Tropico (PC)
La vida es tropical... - Tropico (PC) PC Spiele

Produkttyp: Take 2 PC-Spiele

Neuester Testbericht: ... erfolgt ausschließlich mit der Maus, damit baut man Wege, Hotels, Häuser usw. und stellt die Preise ein. Mehr braucht man nicht, durc... mehr

La vida es tropical...
Tropico (PC)

AnDrahs

Name des Mitglieds: AnDrahs

Produkt:

Tropico (PC)

Datum: 13.10.01, geändert am 08.03.02 (497 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: lustige Story, liebvolle Grafik, sehr nete Musik, sehr spannend (bis man den dreh raus hat und das Konto gut gepolstert ist)

Nachteile: hohe Ressourcenbeanspruchung, absollut schlechtes Handbuch, nur für einen Spieler, Steuerung umständlich

Schon seit 7 Tagen zocke ich fleißig an dem neuen Strategiespiel Namens TROPICO, das vom gleichen Team erstellt wurde wie SimCity. Daher wundert es nicht, dass das Spielprinzip dem von SimCity auffällig ähnelt.



Systemvoraussetzungen:
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Betriebssystem: Windows 95/98/2000/Me/NT4
CPU: 200 MHz
CD-ROM-Laufwerk
Arbeitsspeicher : 32 MB
Freier Festplattenspeicher: 820 MB



Installation:
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An sich war sie problemlos. Auf der CD sind zwar alle notwendigen Add-Ons und Programme enthalten, ich musste mir jedoch 2 Updates (Patches) aus dem Internet holen, bis das Spiel halbwegs stabil lief.



Das Spiel:
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Am 01.01.1950 wird der Spieler zum neuen Presidente von Tropico bestellt.... SORRY... er bestellt sich selbst, wie es sich für einen Diktator gehört. Von da ab gilt es mit den wenigen Ressourcen und den noch wenigeren Untertanen das kleine Endwicklungsländchen gegen die Kapriolen des Wetters und zwischen den machtlüsternen Großmächten (UdSSR und USA) in eine glückliche Zukunft in Wohlstand zu führen Immerhin hat man am Anfang einen Vertrauensbonus bei der Bevölkerung, so dass man zumindest in den ersten 10 Jahren keine Revolte zu fürchten braucht. Doch je nach Einstellung kann dies variieren.

Also man startet seine Karriere mit einem Palast, ein paar Farmen, einem Bauhof, einem Hafenkai und manchmal (in den einfacheren Missionen) sogar eine Spedition. Falls man die Spedition nicht bereits gebaut vorfindet, sollte man sie spätestens dann fertiggebaut haben, bevor die Ernte auf den Farmen abholbereit steht. Denn sie muss schnellstens unter die Bewohner verteilt werden und was übrigbleibt sollte schnellstens in den Hafen verfrachtet um dann auf die Schiffe verladen und ins Ausland exportiert werden. Die anfänglich einzige Art, den Staatssäckel zu füllen, ist durch die Exporte. Selbstverständlich bringt nicht alles genauso viel Geld. Kaff
ee, Tabak und Fleisch bringen zwar das meiste Geld, man darf aber die regelmäßig hungrigen Mägen der Tropicanos nicht vergessen. Mit leeren Mägen arbeiten sie nämlich nicht, sondern murren und revoltieren. Unter optimalen Bedingungen kann eine vollbesetzte Vieh- oder Maisfarm unter günstigen Bedingungen etwa 30 Tropicaner ernähren, genauso wie ein Fischereihafen. Die Lebensmittel müssen ins Lebensmitteldepot, sont läuft jedermann zu einer Farm um sich sein Essen zu holen. Das kostet wiederum Zeit. Zeit, in der er nicht arbeitet. Die Überschüsse werden nicht aufgehoben, sondern ebenfalls exportiert. Je abwechslungsreicher die Ernährung, desto zufriedener die Bürger. Doch neben vollen Bäuchen, fordern die Tropicanos auch noch medizinische Versorgung, damit sie lange leben können und geistigen Beistand, damit sie anschließend in den Himmel kommen. OK?

Selbstverständlich möchten sie auch schöner wohnen, gute Ausbildung, gute und gutbezahlte Jobs sowie Freiheit und Unterhaltung. Also man sollte dafür sorgen, wenn man jedes Mal ordentlich die Wahlen gewinnen möchte. Verliert man die Wahlen oder muss vor dem rebellierenden Mob fliehen, hat man das Spiel verloren. Verloren hat man ebenfalls, wenn einem die Untertanen aussterben oder allesamt auswandern, was mir jedoch nicht vorgekommen ist. Natürlich verrät einem das Handbuch nicht, das eine zu gute Ausbildung und ein zu gutes Unterhaltungsangebot zu einer sinkenden Fruchtbarkeit führt, als das wegen den angepeilten Wachstumsraten der Wirtschaft notwendig wäre, so dass man auf Einwanderer angewiesen ist, damit die gebauten Farmen, Industrieanlagen und sonstige Einrichtungen besetzt und funktionsfähig sind, zumal der Nachwuchs erst im Alter von 13 Jahren zur Arbeit verdonnert werden kann. Im Notfall kann man über eine spezielle Agentur die benötigten Fachkräfte anwerben, wenn man weder selber genug ausgebildet hat noch zufälligerweise entsprechend geschulte Einwanderer begrüßen darf.

