Half-Life (PC)
Don't forget about Freeman - Half-Life (PC) PC Spiele

Erhältlich in: 1 Shop

Produkttyp: Vivendi PC-Spiele

Neuester Testbericht: ... ein bisschen nachdenken muss. ~~>Einleitung<~~ Bei einem Experiment sind Lebewesen aus einer anderen nicht bekannten Welt in das rie... mehr

Don't forget about Freeman
Half-Life (PC)

GordonFreeman

Name des Mitglieds: GordonFreeman

Produkt:

Half-Life (PC)

Datum: 01.03.01, geändert am 01.03.01 (78 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Spielwitz, Story, Realismus, Hardwareanforderungen

Nachteile: ???

Was passiert wenn in einer Forschungsstation ein Experiment gründlich in die Hose geht? Willst Du es wirklich wissen? Willst Du vielleicht sogar die Hauptrolle spielen? Dann ist der Klassiker Half-Life für alle die ihn noch nicht kennen eine gute Investition Aber nun alles über das Spiel um Gordon Freeman (jetzt wisst Ihr auch woher ich meinen dooyoo Name habe):

> Die Story:

Am Anfang findet sich Gordon in einer U-Bahn der Forschungsstation Black Mesa, er hat heute verschlafen und ist etwas spät dran. Falls ihr mal auf Black Mesa (oder dem was davon übrig ist) arbeiten wollt: eine nette Stimme in der U-Bahn erläutert allerlei hilfreiche Dinge wie Einstellungsvoraussetzungen... . Anschliessend holt sich Gordon noch seinen Schutzanzug, redet mit ein paar Wissenschaftlern und ab geht’s zum grossen Experiment in der Test Kammer... und es endet mit einen grossen Knall, nichts ist wie es einmal war. Teile der Station sind zerstört und überall wimmelt es nur vor Aliens. Im Level "We've got Hostiles" kommt noch das Militär dazu.

Die Reise führt zuerst durch viele Stellen von Black Mesa, einigen Lagerräumen, den Katakomben der Abwasserversorgung, Becken mit ätzender Säure, an der Oberfläche, prächtigen Labors (Questionable Ethics). Einmal darf man sogar eine Draisine fahren (On Rail) und eine grosse Rakete mit Satellit starten. Man sieht auch einen Staudamm (Black Mesa erhält also Ökostrom) und in den Aussenleveln prächtige Canyons (es spielt also wohl in Arizona oder New Mexico). Später geht das Spiel in einer Parallelwelt namens Xen weiter, wo man den Endgegner Nihilath trifft.

Während der Schwierigkeitsgrad am Anfang recht niedrig ist wird es später noch ganz schön knackig. Zwischenspeichern hilft oft (Quick Save mit F6).

Die Skins und Maps sehr detailreich, liebevoll und absolut realistisch gezeichnet. Man kann bei allen Bots die liebevoll gezeichneten Gesichter bewundern. Die Militär Lkws entsprechen ex
akt den amerikanischen Reos und bei den Black Mesa Geländewagen handelt es sich wohl um einen Nissan Pathfinder. Alle Geräte die in der Gegend herumstehen wie Microwellenherde, Getränkeautomaten etc. entsprechen exakt dem Vorbild aus dem hier und jetzt. Gefahrenhinweise gibt es US typisch an allen Ecken und Enden.

Stellenweise merkt man aber, dass die modifizierte Quake II Engine am Ende angelangt ist. Viele Texturelemente, wie die starren Maps für den Himmel in Aussenleveln sind nicht mehr ganz up to date. Aber Half-Life sieht trotzdem noch sehr, sehr gut aus.

Falls jemand nicht weiterkommt, etwa auf Half-Life pcgame.com gibt es einen Walkthrough: http://half-life.pcgame.com.

> Waffen / Goodies:

Das Waffenarsenal besteht aus einem Brecheisen, einer Pistole (recht genau), einem schicken Revolver (1 Schuss ist tödlich), im Gegensatz zu Opposing Force leider ohne den praktischen Laser, einem MG (zielt nicht so genau wie die Pistole), der Pumpgun (nichts für die Ferne, bei nahen Zielen dafür umso fataler).

Das Portfolio wird dann noch von Handgranaten, Minen mit Lichtschranken, einer Waffe der Wissenschaftler (offenbar mit Uran Munition, aufgrund der zwei Tanks an der Waffe nenne ich sie mal Zweikomponentenwaffe) und verschiedenen Alienwaffen ergänzt.

Im Vergleich zu anderen Shootern ist das Arsenal weniger spektakulär aber nicht weniger wirkungsvoll.

Das Leben von Gordon wird zusätzlich durch die HEV Suit geschützt, mit Einschüssen und Explosionen verliert die HEV Energie und wird entweder durch Batterien oder an Ladestationen aufgefrischt.

> Gegner:

Bei den Gegnern handelt es einmal um verschiedene Aliens, wobei Facehugger und Elektrohunde einfach mit dem Brecheisen erlegt werden können. Die Zombies sind etwas langsam, können aber gut schlagen (das Brecheisen hilft aber auch oft). Vorsicht ist etwa bei den Feuermonstern angesagt (oft ist es besser zu rennen).

Die andere Seit
e sind die US Marines, die Black Mesa säubern sollen. Es handelt sich dabei je nach Version um echte Soldaten oder Soldaten Roboter, üblicherweise mit Pumpgun oder MG bewaffnet. An einigen Stellen (Auf Schienen) bedienen die Soldaten(roboter) noch stationäre Kanonen, einfach hinter die Kanone fahren und abdrücken. Bei MG Nestern sollte man eine Handgranate dahinterwerfen. Die Soldaten werfen natürlich auch mit Handgranaten.

Daneben gibt es dann noch Black Ops (Ninjas), welche nur leicht gepanzert und mit einer Pistole bewaffnet aber sehr schnell sind. Sie operieren unabhängig vom Militär (offenbar hatte das Pentagon nicht genug Vertrauen in seine eigenen Truppen...).

Die Gegner überzeugen eher durch ihr zahlreiches Auftreten und Überraschungseffekte. Die KI ist aber weniger ausgeprägt; vor Bomben etwa rennen sie nicht davon. Kein Vergleich zu den schlauen Skaarj in Unreal oder den Bots in Unreal Tournament und besonders Q**** 3 (bei letzteren beiden ist die Gegner KI aber auch wichtiger als bei Half-Life).

Hin und wieder muss auch eine Selbstschussanlage des Militärs ausgeschaltet werden (mit MG, Pumpgun oder Handgranaten) oder eine stationäre Selbstschussanlage abgestellt werden (entweder darauf schiessen oder an manchen Stellen mittels Schaltkasten abstellen).

Panzer kann man, na logisch, mit der Bazooka am einfachsten ausschalten. Bei Hubschraubern tut es ebenfalls die Bazooka oder die Zweikomponentenwaffe im Charge Mode (rechte Maustaste).

> Steuerung:

Die Steuerung ist exakt und einfach zu handhaben. Geschieht mittels Maus und Tastatur ;).

Leider sind die Levels an einigen Stellen nicht ganz fehlerfrei, man kann aus unerfindlichen Stellen "hängenbleiben". Gelegentlich hilft ducken.

> Grafik / Hardwareanforderungen:

Die von Quake 2 abgeleitete Half-Life Engine ist immer noch zu einer guten Darstellung fähig. Auch wenn Unreal Tournament noch etwas prächtiger wirken ma
g sieht Half-Life trotzdem gut aus.

Sierra gibt als Mindestanforderung einen Pentium 233 MMX, 32 MB Ram und eine SVGA Grafikkarte an. Mein PC mit Duron 800, 256 MB Ram, Asus AGP-V7100 (GeForce2MX) hat natürlich keine Probleme ;). Für eine Auflösung von 1024 * 768 und 32 Bit Farben (Open GL) reicht nach meinen Erfahrungen mit Half-Life schon ein Celeron 400 und eine Grafikkarte mit nVidia TNT2 aus. (getestet von GordonFreeman) Wer die Auflösung auf 640 * 480 oder 512 * 384 herunterregeld wird (mit Qualitätseinbussen) auch mit etwa mit einer ATI Rage Turbo oder (etwas schneller) nVidia Riva 128 oder Intel i740 eine flüssige Darstellung erreichen. Open GL läuft erheblich schneller als Direct 3D.

Bei der Soundausgabe wird als Surround Klang auch EAX (Creative Labs) und A3D von Aureal (in Memoriam) unterstützt. Mit einer EAX oder A3D tauglichen Soundkarte wird auch schon bei Stereo Lautsprechern die Räumlichkeit deutlich gesteigert. Die Effekte sind bei A3D prinzipbedingt noch etwas besser (für die Soundblaster Live! gibt es einen kostenlosen Patch für eine A3D 1.0 Softwareemulation).

> Netzwerk:

Zum Netzwerkmodus gibt es nicht viel zu sagen, Half-Life ist KULT. Neben unzähligen kostenlosen Skins und Maps gibt es eigenständige Mods, die Half-Life voraussetzen (der bekannteste ist Counter Strike). Wer HL im Netzwerk spielt sollte auf allen beteiligten PCs Half-Life im gleichen Built installiert haben, bei unterschiedlichen Versionen kann es Probleme geben.

> German Version vs. US Version:

Achtung! Half-Life landete in der Orginalversion aufgrund von rotem Blut, Kopfschüssen (auch wenn nicht explizit hervorgehoben), dem Zwang auf Menschen zu schiessen (Soldaten) auf dem Index. Sierra hat aus diesem Grund eine Deutsche Version ins Programm genommen. Die deutschen Dialoge mögen für manche vielleicht von Vorteil sein, ob man zensierte Stellen in Kauf nimmt bleibt jedem selbst überlassen. Die Veränderungen im Einzelnen:
man hat die Soldaten und Ninjas durch Roboter ersetzt, die Forscher kauern auf dem Boden wenn man sie tötet und das Blut wurde grün gefärbt. Die Zensur kann nicht rückgängig gemacht werden. Eine US Version erkennt man an dem fehlenden Aufdruck auf der Verpackung (Deutsche Version, ähnlich Parental Advisory).

Ob man dazu fähig ist die US Version zu spielen oder ob man andrerseits mit einer geschnittenen Version klarkommt muss jeder User für sich selbst entscheiden. Ich gebe hier keine Empfehlung aus. Bei der Altersempfehlung unten habe ich mich an die Packung aufgedruckte Auffassung der USK für die Deutsche Version gehalten (die US Version war in Deutschland ab 18 und ist in den USA ist bereits ab 15 freigegeben!).

> Fazit:

Auch wenn es schon über zwei Jahre alt ist hat Half-Life noch nichts von seiner Faszination eingebüsst, im Gegenteil, es gewinnt immer mehr begeisterte Anhänger. Wer noch mehr von Black Mesa sehen will sollte unbedingt Opposing-Force spielen. Dann gibt es noch als eigenständiges Spiel Gunman Chronicles. Half-Life, Opposing Force, Team Fortress Classic und Counter Strike kann man übrigens für rund 50 Märker (ca. 25 €) im Set Half-Life Generation erwerben. Wer es noch nicht hat sollte unbedingt zugreifen.


written by GordonFreeman 01.03.2001 (andreas.adelsberger@topmail.de)

Fazit: