Eastern Front (PC)
Kettenrasseln an der Ostfront... - Eastern Front (PC) PC Spiele

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Eastern Front (PC)

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Produkt:

Eastern Front (PC)

Datum: 08.10.01, geändert am 08.10.01 (250 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Enorme Detailtiefe, Umfangreiche Szenarien

Nachteile: Technisch ein wenig hinter der Zeit, Sehr lange Einarbeitung nötig

Extrem komplexe Schlachten erwarten den Strategen bei Eastern Front.
Der Spieler manövriert rundenbasiert seine Truppen durch die Geschehnisse des zweiten
Weltkriegs an der Ostfront in der Sowjetunion im Jahre 1941. Damit ist die Story eigentlich auch schon erzählt. Man hat viele verschieden Missionen in Kampagnen zu bewältigen, kann aber auch einzelne Gefechte durchdenken und bewältigen. Insgesamt gibt es acht Kampagnen und mehr als 50 Szenarios, die der Spieler zur Auswahl hat. Sowohl die deutsche als auch die russische Seite kann vom Spieler übernommen werden. Komplex gestaltet sich das Ganze, da über 300 verschiedene Einheiten in die Kämpfe bzw. Szenarien verwickelt sind.
Der Ablauf ist, wie bereits erwähnt, rundenbasiert und die Einheiten bewegen sich auf Hexfeldern, die man aus unzähligen anderen Strategiespielen kennt. Jede einzelne Truppe hat eine bestimmte Anzahl an Aktionspunkten, die eine Aussage über mögliche Bewegungen und Feuermaßnahmen in einer Runde machen. Im Verlauf von Szenarien sammeln überlebende Einheiten Erfahrung. Somit ist es umso wichtiger das Überleben einzelner Einheiten zu sichern, um diese in späteren Einsätzen zur Verfügung zu haben. Ein stark mit "Veteranen" besetztes Kampfkontingent hat wesentlich bessere Chancen, als ein Haufen unerfahrener
Einheiten. Beide Parteien sind abwechselnd am Zuge und reagieren automatisch auf gegnerische Maßnahmen, wenn die andere Seite an der Reihe ist.

Eastern Front bietet ein Flut von Spieloptionen, die eine Individualisierung eines jeden Feldzugs erlauben. Ebenso bieten die verschiedenen Truppen viele Optionen in Abhängigkeit von ihrer Art und Erfahrung. Der Spieler kann in verschiedenen Modi auch "Karriere" machen und seinen Dienstgrad steigern. Das Handbuch ist leider nur eine mühsame Hilfe.

Die Grafik des Spiels ist eher nur als durchschnittlich zu bezeichnen. Auf Dauer erscheinen die Landschaftstypen etwas eintönig und die Einheiten könnten
etwas detailierter sein, was bei der Hülle und Fülle an Truppen hilfreich wäre. Die Kampfsequenzen werden mit der Dauer auch zu einheitlich. Jedenfalls fehlte mir mit fortschreitender Zeit ein wenig mehr optische
Veränderung und Abwechslung. Die Hexfeld-Optik ist eben nicht so schön.

Der Sound ist ebenfalls nicht mehr als mittelmäßig. Die Kampfgeräusche sind okay, aber nichts besonderes. Die Musik kann man per Optionsmenu abschalten, wovon mit der Zeit sicher jeder "Feldherr" Gebrauch machen wird.

Die Steuerung ist recht einfach gehalten, man wählt die gewünschte Einheit mit der Maus
an und kann dann einfach die Befehle erteilen, die die Aktionen in der nächsten Runde bestimmen. Somit sollte niemand mit der Steuerung Schwierigkeiten haben.

Fazit: Richtige Strategie-Fetischisten werden ihre wahre Freude an dem Game haben, denn Eastern Fronts bietet eine enorme Detailtiefe, wie kaum ein anderes Game dieses Genre.
Für "Gelegenheits-Strategen" ist das Spiel sicher zu optionsreich. Man muß sich wirklich eine ganze Zeit mit den unzähligen Truppen beschäftigen, bis man ansatzweise ihre Vor- und Nachteile zu schätzen bzw. nutzen weiß. Ich habe mich viel mit dem Programm beschäftigt und kenne heute noch nicht alle Einheiten mit ihren Vorzügen und Schwächen. Die technische Qualität ist sicherlich ein wenig hinter der Zeit, aber so ist es halt bei älteren Spielen.
Abschließend möchte ich Eastern Front nur wirklichen Cracks empfehlen, da anderen Playern die Detailtiefe mehr Frust als Lust am Spielen beschert.

Fazit: