. Das Runterladen von Cheats sollte man sich (wie immer) verkneifen, bei diesem Spiel gilt generell: Alles ist lösbar, manches allzu leicht durch Ausprobieren.

Grafik:
Insgesamt ganz ordentlich, nichts großartiges: Die mittelmäßig detailliert aufgebauten Spielwelten sind nett anzuschauen, aber es erwarten einen keine “Aaah-Momente”, in denen man sich fasziniert zurücklehnt, um Landschaften zu genießen oder vor Spannung platzt, etwas zu erkunden. Das Bild ist während der Maus-Navigation oft krisselig und grobkörnig (Auflösung 640x480), was das Empfinden, “drin” zu sein, schon empfindlich stört. “Myst” zeigte, daß diese Auflösung durchaus reichen kann, um wirklich realistische Bilder entstehen zu lassen.


Fazit:
Ich würde “Zork Nemesis” für dieses Angebot von 15 DM als Kurzweil jedem empfehlen, der wie ich das Erscheinen von Myst III nicht erwarten kann. Man darf sich an altbackener Grafik nicht stören. Wer weder Myst noch Riven noch Zork kennt, sollte mit Zork zur Einführung anfangen, weil es als Einstieg leichter zu schaffen ist und gut in die De
nkweise einführt, um solche Spiele zu lösen.

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Ein Vorgeschmack auf die 3. Folge von “Myst”, das im Frühjahr 2001 erscheinen soll, findet Ihr dort: http://www.myst3.com/html/exile.html

Fazit: