

Produkttyp: Dreamcatcher PC-Spiele
Neuester Testbericht: ... Handlung, sieht auch das Design der Monster aus. Manchmal sieht man sich Irrenhausinsassen konfrontiert, die in Zwangsjacke ste... mehr
Ein klassiches Ballerspiel ohne unnützen Schnickschnack
Painkiller (PC)

Name des Mitglieds: nebz
Produkt:
Painkiller (PC)
Datum: 11.09.06
Bewertung:
Vorteile: Simples Prinzp, sehr fair, abwechslungsreiche Levels, guter Sound, Grafik
Nachteile: Wenige Waffen, hat man etwas schnell durch.
Anfang der 90er erblickten einige Titel der Spieleschmiede id das Licht der Welt, die quasi ein neues Genre schufen - Ego-Shooter, Ballerspiel, wie auch immer.
Im Vordergrund stand es, sich durch Massen an Gegnern zu schießen und das Ende des Levels zu erreichen.
Dieses simple Spielprinzip machte einen Heidenspaß, wie auch heute noch.
Leider meinte die Fachpresse in der Zwischenzeit durch das Erscheinen von Möchtegern-Ballerspielen, die solche unnützen Dinge wie Taktik oder eine tiefergehende Story so etwas zum Standard erklären zu müssen. Das sei zeitgemäß, das brauche man. Statt sein Hirn abzuschalten und die Finger zu ölen, um die Gegnermassen mit der KI eines Stück Pumpernickels abzuballern, war es nun modern, als SWAT-Heini oder ähnliches um Ecken zu spähen und langsam und geplant vorzugehen, um einige wenige Gegner auszuschalten. Langweilig!
Und genau das wurde Painkiller 2004 zum Verhängnis:
Es wurde zu Unrecht abgewertet. Die Fachpresse vergab meistens nur Wertungen um die 70 %, was dem Spiel nicht gerecht wurde. Zu wenig Abwechslung, stupide Gegner und bloßes Herumgeballere, argumentierte man.
Doch war es nicht gerade das, was dieses Genre am Anfang der 90er so reizvoll machte?
Denn dieses Spiel bietet eigentlich alle wichtigen Tugenden eines reinrassigen Ego-Shooters.
Die Story, simpel und einfach und nur für den Hintergrund gedacht:
Daniel Garner und seine Angebetete machen eines regnerischen Abends einen kleinen Ausflug. Dabei überkommt sie im Auto plötzlich eine romantische Stimmung. Bedauerlicherweise gerät das Fahrzeug dabei auf die Gegenfahrbahn und wird von einem LKW erfaßt.
Nun sind beide tot und kommen in den Himmel.
Denkste!
Genau da greift man als Spieler ein: Die Himmelstore sind verschlossen, da Luzifer einen Angriff plant. Also einigt sich Daniel mit dem Himmel darauf, die Horden des Höllenfürsten zurückzutreiben und dafür wieder die Himmelspforten zu öffnen.
Und los geht es mit dem 1. von fünf Kapiteln.
Die insgesamt 24 Level führen einen an die üblichen Horrorschauplätze wie Friedhof, alte Kirchen und Katakomben, aber auch an Orte wie Venedig, eine mittelalterliche Stadt, eine vereiste Brücke und mehr. Jedes Level ist in Areale unterteilt, man kommt immer dann in das nächste Areal, wenn man alle Gegner erledigt hat.
Dabei stellen sich einem jede Menge abgefahrene Monster in den Weg: Von den üblichen Schurken wie Skeletten und Zombies mal abgesehen bekämpft man Mönche mit riesigen Äxten, Ritter mit Armbrüsten, die sich mit einem Schild schützen, Metzger oder hinterhältige Leichen, die sich von der Decke auf einen herunterfallen lassen oder Ninjas. Alle Gegner sind natürlich sehr dumm und rennen dem Helden munter vors Gewehr, aber einige wenige sind zumindest so schlau, den Helden zu überspringen oder sich hinter Säulen zu verstecken.
Am Ende einiger Level wartet ein Boßgegner, der manchmal auch eine spezielle Taktik erfordert.
Beispielsweise trifft man in den Katakomben ein Biest, was nur durch Tageslicht verwundbar ist.
Also ballert man sich das kleine Loch, was oben durch Bretter vernagelt ist, frei, stellt sich darunter(natürlich kurz über einem feurigem Abgrund) und lockt den Unhold an, der nach Berührung eines Strahles Sonnenlicht sofort in seine Einzelteile zerspringt.
Dazu stehen einem fünf Waffen zur Verfügung, die alle über einen Primär- und Sekundärfeuermodus verfügen.
Die Standardwaffe ist der Painkiller, eine Art überdimensionaler Porree-Stab, mit dessen rotierenden Klingen man die Gegner in Stücke reißt. Sekundär schießt der Klingenkopf durch die Gegend und hinterläßt dabei einen netten Energiestrahl, der Gegner bei Berührung tötet. Natürlich verfügt er über unendlich viel Munition.
Weiterhin gibt es das Schrotgewehr, eine simple, aber effektive Waffe, die sekundär die Gegner einfrieren kann.
So kann man sie eineisen und in diesem Zustand mit einem Schrotschuß wegblasen.
Das Bolzengewehr verschießt über eine kurze Distanz Holzpflöcke, die den Gegner regelrecht festnageln. Zwar ist die Schußrate sehr langsam, dafür ist der Schaden sehr hoch. Als zweiten Feuermodus kann man eine Art Granate mit Zeitverzögerung abfeuern.
Dann gibt es noch eine Art Nagelgewehr, welches kleine fiese Bolzen sehr schnell verschießt. Alternativ kann man die Gegner damit mit einem Elektrostrahl grillen.
Und zu guter Letzt gibt es eine richtig dicke Wumme, die primär durchhauende Raketen verschießt und sekundär die Gegner mit einem Maschinengewehr durchsiebt.
Am Ende eines jeden Kapitels steht man einem dicken turmhohen Endgegner(Luzifers Generälen) gegenüber, der eine besondere Taktik erfordert. Während der Zombieriese noch durch simples Draufballern zu erledigen ist, erfordert das Sumpfmonster schon mehr Taktik: Es ist an und für sich unverwundbar, man muß durch das gezielte Abschießen von Luftblasen in dessen Nähe seine Schlammhaut für eine Weile angreifbar machen, und nur dann steckt es Schaden ein!
In den Leveln findet man auch öfters Goldmünzen in Fässern, Särgen usw., die man benötigt, wenn man sich Tarotkarten kaufen will.
Diese Karten lassen sich durch das Erzielen von bestimmten Ergebnissen in einem Level(nur eine Waffe benutzen, keine Rüstung tragen oder alle Gegenstände zerstören usw.) freischalten. Es gibt silberne Tarotkarten, die Eigenschaften dauerhaft verändern, und goldene, die nur einmalig einsetzbar sind.
Diese Boni sind aber nur in den höheren Schwierigkeitsgraden verfügbar.
Zum Schwierigkeitsgrad sei gesagt, daß dieser sehr fair ist. Egal ob Anfänger oder gewiefter Profi, Painkiller bietet allen etwas entsprechend ihrer Fähigkeiten.
Wer das Spiel auf "Alptraum" durchhat, darf es anschließend auf "Trauma" nochmal spielen.
Technisch bietet das Spiel eine zeitgemäße Grafik, die Level sind sehr gut gestaltet und mit vielen netten Details versehen. So kommt eine düstere Stimmung auf. Auch die Gegner sind nett animiert, nur wird man nicht viel Zeit haben, sie sich näher anzusehen ;-) .
Die Physikengine von Havok setzt dem noch ein Sahnehäubchen oben drauf.
Soudmäßig bietet Painkiller ebenfalls viel auf:
Düstere Umgebungsmusik, die sich in Kämpfen mit Heavy Metal abwechselt, was den Adrenalinspiegel nach oben treibt. Tja, da hat man sich wohl vom gleichnamigen Album von Judas Priest inspirieren lassen, auch diesen "Painkiller" metallig zu gestalten!
Bei all diesen technischen Schmankerln ist es erfreulich, daß man nicht mal besonders teure Hardware braucht, damit alles flüssig läuft. Selbst ein mittelmäßiger PC packt das Spiel locker, eine Radeon 9600 oder vergleichbares schafft schon viele Möglichkeiten.
Unterm Strich ist Painkiller ein sehr gelungenes klassisches Ballerspiel. Übrigens, mit den offiziellen Patches läßt sich auch wieder das "echte" Blut und das "Splattern" anschalten, daß in der deutschen Version sonst fehlt, was den Spielspaß trübt.
Zu kritisieren gibt es nicht viel, ich hätte mir höchstens ein paar mehr Waffen gewünscht.
Fazit:
Wer einfach nur ballern will, kommt hier nicht drum rum!
Alle anderen spielen besser Fernschrei ;-))).
Fazit: Für mich das inoffizielle, wahre Doom III
| Bedienkomfort: | ||
| Grafik: | ||
| Sound: | ||
| Schwierigkeitsgr.: | ||
| Spaßfaktor: |
Weitere Testberichte: im Bereich PC Spiele


15.09.06
@topfmops: Wieso krank? Ich finde z.B. Filme von Quentin Tarantino krank und frage mich, was darum so ein Kult gemacht wird. Trotzdem gibt es Leute, die finden das gut. Ich kenne welche und "krank&quo t; würde ich die nicht nennen.