Fahrenheit (PC)
Ein Schocker. So oder so. - Fahrenheit (PC) PC Spiele

Erhältlich in: 2 Shops

Produkttyp: Atari PC-Spiele

Neuester Testbericht: ... Detective Carla und Tyler, die den Täter von genau dieser Tat hinterher sind, und Spuren gegen ihn sammeln. Die Story von Fahrenheit ... mehr

Ein Schocker. So oder so.
Fahrenheit (PC)

katakombi

Name des Mitglieds: katakombi

Produkt:

Fahrenheit (PC)

Datum: 11.09.06, geändert am 11.09.06 (550 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Innovativ, stimmungsvolle Musik + Grafik sorgt für Atmosphäre, gute englische Sync

Nachteile: Story, keine wirklichen Charaktere, Steuerung (teilweise), achja, erwähnte ich bereits die Story?

An wen richtet sich die folgende Bewertung?
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Diese Bewertung soll sich an all jene richten, die sich überlegen, das Spiel "Fahrenheit" zu kaufen, sich auch schon etwas genauer informiert haben über Inhalt, Genre, Screen Shots oder Tests und noch etwas unsicher sind.

Lest bitte einen der anderen (teils sehr hochwertigen) Testberichte, wenn ihr etwas über den Inhalt erfahren möchtet.
Es wäre doppelt gemoppelt, das alles noch mal zusammen zu fassen!

Dieser Testbericht ist sehr subjektiv.
Bitte bewertet nicht negativ, wenn euch so etwas stört, sondern hört an dieser Stelle einfach auf zu lesen!


Meine Kaufentscheidung
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Als ich die zwar sehr kurze, aber nichts desto trotz sehr beeindruckende Demo durchgespielt hatte, war mir klar, daß ich "Fahrenheit" früher oder später spielen würde.
Musik, Sprachausgabe (englisch), Actionelemente und Grafik erzeugten eine dichte Atmosphäre, wie es sonst nur richtig gute Filme vermögen.
Das allein und die bohrende Frage nach der Ursache von Lucas Kanes Morden führten dazu, daß ich schon bald bei eBay zuschlug (20 Euro).



Interaktivität und multiple Handlungsstränge:
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Ganz am Anfang hat man wirklich noch das Gefühl, daß verschiedene Aktionen (man kann ja oft aus Zeitgründen nicht alles tun!) auch unterschiedliche Entwicklungen in der Handlung nach sich ziehen.
Aber nach einer gewissen Zeit gewann ich mehr und mehr den Eindruck, daß es teilweise völlig egal war (vor allem in den Dialogen, wo ich oft alles probierte).
Die Linearität der Story bricht so mehr und mehr durch.

Bedienkomfort:
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Es empfiehlt sich unbedingt, das Training am Anfang ein paar mal zu wiederholen.
Sonst bleibt ihr vielleicht wie ich in der ersten richtigen Actionsequenz stecken.

Genre und Innovation
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Zweifelsohne ist "Fahrenheit" innovativ, das gilt teilweise schon für die Steuerung mittels Mausgesten und dem Abspeichern, was so eigentlich nicht existiert.
Wie bei alten Ballerspielchen werden "Kapitel" freigeschaltet, ab denen man das Spiel wieder aufnehmen kann.
Auch die Atmosphäre zu Beginn habe ich bisher nicht erlebt.
Insgesamt krankt das ganze Konzept etwas an der Interaktion, die Actionszenen auf wüstes Tastaturhacken reduziert (so zumindest bei mir geschehen) und dem gediegeneren Spieler oftmalige Wiederholung abverlangt, bevor er alle Details wahr nimmt.


Pro:
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Wer die Demo durchgespielt hat, kennt die Pros:

+Exzellente, fesselnde Atmosphäre
+Stimmungsvolle Musik und Sprachausgabe (die gute englische Sprachausgabe ist angeblich immer mit dabei)
+Sehr passende, gute Grafik
+Sinnvolle Story wird anfangs glaubhaft suggeriert

Kontra:
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Über Mängel in der Bedienung und etwas platte Charakterisierung konnte ich hinweg sehen.
Auch hatte ich den Eindruck, daß es oft etwas zu innovativ zu ging. Alles wurde irgendwie "actionisiert",
vom Geistesblitz über das Gitarre spielen bis hin zum Koitus.
Aktionen haben stets Auswirkungen auf die psychischen Verfassungen der Charaktere (ähnlich wie in Rollenspielen), nur das ich nie Konsequenzen zu spüren bekam, wenn ich den Gemütszustand ignorierte.

Das einzig wirklich schlimme, was meiner Meinung nach die Spielatmosphäre nachhaltig und endgültig zerstört, ist die schlecht durchdachte Story, wenngleich das vielleicht auch nur rückwirkend geschieht.
Insbesondere die expliziten und sinnlosen Sex- und Actionszenen gegen Ende plätten das Niveau und sorgen dafür, daß man sich mal vorkommt wie ein Voyeur und mal wie King Kong.

Kaum zu glauben, daß das Spiel mich anfangs derart gefesselt hatte, daß an Aufhören gar nicht zu denken war.
Leider hat ungefähr ab der Hälfte diese Talfahrt ins Absurde eingesetzt, die in einem pompös-plumpen Hollywood-Showdown endete.
Stets in der Hoffnung, die allumfassende Auflösung und Erklärungen der verrückten Zusammenhänge würde noch geliefert, fand ich mich plötzlich vor dem Abspann wieder und fragte mich, ob dieses endlose Anhäufen von Mysterien und Symbolen alles gewesen sein sollte!

Ich kam mir betrogen vor um die zweite Hälfte des Spiels, dessen erste Hälfte ich noch einige Stunden zuvor gespielt hatte.
Danach habe ich "Fahrenheit" aus der Hand gelegt und nie mehr angerührt, obwohl es noch Alternativ-Schlüsse geben soll.


Fazit:
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Trotz aller Innovation ist Fahrenheit leider ein Spiel wie heute so viele, die man idealerweise bis zur Hälfte spielt und dann wieder aus der Hand legt.
Dann kann man sich wenigstens der Illusion hingeben, die Story hätte noch irgendwelche Erklärungen oder raffinierte Wendungen parat gehabt.

Fazit: Demo spielen. Spiel anspielen. Aber nicht durchspielen! Nein. Wirklich nicht!

Bedienkomfort:    Bedienkomfort
Grafik:    Grafik
Sound:    Sound
Schwierigkeitsgr.:    Schwierigkeitsgr.
Spaßfaktor:    Spaßfaktor