Majesty (PC)
"Ich schwinde dahin"... - Majesty (PC) PC Spiele

Neuester Testbericht: ... Schwierigkeitsgraden, in denen jeweils ein oder mehrere Ziele (ein bestimmtes feindliches Gebäude zerstören, eine bestimmte Menge Geld hor... mehr

"Ich schwinde dahin"...
Majesty (PC)

tirason

Name des Mitglieds: tirason

Produkt:

Majesty (PC)

Datum: 14.07.00, geändert am 14.07.00 (31 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: durchdachtes Spielkonzept, großer Spielspass

Nachteile: keine

...hallt es aus dem Lautsprecher meines Computers. Oh nein! Schon wieder hat einer meiner Helden ins Gras gebissen. Schuld daran ist ein Böser Okulus, der sein Unwesen in der Nähe von einem meiner Wirtshäuser treibt. Na warte, Monster! Auf dich setze ich ein Kopfgeld aus. Und zwar ein so hohes, dass sich meine besten Helden dir annehmen. Gesagt - getan. Und schon ziehen meine Recken in den Kampf gegen das fliegende Auge (so schaut ein böser Okulus aus). Meine Magier decken das üble Monster mit Feuerbällen ein, einer meiner Waldhüter schießt unaufhörlich mit seinem Bogen. Da kommt auch endlich einer meiner Zwerge und versetzt dem Ungeheuer einige kräftige Hiebe. Schließlich klappt der Okulus zusammen. Meine Helden haben den gefallenen Helden gerächt, Erfahrung und Gold gewonnen. Aber in den tiefen der Wälder rund um meine Burg tummeln sich noch genügend Ungeheuer und Monster, die es zu töten gilt...

Das Spielkonzept von Majesty ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Anders als bei den üblichen Strategiespielen, können bei Majesty die Helden nur indirekt gesteuert werden. Man kann seinen Helden also nicht einfach befehlen, von A nach B zu gehen. Vielmehr muss der Spieler den Helden einen Anreiz geben, etwas Bestimmtes zu tun. Dies geschieht indem entweder ein Kopfgeld auf ein Monster ausgesetzt wird oder indem vom Spieler eine Entdeckungsfahne platziert wird. Für jedes Kopfgeld und jede Entdeckungsfahne wird vom Spieler eine bestimmte Gold-Prämie festgesetzt, die beim Erreichen des Ziels (entweder Tötung des Monsters oder Erreichen der Entdeckungsfahne) an die Helden ausbezahlt wird, die sich ans Töten oder Entdecken machen.

Das so verteilte Geld kommt man nach einiger Zeit teilweise wieder zur Majestät (dem Spieler) zurück, denn zum einen müssen alle Helden Steuern zahlen und zum anderen können die Helden in den Gebäuden der Majestät Produkte und Dienstleistungen kaufen (so können z. B. Magier in Bibliotheken neue Sprüche lernen oder Krieger W
affen und Rüstungen in Schmieden kaufen). Von dem Gold, das sich so langsam aber sicher anhäuft, kann der Spieler neue Gebäude bauen (z. B. einen Magierturm oder bestimmte Tempel), Gebäude aufwerten (nach einer Aufwrertung erwirtschaftet ein Markt z. B. mehr Gold) oder neue Helden anwerben.

Insgesamt kann bei Majesty zwischen 16 verschiedenen Heldentypen gewählt werden. Darunter die „Standard“-Helden wie Krieger, Zwerg, Elf oder Magier. Es gibt aber auch ausgefallenere Helden, wie etwa die Priesterinnen von Krypta, der Todesgöttin, oder die Anhänger von Lunord, dem Mond- und Windgott. Beim Bau von Tempeln und Magiergilden kann der Spieler je nach Tempelart auf einige Zaubersprüche zurückgreifen, die er direkt einsetzen kann.

Majesty bietet ca. 20 vorgefertigte Missionen, die es zu bestehen gilt. Der Schwierigkeitsgrad steigt langsam aber stetig an. Die letzten Missionen sind wirklich harte Brocken. Es besteht außerdem die Möglichkeit sich eigene Missionen zusammen zu basteln. Die Grafik von Majesty ist recht putzig und gut anzusehen, der Sound dudelt so vor sich dahin. Zum Teil recht witzig gemacht sind die Sprüche der einzelnen Helden.

Insgesamt handelt es sich bei Majesty um ziemlich abwechslungsreiches Spiel. Das interessante an diesem Spiel ist, dass man erst nach einiger Zeit herausfindet, wie die einzelnen Helden auf die Angriffs- und Erforschungsfahnen reagieren. Magier springen z. B. nicht so sehr auf eine ausgesetzte Belohnung an, während Gauner und Zwerge sich recht schnell auf machen, um Prämien einzukassieren.

Fazit: