
Neuester Testbericht: ... Films - Entschuldigung - Spiels ist einfach erstklassig. Mit zu der tollen Atmosphäre trägt natürlich auch der gelungene Soundtrack bei. ... mehr
Hollywood zum selber spielen
Max Payne (PC)

Name des Mitglieds: 00Wotan
Produkt:
Max Payne (PC)
Datum: 17.09.01, geändert am 17.09.01 (23 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: bullet time, Atmosphäre/Grafik, Story
Nachteile: zu kurz, kein Multiplayermodus
+++Spielprinzip+++
Eigentlich ist "Max Payne" wie ein normaler Egoshooter aufgebaut, wobei die Perspektive einen großen Unterschied darstellt. Man sieht nicht wie gewohnt nur die Hand seines Avatars (in diesem Fall des Polizisten Max Payne) samt Waffe, sondern blickt diesem wie aus Actionadventures bekannt über die Schulter. Das Spiel ist dagegen ganz klar auf rasante Action ausgelegt und bietet wenig Adventureelemente.
Neben der für dieses Genre ungewohnten Ansicht unterscheidet sich "Max Payne" auch durch ein echtes Novum von der Shooterkonkurrenz: die bullet time. Dieser begrenzt oft nutzbare Modus verlangsamt auf Knopfdruck das ganze Geschehen deutlich, wobei das Anvisieren der Gegner aber trotzdem in normaler Geschwindigkeit erfolgt. Das bringt im Spiel natürlich erhebliche Vorteile und macht obendrein coole Stunts a la Matrix möglich. Mit etwas Übung kann man sogar den heranrauschenden Kugeln ausweichen!
Wie gesagt geht es sonst im Großen und Ganzen darum, stärker werdende Feinde mittels eines reichhaltigen Waffenarsenals zu erledigen. Von einem einfachen Baseballschläger über diverse Pistolen, Maschinengewehr, Granatwerfer und Scharfschützengewehr ist eigentlich alles vertreten. Außerdem gibt es noch Wurfgeschosse in Form von Handgranaten und Molotov-Cocktails.
Neben den normalen "Schieß-Leveln" sind auch ab und zu ein paar abwechslungsreiche Besonderheiten eingebaut. So gibt es beispielsweise zwei "Alptraumlevel", in denen man nur den richtigen Weg finden muß, und einen Abschnitt in dem man auf einer Plattform rumfährt und Gegner aus großer Entfernung mit dem Scharfschützengewehr erledigen muß. Spaßige Sache...
Das hud (hea
d up display) ist dabei sehr übersichtlich aufgebaut. Prinzipiell gibt es nur 3 permanent sichtbare Informationen in der unteren linken Ecke. Neben den obligatorischen Anzeigen für die körperliche Konstitution und die Anzahl an painkillern (füllen wie der Name schon sagt auf Knopfdruck die Lebensenergie auf) gibt es noch eine Sanduhr, die sich während aktivierter bullet time leert und durch das Töten von Gegnern wieder aufgefüllt wird.
Eingesammelte Waffen und Munition werden kurz unten rechts eingeblendet, auf Knopfdruck läßt sich ein übersichtliches und komfortables Menü für den Waffenwechsel einblenden.
++Story++
Wie es sich für ein anständiges Spiel gehört, wird die Motivation natürlich durch eine ansprechende Story aufrecht erhalten, die in "Max Payne" durch Comcis und Skript-Ereignisse vorangetrieben wird:
Max kommt grade vom Dienst nach Hause, als er Schreie hört. So schnell wie möglich rennt er in den ersten Stock aber leider vergeblich. Seine Frau und sein Kind sind von Unbekannten im Rausch der neuen Droge Valkyr ermordet worden!
3 Jahre später beginnt das eigentliche Spiel. Max arbeitet undercover gegen die Mafia in New York und soll seinen Kontaktmann in einer U-Bahn-Station treffen. Schnell wird dabei deutlich, daß etwas nicht stimmt und der Kontaktmann wird vor Max' Augen erschossen. Der Verdacht fällt dabei auf Max, der nun von Polizei und Gangstern gejagt seinen Feldzug antritt...
Hört sich nicht nur spannend an, ist es auch! Die sich hervorragend weiterentwickelnde Story ist eine der großen Stärken dieses Spiels! Bisher ist "Max Payne" allerdings nur in komplett englischer Sprache erhältlich, was für Personen mit beschränkten Englischkenntnissen ziemlich problematisch sein dürfte, da viele Slangausdrücke verwendet werden.
+++Grafik+++
Eine andere große Stärke ist die exzellente Grafik. Besonders in der bullet time sehen die umherfliegend
en Kugeln und realistischen Einschläge einfach super aus. Die Gegner sind alle gut animiert, wobei auf allzu brutale Darstellungen verzichtet wird. Jugendfrei ist das Spiel angesichts durch Molotov-Cocktails entzündeter lebender Fackeln natürlich nicht, was aber durch einen "Parental Lock" entschärft werden kann.
Erwähnenswert sind außerdem die für die Grafik moderaten Hardwareanforderungen. Auf einem 500er mit Geforce hatte ich keine Probleme!
Die durch die Grafik entstehende Atmosphäre ist jedenfalls sehr gut gelungen und trägt wesentlich zum Spielspaß bei!
+++Fazit+++
Neben den genannten positiven Aspekten darf aber besonders für ambitioniertere Spieler nicht unerwähnt bleiben, daß Max Payne äußerst kurz ist. Wenn man sich ranhält, kann man das Spiel problemlos an einem Wochenende durchspielen. Danach ist zwar ein höherer Schwierigkeitsgrad wählbar (was im Umkehrschluß bedeute, daß man anfangs nur einen Schwierigkeitsgrad wählen kann...), aber die Motivation war zumindest bei mir nicht mehr vorhanden! Ein weiterer Kritikpunkt ist der fehlende Multiplayermodus, der vermutlich wegen der bullet time schwierig zu realisieren war...
Alles in allem kann ich Max Payne aber nur empfehlen!
Gruß 00Wotan
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich PC Spiele



20.09.01
Glückwunsch zur Krone. Hier war dooyoo ja mal wieder gaaanz großzügig!