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Produkttyp: Blizzard PC-Spiele
Neuester Testbericht: ... hat darf man grafisch von dem Spiel nicht viel erwarten, darum geht es hier aber auch garnicht! Die Grafik besteht größtenteil aus gerende... mehr
Metzelspaß mit Langzeitwirkung
Diablo 2 (PC)

Name des Mitglieds: KauntNull
Produkt:
Diablo 2 (PC)
Datum: 18.11.01, geändert am 18.11.01 (256 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: verschiedene im Bericht genau beschriebene Aspekte sorgen für monatelangen Langzeitspielspaß, mittlerweile ist das Spiel recht günstig für teilweise unter 40 Mark zu bekommen
Nachteile: für optimalen Genuß Internetverbindung und Flatrate ZWINGEND erforderlich, Playerkiller vergällen einem die Freude etwas
Wie kann so etwas Spieler über Monate, ja sogar JAHRE an den Schirm fesseln und auf Dauer Spaß machen? fragen sich jetzt sicherlich viele unter euch. Die Erklärung folgt auf dem Fuße, denn es ist nicht das Metzeln an sich, was die Leute vor ihre Rechner bannt, sondern eine ausgewogene Mischung vieler Komponenten, wobei aber wie gesagt das Metzeln in einer von fünf verschiedenen Charakterklassen im Vordergrund steht.
Sprachversionen
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Doch nun der Reihe nach.
Diablo 2 gibt es in deutscher und englischer Sprache, wobei sich beide Versionen lediglich von der Verpackung und dem Handbuch und in einer EINZIGEN (!!) Datei unterscheiden - diese Datei mit dem Namen d2lang.dll findet man auf den einschlägigen Treffpunkten für Diablo2-Spieler wie Diablo2.de, Arreat Summit (offizielle Blizzard Website) oder bei diabloii.net in beiden Sprachversionen zum Download - auf diese Weise kann jeder, der es wünscht, aus einer deutschen Version eine englische machen - für viele Enthusiasten die einzig praktikable Lösung, da die deutsche Übersetzung vor allem der Monsternamen Blizzard teilweise nach Strich und Faden mißglückt ist - statt vor Angst zu schlottern liegt der Spieler der deutschen Variante oft mehr vor Lachen am Boden, wenn wieder einmal ein "Baumstumpf der Stinkende" aus dem Wald bricht und den Spieler angreift.
Hardware-Voraussetzungen
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Die Systemanforderungen sind für heutige Verhältnisse sehr moderat:
+ Windows 2000/XP, 95, 98 oder NT 4.0, Service-Pack 5
+ Pentium 233 oder besser
+ 32 oder 64 MByte RAM, je nach Spielvariante (Singleplayer bzw. Multiplayer)
+ 650 - 1500 MByte ver
fügbarer Festplattenspeicher (je nach Installationsumfang)
+ 4x-CDROM oder besser
+ directX-kompatible Grafikkarte (zu empfehlen: Direct3D-Support für bessere und schnellere Grafik)
+ Internetanbindung über Modem/ISDN, xDSL oder Standleitung nur für das sogenannte Battle.Net (Onlinespielen) notwendig
+ directX-taugliche Soundkarte
Hierzu einige Anmerkungen: Natürlich sind einige Eckwerte nur MINIMAL-Anforderungen, etwa die an Hauptspeicher und Prozessor. Natürlich reicht ein 233er aus, aber dann muß man für ein flüssiges Spielen sehr viele Optionen und Features ausschalten. Beim Speicher sollten 128 MByte das absolute Minimum sein, denn bei weniger kommt der Rechner bei vielen gleichzeitig am Schirm zu animierenden Monstern und Spelleffekten sonst doch arg ins Trudeln, was zu Lags und damit einem schnellen Tod führen kann.
Der Plattenplatz von 650 MByte stellt ebenfalls nur das Minimum dar - hier muss sich das Spiel viele Informationen permanent von der CD holen, was den Spielfluß ebenfalls deutlich bremst. Optimal ist die Vollinstallation von 1,5 GByte - platzfressend, aber gut für die Leistung des Spiels.
Die Installation
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Die Installation selbst geht denkbar einfach und simpel vonstatten - CD rein, Autostartfenster geht auf (zumindest bei den meisten PCs - die anderen müssen install.exe halt manuell starten), auf Installieren klicken und den Anweisungen am Schirm folgen. Bei der Vollinstallation will das Programm der Reihe nach alle drei CDs haben, sinnigerweise zum Starten des Setups die erste, dann direkt die zweite und dritte und ganz am Schluß noch einmal die erste - hier hätte Blizzard (der Hersteller des Spiels) wirklich intelligenter vorgehen können.
Das Spiel
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Nach dem Start des Spiels hat man mehrere Möglichkeiten, ins Spielgeschehen einzusteigen. Da wäre zum einen natürlich der Einzelspielermodus zu nennen, bei dem man allein für sich und ohne jedwede Notw
endigkeit weiterer Mitspieler Diablo suchen und plätten kann. Die Charaktere, die man sich für den Einzelspielmodus baut, können übrigens auch für den Multiplayermodus und im sogenannten Open Battlenet genutzt werden. Dies sind die zwei weiteren Möglichkeiten des Spielens, wobei letztere eine aktive Internetverbindung sowie das Originalspiel und damit einen gültigen CD-Key als "Eintrittskarte" ins Battle.net voraussetzt und erstere vorwiegend auf LAN-Parties zum Einsatz kommt.
Die vierte Möglichkeit setzt wiederum aufs Battle.net und eine Internetverbindung, sie nennt sich CLOSED Battlenet. Hierbei werden die vom Spieler erzeugten Charaktere ausschließlich auf den sogenannten Realm-Servern abgelegt und nicht lokal auf dem Rechner des Spielers, um so ein Cheaten zumindest drastisch zu erschweren. Nachteil: es gibt zwei US-Realms, einen Europa- und einen Asien-Realm, und ein jeweils auf einem Realm erzeugter Charakter kann auf keinen Fall auf einem anderen Realm eingesetzt werden. Zudem bricht immer wieder mal der eine oder andere Realm kurzfristig unter der Last der Spieler zusammen, so daß die Spieler auf die anderen Realms ausweichen und somit diese anderen Server ebenfalls sehr stark belasten. Zeitweise gabs auf dem Europa-Realm mehr asiatische Spieler als Europäer, um nur ein Beispiel zu nennen.
Für sämtliche Multiplayer-Varianten gilt, daß maximal acht Spieler in einem Spiel mitspielen können. Diese Spieler haben wiederum die Möglichkeit, sich zu einer sogenannten Party zusammenzuschließen. Das heißt, wenn ein Mitglied der Party ein Monster tötet, bekommt nicht nur der Spieler Erfahrungspunkte dafür, sondern jedes Mitglied der Party, und zwar im Verhältnis zwischen Partylevel (Summe der Charakterlevel aller Partymitglieder) zum eigenen Level. Der Killer des Monsters erhält zusätzlich zehn Prozent Bonus - auf diese Weise lohnt sich das Partyplay immer dann, wenn beispielsweise zwei Spieler zusammen schneller vorankommen als wenn sie
einzeln vorgehen würden. Damit es sich überhaupt rechnet, in einer Party zu spielen, werfen die Monster bei wachsender Anzahl an Mitspielern auch immer mehr Erfahrungspunkte ab - so kommt es, daß man in einem mit acht Spielern gefüllten Spiel rund fünfeinhalbmal so viele XP bekommt wie als Einzelspieler.
Charakterklassen
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Hat man sich für einen Spielmodus entschieden, landet man im Charakter-Bildschirm, wo man wahlweise einen vorhandenen Charakter zum Weiterspielen auswählen oder sich einen neuen erschaffen kann. Außerdem kann man einen vorhandenen Spieler löschen, wenn man den Charakter nicht mehr weiterspielen will - sinnvoll, wenn man schwerwiegende Fehler beim Aufbau des Charakters gemacht hat und dies irgendwann später daran feststellt, daß man nicht mehr weiterkommt.
