Still Life (PC)
**Grusel Adventure oder interaktiver Spielfilml??** - Still Life (PC) PC Spiele

Produkttyp: Flashpoint PC-Spiele

Neuester Testbericht: ... Großvaters, Gus McPherson, wieder. Auch dieser ist einem Serienmörder auf der Spur. Von nun an ermittelt der Spieler erst einmal eine We... mehr

**Grusel Adventure oder interaktiver Spielfilml??**
Still Life (PC)

Sabate

Name des Mitglieds: Sabate

Produkt:

Still Life (PC)

Datum: 28.06.07

Bewertung:

Vorteile: hochspannende Geschichte, filmreife Zwischensequenzen

Nachteile: zum Teil grottenhaft schlechte Sprecher, kurze Spielzeit, relativ wenig Rätsel

Zufällig bei EBay entdeckt und für knappe 5 Euro ersteigert, landete das Adventure „Still Life“ schließlich auf meiner Festplatte. 2 CDs und ein Handbuch (24.S.) befanden sich in der Schachtel. Gespannt auf das, was die Entwickler Microids mit Still Life präsentieren, lege ich sofort los.

Die Story
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FBI-Agentin Victoria muss in Chicago eine Mordserie aufklären. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle Victorias und ermittelt gleich zu Anfang an einem bizarren Tatort. Dort sichert der Spieler (Victoria) zunächst einmal alle relevanten Spuren, macht Fotos und führt Gespräche. Später im HQ, werden diese Spuren analysiert und ausgewertet. Ein Hauch von CSI Feeling. Nachdem Victoria dies alles erledigt und sich bis zu diesem Zeitpunkt durch einige relativ einfache Knobeleien gearbeitet hat, stattet sie ihrem Daddy einen Besuch ab. Nach einem kurzen Gespräch mit diesem, begibt sich Victoria auf den Dachboden des elterlichen Hauses, findet und öffnet dort eine Truhe und…schwupp, findet der Spieler sich plötzlich in der Vergangenheit wieder. Genauer gesagt, im Paris der dreißiger Jahre.

Wer jetzt vermutet, Victoria mache eine Zeitreise, der irrt. Sie selbst bleibt wo sie ist, erlebt quasi eine Rückblende. Als Spieler findet man sich nun in der Rolle Victorias Großvaters, Gus McPherson, wieder. Auch dieser ist einem Serienmörder auf der Spur. Von nun an ermittelt der Spieler erst einmal eine Weile in der Rolle Gus McPherson. Mehr soll jedoch an dieser Stelle über die Story nicht verraten werden, denn von nun an wird es richtig spannend und unheimlich.

Plappermäuler
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Still Life ist, wie man so schön sagt, ein klassisches Point & Click Adventure das komplett mit der Maus gesteuert wird. Bildschirm mit Hilfe des Cursors absuchen, Gegenstände einsacken und im Inventar miteinander kombinieren, Leute befragen und (leider nicht im klassischen Sinne) jede Menge „Schieberätsel lösen. Ich hasse diese Art der Rätsel und frage mich, wann endlich manche Entwickler begreifen, dass diese Form von Rätsel nichts in einem guten Adventure zu suchen hat. Sie stören den Spielfluss, ziehen alles künstlich in die Länge und demotivieren. Die übrigen, Adventure typischen Rätsel, machen hingegen Spaß.
Es gibt meistens Hinweise die dem Spieler weiterhelfen aber nie zu viel verraten. Die spannende und sehr düstere Story wird durch viele –fast hollywoodreife- gerenderte Zwischensequenzen erzählt. Das ist zwar alles sehr schön anzusehen aber nach einiger Zeit kann man sich des Gefühls nicht erwehren, lediglich einem interaktiven Spielfilm beizuwohnen.

Endlos und ermüdend wirken dabei die Dialoge zwischen den Protagonisten auf den Spieler. Einen Einfluss auf dieses nervige Bla Bla hat man auch nicht. Die Möglichkeit zwischen verschiedenen Antworten zu wählen, gibt es nicht. Stattdessen bleibt nur ein stupides klicken der linken Maustaste, um die Wortwechsel fortzuführen. Das ist auf Dauer extrem nervig und hat mit einem klassischen Adventure dann auch nichts mehr gemein.

 
Rätsel vergessen?
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Das ganze wird dann hin und wieder von einem Rätsel unterbrochen. Ist dieses gelöst, geht das Gequatsche wieder von vorne los. Mehr als die Hälfte des Spiels muss man so über sich ergehen lassen. Erst in der Schlussphase überwiegen die Rätsel gegenüber den Dialogen. Das ist eindeutig der größte Schwachpunkt des Spiels. Ein weiterer Kritikpunkt sind die furchtbar emotionslosen und scheinbar gelangweilten Sprecher. Wenigstens trifft dies nicht auf die Hauptperson Victoria zu. Unverständlich, wieso man hier nicht wenigstens die wichtigsten Charaktere professioneller vertont hat. Letztendlich geht dadurch sehr viel Atmosphäre verloren. Ärgerlich.

Der Sound hingegen geht völlig in Ordnung und sorgt für eine stimmungsvolle Untermalung der liebevoll inszenierten Schauplätze. Der ständige Wechsel zwischen den Zeitlinien ist als solcher zwar nicht neu in diesem Genre, dafür aber sehr gut umgesetzt. Großvater und Enkelin erleben beide in ihrer jeweiligen Zeitepoche, eine extrem spannende Geschichte, deren Ende und Auflösung man kaum erwarten kann. Hätten alle Mitarbeiter solch eine super Arbeit abgeliefert wie die Storybook Schreiber, dann wäre „Still Life“ sicher eine Perle des Adventure-Genres geworden.

Fazit
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Wer auf der Suche nach einem klassischen Adventure ist, vollgepackt mit jeder Menge Knobeleien, etwa im Stil von „Black Mirror“ oder „Nibiru“, der wird mit „Still Life“ sicher nicht glücklich werden. Wer hingegen eine extrem spannende Geschichte bevorzug und mit wenigen Rätseln zufrieden ist, für den dürfte „Still Life“ genau das richtige sein. Wie dem auch sei, nach etwas mehr als zehn Stunden ist der Spaß vorbei. Selbst Adventure Einsteiger dürften nicht viel länger bis zum Abspann benötigen.
Es ist schon irgendwie ein komisches Spiel, dieses „Still Life“. Irgendwie aber auch ein ganz schön abgefahrenes Spiel, dieses „Still Life“.

Hinweis: Wegen relativ hoher Gewaltdarstellung nicht für Kinder geeignet.

Hardwareanforderung
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Still Life gibt sich schon mit einer 1,2 GH CPU, 256 MB RAM und einer betagten Grafikkarte (z.b. Radeon 8500) zufrieden.


**Dieser Beitrag wurde von mir auch bei anderen Meinungsportalen veröffentlicht**

Fazit: siehe Text

Bedienkomfort:    Bedienkomfort
Grafik:    Grafik
Sound:    Sound
Schwierigkeitsgr.:    Schwierigkeitsgr.
Spaßfaktor:    Spaßfaktor