
Neuester Testbericht: ... Spieles abgespielt. So entsteht schnell die gleiche Atmosphäre im Spiel, die man auch im Kinorenner schon erleben durfte. Auf die einzig... mehr
Hier wird massig aus dem Verkehr gezogen
Blade Runner (PC)

Name des Mitglieds: Autistic_Cucoo
Produkt:
Blade Runner (PC)
Datum: 25.08.00, geändert am 25.08.00 (17 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Story, Atmosphäre, Zwischensequenzen
Nachteile: Zu schnell durchgespielt, wenig Veränderungen beim erneuten Spielen
"Blade Runner" von den Westwood Studios hat natürlich etwas mit dem gleichnamigen Film von Ridley Scott zu tun. Genau wie Harrison Ford im Film, findet sich der Spieler in der Rolle eins Blade Runner wieder. Diese Spezialeinheit der LAPD im Jahre 2019 ist hauptsächlich dazu ausgebildet worden, Replikanten zu töten beziehungsweise "aus dem Verkehr zu ziehen", wie das Ganze euphemistisch genannt wird. Replikanten sind künstliche Menschen, die vor allem zu gefährlichen Arbeiten im Weltraum oder als Soldaten eingesetzt werden. Diese Replikanten haben ein großes Problem, und zwar eine Lebensdauer von höchstens vier Jahren. Diese wurde ihnen von ihren "Schöpfern" bei der den Replikantenmarkt dominierenden Tyrell Corporation verpaßt, da nicht absehbar ist, was aus einem Replikanten wird, wenn er sich zu weit entwickelt. Vier Jahre wurden dabei eben als die vertretbare Grenze definiert. Die Blade Runner machen nun Jagd auf abtrünnige Replikanten, die sich nicht mehr länger in ihr Los als Arbeitssklaven fügen wollen. Da ein Replikant rein äußerlich nicht von einem Menschen zu unterscheiden ist, muß man als Blade Runner erstens eine Art sechsten Sinn für Replikanten haben und zweitens eine spezielle Maschine bedienen können, die in der Lage ist, Replikanten zu enttarnen.
Soviel zum Vorverständnis...
Das Spiel selbst besteht zum größten Teil aus vorberechneten Hintergründen, in die die mit der aus z.B. Commanche bekannten Voxelspace-Technik die Spielfiguren hineinkopiert werden. Das ganze sieht ganz nett aus, solange die Spielfigur nicht zu nahe an die "Kamera" herantritt, denn dann gibt es viele häßliche riesige Pixel. Die gesamte Grafik wird unveränderbar in 640*480 präsentiert, was aber auch jetzt noch erstaunlich gut aussieht, vor allem dank der Schauplätze, die ständig von Scheinwerfern u.ä. ausgeleuchtet werden. Überhaupt ist die Atmosphäre des Films sehr gut eingefangen worden, man besucht viele aus dem Film bekann
te Schauplätze (z.B. Sebastians Wohnung oder die Sushi-Bar aus der Anfangsszene), fliegt selbst eines dieser Flugautos (hab den Namen grad vergessen *g*) und passiert des öfteren die Werbescheibe mit den asiatischen Mädchen usw. usf. Sehr cool finde ich auch, daß man in der Story immer einen Schritt hinter Deckard aus dem Film ist, es gibt z.B. ein Foto das Deckard von hinten beim Untersuchen der Schuppe zeigt, und überhaupt viele Anspielungen auf Deckard.
Die Zwischensequenzen sind wie bei Westwood üblich erste Sahne, hervorragend gerendert und vorzüglich synchronisiert. Der Film wird vor allem durch identische Kamerafahrten und natürlich die Musik und Szenerie hervorragend immer präsent gehalten.
Das besondere an Blade Runner ist, daß es viele verschiedene Arten gibt, die Geschichte zu beenden, insgesamt etwa 7 Endsequenzen. Schade ist nur, daß sich an der Story bis auf die Gesinnung einer oder mehrerer Personen gar nichts ändert, was die Freude am Wiederspielen etwas einschränkt.
Auf jeden Fall ist Blade Runner allen Adventure-Freunden, die viele Dialoge und hin und wieder eine kleine Schießerei mögen, sehr zu empfehlen, trotz des schon etwas fortgeschrittenen Alters.
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich PC Spiele