Zur Auswahl stehen bei der Charaktererschaffung fünf verschiedene Klassen, die ich im einzelnen kurz vorstellen will. Dabei ist allen fünf Klassen gemeinsam, daß sie jeweils dreißig klasseneigene Fertigkeiten haben, die in je drei Bäume zu je zehn Fertigkeiten aufgeteilt sind und teils aufeinander aufbauen. So gibt es Fertigkeiten, die ein Spieler erst ab Level 6, 12, 18, 24 oder 30 lernen kann, und das auch nur dann, wenn er die vorausgesetzten Skills vorher gelernt hat.
Weiterhin ist allen Klassen gemeinsam, daß der Spieler verschiedene Ausrüstungsgegenstände mit sich führen und tragen kann, etwa Rüstungen, Helme, Schilde, Gürtel, Stiefel, Handschuhe, Ringe und Amulette sowie natürlich die verschiedensten Waffen. Bei den Waffen wiederum gibt es solche, die teils nur von einer bestimmten Klasse überhaupt sinnvoll genutzt werden können, teils in den Händen der falschen Charakterklasse einfach unsinnig sind - was will beispielsweise ein Barbar mit einem Magierinnenstab, oder eine Magierin mit einem Paladinzepter?
Die Klassen im Einzelnen, kurz vorgestellt:
Der P A L A D I N
Ein guter Nahkämpfer mit speziellen als Auren bezeichn
eten Skills. Diese Auren wirken offensiv (verstärken beispielsweise den pro Schlag ausgeteilten Schaden oder erhöhen die Angriffsgeschwindigkeit) oder defensiv (heilen permanent, wirken als Schutz vor Elementarschaden wie etwa als Sicherung gegen Feuerschaden und dergleichen) und breiten ihre Wirkung auf alle Partymitglieder in Reichweite des Spielers aus.
Da der Paladin dank seines dritten Fertigkeitsbaumes und der guten Konstitution selbst gut austeilen kann, ist er sicherlich für einen Anfänger einfacher zu spielen als eine doch sehr skillabhängige Magiern.
Der B A R B A R
Der Nahkämpfer schlechthin, bei all der Kraft und Lebensenergie, die er hat. Dafür ist er magisch eher ein unbeschriebenes Blatt und hat es auch nicht so sehr mit der Geschicklichkeit. Die Fertigkeiten teilen sich auf in Kampfertigkeiten, die letzten Endes einfach verschiedene Angriffsarten mit eigenen speziellen Vor- und Nachteilen darstellen, sogenannte Masteries, in denen der Spieler beispielsweise dem Barbaren die Fähigkeit mit seiner Hauptwaffe umzugehen etwa bis zum Mehrfachen des normalerweise ausgeteilten Schadens erhöhen kann, natürliche Resistenz gegen die verschiedenen Elementarschäden erhöhen kann etc. und zuletzt die Kampfschreie, die ähnlich den Paladinauren für die ganze Party wirken und teils sehr sinnvolle Features haben wie etwa eine Verdoppelung der Verteidigungsklasse für eine gewisse Zeitspanne.
Der T O T E N B E S C H W Ö R E R
Er ist wohl eher in der Grauzone zwischen Nah- und Fernkämpfer anzusiedeln, denn einerseits ist er kampftechnisch schon etwas schwach auf der Brust und hält sich lieber im Hintergrund eines Gefechts, während die von ihm beschworenen Skelette, Golems und Wiederbelebten das Grobe für ihn erledigen, andererseits kann er dank verschiedener Flüche und aurenähnlicher Skills auch im Nahkampf noch bestehen, wenn man ihn mit den richtigen Gegenständen ausstattet. Der Necro, wie er unter Kennern in der Regel genannt wird, is
t damit eher weniger für Einsteiger geeignet und wurde zeitweise im Closed Battle.net auch ziemlich gehaßt, da eine Überzahl an von ihm erschaffenen Minions die Server arg in die Knie zwang und somit für lagbedingtes Ableben vieler eigentlich unbeteiligter Spieler sorgte.