Leider kann man niemand
dazu verdonnern, eine bestimmte Arbeit auszuüben, außer durch die Gehaltshöhe. Gibt es jedoch andere vakanten Stellen, die er mit seiner Ausbildung besetzten könnte, die entweder leichter oder besser Bezahlt sind, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn er den Job wechselt. Zu aufmüpfige Zeitgenossen, die den Reizen des Geldes nichts abgewinnen können, kann man selbstverständlich in den Knast werfen oder gar verschwinden lassen. Leider haben das die anderen nicht so gerne und müssen dann irgendwie ruhiggestellt werden. Wie? Durch Geld, Spiele oder Drohungen durch Polizei und Militär. Das Militär ist jedoch wegen der permanenten Bedrohung für die Freiheit nicht besonders beliebt (außer bei den eigenen Angehörigen). Also man muss schon gehörig balancieren, um immer wieder im Amt bestätigt zu werden. Doch dann gibt es ebenfalls noch Die Großmächte, die bei guten Beziehungen großzügige Entwicklungshilfe leisten, die Einheimischen Produkte zu günstigen Preisen abkaufen und Touristen schicken. Hat man es sich mit der einer oder anderen Seite verdorben, wird einem womöglich nichts abgekauft, man bleibt auf der Exportware sitzen, kann die Gehälter nicht bezahlen, keine Wohnungen bauen und wird... Abgewählt oder von einer Großmacht abgesetzt!

Genauso wie in echter Wirtschaft, sind Rohstoffe weniger Wert als Fertigprodukte, weshalb man auch die eigene Industrie nicht vernachlässigen sollte. Zuviel Industrie und Zuviel Bevölkerung sind jedoch schlecht für die Umwelt und schrecken so die Touristen ab. Und Tourismus ist ein ziemlich lukratives Geschäft, um das man sich kümmern sollte... Eine Bank zum Einparken oder Verschieben von Schwarzgeldern sollte man schon aus Eigennutz haben.

Neben den Wohnanlagen und Industrie sollte man die Infrastruktur nicht vernachlässigen, also immer etwas Platz für Straßen lassen, für kurze Wege sorgen und die Massenmedien entsprechend den Bedürfnissen Ausbauen, damit man jede Interessensgruppen in seinem sinne indoktriniere
n kann. Wozu? Damit sie sich glücklich fühlen und einen immer wieder wählen!

Unter Beachtung dieser Tipps sollte man jedes Szenario oder selbstgenerierte Karte gewinnen. Leider ist es einem nicht möglich, unter eigenem Namen in die Annalen der tropikanischen Geschichte einzutreten, sondern man muss sich entweder für einen der aufgeführten Charaktere einschließlich seiner Vorzüge und Schwächen entscheiden oder das gewählte Profil ein Wenig variieren. Wie war also noch mal Ihr Name, Presidente?

Ché Guevara, Fidel Castró, Evita de Perón, Hernandez Martinez, Violeta Chamorro, Juán, Perón, Antonio Slazár, Rafael Trujillo, Maria Soldano, Ranaldo “Poppy” Ortez, Rancho Baraega, Pepe Gomez, Donnita Gonzales, Henando Blanco, Nando Pedro-Sylva, Renata L. Feldmeyer, Leo de LaSalle, Palido Jaguar, Antonio el Bombastico, Lou Bega...



Fazit:
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Das Spiel ist sehr spannend, bis man es geknackt hat. Es bringt wenig, das Handbuch zu studieren, weil es ziemlich schlecht ist. Es wird zwar einiges beschrieben, aber kaum Zusammenhänge erklärt. Stattdessen spielt man am besten das Tutorial durch und - wenn das nicht reicht - noch ein paar leichtere Karten.

Während des Spiels laufen dauernd heiße karibischen Rhythmen im Hintergrund, wenn sie nicht gerade von den Dschungel- und Technikgeräuschen übertönt werden. Die Grafiken sind liebevoll und Detailreich. Leider läuft es nur in 16-bit-Farbmodus, ist außerdem ziemlich Ressourcengierig und trotz passabler Hardware... es ruckelt!

Das habe ich aber gar nicht gerne: Ich habe den Bischof mit einer Stripperin unter einer Decke erwischt!



Noch paar Tipps:
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Es hatte auch bei mir paar Tage gedauert, bis ich den Dreh raus hatte. Doch wenn man schon paarhundertausend Bugs in der Staaatskasse und eine vielseitig entwickelt Industrie aufgebaut hat, durfte alles im Butter sein. Es ist wichtig, nie zutief in die roten Zahl
en zu geraten bzw. immer ein finanzielles Pölsterschen zu haben, falls mal die Touristen oder die Frachter für paar Jahre ausbleiben sollten. Noch wichtig ist es, rechtzeitig zu investieren, bevor sich die Tropicanaer anfangen zu beschweren. Hat man dann die Schule und die Uni gebaut, sollte man die Alphabetisierungsoffensive starten. Dann lernen alle schnell und man ist nicht mehr auf Einwanderer oder Personalagentur angewiesen. E-Werk sollte man erst aufbauen, wenn mann die volle Kapazitität auch nutzen kann, sonst ist das Ding ziemlich teuer im Unterhalt. Es ist im Übrigen besser, von jeder Ware etwas zu haben als von einer Sorte riesige Mengen. An sich müsste man mit diesen Tipps jede Mission schaffen.

*gg*

Fazit: