Also ich werde Pirat!
Risen 2: Dark Waters (PC)

Name des Mitglieds: Deluxe879
Produkt:
Risen 2: Dark Waters (PC)
Datum: 18.08.12, geändert am 19.08.12 (35 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gute Grafik, gute Atmosphäre, tolle Story
Nachteile: Kleinigkeiten die fehlen, ein kleinen Knackspunkt in der Story
Hallo liebe Leser und Leserinnen,
nun ist es einige Zeit her, seitdem der neue namenlose Held von PB sich durch ein neues Land kämpfte und den Titanen besiegte. PB machte sich dann an einen 2. Titel Namens Risen 2 Dark Waters, der sich vom Spielprinzip nicht groß änderte, jedoch aber vom Ort her und einigen größeren Neuerungen. Neuerungen müssen nicht immer schlecht sein, sofern sie Sinn oder Spaß machen und gut durchdacht sind. Allerdings muss man meiner Meinung nach immer ein Auge darauf behalten, wie die Community darauf reagiert, denn wenn die verägert ist, wird es schwer sich zu versöhnen. Da PB viele deutsche Fans hat, ist es für die Spielelentwickler natürlich von Vorteil, wenn die Community das Spiel annimmt. Ich habe dieses Spiel auf Herz und Nieren getestet und nun erfahrt ihr, wie das Spiel überzeugen konnte.
Das Spiel:
Erschienen ist das Spiel am 27. April 2012 und jeweils am 3. August für Konsole. Die PC Version unterscheidet sich nicht sonderlich von der Konsolenversion, außer grafisch, die ist auf dem PC natürlich besser, da Konsolen nicht mehr ganz auf dem Stand sind. Mein System besteht aus 2 x 2,33 GHZ, Palit Geforce 450 GTS und 3 GB Ram und das Spiel läuft auf maximalen Einstellungen absolut flüssig. Minimum wird vorrausgesetzt Core 2 Duo E4300 oder A64 X2 4400+ eine Geforce 9800 GT und 2,0 GB RAM. Von der Story her hat sich einiges getan. Nachdem der erste Feuertitan besiegt wurde, bekämpfen sich 2 anderen Titanen gegenseitig und einige Piraten haben sich mit Mara verbündet, die ebenfalls ein Titan ist. Der Kraken zieht die Schiffe ins Meer und stellt eine große Bedrohung. Der namenlose Held der nun saufend in Caldera haust und immernoch bei der Inquisition ist, soll sich darum Undercover kümmern und wird aus der Inquisition "geschmissen" um sich bei den Piraten einzuschleusen und rauszufinden, wo die Titanenartefakte liegen, um Mara zu bekämpfen.. Eure Reise beginnt...
Die Grafik:
Grafisch ist das Spiel auf höchster Einstellung echt ein Augenschmaus. Man bekommt sofort das Gefühl in der Karibik zu sein. Spielerisch besteht das Spiel aus mehreren Inseln, die man nach und nach bereisen kann und der hübsche Dschungel, sowie die Schiffe, Häuser etc die gesamte Umgebung ist einfach stimmig und jede Mange Flair kommt auf. Ich fühle mich echt wie ein Pirat in der Karibik. Animationen sind schick geworden, Tiere sehen lebhaft aus, genauso wie die einzelnen Charaktere und insgesamt wurde hier grafisch ein schöner Titel gezaubert. Die Grafik ist zwar jetzt nicht hochmodern und hat ihre Ecken und Kanten aber das wäre auch nicht mehr PB, wenn alles hochmodern und topaktuell wäre. Die Grafik passt einfach und für meinen Geschmack kann sie sich absolut sehen lassen. Das Wasser sieht gut aus, der Strand lädt zum sonnen ein und auch sonst die gesamte Atmospähre im Spiel einfach sofort da. Videosequenzen können sich sehen lassen und wurden liebevoll animiert. Ingesamt ist die Grafik wirklich sehr schön und ein einziger Genuss.
Der Sound:
Die Deutsche Synchronisation ist klar, gut verständlich und wird nicht langweilig. Da es im Spiel nun sowas wie Eingeborene gibt, haben die natürlich einen anderen Akzent beim sprechen, wobei ich sagen muss, das dieser wirklich überzeugend geworden ist. Die Soundeffekte sind ebenfalls stimmig und bieten dem Spiel noch mehr Atmosphäre. Das Wasser rauschen würde mir bei geschloßenen Augen Urlaubsfeeling geben. Insgesamt ist der Sound ganz ordentlich geworden.
Das Spiel im Test:
Die Installation des Spiels ist erstmal recht einfach. Einfach Spiel einlegen, den Hinweisen auf dem Bildschirm folgen und schon kanns losgehen. Nach einer kurzen Videosequenz befindet man sich auch schon mitten im Spiel und es geht direkt los. Am Anfang des Spiels wird eigentlich alles soweit irgendwie erklärt und ihr bekommt ein sogenanntes Tutorial. Allerdings gibt es nun keine Talente mehr, sondern 5 verschiedene Bereiche, den ihr um 1 erhöhen könnt und dann für Gold euch in dem Bereich verbessern könnt. Das Ganze ist einfacher gemacht, allerdings irgendwie etwas schade, denn ich fande es immer ganz gut, wie es bei Gothic und Risen gehandhabt wurde aber wirklich schlecht ist die Neuerung nun nicht. Das Spiel läuft ingesamt sehr flüssig und hat von der Story her immer wieder kleine Höhepunkte allerdings auch einige Tiefpunkte, denn an manchen Stellen ist die Story dann doch doof aber dazu kommt noch etwas. Neu ist außerdem, das es nun Macheten und Pistolen gibt, wie es sich bei Piraten gehört. Außerdem kann man nun Kapitän werden und seine eigene Crew anheuern, bzw wird man zwangsläufig Kapität und trifft endlich auf den berühmten Stahlbart und seine Tochter Patty ist nun auch wieder mit an Bord. Das Spiel macht einen leichten Eindruck wie Fluch der Karibik, denn gewisse Paralellen kann man schon irgendwie finden aber das ist nicht weiter schlimm, denn ich mag die Filme.
Die Spieltiefe vom Spiel ist zufriedenstellend. Die Story brauch etwas um sich nach und nach aufzubauen und verstanden zu werden aber das ist nicht weiter schlimm, denn man sollte sich erstmal ins Spiel einfinden, bevor es richtig losgeht, ist zumindest meine Meinung. Die Neuerungen wurden positiv umgesetzt und gerade dieses karibische Flair und Piratenleben ist. Schade ist allerdings, das es Missionen gibt, wie belade dein Schiff neu, das die Animationen dafür nicht wirklich integriert worden. Wenn ich schon darum bitte, mein Schiff neu zu versorgen, dann möchte ich auch, das es bitte wirklich versorgt wird und ich hätte es positiv gefunden, das der Vorrat immer wieder aufgefüllt werden muss, ansonsten kann man irgendwann einfach nicht mehr weiterreisen, ist zwar Kleinkram aber würde dem Spiel mehr Echtheit verpassen und ich hätte es als eine sinnvolle Neuerung empfunden aber das sind so Kleinigkeiten, die nicht spielentscheitend sind. Storymnäßig bietet das Spiel eine klare Linie, wobei diese zwischendurch abweicht und ihr euch entscheideen müsst, ob ihr auf Seiten der Inquisition spielen wollt oder aber für die Eingeborenen und ab da an gibt es dann keinen wirklichen Wechsel mehr, ihr habt also die Möglichkeit euch einmal zu entscheiden. Ich habe bisher nur einen Weg gespielt und werde mir nun noch den anderen vornehmen. Die Bedienung ist wirklich sehr gelungen, der namenlose Held steuert sich genau und einfach und alles hat seine Tastenbelegung, die sich aber auch anpassen lässt, genauso ist es mit der Grafik, wenn das Spiel nicht rund läuft, einfach die Effekte runtersetzen und schauen ob das Spiel nun flüssig läuft.
Meistens bringt es was die Kantenglättung zu deaktivieren, da es doch oft Leistung zieht oder die Weitsicht und Details der Umgebung runterzuschrauben, wobei meine Leistung für alles ausreichend ist. Durch die Pistolen und Musketen wurde dem Spiel mehr Freiheiten beim kämpfen überlassen, man kann sich also selbst entscheiden, ob man eher mit Feuerwaffen kämpfen will oder aber auf Nahkampf wert legt und somit sein eigenen Kampfstil entwickeln, zumindest soweit die Möglichkeiten gegeben sind. Allerdings ist es beim Degen oder Säbel eher so Klick Klick Klick, wobei man die Schläge natürlich auch blocken kann. Das Kampfsystem hat sich da leider zum Vorgänger hin etwas verschlechtert. Dennoch können die negativen Punkte das Spiel nicht kaputt machen, denn es passt trotzdem alles irgendwie zusammen und PB hat es mal wieder geschafft mit einer schönen Spielewelt und einer guten Story das Spiel spielenswert zu machen und soviele Bugs gibt es diesmal nicht, das man sich groß ärgern muss, wobei die Konsolenverison leider nicht ganz so brauchbar sein soll, wie die PC Version und grafisch auch nicht gerade ein Hit darstellen soll. Das Spiel lässt sich gut bedienen und man kann sein Gold wieder für verschiedene Dinge verprassen, wie neue Kleidung, neue Waffen oder aber Proviant. Früher gab es immer verschiedene essbare Dinge wie Käse, Schinken etc, das wurde nun gestrichen.. Also es gibt im Spiel zwar schon Käse, rohes Fleisch etc aber wenn man das brät, wird es zu Proviant, alles ist nun als Proviant bezeichnet worden. Im Spiel gibt es aber auch wieder verschiedene Pflanzen, die eure Gesundheit erhöhen oder aber einzelne Stärken anheben, die sind aber selten und manchmal gut versteckt. Außerdem gibt es nun verschiedene Tränke und Voodoo, wobei ich das Voodoo noch nicht ausprobiert habe, da ich eher ein Freund von Musketen und Pistolen bin und natürlich gibt es auch Rum.
Ja wer hätte das gedacht, Piraten ohne Rum geht ja nicht wirklich. Rum gibt einem auch wieder Lebensenergie zurück, wobei der Unterschied da natürlich ist, Rum füllt die Energie sofort auf, Proviant und Pflanzen regenerieren die Lebensenergie erst nach und nach, also muss man im Kampf entweder Rum trinken oder durch die Gegend laufen und warten, das die Energie wieder voll ist. Ingesamt macht das Spiel also jede Menge Spaß und kann mich fast komplett überzeugen, wenn da nicht eine Sache wäre, die mich etwas verärgert hat aber was genau verrate ich nicht, das wird jeder denke ich selbst merken, wenn es soweit ist, ich fande es zumindest doof, da sich der Hauptteil im Spiel um die 4 Artefakte dreht und sie dann nun ja, findet es selbst herraus, ansonsten gibt es aber nichts weiter zu bemängeln. Richtige Kaperfahrten gibt es leider als Pirat nicht aber dafür wurde es ausgeglichen indem man Truhen plündert oder aber Tempelruinen plündert und sich mit Gold und anderen wertvollen Dingen bereichert, die mann beim Händler einfach verkauft ung gegen Gold eintauschen kann. Gut gefällt mir, das man nicht direkt in Gold schwimmt und anfangs erstmal gucken muss, wie man an Gold kommt und wodrin das dann investiert wird und natürlich auch für Missionen benötigt wird oder aber bei Händlern einlösen kann. Das Menü ist recht übersichtlich geworden,man findet alles direkt wieder und kann sich einen Überblick verschaffen über sein Inventar, seiner Karte, wo ein Schatz versteckt ist, sofern man eine Schatzkarte findet, was enorm Spaß macht einen Schatz zu suchen, oder aber welche Missionen noch offen sind und welchen der 20 legendären Gegenstände man schon gefunden hat. Wie man sieht gibt es hier einiges im Spiel zu tun und so schnell wird einem auch nicht langweilig, von daher kann man sich zwischendurch auch ein in der "Karibik" baumeln lassen und mit einem seiner Crew Mitglieder über die Insel fegen und Ruine plündern, Schätze suchen, Nebenmissionen erleidigen oder aber einen der legendären Gegenstände suchen, wo im Spiel immer wieder Hinweise versteckt sind. Kommen wir zum Fazit.
Mein Fazit:
Karibik ich komme. Mein Schiff und meine Crew hat Segel gesetzt und ich bin auf dem Weg Mara zu bekämpfen und mir ist dies auch gelungen. Ich habe das Spiel einmal durch und kann nur sagnen, Klasse gemacht. Die Grafik ist schön anzusehen und sorgt für Urlaubsfeeling, die Synchronisation ist überzeugend und es wurden sich gute Stimmen ausgesucht. Die Spieltiefe wurde überzeugend umgesetzt. Das Spiel lässt sich vom Schwierigkeitsgrad anpassen und ist von der Story her stimmig und vom Flair ebenfalls. Ich bin zufrieden mit dem Spiel und werde es aufjedenfall nochmal spielen, um zu sehen, wie sich das Spiel verändert, wenn ich den anderen Weg einschlage. Ich vergebe hier 5 Sterne und eine Kaufempfehlung.
Ich bedanke mich fürs lesen sowie kommentieren und bewerten.
Fazit: Siehe Bericht.
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