
Neuester Testbericht: ... die Monster um den bösen Ritter welcher irgendwann eindringt niederzustrecken. Der will nämlich alles für sich. Dabei muss man seine Mon... mehr
Buddeln für die Hölle
Dungeon Keeper (PC)

Name des Mitglieds: transmechanicus
Produkt:
Dungeon Keeper (PC)
Datum: 10.07.01, geändert am 10.07.01 (28 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: neue Spielidee, viele Möglichkeiten, Langzeitspaß
Nachteile: keine
Es handelte sich bei Dungeon Keeper 1 um ein völlig neues Spielprinzip. Sie übernehmen die Rolle einer bösen Macht, die danach trachtet die Welt mit Tod und Verderben zu überziehen. Dabei stehen ihnen natürlich die Kräfte des Guten im Weg und müssen möglichst bald aus dem Weg geräumt werden.
Das gesamte Spiel konzentriert sich ach einen Dungeon, den sie selber anlegen. Zuerst verfügen sie nur über ihr Herz, der wichtigste Raum, denn wenn dieser zerstört wird verlieren sie das Spiel. Nun beginnen sie damit ihren Imps, kleinen Dienerkreaturen, zu befehlen verschieden Räumlichkeiten wie Schlafsääle, Traningskammern und Schatzkammern zu bauen. Zu Beginn verfügen sie nur über wenige Räumlichkeiten, in späteren Leveln kommen dann aber noch Folterkammern, Bibliotheken, Wachtposten, Gefängnisse, Handwerkskammern und mehr dazu.
Sobald sie erstmal einen Eingang erschlossen haben lassen sich auch die ersten Monster blicken. Zuerst nur Riesenfliegen und Käfer oder Spinnen, später dann Zauberer, Teufler und sogar Drachen. Ist alles da, was man zum leben braucht: ein Schlafplatz, eine Hühnerfarm und vielleicht ein Trainingsraum fühlen sich die kleinen Kreaturen der Hölle auch schon wohl. In jedem Level gibt es ein gewisses Maximum an Kreaturen, was aber kaum eine Einschränkung darstellen sollte.
Werden die Kreaturen von ihrem abgebauten Gold entlohnt ist es auch kein Problem sie bald auf eine vernünftige Stufe zu trainieren. Nach und nach lernen sie immer mehr dazu, so können Spinnen ihre Gegner einfrieren, Teufler Giftwolken verschießen und Drachen Feuerbälle schleudern. Insgesamt gibt es ca. 20 Fertigkeiten und mindestens eben so viele Kreaturen.
Ihr Gegner verfügt aber auch über einen Dungeon oder, wenn es sich um Helden handelt, um Heldentrupps die durch die Gegend streifen um sie zu vernichten. Darunter sind Elfen, Feen, Zwerge und Ritter. Diese können sie später auch gefangen nehmen und mit Folter um überlaufen bringen (oder sie im Knast versauern la
ssen, bis sie auf ihrem Friedhof zu Vampiren oder Skeletten auferstehen).
Forschen sie fleißg können sie auch selbst mit Blitzen oder Steinhageln in die Gefecht eingreifen. Von Beginn an steht ihnen aber auch die Möglichkeit zu das Spiel aus der Sicht einer beliebigen Kreatur zu beobachten und mit ihr zu kämpfen.
Die völlig neue Idee und die Möglichkeit mal für die Seite des Bösen zu arbeiten machen dieses Spiel zu einem unvergleichlichen Erlebnis. Die Grafik ist akzeptabel und die Handhaben alles andere als schwer. Der Schwierigkeitsgrad eignet sich auch für Einsteiger und ein Langzeitspaß der niemals endet ist auch vorhanden. Das ganze ist mit ein wenig Humor angehaucht (z.B. die Möglichkeit das Spiel aus der Sicht eines Huhnes zu erleben) und verleiht dem Spiel noch das besondere Etwas.
Wenn sie jetzt überlegen sich vielleicht doch lieber den grafisch aufgemotzten zweiten Teil zu holen kann ich davon nur vehement abraten: der erste ist hundertmal besser!
Preis und Anforderungen sind auch hier minimal: 10-20 DM und tadelloses spielen ab 100 Mhz. Für alle die 0-8-15 Spiele leid sind bietet sich hier eine unterhaltsame Abwechslung.
Fazit:
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