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Produkttyp: dtp Entertainment PC-Spiele
Neuester Testbericht: ... des Genres runter simplifiziert und bietet nicht mehr als hirnlose Ballerei. Das alleine reicht natürlich nicht ganz aus um Spieler zu... mehr
Why so serious?
Serious Sam 3: BFE (PC)

Name des Mitglieds: atrachte
Produkt:
Serious Sam 3: BFE (PC)
Datum: 01.02.12
Bewertung:
Vorteile: sB
Nachteile: sB
Zu Beginn von "Serious Sam 3: BFE" reibt man sich als Kenner der alten Teile der Stumpfsinn-Ballerei des kroatischen Entwicklers Croteam verwundert die Augen. Vor über zehn Jahren erlangte die Reihe ihren Ruhm vor allem durch abgefahrene Ballermänner, schräge - in gewaltigen Massen auftauchende - Gegner und einem kuriosen Machohumor par excellence. Doch im zweiten offiziellen Nachfolger - welcher eigentlich ein Prequel zum ersten Teil ist - ist alles irgendwie anders. Das Leveldesign mutet auf einmal so realistisch an, als spiele man eine "Call of Duty" Kopie, das Waffenarsenal ist auf Shooter-Standarts eingeschrumpft und die markigen Sprüche von "Duke Nukem" Klon Sam Stone vermitteln plötzlich gar keinen Fremdschämhumor mehr. Ist Sam etwa "serious" geworden?
Fakt ist zunächst, das auch "Serious Sam 3: BFE" - ebenso wie die Vorgänger - ein Ego-Shooter der alten Schule ist. Das heißt, er ist auf die Kernessenz des Genres runter simplifiziert und bietet nicht mehr als hirnlose Ballerei. Das alleine reicht natürlich nicht ganz aus um Spieler zu begeistern, ein Umstand, welchen Croteam in der vergangenen Teilen auch einwandfrei Dank der bereits genannten Attribute zu kaschieren wusste, weshalb die "Serious Sam" Reihe nicht umsonst einen gewissen Kultstatus genießt. Doch im vorliegenden Teil hat man es mit einem ziemlich belanglosen Genre-Ableger zu tun, obwohl die elementaren Zutaten der Vorgänger auch hier wieder zum Einsatz kommen. Die Story ist gewohnt hohl (Menschen finden in Ägypten alte Technologie, reisen ins All, ziehen Zorn von Aliens auf sich, Aliens attackieren Erde, Serious Sam tritt Aliens in den Arsch) und interessiert null, und die Ballerei gewohnt actionlastig. Doch es fehlt das gewisse etwas.
Zunächst einmal fehlt es an Abwechslung. Anfänglich mutet das realistisch nachgebaute Ägypten noch ganz nett an, doch der Reiz ist nach wenigen Minuten schon verflogen, zumal der schräge Comic-Look der Vorgänger zu einem Over-the-Top Spiel wie "Serious Sam" weitaus besser passt, als realistische Grafiken im Stile eines "Call of Duty". Auch hat das Spiel das Problem, das sich ein Level wie das andere anfühlt, da ein Level wie das andere aussieht. Na ja, wie will man endlosen Wüstenstaub, hier und da eine Ruine und Palmen auch schon großartig variieren? Deshalb fragt man sich spätestens im dritten Abschnitt, warum Croteam Sam einzig und allein in öder Wüstenoptik auf Gegner einkloppen lässt. Ein weiteres Manko ist das beschnittene Waffenarsenal. Wo man früher noch kuriose Ballermänner bedienen durfte, ist nun das höchste der Gefühle ein Maschinengewehr und ein Raketenwerfer. Und wo um Gottes Willen ist eigentlich Sams Humor geblieben? Und warum wird er ständig von einem "HQ" angerufen?
Was das prinzipielle Gameplay betrifft, so ist sich "Serious Sam 3: BFE" treu geblieben. Noch immer bekommt man es mit einer wahnwitzigen Anzahl an Gengern zu tun, welche gewohnt hirnlos in Sams Mündungsfeuer zu rennen. Das hat früher Stundenlang Spaß gemacht, ist nun aber zäh wie abgestandene Bratensoße. Auch Technisch besitzt der ehemalige Shooter-Vorreiter kaum nennenswerte Aspekte. Zwar ist die Grafik zunächst ganz nett, offenbart aber schon bald ihre Tücken. Bäume sind eckig, Texturen teilweise grob aufgelöst und der Klang ebenfalls nicht der Rede wert. Ein bisschen Spaß bringt eigentlich nur der Koop-Modus in die Sache, kann man mit diesen doch mit bis zu 16 Spielern Online die Kampagne zocken. Aber allzu lange hält auch der Mehrspieler-Modus nicht bei der Stange.
"Serious Sam 3: BFE" ist eine herbe Enttäuschung. Irgendwie scheinen die Jungs bei Croteam sämtliches Innovationsfeuer bereits bei den Vorgängern verschossen zu haben, wirkt der neueste Ableger der Reihe doch wie ein bemühtes Ballerspiel ohne wirklichen Biss. Das ist Schade, denn in Zeiten von hoch gepushten Kriegsshootern a la "Call of Duty" und "Battlefield" fehlt es dem Genre an Witz und neuen Ideen. "Serious Sam 3: BFE" hätte in dieser Kerbe eigentlich die perfekte Marktlücke gefunden.
Fazit: Mies
| Bedienkomfort: | ||
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| Sound: | ||
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| Spaßfaktor: |
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