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Produkttyp: Buena Vista PC-Spiele
Neuester Testbericht: ... Speicherplatz für Auslagerungsdateien, eine Möglichkeit diesen Speicherplatzbedarf zu reduzieren existiert nicht. STORY & SPIEL °°°°... mehr
Lu Wang schießt sich durch den Datendschungel
Tron 2.0 (PC)

Name des Mitglieds: Lu Wang
Produkt:
Tron 2.0 (PC)
Datum: 18.10.05, geändert am 11.11.09 (169 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Idee, Umsetzung, . .
Nachteile: Lichtrennen
Häufig ist das Ergebnis der Umsetzung eines Films in ein Computerspiel nur wenig überzeugend und als im letzten Jahr ein Ego-Shooter zum (Disney-) Film TRON angekündigt wurde, war ich zunächst auch etwas skeptisch.
Als das Spiel dann unter dem Namen TRON 2.0 tatsächlich erschien und in der Fachpresse auch durchaus recht gute Kritiken erhielt, interessierte ich mich dann doch schon etwas mehr für diesen Ego-Shooter und als nun auch noch der Verkaufspreis gesenkt wurde, wurde auch ich stolzer Besitzer von TRON 2.0.
In der Zwischenzeit habe ich TRON 2.0 durchgespielt und so ist es nun an der Zeit, hier einen entsprechenden Beitrag zu verfassen.
ALLGEMEINES
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Der von THQ vertriebene Ego-Shooter TRON 2.0 erschien gegen Ende des Sommers des letzten Jahres im Handel und war dort recht weit verbreitet. Leider war dem Spiel aber (trotz guter Kritiken) kein allzu großer kommerzieller Erfolg beschieden und so ist TRON 2.0 heute nur noch weit seltener in den Händlerregalen zu sehen. Erfreulicherweise wurde aber auch der Preis für das Spiel gesenkt, so dass TRON 2.0 heute nirgendwo mehr als 30,00 Euro kosten sollte.
Die Verpackung des Spiels besteht aus einer etwas kleineren Pappschachtel, in der sich dann dass in einer DVD-Hülle verpackte Spiel befindet. Neben der DVD mit dem Spiel selbst findet sich auch ein sehr umfangreiches (65 Seiten) deutschsprachiges Handbuch sowie eine Karte mit der voreingestellten Tastenbelegung in der Verpackung.
Übrigens ist TRON 2.0 auch im Internet vertreten, die Url lautet www.tron20.net.
INSTALLATION & HARDWARE
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Als Mindestkonfiguration gibt der Hersteller auf der Verpackung (und im Handbuch) einen Pentium III/Athlon Prozessor mit mindestens 500 MHz, 256 MB RAM und eine DirectX 9.0 fähige Grafikkarte an sowie ein Betriebssystem ab WINDOWS 98 (also 98, ME, 2000 oder XP) an, in der Praxis ist das Spiel auf einer solchen Konfiguration aber nahezu unspielbar, so dass die empfohlene Ausstattung (1,0 GHz Prozessor und 512 MB RAM) sinnvoll erscheint. Auf meinem Athlon 1800+ mit 768 MB RAM und GeForce 4 Grafik läuft TRON 2.0 (unter Win XP) auch in höheren Auflösungen absolut flüssig.
Die Installation des Spiels verläuft absolut unproblematisch (also menügeführt und nahezu ohne Bedienereingriffe) und sollte so niemanden überfordern. Allerdings belegt das Spiel stolze 2,4 GB auf der Festplatte und benötigt weiteren Speicherplatz für Auslagerungsdateien, eine Möglichkeit diesen Speicherplatzbedarf zu reduzieren existiert nicht.
STORY & SPIEL
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Eine sich in den Datennetzen entwickelnde künstliche Intelligenz namens MCP (Master Control Program) beginnt nach der Weltherrschaft zu streben, doch Kevin Flynn ließ sich selbst digitalisieren um innerhalb der Datennetze mit Hilfe des Schutzprogramms TRON das MCP zu zerstören.
20 Jahre später schafft es Alan Bradly, der einst TRON programmierte, die Technik zum Digitalisieren eines Menschen zu reproduzieren, doch ein Unternehmen namens Future Control Industries mißbraucht diese Technologie, um Hacker zu digitalisieren, die Datennetze von innen infiltrieren sollen. Auch Alan Bradly verschwindet und wird vermutlich digitalisiert gefangengehalten.
Jet Bradly, Sohn des Alan Bradly und auch selbst Programmierer, digitalisiert nun sich selbst, um seinen Vater zu finden und die Pländer der Future Control Industries zu vereiteln ...
Vor dem Hintergrund dieser (möglicherweise etwas verworren klingenden) Geschichte übernimmt der Spieler nun die Figur des Jet Bradly, den er aus der klassischen Ego-Perspektive durch die Levels steuert, die hier die Datennetze, Festplatten, ... darstellen.
Wie im Genre der Ego-Shooter üblich, trifft der Spieler dabei auf zahlreiche Gegner, die es auszuschalten gilt, aber auch vergleichsweise viele kleinere Rätsel (überwiegend so genannte Schalterrätsel) müssen dabei gelöst werden. Zwischendurch muss der Spieler auch einige kleine Rennen (so genannte Lichtrennen) absolvieren.
Während des Spiels wird die Story sowohl durch Zwischensequenzen, als auch durch eingehende E-Mails oder auch durch Äußerungen anderer Spielcharaktere fortgeführt.
Auch ein Multiplayermodus fehlt in TRON 2.0 nicht. Dieser bietet allerdings lediglich auf das Szenario abgestimmte Varianten der bekannten Spielarten Deathmatch und Team-Deathmatch.
Auch die in das Spiel integrierten Lichtrennen sind als separates Spiel sowohl im Single-, als auch im Multiplayermodus spielbar.
LEVEL-, WAFFEN- & GEGNERDESIGN
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Entsprechend der Story wirkt die Gestaltung der Levels in keinster Weise real, sondern vielmehr erinnern die einzelnen Locations, bzw. der Aufbau der Levels an technische Zeichnungen/Skizzen, in denen die Linien in unterschiedlichen Farben leuchten. Diese Gestaltung der (etwas mehr als 30) Levels wirkt zwar auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, paßt aber hervorragend zum technoiden Szenario und zur Story des Spiels.
Die Gegner haben mit Masse zwar menschliche Gestalt, allerdings handelt es sich bei diesen Gegnern tatsächlich um Dateien, Programme, digitalisierte Menschen und ähnliches. Dabei wurde das menschliche Äußere dieser Gegner ebenfalls etwas leuchtend gestaltet und sowohl in ihrem Aussehen, als auch in ihrem Verhalten und ihrer Bewaffnung unterscheiden sich die Gegner ausreichend voneinander.
Angesichts der Story des Spiels dürfen hier natürlich auch keine Waffen wie Schrotgewehr oder ähnliches erwartet werden. Statt dessen stehen dem Spieler hier Waffen wie beispielsweise ein Diskus (Hauptwaffe) zur Verfügung und auch die Spielfigur kann mit Subroutinen aufgewertet werden.
Insgesamt verläßt TRON 2.0 also in nahezu allen Designpunkten die bewährten Pfade und schafft so einen völlig eigenen und neuen Stil, der mir nicht nur neu, sondern auch durchdacht, ausgewogen und gelungen scheint.
GRAFIK, SOUND, STEUERUNG
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TRON 2.0 nutzt die Jupiter Engine aus dem Hause Litech und diese ist grundsätzlich auch durchaus recht leistungsfähig. Aufgrund der Konzeption des (Spiel-) Designs kann die Grafik hier aber nur wenig von dieser Leistungsfähigkeit zeigen und so sind es hauptsächlich die Lichteffekte, die zu gefallen wissen, aber auch die Darstellung der Gegner und NPCs zeigt die grafischen Möglichkeiten. Insgesamt schien mir die Grafik des Spiels aber zu jedem Zeitpunkt sehr gelungen.
Der Sound in TRON 2.0 trägt sehr viel zur Atmosphäre bei und obwohl angesichts der Waffen, Umgebungen, ... wohl nicht von Realismus gesprochen werden kann, wirken Sound und Soundeffekte zu jedem Zeitpunkt im Spiel sehr stimmig und angemessen.
Keinerlei Anlass bietet die Steuerung, die auch hier vorzugsweise über eine Kombination aus Tastatur und Maus erfolgt. Die Tastenbelegung ist dabei selbstverständlich frei konfigurierbar, aber schon die voreingestellte Tastenbelegung erschien mir als optimale Lösung.
Die mit Tastatur und/oder Maus gegebenen Kommandos werden schnell und auch präzise in Bewegungen/Aktionen des Spielcharakters umgesetzt, was mir insbesondere beim Lichtrennen positiv aufgefallen ist.
SPIELSPASS
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Als ich TRON 2.0 erstmalig spielte und dabei auch die Tutorial-Levels mit ihren recht langen Erklärungen absolvierte, war ich zunächst einmal enttäuscht und beschloss, dieses Tutorial abzubrechen.
Im ersten "echten" Level zog ich dann, in alter "Quake-Manier" sofort meine Waffe und schoss, als ich eine Bewegung sah. Leider lernte ich dabei, dass ich zwischen Freund und Feind zu unterscheiden habe und dass das Spiel mit dem Abschuss eines Freundes beendet ist. So dauerte es dann auch einige Spielminuten, bis ich mich so richtig mit TRON 2.0 anfreunden konnte, dann fesselte mich das Spiel aber doch an den Monitor und mir gefiel das Spiel von Minute zu Minute immer besser.
Nach nicht allzu langer Zeit stand dann das erste Lichtrennen an und ich mußte feststellen, dass es sich bei diesen Lichtrennen im Grunde um eine aufgepeppte Version des uralten (auch von Nokia Handys bekannten) Spiels SNAKE handelt. Wenn ich einen Ego-Shooter kaufe, dann will ich auch einen Ego-Shooter spielen und so konnten mich diese Lichtrennen nicht nur nicht begeistern, ich empfand sie gar als störend.
Erfreulicherweise ging es dann aber sofort wieder mit "herkömmlichen" Levels weiter und TRON 2.= entwickelte wieder den Spielspass, den ich vor der Renneinlage empfand.
Insgesamt konnte TRON 2.0 meines Erachtens eine durchaus stimmige und fesselnde Atmosphäre aufbauen und bereitete mir auch durchaus über etwa 25 Stunden recht viel Spass., wobei das Spiel von der in diesem Genre neuen Umgebung profitiert, so dass ich über die lästigen Rennen großzügig hinweg sehe.
Der Schwierigkeitsgrad ist einstellbar und so sollte TRON 2.0 sowohl für Einsteiger, als auch für Profis des Genres eine angemessene (aber nicht überfordernde) Herausforderung darstellen.
Interessant scheint mir auch, dass es TRON 2.0 schafft, fast völlig ohne Gewaltdarstellung auszukommen. Gegner werden nicht getötet, sondern dadurch, dass es sich bei den Gegnern ja letztlich um Dateien handelt, gelöscht, es gibt also auch keine Sterbesequenzen und kein Blut. Daraus resultierte auch eine, für Ego-Shooter doch recht erstaunliche Altersfreigabe ab 12 Jahren.
FAZIT
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TRON 2.0 bietet ein im Genre der Ego-Shooter neues und etwas anderes Szenario, eine gelungene Atmosphäre und durchaus auch recht viel Spielspass. So spreche ich hier auch eine Empfehlung aus, urteile aber, da mir andere Shooter (STAR TREK ELITE FORCE II, CONTRACT JACK, ..) schlicht noch mehr Spass gemacht haben, "nur" mit GUT !
Fazit: ein etwas außergewöhnlicher Shooter
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
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