Daikatana (PC)
Sehr gutes Game - Daikatana (PC) PC Spiele

Neuester Testbericht: ... Zeitmaschine in die Vergangenheit. Der Spieler durchstreift mit Hiro und seiner zweiköpfigen Heldentruppe diverse geschichtliche Epochen... mehr

Sehr gutes Game
Daikatana (PC)

darktown

Name des Mitglieds: darktown

Produkt:

Daikatana (PC)

Datum: 25.04.01, geändert am 25.04.01 (11 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: keine

Nachteile: keine

Sie sind Hiro Miyamoto. Mit Ihren Freunden, Superfly Johnson und Mikiko Ebihara, reisen Sie durch die Zeit. Auf Ihrer Mission suchen Sie nach dem geheimnisvollen Daikatana. Neben Ihren Helfern sind übermächtige Waffen und mystische Zauber die einzigen Mittel, die Sie an Ihr Ziel bringen können. Setzen Sie Ihre Fähigkeiten weise und vorsichtig ein, denn an jeder Ecke trachtet man nach Ihrem Leben. Trauen Sie niemandem und rechnen Sie jederzeit mit dem Schlimmsten!

"John Romero's Daikatana" - so steht es geschrieben auf der Schachtel. Etwas abgehoben wie ich finde, da hinter dem Spiel, das vier Jahre in der Entwicklung und zwei Jahre davon nur verschoben war, eigentlich eine ganze Entwicklerfirma steckt. Was die Programmierdauer angeht... die bekommt der Spieler im Game oft zu spüren.

Die Installation des Ganzen geht sehr zäh vonstatten und braucht bei voller Installation ordentlich Festplattenspeicher. Außerdem ist es auch nicht ganz sicher, dass die Installation gleich beim ersten Mal ganz erfolgreich ist. Der Testrechner hatte nach dem dritten Versuch das Spiel auf der Platte. Was die Ladezeiten angeht, ist es dasselbe in Grün. Sie sind sehr lange und zwingen langsamere Rechner so in die Knie, dass Windows ein "reagiert nicht" feststellt - was bei den Mindestsystemvoraussetzungen zur Folge hat, dass dieser Spruch immer beim Laden im Taskmanager auftaucht. Denn die Minimalanforderungen der Schachtel sind ein absoluter Witz. Man kann nach der Installation nicht mal die Grafik für die langsamen Maschinen runterschrauben, da das Menü in einer so hohen Auflösung daher kommt, dass eine Bewegung mit der Maus eine Kaffeetasse lang dauert. Käufer mit langsamen PCs werden sich über die Angaben der Verpackung deshalb gewaltig ärgern.

Aber nun zum eigentlichen Spiel. Wenn die Rechnerperformance stimmt, kann sogar richtig Spaß aufkommen. Die Story des Spiels ist schön gemacht und sie verursacht richtig Ehrgeiz. Spielspaß ist
länger garantiert, was auch daran liegt, dass dieses Spiel in mehreren Zeiten spielt: Denn das Schwert Daikatana lässt in dieser Hinsicht keine Wünsche offen. Ob kurz vor Christi Geburt oder noch weiter in der Vergangenheit, die Veränderungen im Leveldesign sind enorm und machen richtig Laune. Die Soundeffekte lassen so richtig Schaudern aufkommen. Die Gegner sind zum Teil einfach, zum Großteil aber harte Brocken. Im Großen und Ganzen für jeden was dabei.

Was die Grafik angeht, wird sich so mancher von einem John-Romero-Spiel was anderes erwartet haben. Es ist eben nur eine aufgebohrte Quake2-Engine, was sich sehr bemerkbar macht. Die Darstellung kann bei weitem nicht an die Neuheiten in diesem Genre (z.B. Deus Ex) anknüpfen. Bei der Programmierdauer ist eben auch die Engine stehen geblieben. Das kantige Screenplay enttäuscht, obwohl die Rechneranforderungen sehr hoch sind. Auch die Einstellungen, die man an der Grafik vornehmen kann, enthalten nicht gerade die Auswahl, die sich ein Action-Fan normalerweise erhofft.

Fazit: Auch einen einst großen Namen wie John Romero kann ein technisch zurückgebliebenes Spiel nicht vor Kritik bewahren. Die Grafik ist veraltet, die Systemanforderungen deshalb total überzogen

Fazit: