ActRaiser (PC)
Auch Götter haben's nicht immer leich! - ActRaiser (PC) PC Spiele

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Auch Götter haben's nicht immer leich!
ActRaiser (PC)

The-Wishmaster

Name des Mitglieds: The-Wishmaster

Produkt:

ActRaiser (PC)

Datum: 26.01.04, geändert am 26.01.04 (63 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ...

Nachteile: ...

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Es folgt ein Ausflug in die bunte Welt der Videospiele - und da es sich wieder einmal um ein Game auf dem SNES handelt, darf man auch ruhig von "bunt" sprechen. Gerne hätte ich Enix' "Actraiser" übrigens damals schon auf der heimischen Konsole gedaddelt, wurde es doch seitens der Fachmagazine (R.I.P. Videogames) in den höchsten Tönen gelobt, jedoch hatte es Klein Wishys Händler des Vertrauens einfach nie im Regal. Und da der kleine Wishmaster sich die Games zu 95% sowieso nur über's Wochenende auslieh um sie mal eben durchzuspielen, kam ein Kauf nie in Frage. Aber zum Glück gibt es ja Emulatoren und so konnte auch ich vor Jahren endlich in den Genuss des Titels kommen. Ob sich ein möglicher Kauf des Moduls - Ebay sei Dank - auch heute noch lohnt, das lest Ihr am besten selbst...




| ° Spiellprinzip
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Das Spielprinzip des Titels ist nicht stur auf ein Genre festgelegt - und das war 1992 wirklich schon eine kleine Sensation. Denn auch wenn Ihr zu Beginn als ein einen Gott verkörpernden Actionheld im 2D-Level Sprite-dreschend durch die Gegend hopst, so schaltet sich nach dem erfolgreichen Absolvieren des ersten Obermotzes der Simulationsmodus ein, der Euch fortan durch das Spiel begleiten wird. Aber immer der Reihe nach...

Zuerst möchte ich nämlich kurz auf den Actionmodus eingehen, in welchem Ihr zu Beginn begrüßt werdet. Hier verkörpert Ihr zwar einen Gott, jedoch ist dieser gewiss nicht allmächtig, sondern muss selbst dafür sorgen, dass das Land von Monstern und allerlei hehren Ungeheuern befreit wird. Zum Glück haltet Ihr ein langes Schwert in der Hand, mit welchem Ihr im Ruhezustand zwar genauso dämlich dasteht wie die Figur des Barbaren aus dem Fantasy Table-Top "Hero Quest", welches Euch andererseits aber auch mit schneidigem Schnitt die üblen Kreaturen vom Corpus Divinus halten sollte. Auch gehopst werden darf dabei, immerhin sind ab und an Hindernisse zu erklimmen und Schluchten zu überwinden.

Die Steuerung ist dabei generell recht simpel gehalten, für meinen Geschmack aber schon beinahe einen Tick zu simpel. Denn Schläge in die Diagonale oder gar nach unten wie beim spieltechnischen Pendant "Castlevania IV" sucht man leider vergebens. Nichtsdestotrotz machen diese Abschnitte jedoch immer einen tierischen Spaß, wenngleich auch der Schwierigkeitsgrad extrem hoch angesiedelt ist. Denn bereits beim ersten Obermotz kann man fleißig Extraleben lassen, wer nicht auf seine Energieleiste achtet und die spärlich umherliegenden Kraftreserven aufsammelt, dem schwebt bald ein Game Over über den Bildschirm.

Anders sieht es dagegen im Simulationsmodus aus, denn hier darf man nach Lust und Laune den Gott raushängen lassen. Gut, auch hier sind natürlich spieltechnische Einschränkungen gegeben, aber man befehligt hier zumindest seinen persönlichen geflügelten Götterboten. Ausgangspunkt ist dabei immer Eure eigener Tempel, von dem aus sich Euer Volk auch auf der Welt ausbreitet. Neue Siedlungen werden gegründet, was aber nicht immer so einfach ist. Denn teils finden sich eine Art Monster-Generatoren, die den Siedlern das Leben schwer machen möchten. Hier kann man als Engelchen mit Pfeil und Bogen nur wenig ausrichten, da man zwar die Monster selbst besiegen, den Generator aber nicht versiegeln kann. Das schaffen nur die Menschen selbst, wenn man ihnen genügend der garstigen Schurken schon vom Leib geschafft hat.

Desweiteren blockieren gerne auch mal Felsbrocken etc. den Weg für Eure Siedler, hier kommen dann Eure göttlichen Fähigkeiten ins Spiel und ein Blitz ist gefragt, der den lästigen Stein in tausend Teile sprengt. Auch andere Naturgewalten wie Erdbeben lassen sich so ins Spiel bringen und wenn das Korn Eures Volkes zu verdörren droht, dann lasst Ihr es am besten einfach regnen. Generell sollte man dabei auch mit seinem Engelchen ein wenig auf die Energieleiste achten, da er auch von den Monstern etc. getroffen werden kann. Geht ihm jedoch die Energie aus, dann segnet er nicht sofort das Zeitliche, sondern braucht lediglich ein paar Sekunden Regenrationszeit und kann so lange keine Pfeile mehr verschießen. Sorgt Ihr gut für Euer Volk, wird es sich vermehren und Euch Boni wie Extraleben, mehr Energie, etc. für den Actionmodus spendieren, Euer Handeln ist also nicht umsonst. Haben Eure Loitz dann alle Monster-Generatoren versiegelt, steht der nächste Actionlevel an und danach geht es in einem weiteren Simulationslevel in einem neuen Abschnitt von vorne los. Action-Puristen dürfen übrigens den Simulationsmodus auch weglassen und sich gleich durch die Levels schnetzeln, da geht aber meiner Meinung nach etwas Flair verloren.




| ° Grafik & Sound
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Grafisch muss man sich natürlich erst einmal vor Augen halten, dass das Game mittlerweile über 11 Jahre auf dem Buckel hat. Bedenkt man noch, dass das SNES damals noch gar nicht so lange erhältlich war und es von der grafischen Darstellung her weit davon entfernt war ausgereizt zu werden, muss man den Programmieren von Enix eine durchweg gute Leistung bescheinigen. Vor allem die Actionlevels können sich hierbei sehen lassen, wandelt doch Euer Protagonist großen Sprites durch die Gegend und schlitzt zahlreiche nett designte Monster. Die Hintergründe sind dabei zwar einen Tick spartanischer ausgefallen, können sich aber dennoch sehen lassen. Ein wenig anders sieht es dann aber im Simulationsmodus aus, der doch eher simpel gehalten ist. Aber hier zählt der spielerische Wert auch mehr als die grafische Präsentation.

Am Sound dagegen gibt es eigentlich gar nichts zu meckern, denn hier wird das Ohr des Spielers mit schön bombastischen Klängen verwöhnt. Die Qualität ist SNES-bedingt zwar nicht gerade umwerfend, aber es macht doch Spaß sich die Stücke als Hintergrundbegleitung anzuhören und zum im wahrsten Sinne des Wortes göttlichen Flair des Spiels passen sie allemal. Etwas karg ausgefallen sind die Soundeffekte, jedoch war das für die Zeit einfach typisch und ist auch nicht wirklich als Kritikpunkt anzusehen.




| ° Fazit
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Letztlich ist Actraiser ein Geheimtipp, den sich eigentlich kein SNES-Freak entgehen lassen sollte. Der knackige Schwierigkeitsgrad macht es zwar vor allem für Einsteiger nicht besonders leicht sich durch die Actionlevels zu prügeln, aber die technische Präsentation entschädigt gemessen am Alter des Games umso mehr. Wenn Ihr also die Möglichkeit habt das Game irgendwo günstig zu ergattern, dann greift diese Gelegenheit beim Schopfe, es lohnt sich!



In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-Monstermaster


PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen von den Pfeilen des Götterboten gepiekst werden.. ;)


Shake Heads!




Fazit: