Shadow Company (PC)
Einmal special forces commander sein - Shadow Company (PC) PC Spiele

Neuester Testbericht: ... zum Zaun. Die Turmwache überblickt das Gebiet. Ich schneide den Zaun mit einer Drahtschere auf und krieche hindurch. Misst wer hat hie... mehr

Einmal special forces commander sein
Shadow Company (PC)

Tatsu

Name des Mitglieds: Tatsu

Produkt:

Shadow Company (PC)

Datum: 04.02.00, geändert am 04.02.00 (28 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Schneller Einstieg und Langzeitspaß, vielerlei Arten der Kriegsführung

Nachteile: Mittelmässiges Waffenarsenal

Du bist der Kommandant einer Söldnereinheit, die Du nach der ersten Mission aus unterschiedlichen Damen und Herren zusammensetzen darfst. Jede Figur wird von Dir aus einer frei einstellbaren Draufsichtsperspektive gesteuert, womit man immer alles sehr schön im Überblick hat.
Wie man seinen Kleinkrieg führt, ist einem komplett selbst überlassen. Mit dem Messer lautlos von hinten oder mit der schallgedämpften Pistole, Sturmlauf mit rauchenden Gewehren oder dezent aus der Entfernung mit dem Scharfschützengewehr, wobei in die Ego-Perspektive umgeschaltet wird.
Man kann entweder laufen, gehockt gehen, oder gleiten - je nach Gangart verändert sich die Wahrscheinlichkeit, vom Gegner entdeckt bzw. gehört zu werden. Tarnkleidung verfeinert das ganze noch ein wenig.
Vor jeder Mission kann man seine Mannschaft zusammen stellen und mit Waffen und Ausrüstung bepacken. Die Auswahl ist hierbei durchaus ansprechend, wobei es ruhig ein wenig mehr hätte sein können.
Die Steuerung ist eigentlich recht einfach, will man jedoch das verändern der Perspektiven voll ausloten, ist ein wenig Eingewöhnung notwenig, was aber nicht nervig wird. Dafür ist die Trainingsmission bestens geeignet.
Dort lernt man das lautlose Töten, Handgranaten werfen, Zäune mit der Drahtschere aufknapsen und durchkriechen, alle Gangarten, den richtigen Umgang mit Feuerwaffen und das Fahren von Fahrzeugen.
Fahrzeuge sind eine sehr nette dreingabe bei diesem Spiel. Im Panzer lebt man unter beschuß eben länger und man braucht auch die Drahtschere nicht mehr fürn Zaun :-) Der Hummer-Geländewagen reicht auch noch, um den Gegner umzufahren... Dann gäbe es da noch einen alten Bus, Laster und leichtere Jeeps und diverse Boote sind auch dabei.
Auch Plastiksprengstoff darf natürlich nicht fehlen, aber Achtung ! Der macht WIRKLICH wumms, also Beine in die Hände nehmen, wenn der Timer läuft !
Was machen denn die anderen, wenn ich gerade mit meinem Schatzi auf Mordlauf bin ? Tja, die liegen vorzu
gsweise in Deckung. Aber keine Sorge, die kümmern sich um die eigene Sicherheit. Hierzu kann man sie einzeln in verschiedene Richtungen ausrichten und ihnen den Befehl zur Verteidigung geben, dann wird alles in Waffenreichweite niedergemäht (hierzu eignet sich das MG bestens).

Die Grafik ist ansprechend. Nicht göttlich, aber doch nett anzuschauen. Alle Menüs sind leicht verständlich und man hat sich schnell eingewöhnt. Die musikalische Untermalung ist der Thematik angepaßt und wird auch auf dauer nicht nervig.
Alles in allem ein sehr feines Spiel. Im Gegensatz zu z.B. Jagged Alliance 2 läuft hier alles in Echtzeit ab, was dem Spiel mehr Dynamik verleiht. Ich persönlich mag Shadow Company lieber als JA2, wobei ich letzteres auch sehr gerne spiele. SC ist mehr Action-Strategie-Spiel als halbes Rollenspiel, wie JA2.
Der Schwierigkeitsgrad ist moderat. Es dauert ab und zu, bis man die richtige Taktik heraus hat, aber dann ist jede Mission gut zu schaffen, wobei man bei der Ausführung allerdings nicht schlampig sein darf, sonst kommt man schonmal mit einem Mann weniger nach Hause.

Einzig wirklich zu bemängeln ist ein mieser Bug, der glücklicherweise nicht allzuoft auftritt. Es kann passieren, daß ein Söldner in einer Mauer oder einem Vorsprung hängen bleibt. Entweder man spielt die Mission dann neu, oder man sprengt ihn weg, wie einen Lemming. Soweit ich weiß, ist dieses Problem mit einem Patch eleminierbar.

Mein Kommentar: Check it out, es lohnt sich !!

Fazit: