
Neuester Testbericht: ... die aus sehr vielen Rätseln besteht zurecht finden, damit er die teilweise etwas undurchsichtigen Rätsel lösen kann. Das Spiel beginnt ... mehr
Paradies mit Bugs
Outcast (PC)

Name des Mitglieds: Frany
Produkt:
Outcast (PC)
Datum: 23.09.00, geändert am 18.11.00 (164 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Handlungsfreiheit, geniale Grafik
Nachteile: Viele Bugs, hohe Hardwareanforderungen
In der Fachpresse wurde ja um Outcast viel Wind gemacht. Zum einen sprach man von zukunftsweisender Grafik, zum anderen von Ruckelpartien mit Urzeitauflösung auf einem P3.
1. Installation und Inbetriebnahme:
Da das Spiel jetzt in der 3. Folge von Play the Games zu finden ist, bin ich zufällig daruf gestoßen. Nach dem Kauf eines derartigen Spielepakets will man natürlich sofort alle Spiele installieren und ausprobieren. So bin ich schließlich auch auf Outcast gestoßen, habe die Scheibe ins CDRom-Laufwerk geschmissen und began mit der Installation, die mir auch sehr erfolgreich erschien. Doch nach der (ewig langen) Installation wurde das Programm automatisch beendet und keine Spur war von Outcast auf meiner Festplatte zu finden.
Na gut, irgendeinen Fehler gemacht, denkt man sich und beginnt erneut mit der Prozedur, doch mit dem gleichen Erfolg.
Also warf ich einen Blick ins beigelegte Handbuch und stelle erstaunt fest, dass man erst einen Patch installieren muss, bevor man Outcast selbst installieren kann. Was soll das sein? Ein ganz raffinierter Brennschutz, da der Patch auf einer anderen CD versteckt ist, oder nur der erste Bug in diesem Spiel??
Nach der anstrengenden Installation will man dann endlich Spielen. Ich starte das Menü und stelle die Grafik auf die höchste Einstell-Möglichkeit, das ist jedoch gar nicht so einfach, da die Einstellung "hoch" im Spiel "niedrig" bedeuted . Doch man ist vorgewarnt, also stellt das kein Problem mehr da.
Da ich einen nagelneuen Athlon 750 in meinem Rechner habe, dachte ich, die höchste Einstellung wäre gerade gut genug, doch weit gefehlt. Das Spiel empfing mich ruckelnd, und da ich stets auf ein sehr flüssies Gamesplay achte, suchte ich IM Spiel vergeblich eine Option zur Grafikregulierung. Also Spiel nochmal verlassen und Grafik von ausserhalb umstellen. Nach ein paar Versuchen war ich dann soweit und das Spiel konnte endgültig beginnen!
2. Grafik:
Outcast be
dient sich der eher seltenen Voxel-Technik, das sind 3Dimensionale Pixel. Für den Spieler bedeuted das in diesem Fall eine ungeheuer große Anforderung an den Chip (3D-Grafikkarten werden nicht unterstützt) bei nicht mehr zeitgemäßen Auflösungen von 320x240, 400x300 oder 512x384. Wer nun mit etwas geringerem als 400Mhz ins Rennen geht, hat von der Traumhaften Grafik nur sehr wenig, da er die Grafik zugusten der Geschwingkeit sehr verringern muss. Wer jedoch über genug Power verfügt (wie ich), der kann sich auf eine wirklich geniale Grafik freuen: Das beiden Monde spiegeln sich im Wasser, das sich sanft kräuslt, in Gesprächen (die natürlich in Spielegrafik stattfinden) ist die Mimik unübertroffen: Die Gesichter bewegen sich im Einklang zu dem gesprochenen. Die Landschaft besteht aus einem geschwungenen Boden, der nur schwer zu beschreiben ist. Man sieht zwar keine Details (Grashalme, Blumen...), aber man darf mir glauben, das diese einfach atemberaubend ist. Ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass ich öfter stehengeblieben bin und die Landschaft genossen habe. Die niedrige Auflösung stört einzig beim zielen, da die Gegner nur schwerer angepeilt werden können.
3. Sound und Sprache:
Der Sound kann auch als sehr gelungen bezeichnet werden: Die Hintergrundmusik passt sich immer an den Ort und die Umgebung an: die Schneewelt hört sich beispielseise anders an, als die Hauptstadt. Man hört auch, wenn sich ein Feind nähert. Die Musik kann nur in den Gesprächen etwas nervig sein, da man die Sprache dann kaum noch versteht. Man kann jedoch das CD Laufwerk kurz öffnen, wenn die Musik doch zu nervig ist, da alle Spieldaten auf der Festplatte gespeichert sind.
4. Steuerung:
Die Steuerung ist in Outcast etwas aussergewöhnlich: Eine sehr wichtige Taste ist die 1. Aktionstaste (standartmäßig die linke Maustaste), mit der man springen oder etwas benützen kann. Im Unterschied zu Action-Adventures wie "Tomb Raider" ist hält sich Cutter Slade von s
elbst an Rändern fest und zieht sich hoch. Zum kämpfen braucht Slade die 2. Aktionstaste, die er drückt, um sich bereit zu machen. Drückt man jetzt die 1. Aktionstaste feuert er, beziehungsweise schlägt zu. Was sich recht kompliziert anhört ist nach einer kurzen Einspielzeit schnell gelernt und man erkennt die Vorteile einer deratrigen Steuerung.
die Kamera lässt sich von der Genreüblichen von-hinten-Sicht in die Egoperspektive wechseln, in der vor allem das Zielen leichter fällt.
5. Story:
2006 schlägt ein Experiment der Amis mit einer Parrallelwelt fehl und die Erde droht vernichtet zu werden. So wird ein vierköpfiges Team zur Rettung der Erde entsandt, doch auch das schlägt fehl: Cutter Slade findet sich auf der Welt Adelpha wieder, von seinem Team fehlt jede Spur und die Ausrüstung ist übers ganze Land verteilt und wird von den Bewohnern für heilige Gegenstände gehalten. So kann man fast in jedem Haus Gegenstände finden, die man gebrauchen kann.
Jedenfalls soll man die Welt vor dem ungerechten Herrscher Fae Rhan befreien, dazu muss man 5 Mons finden, die auf fünf unterschiedliche Welten verteilt sind: So gibt es ein fruchtbares Land auf dem von Sklaven Rizi angebaut wird, das die Krieger zu essen bekommen, oder die riesige Hauptstadt, in der unzählige Menschen leben.
Sehr wichtig in dem Spiel ist auch die theoretisch (siehe Punkt: Bugs) vollkomme Handlungsfreiheit und nichtlinearität, die es erlaubt, die Quests in einer beliebigen Reihenfolge zu lösen
Den Programmierern ist es auch super gelungen eine Welt zu simulieren, bei der die Lebewesen (gemeint sind die "Aliens") ihre Arbeit haben und diese auch ausführen. Wenn man sich z.B. mit einem Rizi-Zähler unterhält, stellen sich die Arbeiter mit dem Rizi an, um ihr Rizi zählen zu lassen.
6. Kämpfe:
In den Kämpfen in Outcast ist meist taktische Überlegung gefragt, da die KI der Gegner extrem hoch ist. so holen sie, sobald Cutter entdeckt wird per Trompete Verstä
rkung, oder machen die Fliege, wenn sie ihre Unterlegenhet erkennen. Auch gehen sie in Deckung oder versuchen Cutter zu umzingeln und dann zu erlegen. Oft hilft dann wirklich nur noch die Flucht.
Was sehr positiv auffällt, ist, dass man praktisch unbegrenzt Munition hat, da man nur zu einem Fühler (das sind praktisch die Schmiede auf Adelpha) gehen muss, der ihm dann Munition macht. Man muss nur die überall auf Adelpha (nach-)wachsenden Rohstoffe einsammeln und ihm diese geben.
7. Speichersystem:
In Outcast ist das Speichersysetm direkt in den Spielverluaf miteingebaut: So bekommt man am spielbeginn von einem Häuptling einen sogennanten "Gamsav"-Stein, den man nur in der bekannten Weise benutzen muss, um zu speichern.
Das hat folgenden Sinn: Man nützt da speichersystem nicht aus, das heißt man speichert nicht an jeder Ecke, da der Speichervorgang ca. 1 Minute dauert.
8. Bugs:
Das ein derartiges Spiel nicht ganz ohne Bugs auskommt, ist eigentlich klar, aber das diese Bugs nicht nach einem Jahr wenigstens Größtenteils ausgemerzt sind, schmerzt doch schon sehr! So musste ich bereits zweimal von vorne anfangen, da ein Ereignis, das zum weiterkommen erforderlich ist, nicht eingetreten ist, oder da ich bei einer wichtigen Person nicht über die Grüßungszeremonie gekommen bin.
Aber auch an kleineren Grafikfehlern fehlt es leider nicht: So passiert es häufig, das Cutter halb- oder ganzwegs in der Wand verschwindet.
Mfg Frany
P.S.: Der unten angegebene Preis bezieht sich auf das Spielepaket Play the Games Vol. 3!
Fazit:
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02.11.00
Die KI ist sehr beeindruckend.. . Ich hab die ganze Zeit auf einen 3dfx-Patch gehofft; der wird aber wohl nicht kommen. Schade.