
Neuester Testbericht: ... kann. Als Fazit kann ich nur eine ehrliche Empfehlung an alle beigeisterten PC Spielern geben , denn das Spiel besticht wirklich durch ... mehr
Heute ist ein guter Tag zum Sterben!
Oni (PC)

Name des Mitglieds: Neolythicer
Produkt:
Oni (PC)
Datum: 15.02.01, geändert am 15.02.01 (343 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Story, Manga, Kampftechniken
Nachteile: langweilige Graphik, nicht so tolle Sprachausgabe
Story:
In Oni spielt ihr die junge Konoko welche Mitglied in einer Polizei Einheit der Zukunft ist, welche sich in der fernen Zukunft mit einer gefährlichen Verbrecherorganisation herumschlagen muss. Das ganze spielt im Jahre 2032, der Weltfrieden wird immer werden gefährdet durch verschiedene Verbrechensorganisationen, auch die Regierung scheint nicht mehr das zu sein, was sie vor vielen Jahren mal war, Korruption wird groß geschrieben, die Polizei ist oftmals machtlos gegen die kriminellen Aktivitäten auf der Straße.
Um dem Einhalt zu gebieten wurde Konoko leicht genetisch verändert, was ihr eine ungeheure Macht gibt welche sie natürlich für die Guten einsetzt um die Bösen zu vernichten. Also macht man sich auf in der Rolle von Konoko die Bösewichte zu stoppen, ganz besonders natürlich um die gefährliche Organisation Syndikat und dessen geheimnisvollen Chef Muro welcher irgendetwas mit Konoko zu schaffen hat.
Leider stellt man bald fest, dass die Genmanipulation an Konoko nicht nur Vorteilte für sie hat und es eine ziemlich dunkle Vergangenheit von Konoko gibt, welche es aufzudecken gibt. Auch in den eigenen Reihen scheint oftmals etwas nicht zu stimmen und auch die Rebellen scheinen nicht das zu sein, w
as sie zu schein sein.
Auf jeden Fall wird das Spiel im Laufe des Spiels immer dunkler und erinnert teilweise sogar an Filme wie z.B. Bladerunner oder aber an den Manga „Ghost in a Shell“. Ich war auf jeden Fall begeistert von der Story, welche anfangs vielleicht ein wenig langweilig wirkt, aber später dann ihr volles Potential offenbart. Bis zum finalen Showdown, welcher nicht ganz so freundlich ausfällt entwickelt sich vieles anders als man es am Anfang noch gedacht hat.
Eben wie in einen echten Manga, wer auf gute Storys steht, die vielleicht nicht ganz so freundlich sind, ist hier gut beraten.
Graphik:
Die Screenshots auf der DVD Hülle, welche ich persönlich aber ziemlich schlecht designt finde, sahen schon ganz vielversprechend aus. Nachdem ich das Spiel installiert habe, was knapp 700 MB einnimmt, war ich aber schon beim ansehen des Intros leicht enttäuscht, da die Qualität nicht gerade die Beste ist und nur wenig über die Story aussagt. Zwar wird man perfekt auf das Spiel eingestimmt, aber man hätte das Video ein wenig größer lassen sollen, den so wirkt es jedenfalls auf meinen Rechner ein wenig verpixelt was ich nicht gerade schön finde. Die Szenen wirken genau wie in einem Manga Film, also perfekt.
Danach geht es dann auch schon los ins Spielmenü, das typisch konsolenmäßig aufgebaut ist und für meine Verhältnisse ein wenig bieder wirkt. Aber egal, die Spielgraphik kann ja so schlecht nicht sein, also das Spiel gestartet. Dann leider der Schock, vor dem eigentlichen Spielstart gibt es erst mal ein Tutorial ( Einführung ) für das Spiel, eingeleitet mit einer Zwischensequenz, welche leider ziemlich schwach aussieht, die Animationen der Personen sind nicht gerade perfekt, beim Sprechen bewegen sie ihre Münder nicht, dadurch geht leider sehr viel Atmosphäre verloren. Damit man nicht den Überblick verliert, wird aber im oberen Bereich des Bildes immer ein Bild eingeblendet von der Person, welche gerade e
twas spricht.
Nun ja, der erste Eindruck kann ja täuschen, also ab ins Spiel. Hier sieht man dann, das die Engine doch nicht so schlecht ist, sie kann sehr große Räume darstellen und die Animationen der Charaktere sind ziemlich perfekt geworden, sie bewegen sich alle sehr geschmeidig und wirken dadurch echt. Das beziehe ich übrigens wirklich auf alle Personen, Konoko sowie alle Gegner.
In Oni sieht man die ganze Szenerie von hinten, dabei ist die Kamera aber etwas höher als Konoko, dadurch verliert man eigentlich in keiner noch so schnellen Szene die Übersicht und nichts wird verdeckt, so hat man die volle Kontrolle über Konoko. So kämpft man sich dann durch die Szenarien, dabei kämpft man meistens mit den Füßen oder den Fäusten.
Sollte man einen Gegner getroffen haben, wird dies mit einer bestimmten Farbe angezeigt, hat man den Gegner z.B. besonders viel Schaden z.B. durch eine Kombination zugefügt, wird dies durch eine rote Wolke angezeigt, sollte der Gegner geblockt haben, ist sie blau. Es gibt insgesamt 4 verschiedene Farben, z.B. grün und gelb. So kann man einschätzen, wie viel der Gegner noch verträgt.
Wie es um Konoko selber bestimmt ist, sieht man im unteren rechten Bereich in Form einer Kugel angezeigt, so kann man unter anderem schnell ablesen, wie viel Energie man noch besitzt, wie viele Medi Packs und natürlich ob man noch Munition für die aktuelle Waffe hat, oder ob das Magazin überhaupt geladen ist. Dadurch wirkt Oni ziemlich übersichtlich.
Auch die Effekte die es beim Kämpfen zu sehen gibt, sind ganz nett anzusehen wie z.B. Transparenzeffekte oder coole Trefferanimationen. Besonders toll finde ich aber die Benutzung von Waffen, da gibt es noch die besten Effekte zu sehen, was die Engine sonst noch so kann sind z.B. Spiegelungen, und natürlich ganz große Areale darzustellen.
Leider gibt es bei der Graphik aber einen großen negativen Punkt den ich unbedingt ansprechen muss, zwar sind die Level a
llesamt sehr umfangreich und groß, aber leider wiederholen sich die Graphiken sehr oft und mit der Zeit wirkt das bieder und nicht mehr ansprechend. So rennt man die meiste Zeit entweder durch Lagerhallen, Büros oder sonstige Gebäude, als Höhepunkte sehe ich z.B. den Besuch in einen Flughafen oder in einen Firmengebäude an, alles andere ist einfach zu langweilig.
Zwar wirken die Gebäude von der Größe her imposant aber mit der Ausstattung hat man einen Fehler gemacht, es gibt nämlich meistens keine, es stehen nur hier und da komische Apparaturen oder Kisten rum und das ist einfach zuwenig, auch für eine Stadt in der Zukunft.
Wer also auf schöne Areale steht, wird mit Oni ziemlich enttäuscht werden, auch wenn die Gebäude echt wirken, aber sie sehen für mich so aus, als ob da erst noch jemand einziehen möchte, alles ziemlich leer. Dafür sind die Animationen umso besser, auch die Zwischensequenzen in der Spielgraphik werden im Lauf der Zeit immer besser. Leider gibt es gerenderte Videos nur am Anfang und am Ende des Spiels, ein wenig mehr wäre besser gewesen, außerdem sind sie zu kurz und eigentlich ohne Bezug zur Story.
Sound + Musik:
Ziemlich wichtig für so ein Spiel sind die Soundeffekte, ohne coole Kampfgeräusche und ohne coole Musik würde die Sache nur halb soviel Spaß machen. Leider bekommt man nur das übliche Gedröhne von Konsolenspielen bei den Kampfgeräuschen, also nichts was einen vom Hocker reißen würde.
Ziemlich Sailormoon ähnlich ist auch die Sprachausgabe, die Frauen sprechen mit so einer hohen Stimme, die könnten glatt aus Zeichentrickfilmen kommen, welche sich aber nicht auf hohem Niveau befinden, da hätte man vielleicht professionellere Sprecher engagieren sollen, so geht wieder etwas von der Atmosphäre verloren, auch die Betonungen der Wörter sind nicht alle korrekt.
Nicht ganz so schlecht finde ich hingegen die Musik, besonders die im Intro und im Menü ist ganz cool, während man spielt gibt es a
ber nicht durchgängig Musik sondern z.B. nur bei Szenen in denen es um Geschwindigkeit geht um die Spannung zu steigern.
Also, typische Konsolenkost auf leider nur durchschnittlichen Niveau.
Steuerung:
Bei Oni ist die Steuerung das Herzstück des Spiels, den anders als in anderen Spielen kämpft man in Oni fast ausschließlich mit den Fäusten und den Füßen. Deshalb gibt es eigentlich nur Nahkämpfe, Fernkämpfe kommen zwar auch manchmal zustande, da es auch Waffen gibt, aber diese schränken die Bewegungen von Konoko ein und man kann nicht mehr so schnell und agil handeln, was in manchen Bereichen ziemlich schwer ist.
Konoko steuert man aus der bekannten Maus + Tastatur Steuerung, mit den Tasten W,A,D,S bewegt man die Heldin, mit der Maus dreht man sie herum und blickt in den Levels umher auf der Suche nach Gegnern. Ein Klick auf die Linke Maustaste löst einen Schlag aus, ein Klick auf die Rechte einen Tritt. Hinzu kommen noch die Sprung und eine Taste für besondere Manöver wie z.B. das Rutschen auf dem Boden, was manchmal unabdingbar ist.
Diese Tasten kann man natürlich kombinieren, wenn man z.B. vor einem Gegner steht und W sowie die Linke Maustaste betätigt, wirft man den Gegner über die Schultern, entwaffnet ihn usw. ! Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten anzugreifen, natürlich kann man auch Angriffe blocken, indem man einfach keine Taste betätigt, gegen Fernwaffen hat dies natürlich keine Auswirkungen.
Wie nicht anders zu erwarten gibt es in Oni auch verschiedene aus Kampfspielen wie z.B. Tekken, oder Street Fighter 2 die sogenannten Kombos, welche besonders viel Schaden durch eine Mehrzahl von Techniken die hintereinander abgespult werden anrichten. Um diese zu aktivieren muss man manchmal ziemlich viele Tasten hintereinander drücken, aber diese Kombinationen sind manchmal auch dringend erforderlich, wenn man z.B. mal wieder von Gegnern umzingelt worden ist, sollte man sich damit schnell Platz schaffen. <
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Natürlich nutzt man nicht alle Kombos, da es einfach zu viele gibt und man sich auf ein paar spezialisieren sollte, damit man nicht den Überblick verliert. Also mir macht die Steuerung Spaß, auch die Waffen sind einfach zu handhaben, das Nachladen geht schnell, zielen und feuern kein Problem, sogar ein Scharfschützengewehr gibt es, das macht Laune.
Also, wenn man sich erst mal durch das Tutorial geschlagen hat, gibt es keine Probleme mit der Steuerung.
Von einem Gamepad kann ich nur abraten, ich glaube das klappt sogar gar nicht.
Umfang:
Oni ist mit seinen 14 riesigen Levels ziemlich umfangreich geworden, für einige benötigt man über eine halbe Stunde, schade ist dabei wirklich nur, das manchmal die Abwechslung auf der Strecke bleibt, zwar gibt es immer mal wieder kleinere Aufgaben wie z.B. das Stoppen von Fahrzeugen, das Auffinden von Gegenständen usw. aber eigentlich muss man immer nur durch die Gegend rennen, Gegner umhauen und Terminals bedienen, was oftmals nervig ist da es für einige Türen mehr als nur ein Terminal gibt, ziemlich schade, dafür ist das Leveldesign wieder ganz gut gelungen.
Auch gut finde ich, dass es endlich wieder große Oberbosse gibt, die sogenannten Endgegner die besonders fiese Taktiken drauf haben und eine Menge einstecken können, leider sind einige von ihnen doch ziemlich einfach zu besiegen indem man einfach nur auf sie einschlägt, nachdem man sie entwaffnet hat. Na ja, trotzdem Lobenswert, erinnert mich an meine Turrican Zeit.
Obwohl das Spiel ziemlich umfangreich ist, verliert man nie den Überblick, man kann immer ein Menü aktivieren in dem Mann oder Frau die aktuellen Ziele einsehen kann oder die erlernten Kamptechniken noch mal betrachten kann, inklusive der Auswirkungen und der Tastenkombination, auch wird die Geschichte hier weiter gesponnen, was aber auch in den Levels z.B. durch kleine Gespräche mit Zivilisten welche manchmal sogar Gegenstände rausrücken.
Waffe
n gibt es nicht so viele, aber das ist ja auch nicht der Sinn in Oni, dafür sind sie aber ziemlich schlagkräftig, muss jeder selbst wissen, ob er sie einsetzen möchte oder nicht. Ohne macht es auf jeden Fall mehr Spaß.
Man wird also einige Zeit an Oni sitzen, leider ist die Zeit nicht sehr abwechslungsreich und erst zum Schluss wird die Story richtig spannend, nach dem Motto mehr Schein als Sein. Schade ist auch, das man die Einführung nicht überspringen kann, also, beim Löschen des Spiels die Speicherstände welche übrigens automatisch bei relevanten Szenen abgesichert werden sichern. Pro Level gibt es so ca. 3 und mehr Speicherstellen, es gibt 3 Schwierigkeitsgrade, für jeden etwas.
Fazit:
Oni ist ein ziemlich innovatives Spiel, wenn man das Kampfsystem alleine sieht, aber leider ist nicht alles so rosig, die Level sind trist und strotzen nicht gerade so vor Abwechslung. Dafür ist die Story später ziemlich gut und spannend, es gibt Wendungen im Spielverlauf und somit ein echter Manga zum mitspielen. Leider ist auch die Soundkulisse nicht so optimal genau wie die Sprachausgabe, an der Präsentation hätte man also noch ein wenig feilen können.
Trotzdem spiele ich Oni gerne, da es mal andere Ideen hat, spannend wird und es einfach Spaß macht mit den verschiedenen Kombinationen den Bösewichtern eins über die virtuelle Rübe zu ziehen. Dabei ist das Spiel aber nicht allzu brutal, deswegen schon freigegeben ab 16 Jahren.
Viel Spaß werden also Fans von Kampfspielen haben die mal durch gigantische 3D Level ziehen wollen, oder Fans von Mangas. Also z.B. Ich, obwohl die Graphik und der Sound wirklich nicht ganz so toll sind.
Also, rettet Konoko und vielleicht am Ende die ganze Welt!
Viel Spaß wünsche ich euch also!
Euer Neo
©2001-02-15
Fazit:
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05.05.01
Gut gegliederter Bericht. Ausführlich, mit eigener Meinung, und noch zu einem Thema, das mir gefällt. Gruß, fenikso