Die A M A Z O N E
Hat sich im Laufe des letzten Jahres von einer Außenseiterposition zur derzeit wohl beliebtesten Charakterklasse unter Hardcore-Spielern entwickelt. Vorwiegend Fernkämpferin, sind ihre Skills denn auch speziell dazu gedacht, ihre verschiedenen Fähigkeiten im Umgang mit Bogen, Armbrust, Lanze oder Wurfspeeren zu verfeinern und den damit erzielten Schaden zu multiplizieren. Schaut man sich die Weltrangliste der besten Diablo2-Spieler an, stellt man fest, daß überwiegend Amazonen als erstes den Sprung über Level99 geschafft haben. Dies liegt unter anderem daran, daß sie in hohen Levelstufen zu einer wahren Massenvernichtungsmaschine wird. Dafür ist sie gerade in den ersten 20 Level aber eher schwach auf der Brust und setzt sehr detailliertes Insiderwissen über die "Chemie" von Diablo2 voraus, um zu überleben.
Die M A G I E R I N
Lange Zeit die favorisierte Spielerklasse für Hardcorezocker, da sie schon in recht frühen Levelgraden ernsthaften Elementarschaden austeilt. Als Nahkämpferin praktisch unspielbar, greift sie stattdessen auf verschiedene Zaubersprüche der Gattung Feuer, Eis oder Elektrizität zurück. Je nach Spezialisierung kann es passieren, daß die Magierin sehr abhängig von Spitzenitems wird, was wiederum bewirkt, daß sie auch eher weniger von Anfängern gespielt werden sollte, da man hier skilltechnisch doch sehr viel versauen kann.
Ihr seht, gerade Paladin und Barbar bieten sich für den Einstieg an, da es hier zumindest bis Level 60 nicht soooo tragisch ist, wenn man mal ein paar Skillpunkte falsch verteilt hat. Diablo2 solange spielen zu wollen, bis man einen Charakter auf Level 99 gepusht hat, setzt aber sehr viel Planung
und Geschick voraus, sonst wird die Sache schnell recht frustrierend, wenn man auf dem Schwierigkeitsgrad Hölle nicht mehr zu Rande kommt.
Das Erfahrungssystem
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Apropos Leveln, auf diese Aspekte möchte ich auch noch eingehen. Also, es gibt ein 99-stufiges Levelsystem für alle Charakterklassen, eine frisch erzeugte Figur fängt immer auf Level 1 an. Für jedes getötete Monster bekommt man Erfahrungspunkte, was abhängig ist vom eigenen Level, der Levelstufe des Monsters sowie der Anzahl eventuell vorhandener Mitspieler und Partymitglieder im Spiel und auf dem Areal, auf dem man das Monster getötet hat. Anfangs levelt man sehr schnell, so daß man die ersten zehn Levelstufen schon nach etwa einer Stunde Spielzeit geschafft haben sollte, später wird es langsamer, weil man teilweise hunderte Millionen Erfahrungspunkte (kurz XP) für einen einzelnen Level braucht (zum Vergleich: von Lvl1 auf Lvl2 sind 500 Punkte nötig).
Steigt man einen Level auf, bekommt man 5 Statuspunkte, die man auf die Charaktereigenschaften Stärke, Geschicklichkeit, Lebensenergie und Magische Energie frei verteilen kann. Dabei wirkt sich Stärke vor allem auf den ausgeteilten Schaden aus und welche Items man tragen kann - es ist enleuchtend, daß man mit wenig Stärke keine tonnenschwere verzierte Plattenrüstung tragen kann.
Geschicklichkeit dient der Treffergenauigkeit, teilweise der eigenen Rüstungsklasse und ist für einige Waffenarten notwendig, etwa Bogen und Armbrust.
Die Lebensenergie zeichnet für die Hitpoints (das ist die Anzahl der Schadenspunkte, die man einstecken kann, bevor man stirbt) sowie die Ausdauer (wie lange man ununterbrochen rennen kann) verantwortlich.
Die Magische Energie schließlich dient einzig und allein dem Manavorrat und wie schnell dieser sich wieder regeneriert und ist damit vorwiegend für allerlei Zauber und viele der Skills der verschiedenen Klassen wichtig.
Für den Ausbau dieser Skills erhält man pro Le
vel ebenfalls einen Punkt, den man je nach Charakterlevel mehr oder weniger frei ausgeben KANN - es ist sowohl bei den Statuspunkten als auch bei den Skillpunkten möglich, sich diese für später aufzusparen!
Allein dieses Leveln ist für das Scheitern vieler Figuren verantwortlich, weil die Spieler ihre Punkte zu schnell und/oder falsch verteilen. Einmal vergeben, sind die Punkte weg, man kann nicht mehr umsatteln!! Unter anderem deswegen sind Barbar und Paladin für Anfänger viel einfacher, weil diese Klassen bis weit in die 20er Level ohne einen einzigen vergebenen Skillpunkt auskommen können.
Wer das Spiel nun neu kauft und ausprobieren will, dem empfehle ich die Lektüre der Charakterguides auf Diablo2.de - wenn ihr diese befolgt, könnt ihr eigentlich auch bei den anderen Klassen nicht mehr viel falsch machen.
Die Items
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Der besondere Knüller an Diablo2 und aller Wahrscheinlichkeit nach auch die beste Erklärung für den Langzeitspielspaß dieses Spiels sind die Items, die Gegenstände, die man findet.
Hier unterscheidet man verschiedene Seltenheitsgrade, was unterschiedliche Auswirkungen hat.
Standardmäßig existiert jeder Gegenstand bis auf Ringe und Amulette in einer normalen Version, erkennbar am weißen Schriftzug des Namens. Diese einfache Klasse unterteilt sich in fünf Perfektions-Grade des Items, was sich vor allem auf die Haltbarkeit und den erzielten Schaden einer Waffe auswirkt.
Darüberhinaus gibt es praktisch alle Items in einer magischen Ausfertigung - so kann beispielsweise ein Schwert zusätzlichen Feuerschaden machen, oder eine Rüstung wirft einen Teil des bekommenen Schadens auf das Monster zurück und so weiter. Diese blau gekennzeichneten Items findet man eigentlich auch wie Sand am Meer.
Die dritte Kategorie sind die sogenannten Rare Items, die ihren Namen zu recht verdienen, sie sind schon wirklich selten zu finden und zeichnen sich durch einen individuellen Namen und bis z
u sechs gleichzeitige magische Verzauberungen aus. Viele dieser Rares sind mit sehr heftigen und sehr nützlichen Zaubern ausgestattet, zum Anfang des Spiels sind aber auch diese Rares eher ein schlechter Witz denn ein brauchbares Item. Erkennbar sind Rares am gelben Namenszug und wie gesagt am individuellen Namen, der in der deutschen Version oft auch ziemlich lächerlich klingt.
Als vierte Kategorie möchte ich die sogenannten Sets und die Unique Items zusammenfassen. Sets sind spezielle, oft direkt aufeinander abgestimmte Items, etwa ein Schwert, ein Schild und ein paar Handschuhe, die zusammen ein Set mit einem bestimmten Namen bilden. Von der Mächtigkeit der auf diesen Items liegenden Zauber gesehen sind Sets oft zwischen den blauen und den seltenen Items anzusiedeln, interessant werden sie jedoch als Gruppe. Sobald man mehr als einen Gegenstand eines Sets sein eigen nennt und am Körper trägt, kommen zusätzliche Bonuswirkungen hinzu, was einige der Sets sehr wertvoll macht, vor allem wenn man sie komplettieren kann. Dummerweise sind Set-Items sehr selten und auch nicht käuflich (man hat lediglich beim Glücksspiel eine unter 0.1 Prozent liegende Chance, einen Setgegenstand zu ergattern), so daß sich hier schon ein gewisser Jäger- und Sammlertrieb durchsetzen kann. Setitems sind am grünen Schriftzug und am individuellen Namen erkennbar.
Die am goldenen Schriftzug erkennbaren Uniques am Ende sind dann sozusagen die Königsklasse aller Items. Sie haben ihren Namen daher, daß sie pro Spiel (!) MAXIMAL einmal gefunden oder gegambelt werden können. Von fast jedem Gegenstand, egal ob Waffe oder Rüstungsteil, existiert jeweils EIN einzigartiges Item, mit eigenem Namen und teils seehr machtvollen Verzauberungen. Meistens sind es mehr als 6 Verzauberungen auf diesem einen Item, was viele von ihnen extrem begehrt macht. Der Haken ist halt, wenn in einem Multiplayerspiel mehrere Leute zusammenkommen und einer von ihnen trägt ein Unique bei sich, dann kann ke
iner der anderen Spieler im Spiel mehr dieses eine Unique finden.
Finden aber zwei Spieler für sich genommen in unterschiedlichen Spielen dasselbe Item, können diese beiden dennoch ohne Gefahr im selben Spiel zusammen spielen.
Diesen Punkt werfen viele Berichteschreiber hier auch immer wieder durcheinander.
Einige der Uniques sind so selten zu finden, daß sich auf Ebay und verschiedenen anderen Plattformen im Netz ein regelrechter Markt für solche Items entwickelt hat. Während die Items auf Ebay gegen Bares versteigert werden, kann man bei einigen Plattformen im Netz Überschußware kaufen und verkaufen und auf anderen gibt es wiederum sogenannte Tradeforen, in denen man mit anderen Spielern einfach tauschen kann. Alle diese Ausführungen beziehen sich jedoch ausschließlich aufs Closed Battlenet, denn nur dort ist es bisher immerhin FAST unmöglich, zu cheaten und sich auf diese Weise Hammeritems zu ergaunern - die Dummheit vieler Mitbürger mal außen vorgelassen, die auf teilweise wirklich dumme Tricks hereinfallen, die aber allesamt die Gier dieser Mitbürger ausnutzen.
Der Seltenheitsgrad von Sets und Uniques allgemein ist in etwa gleich, daher die Zusammenfassung unter eine Klasse. Von der Mächtigkeit her ist die Sache etwas durchwachsen, mal sind Sets gut, mal schlecht, und es gibt auch einige völlig unbrauchbare Uniques.
Diese Items jedenfalls würde ich für den Langzeitspielspaß und den allgemeinen Diablo2-Hype verantwortlich machen, denn das reine Hack-n-Slay wird auf Dauer wirklich etwas eintönig und abstumpfend, doch die Freude, wenn man dann auf dem Schlachtfeld zwischen den Monsterleichen plötzlich eine sehr geniale unique Rüstung findet, ist unvergleichlich - und viele vergessen in diesem Moment schlichtweg, daß der Fund dieser Items so wertlos ist wie Monopoly-Spielgeld.
Die Akte
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Nun nutzen einem Charakterklassen und Items nicht viel, wenn man keine Schlachtfelder hat, doch davon bietet Diablo2
eine ziemliche Masse an.
Das Spiel ist in vier Akte unterteilt, die jeweils einen gemeinsamen Kontext haben.
So spielt der erste Akt in einer Waldlandschaft, vergleichbar mit Mitteleuropa, der zweite in einer Wüstengegend, der dritte im tropischen Regenwald und der vierte in der Hölle. Jeder einzelne Akt ist für sich genommen in etwa so groß wie das alte komplette Diablo1 und besteht in der Regel aus etwa 12 bis 20 einzelnen Karten, Maps und Dungeons.
Man startet in jedem Akt jeweils in einer sicheren Zuflucht, in der es keine Monster gibt, und wenn man stirbt, wacht man immer in dieser Zuflucht wieder auf. Schafft man es nicht, nach einem Tod an die eigene Leiche heranzukommen um diese zu plündern, kann man einfach ein neues Spiel starten, dann landet die Leiche automatisch in der Zuflucht des jeweiligen Aktes - allerdings ohne das Gold, das man zuvor bei sich getragen hat.
Das Spiel ist in drei Schwierigkeitsstufen spielbar, normal, Alptraum und Hölle, wobei man für Alptraum zunächst Diablo auf Normal besiegen muß, bevor man ein Alptraumspiel mit diesem Charakter spielen darf, und analog gilt dasselbe für den Grad Hölle.
Diese Aufteilung ist prinzipiell recht sinnvoll, denn ein Charakter, der Diablo auf Normal nicht besiegen kann, überlebt auf Alptraum oder Hölle ungefähr so lang wie eine Schneeflocke vorm brennenden Kamin.
Bei normaler zügiger Spielweise hat man am Ende von "normal" etwa Level 28 bis 28, auf Alptraum etwa Level 45 bis 55. Danach levelt man eh nur noch auf Schwierigkeitsgrad Hölle, da man nur dort noch genügend Erfahrungspunkte zum Leveln bekommt.
Auf jedem Akt muß man einige sogenannte Quests lösen, das sind spezielle Aufgaben, wie etwa das Töten eines bestimmten Gegners, das Auffinden einer speziellen Reliquie und dergleichen. Einige Quests sind optional und dienen lediglich dem Spielspaß und etwas Abwechslung beim Metzeln, andere sind zum Lösen des Spiels zwingend notwendig.
Allen Que
sts gemeinsam ist, daß sie nicht viel Intellekt voraussetzen, früher oder später findet man den Gegner oder das Item im Zweifelsfall einfach zufällig, und fast alle Quests ergeben bei erfolgreichem Abschluß eine Belohnung. Das kann ein Ring sein oder ein Fertigkeitspunkt, das kann aber auch die Freischaltung von sogenannten Söldnern sein, die man dann als Weggefährten mitnehmen kann und die einem beim Metzeln behilflich sind.
In der klassischen Form von Diablo2 kann man diese Söldner leider nicht von Akt zu Akt mitnehmen, dies geht erst mit der Erweiterung Lord of Destruction.
Jeden Quest darf man pro Spiel und Schwierigkeitsgrad nur einmal lösen, wobei die Metzelquests hier insofern die Ausnahme bilden, daß man die Gegner durchaus mehrfach töten darf, man jedoch nur einmal die Belohnung kassiert.
Grafik und Sound
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Hier muß ich schon deutliche Kritik üben. Zwar ist der Sound und die Musikausgabe erstklassig und mit einer tollen 3D-Unterstützung versehen, doch wird die Musik beim wochenlangen spielen auf Dauer extrem nervtötend, und man ist froh, daß man sie komplett abschalten kann.
Die Grafik kommt zwar in Highcolor mit 65535 Farben daher, ist aber leider auf das unzeitgemäße 640x480-Pixel-Format beschränkt. Es existieren einige Hacks im Web, die diese Auflösung auf das vom Expansionpack gewohnte 800x600-Format hieven, diese sind jedoch weder stabil noch funktionieren sie zuverlässig mit den diversen Blizzardpatches.
Die Monster und die Stadtbewohner sind liebevoll und detailliert animiert, und es hat schon was, wenn die Magierin mit ihren langen im Wind wehenden Haaren spielt oder wenn sich Warriv am Feuer im Lager der Jägerinnen seine Hände am Lagerfeuer wärmt. Hier zahlt sich die hohe Farbtiefe definitiv aus, und auch die Landschaften sind sehr hübsch gemacht.
Bei Gebrauch einer aktuellen 3D-Grafikkarte mit D3D-Unterstützung profitiert die Grafik zusätzlich von einem mehrstufigen Parallax-Scrolli
ng, was die 3D-Wirkung des Spiels drastisch hervorhebt und der generellen Leistungsfähigkeit des Systems zugute kommt - viele aktuelle Karten, die nach der Erstveröffentlichung des Spiels auf den Markt kamen, wie etwa Geforce2-Karten oder die neuen Ati-Radeons, funktionieren in diesem 3D-Modus aber erst nach Updates auf aktuelle Versionen (derzeit 1.09c) einwandfrei und ohne Abstürze.
Insgesamt ist Diablo2 für ein Spiel überaus stabil, allerdings bringt es als EINZIGE Apllikation meinen Athlon 1.4 Ghz reproduzierbar zum Absturz - thermische Probleme kann ich hier ausschließen.
Abschließendes Pro und Contra
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Soviel zum Prinzip und der Ausstattung, nun noch einige Ausführungen zu Vor- und Nachteilen und das abschließende Fazit. Sehr differenziert muß man beispielsweise die Speicherfunktion sehen. Einerseits ist es natürlich klar von Nachteil, daß man seinen Zwischenstand nur dann speichern kann, wenn man das Spiel verläßt - dazu kommt noch, daß dieses Speichern zwangsläufig ist. Es ist also nicht möglich, daß man etwa einige Level aufsteigt und die Skillpunkte dann falsch verteilt und dies im Spielverlauf merkt und einfach durch Nichtspeichern wieder am alten Stand weitermachen kann. Um dies zu bewerkstelligen muss man schon selbst Hand anlegen und die Spielstände vorsichtshalber als Backup sichern - dies geht aber wiederum nicht im Closed Battlenet.
Andererseits bedeutet ein Ausstieg aus einem Spiel oft die letzte Lebensrettung ohne zu sterben, und beim Neustart des Spiels sind die einzelnen Areale wieder mit Monstern gefüllt - gut zum leveln, wenn man einfach immer wieder ein und dasselbe ertragreiche Gebiet klären will. Nervig andererseits, wenn man vergessen hat sich einen Wegpunkt zum Ende eines Aktes zu sichern und dann aussteigt und beim Wiedereinsteig dann wieder Heerscharen von Monstern gegenüber steht, die man wieder aufs Neue beseitigen muß.
Das Closed Battlenet hat natürlich den Vortei
l des fast nicht möglichen Cheatens. Mittlerweile sind zwar einige Hacks und Cheats bekannt und werden immer wieder von unlauteren Zeitgenossen genutzt, doch Blizzard verschließt eine Hintertür nach der anderen durch regelmäßiges Patchen des Spiels. Diese Updates werden zwangsweise und automatisch bei einem Connect zu einem Battle.Net-Realm durchgeführt.
Der Nachteil liegt auch klar auf der Hand - zum einen MUSS man eine Internetverbindung haben, um up to date zu bleiben, zum anderen hat man praktisch keine Kontrolle darüber, ob man das Update nutzen will oder nicht. So ändert Blizzard bei diesen Updatepatches regelmäßig die Werte von verschiedenen Skills und/oder Items, und speziell einige ehemals sehr geniale Unique Items sind durch die neuesten Patches nahezu wertlos geworden (wohl dem, der diese Items vorab schon gefunden hatte, denn die Updates wirken sich in der Regel nicht rückwirkend aus).
Auch das lokale Spiel und die Möglichkeit, hier seinen Charakter für alle Spielmodi zu nutzen, hat Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist natürlich, daß ein Charakter prinzipiell für alle Modi reicht. Nachteilig ist die weit verbreitete Zahl an Hacks und Cheats für das Spiel, so daß einem im Open Battlenet auch schon einmal ein Barbar mit einer Axt begegnen kann, die 60.000 Schadenspunkte austeilt, oder der trotz Charakterlevel 20 praktisch jeden Skill auf 20 Skillpunkte maximiert hat. Solange diese Leute einen dann in Ruhe lassen, sollen sie mit ihren Cheats glücklich werden, das Ärgerliche ist aber, daß diese Leute vorwiegend daran ihren Spaß haben, Spieler statt Monster zu töten und diese Spieler auf diese Weise um ihre sauer erspielten Items zu bringen.
Für viele Zeitgenossen dürfte auch auf Dauer der immer gleiche Spielablauf langweilig werden - betreten einer Karte, alles abmetzeln, was nicht auf Drei auf einem Baum ist und hinterher die Items einsammeln und schauen, ob etwas Brauchbares dabei ist. Danach weitermarschieren zur nächsten Karte und
wieder dasselbe - diese Spielweise, die Hack-n-Slay genannt wird, ist kurzfristig ein netter Zeitvertreib, auf Wochen und Monate gerechnet wird es aber langweilig - wären da nicht die genialen Sets und Uniques, die einem die Sammelleidenschaft aus der Kindheit zurückgebracht hätten. Wie oben beschrieben wird die Freude an diesen Items jedoch immer wieder durch Updates an Diablo2 etwas eingegraut, da sich deren Werte (teils auch rückwirkend, aber eben nicht immer) mal zum besseren, mal zum schlechteren ändern können.
Alles in allem also keine klare Maximalpunktzahl, eher etwas darunter....wegen des Kultstatus vergebe ich daher statt drei insgesamt vier Punkte, denn fünf sind absolut ungerechtfertigt bei all diesen Einschränkungen.
Fazit:
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